Frage von UmzugsNeuling, 30

Aufrechnungserklärung SGB II?

Hallo,

meine Freundin hat heute eine Aufrechnungserlärung von ihrer SB'in erhalten.

Sie und ihre Tochter haben 208,40 EUR zu viel bekommen. Sie wollten dies in Raten zurück zahlen. Als Antwort erhielte sie die Aufrechnungserklärung, in der wie folgt entschieden wird:

"Meinen Erstattungsanspruch vom 24.09.2016 rechne ich in Höhe von 10 % mit Ihrem maßgebenden Regelbedarf und dem maßgebenden Regelbedarf Ihrer minderjährigen Tochter auf."

Muss meine Freundin jetzt was überweisen oder nicht???

Danke für eure Hilfe!

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Geld, 8

Bei einer Aufrechnung muss nie etwas überwiesen werden,dann wird dieser Betrag von den monatlichen Regelleistungen abgezogen bzw.von den maßgeblichen Regelleistungen !

Das maßgeblich bedeutet,selbst wenn sie für sich und die Tochter nicht den vollen Regelsatz bekommt,wird diese 10 % Kürzung vom vollen individuellen Regelsatz her berechnet.

Wenn sie angenommen alleinerziehend ist,dann steht ihr bei min.einem minderjährigen Kind auch ein Alleinerziehenden Mehrbedarf zu,dieser richtet sich nach dem Alter und der Anzahl der Kinder.

Würde die Tochter noch unter 7 sein,dann läge der Mehrbedarf bei 36 %,berechnet von dem derzeitigen Regelsatz ( 404 € ) der Mutter,ab 7 und unter 16 würden es dann nur noch 12 % Mehrbedarf sein,dieser Mehrbedarf kommt also dann noch zum Regelsatz der Mutter dazu.

Es kämen dann also noch entweder 145,44 € dazu wenn die Tochter noch keine 7 ist,oder dann ab 7 würden es noch 48,48 € sein,dann läge der maßgebliche Regelbedarf der Mutter bei entweder 549,44 € bzw.452,48 €.

Dann würden bei der Mutter schon mal entweder ca. 55,95 € bzw. ca. 45,25 € pro Monat abgezogen,auch wenn sie gar nicht so viel an Regelleistung bekommen würde,weil sie z.B. noch Einkommen hat was zunächst auf den Regelsatz ( Regelleistung ) angerechnet wird,deshalb auch maßgebliche Regelleistung,also das was ihnen theoretisch zustehen würde.

Genau so sieht es dann bei der Tochter aus,da kommt es erst mal auf ihr Alter an,wenn sie zwischen 0 - 5 ist stünden ihr nur 237 € Regelsatz zu,ab 6 - 13 würden es derzeit 270 € sein.

Darauf wird aber das Einkommen des Kindes angerechnet,also Kindergeld / Unterhalt / Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt oder Waisenrente bzw.eigenes Erwerbseinkommen nach Abzug von Freibeträgen,wenn die Tochter schon älter wäre.

Also geht das Jobcenter hier entweder angenommen von 237 € bzw.270 € Regelsatz aus,auch wenn die Mutter diesen auf Grund von Kindergeld usw.gar nicht für die Tochter bekommt.

Somit würden dann bei 10 % Anrechnung noch mal angenommen ca. 24 € bzw. ca. 27 € dazu kommen.

So könnte dann die monatliche Kürzung bei etwa 70 € - 80 € liegen,je nach dem wie hoch die tatsächlich maßgebende Regelleistung der beiden ist.

Antwort
von Kiyota, 27

Soweit ich weiß, behalten die das Geld ein, also muss nichts überwiesen werden.

LG

Kommentar von UmzugsNeuling ,

vielen Dank :-)

Kommentar von Kiyota ,

Bitte sehr. :) 

Antwort
von Ri229, 14

Das Geld wird tatsächlich einfach von ihren Leistungen einbehalten. Sie muss sich um nichts weiter kümmern.

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