Frage von bomb131, 62

Aufhebungsvertrag für mein Arbeitsvertrag schon unterschrieben. War aber nicht beabsichtigt?

Hallo

Ich (M 21) arbeite jetzt schon seit einem Jahr in der Firma als Monteur, da ich jetzt aber oft krank geschrieben war und meine Vorgesetzten nicht zu Frieden mit mir waren wollten sie das ich gestern Mittag so einen Aufhebungsvertrag unterschreibe und haben mich auch regelrecht dazu gezwungen da sie meinten wenn ich das nicht unterschreibe finden Sie auch eine andere Möglichkeit die aber teuer wird, ich hab mich dann davon einschüchtern lassen und ihn dann doch unterschrieben.. Jetzt zu meiner Frage, kann man da jetzt noch irgendwas machen das dieser Aufhebungsvertrag nichtig gemacht wird und ich über die Firma normal gekündigt werde?

Danke im vorraus für die Antworten.

Bomb131

Antwort
von RudiRatlos67, 28

Das eine andere Lösung teuer wird damit war gemeint das es für das Unternehmen teuer wird falls Du nicht unterschreibst.

Die einzige Möglichkeit ist, einen geviften Rechtsanwalt für Arbeitsrecht zu finden,  der durchsetzen kann das der Aufhebungsvertrag anfechtbar ist, da der Arbeitgeber deine Unerfahrenheit ausgenutzt hat.

Ganz wichtig,  Du mußt binnen 2 Tagen gegenüber der Agentur für Arbeit erklären das du diesen Aufhebungsvertrag unterschreiben hast. Auch da solltest Du erklären dass man deine Unerfahrenheit ausgenutzt hat. Möglicherweise verstößt der Aufhebungsvertrag sogar gegen die guten Sitten und ist von daher anfechtbar.

Auch ganz wichtig,  solche Sachen in Zukunft immer nur nach reiflicher überlegung und Beratung mit Fachleuten unterzeichnen.  Niemand kann von Dir verlangen so ein Papier mit derartiger Tragweite jetzt und gleich zu unterzeichnen.

Antwort
von peterobm, 32

man unterschreibt einfach nicht - dreht sich um und geht an seine Arbeit -

diese Nötigung zur Unterschrift wirst leider nicht beweisen können - damit hast ne Sperre von mind. 3 Monaten



finden Sie auch eine andere Möglichkeit die aber teuer wird

bestimmt nicht für dich

Antwort
von PinguinPingi007, 39

Den Aufhebungsvertrag zurückziehen kann man unter gewissen Umständen machen. Es kommt aber auf den Einzelfall an.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/aufhebungsvertrag-unterschrieben-widerruf-oder...

Antwort
von RoCMu, 3

Aufgrund einer Drucksituation ist eine Anfechtung der Aufhebungsvereinbarung denkbar. Dies muß unverzüglich erfolgen, also sofort Termin bei Fachanwalt für Arbeitsrecht

Antwort
von l1221gh, 29

Nein, jetzt kannst du nix mehr machen. Unterschrieben ist unterschrieben.

Nachteile eines Aufhebungsvertrag:

- Sperrzeit beim Arbeitsamt(3 Monate kein ALG1)

- Die Option beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage  ein zu reichen hast du jetzt nicht mehr. Dann hättest du Geld rausschlagen können. Pro gearbeitetes Jahr sieht das Gericht 1-2 Monatsgehälter Abfindung vor + Solange der Prozess läuft müssen sie dir den Gehalt weiter zahlen.

Genau das Gegenteil ist der Fall.
Hättest du nicht unterschrieben, dann würde es teuer für den Arbeitgeber werden.

Die haben dich verarscht.

Kommentar von peterobm ,

wenn der FE beweisen kann, dass er zur Unterschrift gezwungen wurde, kann er dagegen angehen, siehe Link von @PinguinPingi

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Und genau deshalb,  weil er verarscht wurde ist der Aufhebungsvertrag anfechtbar.  Dazu ist aber der Weg zum Rechtsanwalt unumgänglich.

Kommentar von l1221gh ,

Ich hoffe er hat Glück und kann noch das Ruder rumreisen.

Leider werden immer die kleinen Leute, die an der untersten Kette sind und meist am härtesten arbeiten, übers Ohr gehauen.

Kommentar von RudiRatlos67 ,





Nachteile eines Aufhebungsvertrag:


- Sperrzeit beim Arbeitsamt(3 Monate kein ALG1)




Eine Sperrzeit gibt es nur wenn der Aufhebungsvertrag nicht eine Abfindung von mindestens 50% der üblichen Abfindung enthält (übliche Abfidung ist ein Monatsgehalt für jedes Jahr der Beschäftigungsdauer)



Kommentar von l1221gh ,

@RudiRatlos67

Kei­ne Sperr­zeit verhängt die Agen­tur für Ar­beit da­ge­gen, wenn der Ar­beit­neh­mer ge­gen ei­ne Kündi­gung des Ar­beit­ge­bers Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­hebt und den Pro­zess durch ei­nen Ab­fin­dungs­ver­gleich be­en­det, in dem es heißt, dass das Ar­beits­verhält­nis durch or­dent­li­che be­triebs­be­ding­teKündi­gung be­en­det wor­den ist.
 
Quelle: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Abfindung_Alg.html#toci... 

:-D

Kommentar von l1221gh ,

@RudiRatlos67, dein Satz ist koplett falsch ausgedrückt. Genau das gegenteil ist der Fall.

Kommentar von l1221gh ,

Das ist totaler Blödsinn. Wo steht das mit den 50% Abfindung?

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