Frage von Ingrid75,

Aufklärungsalter?

Ab welchem Alter sollte man aufklären? Schon mit 13 oder später? Vater oder Mutter?

Antwort von Rudigems,
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Es muss ja erst mal geklärt werden, worüber aufgeklärt wird, und, ganz wichtig, was die Ziele sind, zu denen aufgeklärt werden soll. Soweit ich die Antworten verstanden habe, soll in erster Linie, aufgeklärt werden, damit keine ungewollten Schwangerschaften entstehen. Damit ist das erste Problem schon da. Schon wird den Kindern, suggeriert (unterschwellig mitgeteilt), das es eine Kette gibt. "Sex gleich Sünde, gleich Böse, gleich Verbrechen, gleich Widerlich, gleich Unkosten, gleich Freiheitsverlust, gleich Unhygienisch, gleich Beschwerlich, gleich Unangenehm, gleich Schmerz". Damit hat man dann genau die Ursachen begründet, die später zu den Problemen führen.

Warum muss immer nur von Anfang an, das Gefährliche und das Unangenehme im Vordergrund stehen? Warum muss es immer nur darum gehen, Sex und Schwangerschaften zu verhüten? Ist eigentlich den Antwortern, bis auf Cybaer, aufgefallen, das Sex das Wunderschönste von der ganzen Welt ist? Das Sex Spaß machen kann? Das Sex gesund ist? Und das man sich vor und nach dem Sex gut fühlt? Wäre es nicht das schönste und sinnvollste Ziel, wenn man fürs Leben, für die Liebe und für den sexuellen Genuss aufklären würde, und die Gefahren, als Nebeneffekt abtun würde? Kinder, die optimal (lässt sich nicht verbessern) aufgeklärt wurden, machen weder zu früh Sex (sie achten auf die Wünsche ihres Körpers), noch bekommen sie ungewollte Kinder (ganz selten) und gegen sexuellen Missbrauch, sind sie fast lückenlos geschützt.

Ich glaube, hier liegt auch das Problem, und auch die Ursache, warum der Sex, vielen Menschen peinlich ist. Würde man nämlich Kindern, und da hat Cybaer, auch Recht, von Anfang an (von der Geburt) beibringen, wie schön Sex ist, dann wäre es weder peinlich, noch schwer, mit dem Kind, darüber zu reden. Erst wenn Sex das Normalste von der ganzen Welt ist, lernen Kinder unbefangen, vernünftig mit dem Sex umzugehen.

Auch die Einstellung, wie mit Aufklärung über Sex, umgegangen wird, wäre einer Habilitation (Professorarbeit) würdig. Es wäre doch mal ganz interessant, was im Verhalten von Menschen vorgeht, die den Sex, selber als Schön erleben, ihrem Kind aber erklären wollen, das es das Gefährlichste von der ganzen Welt ist, wenn man Sex macht.

Kinder müssen von Anfang an (gleich nach der Geburt), auf ihrem Weg zur Sexualität begleitet werden. Im Prinzip, klären sie sich selber auf, man darf ihnen nur keine unnötigen Hindernisse in den Weg stellen. Auch die Befürchtung, das man Kinder überfordern könnte, ist unbegründet. Natürlich, überfordert man die Kinder, bei einigen Informationen, aber es gehört zu meiner Erfahrung, das sie, wenn sie Entwicklungsschritte gemacht haben, gerne auf solche "Überforderungen" zurückgreifen, und das nachholen, was sie früher noch nicht verstanden haben. Und zwar völlig unverkrampft. Im Gegenteil, es gibt ihnen das Gefühl, "Jetzt habe ich es endlich verstanden."

Wer soll die Kinder aufklären? Vater oder Mutter? Was für eine Frage! Es kommt doch immer darauf an, worüber aufgeklärt wird. Was soll denn eine Mutter, über die Gefühle des Vaters den Kindern erzählen? Oder umgekehrt? Das einzige was ich beobachtet habe, ist, das Kinder, auch zusammen, sich lieber mit einem Elternteil unterhalten. Aber, wo könnte da das Problem sein?

Natürlich, ist das auch ein Problem der Eltern. Eltern, die in ihrer Kindheit, schlecht in Sachen Sex behandelt worden sind, haben natürlich größere Probleme, als Eltern, die auch in ihrer Kindheit, liebevoll begleitet worden sind. Aber, intelligente Eltern, informieren sich aus Büchern und anderen Medien (Presselandschaft). Und können durchaus, innerhalb einer Generation, mit Traditionen brechen. Leider, sind die Intelligenten, eine Minderheit.

Grüße, Rudi Gems

Kommentar von cybaer,

Es wäre doch mal ganz interessant, was im Verhalten von Menschen vorgeht, die den Sex, selber als Schön erleben, ihrem Kind aber erklären wollen, das es das Gefährlichste von der ganzen Welt ist, wenn man Sex macht.

Der Sexualtherapeut Dr. Marty Klein begründet das in seinem Buch "America's War on Sex" damit, dass die Erwachsenen es halt so als Kinder schon beigebracht bekommen haben. Er nennt diese Erwachsenen "erotophob":

"Ist Kinder- und Jugendsexualität ein zu kontrollierendes und unterdrückendes Problem, oder ein gesunder Teil des Lebens, der gefeiert, erforscht und zu dem angeleitet werden sollte?

Was Sexualität angeht, sind Minderjährige eine unterdrückte Minderheit. (...) Wenn es um Sex geht, haben Kinder keine Rechte. Nicht unzureichende Rechte - keine Rechte. Ihre Rechte wurden ihnen genommen als Reaktion auf die Hysterie der Erwachsenen um ihre Sicherheit, der Ängstlichkeit bezüglich ihrer Moral, der Furcht vor ihrer Unabhängigkeit, Verwirrung über ihre Entscheidungsfindung, und Ablehnung ihrer menschlichen Bedürfnisse. Sicher, wir steuern den Zugriff der Kinder auf Tabak, Alkohol und Autofahren. Aber die Wissenschaft deckt diese Entscheidungen, und Kinder haben Zugriff auf unbegrenzte, akkurate Informationen zu diesen Themen."

Es ist also Angst. Angst gespeist aus Unwissenheit, Vorurteilen und eigener, verklemmter Erziehung. Und dazu kommen dann ggf. auch noch direkt die Sexualfeindlichkeit der Buchreligionen ...

Kommentar von Rudigems,

Es macht immer wieder Spaß, mit dir Cybaer, gemeinsam in das Unbekannte vorzudringen!

liebe Grüße, Rudi Gems

Antwort von answer777,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebe Ingrid, falls Du meine Mutter gewesen wärest und ich Dein Sohn, so müßte ich Dir leider sagen, daß ich mich seit ich 11 bin selbst befriedigt habe. Und das, obwohl auch ich damals ein Wort wie Selbstbefriedigung nie kannte. Eine gewisse Aufklärung ab 11 macht Sinn, aber es muß der Entwicklung des Kindes angepaßt. sein. Blockt das Kind ab, dann ist es ihm unangenehm, und dann muß man noch etwas warten, aber immer mal wieder anschneiden. Wie hier auch schon gesagt wurde, zu Fragen animieren, Vertrauen aufbauen. Gerade in dem Bereich vertraut man als Kind eher "Fremden", weil es einem vor den Eltern peinlich ist, und genau das ist die Gefahr, wenn es ein Fremder ausnutzt und versucht, an das Kind sexuell heran zu kommen.

Antwort von cybaer,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ab welchem Alter sollte man aufklären?

Ab gar keinem Alter, sondern von Anfang an. Und zwar so, wie man sich selbst am wohlsten dabei fühlt. Denn wenn man sich bei einem Thema unwohl fühlt dann merkt das Kind das - und es merkt es sich auch. Aber Kinder sind nicht "dumm"! Wenn man sich unwohl fühlt, man aber trotzdem meint, darüber reden zu müssen, dann sollte man auch sagen, dass man sich unwohl fühlt. Und dass das nicht sein muss, aber dass das aus der eigenen Erziehung herrührt.

Man sollte Kinder einfach in die Lage versetzen, unbeschwert ihre Neugier zu stillen. Man sollte ihnen aber auch nichts aufzwingen, was sie gar nicht (wissen) wollen.

Ein guter Leitfaden sind die von Eltern wie Fachleuten hochgelobten Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Körper, Liebe, Doktorspiele". Da aber die CDU/CSU als christlich-konservative Partei ein Problem mit Sexualität bzw. Aufklärung hat, gibt es die Broschüren (eine für Kinder von 1-3 und eine für 4-6) leider nicht mehr bei der BzgA, sondern nur noch im Netz. Also einfach mal googeln:

"Körper, Liebe, Doktorspiele" PDF

Schon mit 13 oder später?

Es werden genug 9-Jährige unerwartet schwanger, so dass 13 wohl ein wenig zu spät ist. Nicht ohne Grund haben bereits sehr viele Grundschüler in der 3. spätestens aber in der 4. Klasse Sexualkunde.

Und wie sich "Nicht-Aufklärung" auf Teenagerschwangerschaften auswirkt, kann man sehr schön an den USA mit ihrer bigotten Prüderie und den "Abstinenz-Programmen" sehen: Eine dreimal so hohe Quote von Teenagerschwangerschaften, als bei uns.

Vater oder Mutter?

Derjenige, der am unverkrampftesten mit dem Thema Sexualität umgehen kann.

Antwort von dsupper,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Oh, jetzt verstehe ich, warum so viele Mädchen schon mit 13 oder 14 schwanger werden! Wenn die bis dahin immer noch nicht aufgeklärt sind!

Nein, im Ernst - die Kids erhalten doch mittlerweile schon im 4. Schuljahr Sexualkundeunterricht - da werden sich für die Kinder doch sicher eine Menge Fragen auftun, die man dann als Eltern in Gesprächen gut vertiefen kann. Ob Mutter oder Vater liegt sicher auch am Geschlecht des Kindes - meiner Erfahrung nach (ich habe 4 Kinder) waren unseren Söhnen die Gespräche mit dem Vater lieber, unsere Tochter mochte lieber mit mir reden.

Selbst im Nachmittagsprogramm im TV bekommen Kids doch mittlerweile schon die tollsten Bett-Szenen präsentiert - das alles bietet doch früh genug Anhaltspunkte, mit den Kindern darüber zu sprechen. Und das schon so früh wie möglich - natürlich immer dem Alter des Kindes angepasst.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Kithira,

ich bin außer schule und eigeninitiative nicht aufgeklärt, 15 und auch in 3 jahren sicher noch nicht schwanger....

Antwort von LukeSkytalker,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

also ich bin jetzt 17 und wurde nie aufgeklärt....

natürlich weis ich jetzt alles...

aber zurück zum thema...

ich habe mal gelesen das man kinder über mehrere jahre aufklären soll und mit 3 anfangen so das es jedes geschlechtsorgan beschreiben und benennen kann....

des weiteren muss man auf die entwicklung des kindes sehen

also bei mädchen muss man auf jedenfall mit 11-12 aufklären wobei das auch immer von ihrer endwicklung ankommt.

jungen muss man erst später oder gar nicht aufklären... das meiste bekommen beide geschlechter eh ausm inet oder aus der schule... da ist es nicht selten das kinder mehr wissen wie ihre kinder... das geht ja jetzt schon teilweise in der 4. klasse an...

hoffe konnte helfen lg luke

Kommentar von LukeSkytalker,

ach ja und bei jungen sollte der vater und bei mädchen die muttter aufklären

Kommentar von Kithira,

meine meinung....im grunde^^

nur muss man mädchen genausowenig aufklären wie jungs^^

wir sind schlau genug um die konsequenzen zu verstehen.... und das auch auf jeden fall schon mit 11.....^^

ich fänds einfach peinlich.....

Kommentar von LukeSkytalker,

ja ich auch aber ehrlich gesagt ist halt so das jungs nicht aufpassen den die denken im endeffekt ist das ja dan das problem von dem mädchen wens schwanger wird..

deshalb ist es meiner meinung bei mädchen wichtiger...

Kommentar von Kithira,

schon klar....aber bei jungs dann genauso wichtig damit die verstehn wie verdammt tief die dann in dr scheiße stecken...

Kommentar von LukeSkytalker,

ja ok

aber ich sag jez mal das wen man das kind nicht abtreibt ist das leben dieses mädchens total im eimer.... wer mit 14 shcon schwanger ist kan nie richtig party machen.. hat nie chancen auf einen guten job... wird immer zu wenig geld haben... auserdem ist es schon mies wen man mit 29 den 14 von seim kind feiern muss...

also jedem selber überlassen aber ich fänd es als mädchen echt scheiße...

Antwort von Kithira,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ich bin 15....und ich habs bis jetzt auch ohne überlebt....

es ist einfach nur peinlich...für dich und genauso für dein kind...

bei nem mädchen bietet sixch die mutter an....und die sollte einfach mal sagen das es kein problem ist einen termin beim frauenarzt zu machen.....und das sie einfach sagen soll wann sie die pille möchte....

und sonst kannst du dir sicher sein das wir in der schule genügend infos bekommen......aufklärung ist 3., 5. und 8. klasse dran....und wirklich ausführlich.... alles lehrplanmäßig.....

Kommentar von crashlady,

man kanns auch unpeinlich gestalten. In einer normalen Familie bieten sich dazu genug Möglichkeiten (Kind hat die Eltern beim Sex gesehen in der Nacht zB).

Kommentar von Kithira,

also leb ich in einer unnormalen familie??....

ich weiß du hasts nicht so gemeint....aber kaum ein kind sieht seine eltern dabei....

und vorallem dann wärs mir sooo peinlich...

Kommentar von crashlady,

viele hörens zumindest. Ich hab durchs Schlüsselloch geguckt ganz kurz gg - war aber schon alt genug, ums einfach nur amüsant zu finden. Hab am Morgen auch nich gesagt. War 12 oder so.

Kommentar von LukeSkytalker,

tut mir leid aber ich bin froh nie aufgeklärt worden zu sein den dieses peinliche gespräch ist echt scheiße...

bei mädchen ist das was anderes aber bei jungs?? die klären sich selber auf und glaub mir ein junge wird nicht früher wie 15-16 sexuell aktiv...

bis dahin hatte er in der 4. 5. und 8. klasse sexuallkunde unterricht..

deshalb kann ich mir schlecht vorstellen das das was bringt...

Kommentar von crashlady,

zum Geschlechtsakt an sich muss man auch nichts erzählen, aber es sollten alle Gefahren angesprochen werden.

Kommentar von Kithira,

warum zum teufel glaubst du das das bei mädchen anders ist??

wir leben nicht nur in der küche.....tut mir leid aber bei dir klingt das so als ob es uns nicht genauso ergeht...

klar gibt es mädchen die mit 12 schwanger werden....aber da gehören auch 2 dazu....

ich kann sagen: gymnasium (und garantiert in jeder anderen schule auch) 8. klasse...

wir haben alles gelernt, von hormonen über die pille und anderen verhütungsmitteln von denen manche eltern noch nie was gehört haben zu abtreibung und künstliche befruchtung.....

Kommentar von cybaer,

glaub mir ein junge wird nicht früher wie 15-16 sexuell aktiv...

LOL - schließ nicht von dir auf andere!

Bei mir hat es ganz konkret mit ca. 11 angefangen, und schon in der Grundschule hatte ich ein außerordentliches Interesse an meinen Klassenkameradinnen.

Es gibt auch Jungs, die mit 10 oder 11 bereits Vater werden ...

... wie man auf Youtube ja auch sehen kann.

Antwort von Nala1,

Hallo, heute wird im 4. Schuljahr aufgeklärt, wenn man denn im Unterricht aufgepasst hat, ist alles paletti. Mit 13 ist es reichlich spät. Ich wusste wann unser Sohn Sexualkundeunterricht hatte und habe anschließend mal beiläufig Fragen gestellt, so das ich wusste er hat aufgepasst. Wichtig ist das man offen über dieses Thema spricht, damit sie auch zu einem kommen wenn sie unsicher sind. Auf keinen Fall das Alter verharmlosen, auch wenn sie noch so kindlich wirken . LG

Antwort von Schlauerfuchs,

Also so mit 12 bis 13 sollten die Eltern Ihre Kinder schon aufklären, falls es die Schule od. die Bravo nicht schon getan hat.

Antwort von snipermadmax,

ob das die eltern übernehmen sollten hängt auch damit zusammen ob die beziehung zu dem kind gut ist ... und dann am besten der elternteil mit dem selben geschlecht des kindes ... obgleich das immer eine peinliche situation sein kann ist es eine gute idee ... auch , oder besonders, schon mit 13 jahren ...

Antwort von alf1952,

Eher schon mit 10 oder 11 und durch vorzugsweise durch die Eltern und immer nur soweit, wie der/dir Jugentliche Interesse zeigt und Fragen stellt.

Antwort von crashlady,

Mit 13 is doch schon zu spät. Ich hatte in der 4. Klasse den ersten Sexualkunde Unterricht. Das war 89

Kommentar von Ingrid75,

Und Aufklärung von Seiten der Eltern? Oder überlässt man das ganz der Schule?

Kommentar von crashlady,

Meiner Mutter wars wohl ganz recht, son bischen hat sie mir nach dem ersten Unterricht auch noch erzählt. Was weiß ich aber nich mehr.

Antwort von JPHIL46664,

ich hat schon mein erstes mal mit 12 also beeil dich mal

Antwort von roemerzeit,

Besser schon früher, ist egal wer! Hauptsache, jemand!

Kommentar von Ingrid75,

Früher als 13??? Er ist noch nicht in der Pubertät und denkt/spricht auch nicht von Mädchen.

Kommentar von crashlady,

Ja und? Je früher aufgeklärt, desto besser.

Kommentar von LukeSkytalker,

ohhh da gugst du aber

ich hab mit meiner muddi auch nie über sowas geredet...

ein 13 jähriger ist meist schon viel reifer als man denkt

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