Frage von Johannes891960, 41

Aufklärungsfehler Arzt; hypothetische Einwilligung § 228 StGB?

Grüss Gott,

habe ein juristisch zu lösendes Problem.

Arzt A vergisst (nicht vorsätzlich) während eines Aufklärungsgesprächs seiner Patientin B über die möglichen Risiken einer durchgeführte Operation aufzuklären. B stimmt der OP auf Grundlage der Informationen zu.

Während der OP erinnert sich A an seine Vergesslichkeit während des vorangegangenen Gesprächs mit B, operiert aber weiter , da er davon ausgeht, B hätte auch bei Kenntnis der Risikolage , in die OP eingewilligt.

Die Operation läuft (trotz kunstgerechter Durchführung) schief und B kann ihren Arm nicht mehr bewegen. B gibt nach der OP preis, dass sie bei den ihr nicht bekannten Risiken, nie in die Operation eingewilligt hätte.

Eine Rechtfertigung des A aufgrund einer wirksamen Einwilligung nach § 228 StGB scheidet somit aufgrund des Willensmangels aus. Mutmaßliche Einwilligung indes auch, da B ja aufgeklärt hätte werden können.

Bleibt die umstrittene Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung. Führt zu einem Erlaubnistatbestandsirrtum des A im Rahmen seiner Schuld, da A sich Umstände vorgestellt hat , die bei Vorliegen seine Operation gerechtfertigt hätten.

Ich frage mich nur, ob die Prüfung einer solchen hyp. Einwilligung, mithin des Erlaubnistatbestandsirrtum, nötig ist. Da B durch die Täuschung nie in die Operation eingewilligt hätte. Selbst wenn B sich der Risiken bewusst gewesen wäre, wäre die Einwilligung nicht zugunsten des A gegeben gewesen??

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, vielen dank im voraus.

Gruss

Antwort
von Glueckskeks01, 30

Und das wird alles mündlich gemacht? Du hast nichts mehr unterschreiben müssen? Sowas hab ich noch nie gehört.

Kommentar von Johannes891960 ,

Hab vergessen zu erwähnen , dass es ein fiktiver Fall ist .

Wie jeder juristische Fall teils mehr oder weniger "lebensnah" ;)

Es geht nur darum , ob die hypothetische Einwilligung und der daraus resultierende Erlaubnistatbestandsirrtum, überhaupt möglich ist, wenn die Patientin B nicht ausreichend aufgeklärt worden ist und somit auch nie der OP eingewilligt hätte ?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community