Frage von holiczek2012, 554

Aufhebungsvertrag schriftlich beantragen?

Hallo,

wenn ich meinem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag vorschlage, muss ich den Vorschlag in schriftlicher Form einreichen?

Und wie nennt sich das Ganze dann: Vorschlag zur Auflösung, Antrag auf Auflösung des Arbeitsverhältnisses ...?

Eine Kündigung muss ja meines Wissens in schriftlicher Form erklärt werden.

Ergänzung: Der Hintergrund meiner Frage ist folgender:

Mein Arbeitgeber hat keine Verwendung mehr für mich, hat aber keine großen Möglichkeiten mir zu kündigen (Kündigungsschutzklage!)
Und ich will eigentlich auch weg. Wenn ich allerdings kündige, dann habe ich die A***karte mit allen möglichen Nachteilen und mein Arbeitgeber ist fein raus. Mit dem Aufhebungsvertrag erhalte ich mir die Option einer Abfindung - arbeite schließlich schon über 5 Jahre in dem Betrieb.

Antwort
von Gerneso, 412

Du kannst lediglich fristgerecht kündigen und dem AG "anbieten" auch für eine vorzeitige Auflösung des Vertragsverhältnisses (Aufhebungsvereinbarung) aufgeschlossen zu sein.

Wenn der AG auf Vertragserfüllung bis zum Ende der Kündigungsfrist besteht, kannst Du nur fristgerecht kündigen.

Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich eingereicht werden. Den Vorschlag zur Aufhebungsvereinbarung kannst Du machen wie Du willst. Ist ja nur ein Angebot von Dir und der AG darf ablehnen.

Antwort
von DarthMario72, 369

Was spricht dagegen, mit deinem AG über dein Anliegen zu reden? Will er sich nicht auf einen Aufhebungsvertrag einlassen, kannst du nur ordentlich kündigen.

Antwort
von SiViHa72, 483

Das kannst Du auch erstmal einfach ansprechen. Vertrag dann natürlich schriftlich.  Denk an restlichen Urlaub, Überstunden, Zeugnis.


Denk dran,w enn Du danach ALG beziehst, gilt ein Aufhebungsvertrag wie eine eigene Kündigung> Sperrzeit


Antwort
von DerHans, 441

Eine Kündigung müsstest du auf jeden Fall schriftlich aussprechen.

Für einen angestrebten Aufhebungsvertrag empfiehlt sich selbstverständlich ebenfalls die Schriftform. Dann hast du genug Zeit, dir deine Formulierungen sorgfältig zu überlegen.

Es funktioniert sowieso nur mit Einverständnis des Arbeitgebers.

Kommentar von Familiengerd ,

Für einen angestrebten Aufhebungsvertrag empfiehlt sich selbstverständlich ebenfalls die Schriftform.

Das "empfiehlt" sich nicht nur, sondern die Schriftform ist - wie für jede Beendigung eines Arbeitsverhältnisses - auch für einen Aufhebungsvertrag zwingend.

Kommentar von DerHans ,

Der Fragesteller will ja hier erst einmal einen Vorschlag  zu einem Aufhebungsvertrag unterbreiten. Das ist natürlich auch persönlich machbar und muss dann in der Ausführung schriftlich erfolgen.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist richtig - so steht es aber nicht in der Antwort!

Antwort
von Gaskutscher, 352

Üblicherweise formuliert der AG den Aufhebungsvertrag. Schließlich will er dich aus dem Unternehmen entlassen.

Wenn du nicht mehr willst genügt die fristgerechte Kündigung.

Antwort
von Kometenstaub, 317

Mit einer eigenen Kündigung oder einem Aufhebungsvertrag riskierst Du eine Sperre bei ALG.

Aber wie es sich anhört, möchtest Du VOR dem Ende der normalen Kündigungsfrist zu einem anderern AG wechseln. Dafür kannst Du schreiben:  "Ich möchte Ihnen vorschlagen, mein Verlassen Ihres Betriebes mittels Aufhebungvertrages zu regeln"

Aber wie gesagt, es birgt auch goße Risiken.

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