Frage von Agazd, 91

Aufsatz über das Lied/Gedicht "bunt sind schon die Wälder?

Ich muss einen kurzen Aufsatz über Form und Inhalt des gedichtes schreiben. Könntet ihr mir weiter helfen ?

1 Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.

Wie die volle Traube aus dem Rebenlaube purpurfarbig strahlt! Am Geländer reifen Pfirsiche, mit Streifen rot und weiß bemalt.

Flinke Träger springen, und die Mädchen singen, alles jubelt froh! Bunte Bänder schweben zwischen hohen Reben auf dem Hut von Stroh.

Geige tönt und Flöte bei der Abendröte und im Mondesglanz; junge Winzerinnen winken und beginnen frohen Erntetanz

Antwort
von Karlien, 48

Schön, daß dieses traditionelle Kulturgut an deutschen Schulen überhaupt noch behandelt wird! Hätte ich nicht gedacht.

Zum Inhalt:
Der Sommer wird allgemein als die schönste Jahreszeit angesehen, weil es angenehm warm ist. In Deutschland und anderen mittel- und nordeuropäischen Ländern mußte man hart arbeiten, um den strengen Winter überleben zu können. Vorräte anlegen.
Man hatte es nicht so einfach wie in tropischen Ländern, wo Bananenstauden und Mangobäume nahezu unbegrenzt Nahrung liefern. Das Lied beschreibt, obwohl die Melodie traurig klingt, ein Erntedankfest. Trotz der anstrengenden Arbeit hatte man damals noch Zeit für Kultur (Geige tönt und Flöte…), Gesang und Tanz. Die jungen Winzerinnen sind auch eine romantische oder sexuelle Anspielung, nach getaner Arbeit ging es damals bei Feiern oft schnell „zur Sache“.

Text: Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Melodie: Johann Friedrich Reichardt

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