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Aufmerksamkeitsmeditation - Atemmeditation etc.

Frage von GastderGast GastderGast

Hallo Leute,

so mir schwebt hier so eine Frage im Kopf rum die mir so keiner richtig beantworten konnte inkl. Google. An alle lesefaulen Menschen, hört auf ab hier denn ich bin kein Freund kurzer Reden.

So, wie man im Titel lesen kann geht es um Meditation. Genauer gesagt um die Aufermksamkeitsmeditation. Ich habe ein sehr interessantes Buch gelsen (Gehirntraining über die Benutzung des Kopfes von Frank Schirrmacher) und muss sagen ich bin beeindruckt. Leider wusste ich nicht früher über die "richtige" Benutzung des Hirns da ich mich nicht für "fähig" genug hielt. Es wird mehrfach die Meditation angesprochen, ich hielt es immer für eine Art "hokus pokus" ohne tieferen Sinn (da sieht man mal, wie sehr Idioten einen mit ihren möchtegern Kursen etc. einen blenden) doch jetzt weiss ich dass es bewiesen ist das Meditieren NACHWEISLICH das Hirn fit hält, wenn man es richtig macht.

Ganz interessant ist für mich die Aufmerksamkeitsmeditation, da ich sehr leicht abzulenken bin und damit auch große Probleme habe hört sich das wirklich gut an.

Nun zur meinen eigentlichen Frage, kann mir denn jemand Tips geben? Ich habe mich natürlich schon informiert u. a. mit "auf die Blume konzentrieren" etc. etc. Welchen Sinn haben denn diese Räucherkegel genau? Kann man es auch ohne machen? Habe ich das richtig verstanden, dass wenn ich von irgendeinen Gedanken abgelenkt bin von dieser Blume, ich mich sofort wieder auf diese konzentrieren sollte?

Wie ist es dann möglich dass diese Meditation sich auf meinen Alltag auswirkt? Wie gesagt, war ich ziemlich uninteressiert was dieses Thema angeht deswegen habe ich noch so ein paar Sachen die ich nicht ganz verstehe.

Zum zweiten, die Atemmeditation. Ich habe schon mal eine Anleitung gelsen (öfters um genau zu sein) doch habe ich auch da den Sinn noch nicht so ganz verstanden. Gibt es denn eine Art Qualifikation um Meditieren zu können? Wo liegen die Kapazitäten des Hirns? Eine Stunde am Tag meditieren und dann ist gut? Ähnlich wie bei Muskeltraining...

Fragen über Fragen... ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Naja, soweit danke fürs Lesen und einen schönen Abend noch!

grüße

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Antworten (7)

  • 0
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Meditation1 Meditation1

    Erst mal liebe Grüße zurück! :-) Da hast du wirklich eine Menge Fragen. Wenn das "Du" nicht okay ist, ersetze es bitte durch ein "Sie" ;-) Zunächst einmal empfehle ich dir, kein Ziel bei der Meditation zu benennen. Ob Meditation nun gut für das Gehirn ist oder nicht, wirst du nur durch deine eigene Praxis erfahren. Wenn du aber von vornherein ein Ziel erwartest, wirst du wohl lange warten müssen. Das Ziel wird dich immer wieder von der eigenen Meditation ablenken. Wenn es irgendwann nicht eintrifft bist du vielleicht enttäuscht und der Meinung, dass Meditation doch nicht das richtige ist.

    Es gibt unendlich viele Meditationstechniken. Vielleicht magst du einige probieren um dann entscheiden zu können, welche die richtige für dich ist. Die Sache mit der Blume ist eigentlich nur ein Trick um den Geist focusiert zu halten. Wie du schreibst, um nicht abgelenkt zu werden. Du kannst auch auf die Geräusche achten oder auf deine Zunge, deinen Atem, deinen Bauch, die Luft auf deiner Haut- was auch immer. Es ist nur ein Trick um zu lernen, das der Geist, deine Gedanken, deine Emotionen, der Stress, die Unruhe oder andere Sachen, dich nicht ablenken. Du kannst zum Beispiel auch eine Stunde joggen gehen, dann ist dein Geist auch ruhig.

    Nun zu der Atemmeditation. Fang ganz klein an. Versuche so oft wie möglich am Tag auf deine Atumung zu achten. Nicht verändern, sondern nur der Atmung bewusst werden. (den Focus auf die Atmung legen). Versuch immer öfter drauf zu achten. Wenn du unterwegs bist, mit anderen sprichst, wenn du liest, wenn du schreibst, beim kochen usw. Erinner dich immer wieder daran, deiner Atmung bewusst zu werden. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber wenn du es übst, wirst du dir deiner Atmung immer bewusster. Der Atem hälst dich am leben, ohne ihn würden wir sterben. Wir könnten nicht ohne ihn leben. Die Atmung braucht im Grunde keine Kontrolle von dir. Wenn du schläfst atmest du auch weiter, ohne das du was dazu tust. Sie gehört einfach zu dir und hat ihren eigenen Rhytmus. Werde dir diesem Rhytmus bewusst. Damt schaust du schon sehr weit nach innen. Zu einem Prozess der in dir stattfindet. Das kannst du immer wieder üben.

    Denk nicht über die Kapazität des Gehirns nach. Wenn es gebraucht wird, wird es schon für dich da sein. Wenn es sich durch Meditation verbessert ist das toll. Aber es sollte nicht dein Ziel sein. Lege deinen Fokus auf die Erweiterung deines Bewusstseins, damit erreichst du wesentich mehr, wie mit einem angelerntem Wissen.

    Ich hoffe ich und die anderen konnten dir ein wenig helfen. Wenn du magst schau mal in meinem Blog www.meditationstrainer.wordpress.com vorbei. Viel Spaß beim üben.

    Lieben Gruß, Karsten

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    Hallo,

    danke für deine ausführliche Antwort. Interessant, ich habe den Apsekt der Selbstwahrnehmung bzw. dem veränderten Bewusstsein völlig ausser Acht gelassen, besser gesagt vergessen. Da hast du natürlich Recht und deswegen für mich die beste Antwort, es ist ja viel mehr als nur ein Training für die graue Masse.

    Zur Atemmeditation eine spezifische Frage. Was meinst du genau mit "auf die Atmung konzentrieren" meinst du z. B. "einatmen... ausatmen... einatmen... etc. etc." oder einfach nur bewusst atmen. Wie du sagst geht dies automatisch, deswegen meine Frage was versteht man unter bewusst Atmen. Hört sich erstmal garnicht so einfach an, wie man denkt.

    Ich danke die dafür, dass du mir wie schon gesagt gezeigt hast, dass es eigentlich viel mehr ist als nur ein Training. Da haste Recht, da gibt es noch genug andere Sachen die dein Hirn auf Trab halten.

    liebe grüße

    Kommentar von Meditation1 Meditation1Meditation1

    Lieben Dank für deine Antwort! Ich freu mich, dass ich dich ein wenig unterstützen konnte.

    Es gibt zweierlei Methoden um sich auf die Atmung zu konzentrieren. Wobei konzentrieren eigentlich nicht das richtige Wort ist. Wenn man sich konzentriert, dann bemüht man sich ja wieder. Es kann dann gut sein, dass einen dieses konzentrieren zu sehr beschäftigt, man nimmt andere Dinge nicht mehr wahr und es kann zu Stress führen.

    Probiere einfach aus, was für dich richtig ist. Lege oder setze dich in eine entspannte Postion und atme bewusst ein und aus. Damit ist man meist schon genug beschäftigt. Deine Gedanken oder Emotionen werden dich vom atmen ablenken und evt. driftest du in deine Gedankenwelt. Aber das ist völlig in Ordnung. Sei dir dessen nur bewusst, dass es geschieht. Erinner dich dann einfach immer wieder mal, bewusst zu atmen. Das braucht ein wenig Übung ist in einem Kurs natürlich etwas leichter.

    Ein anderer Tipp ist halt, dass du jetzt wo du das liest einfach auch an deine Atmung denkst, bzw. ihr einfach auch ein wenig Aufmerksamkeit gibt. Verlier dich nicht ganz in den äusseren Dingen die du machst, sondern sei mit einem Teil deiner Aufmerksamkeit immer auch bei dir, zum Beispiel bei deiner Atmung. Das kannst du immer wieder üben. Egal was du machst. Ob du Fahrrad fährst, im Bus sitzt, TV schaust, egal was. Bleibe mit einem Teil deiner Aufmerksamkeit bei deiner Atmung.

    Viel Spaß beim üben!! ;-)

  • 6
    Antwort von Beutelkind Beutelkind

    An Deiner Stelle würde ich mir zunächst ein weiteres Buch besorgen, eines über die Aufmerksamkeitsmeditation, möglichst mit Anleitungen. Als nächsten Schritt könntest Du ja mal einen Kurs buchen oder Dich in Deinem nächsten Urlaub näher mit der Thematik befassen, z.B. auf einem Seminar. Ich glaube, anfangs ist das gemeinsame Lernen in einer Gruppe einfacher als so allein zu Hause. Auf jeden Fall hat die Meditation gute "Nebenwirkungen" grins ---> http://www.jyotishi.de/index.php/journal/42-studiemeditationstaerktdasimmunsyste...

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    Hallo

    gesagt, getan. Habe mir dieses Buch bestellt. Ich bin auch daran nähere Informationen zu Kursen etc. heraus zu finden, doch im Moment ist es alles noch nciht ganz so einfach (zeitlich)

    Auf jeden Fall ein Danke für deine Antwort!

    grüße

  • 0
    Antwort von Sabsatu Sabsatu

    es gibt seit langem Literatur, z. B Kornfield, Goldstein, UPandita, Nyanaponika, www. vipassanadhura. com.

  • 0
    Antwort von DrThKahl DrThKahl

    Ich habe mich intensiv mit deinen Fragen befasst und empfehle dir deshalb meine Internet-Seite www.seelische-stärke.de, wo du passende Meditationen als CD oder als Download (kostenpflichtig) bekommen kannst, auch kostenlose Info-Texte. Lg Thomas

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    Hallo,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe diese Seite bereits unter Favoriten abgespeichert. Werde sie mir gleich ansehen. Kam leider noch nicht dazu, da die Arbeit doch sehr einspannt.

    grüße! (danke nochmals)

  • 0
    Antwort von coeleste coeleste

    MEDITATION

    machs ganz einfach (wieviel du m. am tage,ist egal,hauptsache regelmäßig)

    meditation kommt in dem augenblick auf dich zu, WENN DU BEREIT BIST DAZU.

    die rechte gehirnhälfte ist für meditation zuständig

    bequeme stellung (nur nicht auf rückenschmerzen meditieren!) also anlehnen an stuhl oder zimmerwand.nur nicht einschlafen!! kann mal passieren am anfang. aber das regelt sich mit der zeit.

    augen zu.mütze über die augen.gucken was drunter ist.mit der zeit gibts lichtpunkte etc

    ohropax ins ohr.hören,was drinnen passiert.mit der zeit hörst du töne etc

    und immer normal atmen (der kommt und geht ja von selbst).

    wie lange ist unwichtig.regelmässig ist wichtig! jeden tag einmal.ob 10 min,ne halbe stunde: wie gesagt egal.

    es dauert was, bis was passiert.aber das kann ich bei dir nicht einschätzen.kenn deine entwicklung ja nicht.

    auch mal einfach am tag kurz abschalten: atmen und aus dem fenster gucken. paar x am tag.immer locker.nix erzwingen oder erwarten.

    erfolg kommt mit sicherheit.

    hoffe,konnte dir n bischen helfen.

    gib nicht auf,wenn nicht sofort was läuft!!!!

    MEDITATION:FUER JEDEN GUT?

    1. fuer viele ja.nicht aufgeben,wenn nichts läuft (es läuft schon etwas,auch wenn man es nicht bewusst merkt): wenn man lange zeit nicht meditiert hat,sollte man sich nicht wundern,wenn anfangs nichts (bewusst) passiert. es kommt allmählich. lange zeit hast du gelernt,dich an begrenzten dingen zu erfreuen.es fällt dir nicht schwer,ein eis zu essen, nun meditierst du,hast eine lange zeit dafür gebraucht,auf die idee zu kommen.da passiert so schnell "nichts greifbares". ich empfehle regelmäßigkeit. wie lange? Solange wies geht.wenn du fühlst,es reicht für heute,hör auf. hast du rückenschmerzen,lehn dich an.wichtig: nicht einschlafen! wenns passiert,egal.nimm dir vor,nicht einzuschlafen.dann klappts irgendwann. meditation hilft in ALLEN lebenslagen. und: EINFACH MAL VON ZEIT ZU ZEIT KURZ NICHTS TUN:EINFACH ATMEN,AUS DEM FENSTER SCHAUEN.sehr gut bei der arbeit.du wirst mit der zeit sehen,wie gut das tut. 1x pro tag dich hinsetzen-geht auch im liegen (du mußt dich bequem fühlen.auf schmerzen zu meditieren bringt nix).augen zu.die sinne abschalten,soweit das geht.normal atmen.nicht denken,soweit das geht. übung macht den meister. auch wenn nIchts passiert,gib nicht auf. als du n baby warst,konntest du auch nicht gleich gehen. 2. Manche sind in diesem leben mehr “aktivmenschen“.in einem anderen leben haben sie meditiert und müssen nun in diesem leben etwas anderes realisieren,sonst ist ihre entwicklung nicht vollstaendig (siehe das buch von elisabeth haich: die einweihung).

    40 GRÜNDE FÜR MEDITATION

    http://www.gutefrage.net/tipp/40-gruende-warum-meditation-gut-fuer-menschen-ist

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    Hallo,

    vielen lieben dank für deine ebenfalls sehr sehr ausführliche Antwort. Ich sehe schon ich habe hier eine Tür für mich geöffnet die regelrecht eine Art Flut von Informationen auf mich zuströmen lasst. Ich muss mich jetzt erstmal so richtig in die Thematik einarbeiten.

    Zuerst dachte ich ja, diese Aufmerksamkeitsmeditation sei ja durch meine Fragen die ich hatte vollständig zu beantworten. Doch je mehr Antworte das kommen, umso mehr Fragen stellen sich mir erstmals. Doch du hast mir schon mal sehr weitergeholfen.

    Danke dafür

    grüße

  • 0
    Antwort von gottesanbeterin gottesanbeterin

    Hier findest du Antworten auf alle deine Fragen: www.sahajayoga.de

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    vielen lieben Dank!

    grüße

    Kommentar von GastderGast GastderGast

    vielen lieben Dank!

    grüße

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    Antwort von Sukadev Sukadev

    Was Meditation bewirken kann, findest du anhand von wissenschaftlichen Studien erläutert in unterem Video.

    Ich empfehle dir, mal einen Meditationskurs zu besuchen, entweder z.B. ein Yoga und Meditation Einführungswochenende, oder einen mehrwöchigen Meditationskurs. Da bekommst du die besten Antworten. "Probieren geht über Studieren", das gilt bei Meditation mehr als bei allem anderen.

    Oder lies mindestens ein Buch über Meditation, ein praktisches Buch mit praktischen Anleitungen, am besten geschrieben von jemand der seit vielen Jahren Meditation unterrichtet. Eine einfache Meditationsanleitung findest du unter http://www.youtube.com/watch?v=8Knk219CdnA

    Zu einigen deiner Fragen:

    • Wirkung der Meditation im Alltag: Meditation hilft zu mehr Konzentration im Alltag - und zur Fähigkeit sich von von selbst entstehenden Gedanken, Reaktionsmuster, Emotionen zu lösen, wenn man das will
      • Ja, wenn du ein Meditationsthema hast, z.B. eine Blume, dann bringst du den Geist immer wieder dahin, wenn der Geist wandert. Bei anderen Meditationstechniken wirst du dir nur bewusst, woran der Geist von selbst denkt, ohne ihn zu lenken.
      • Qualifikation zum Meditieren: Jeder kann meditieren. Es gibt sehr viele verschiedene Meditationstechniken. Probiere ein paar aus, und finde heraus, was für dich besonders wirkt
      • Dauer der Meditation: Am Anfang reichen 5-10 Minuten Meditation am Tag. Diese kannst du dann steigern auf 20 Minuten. Für die meisten Menschen reichen 20 Minuten am Tag als Alltags-Praxis aus. Ab und zu mal kann man auch mehr meditieren - dann wird die ERfahrung tiefer und erfüllender.
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