Frage von ReaperNatha, 70

Aufhebungsvertrag erstellen?

Hallo Community ;) Ich habe meine Ausbildung abgebrochen seit gestern,und soll heute ins Büro damit ich mit meinen Chef einen Aufhebungsvertrag unterschreiben kann. Da alles von mir kam wegen dem Abbruch,meinte mein Chef dass ich denn Aufhebungsvertrag erstellen soll und mitnehmen soll

Was muss da alles rein ????

Antwort
von HalloMerida0815, 27

erstmal das Wort "Aufhebungsvertrag"

dann zwischen (dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber) die Namen und Adressen

dann was vereinbart wird. z.B.

"Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverhältnis endet einvernehmlich und fristgemäß unter Einhaltung der vereinbarten tariflichen Kündigungsfrist zum (Datum)."

"Der AG wurde darüber informiert, dass das Arbeitsverhältnis auch ohne diese Vereinbarung dieses Aufhebungsvertrages zum o.g. Zeitpunkt vom Arbeitnehmer aus (Gründe) beendet worden wäre."

"Der AN wird unter Anrechnung des bestehenden Urlaubsanspruchs von (Anzahl) Tagen der Verpflichtung zur Erbringung der arbeitsvertraglich geschuldeten Leistungen mit dem heutigen Tage freigestellt"

"Der AN erhält ein qualifiziertes, dem beruflichen Fortkommen dienliches Arbeitszeugnis"

"Mit Erfüllung dieses Aufhebungsvertrages sind sämtliche gegenseitige Ansprüche und Abfindungen aus dem Arbeitsverhältnis abgegolten."

Ort, Datum

-----------------------------------                         -----------------------------------

Unterschrift AN                                       Unterschrift AG

Antwort
von diroda, 21

Warum einen Aufhebungsvertrag und keine Kündigung? Hast du schon eine Alternative/andere Ausbildung? Wenn du Kunde bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter wirst muß du mit Nachteilen (Sperre) rechenen, weil du deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldes hast. Bist du noch Schulpflichtig? Dann muß du in eine Schule gehen.

Antwort
von Stadtreinigung, 25

Ausbildung und Arbeitsaufhebungsvertrag vieleicht auch noch ohnen Begründung wird zur Folge haben das dann die Behörden mit denen du Zwangsläufig Bekannschaft schließen wirst Neugierig werden und dir einigen Probleme machen können

Kommentar von ReaperNatha ,

Darf ich jetzt nicht mal mehr meine Ausbildung abbrechen oder was :D ? 

Antwort
von alarm67, 12

zwischen Herrn / Frau

_________________________

(Auszubildende/r)

und dem/der Ausbildenden

_________________________

wird folgender Aufhebungsvertrag geschlossen:

§ 1 Beendigung des Ausbildungsverhältnisses

Die Parteien sind sich darüber einig, dass das zwischen ihnen seit ___________ bestehende Ausbil¬dungsverhältnis mit Ablauf des ____________ durch diesen Aufhebungsvertrag beendet wird. 

§ 2 Vergütung

Der sich aus dem Ausbildungsvertrag ergebende, noch offene Ausbildungsvergütungsanspruch bis zu dem in § 1 genannten Beendigungszeitpunkt beträgt ___________ €. 

§ 3 Urlaubsansprüche

Dem/Der Auszubildenden wird der verbleibende Resturlaub von ______ Werk-/Arbeitstagen *) ge¬währt/durch entsprechendes Urlaubsentgelt abgegolten. *) Nichtzutreffendes bitte streichen

§ 4 Zeugnis

Der/Die Ausbildende verpflichtet sich (§ 16 BBiG), dem/der Auszubildenden ein in jeder Hinsicht wohlwollend gehaltenes, schriftliches Ausbildungszeugnis zu erteilen, das die Tätigkeit des/der Auszu¬bildenden angemessen würdigt und nicht geeignet ist, den/der Auszubildenden in seinem/ihren Fort¬kommen zu hindern.

§ 5 Arbeitspapiere

Der/Die Ausbildende verpflichtet sich, die ausgefüllten Arbeitspapiere, bestehend aus

Lohnsteuerkarte

Sozialversicherungsnachweisheft

Versicherungskarte

Urlaubsbescheinigung

Schlussabrechnung über die Vergütung

unverzüglich persönlich auszuhändigen / per Post zuzusenden. *)

*) Nichtzutreffendes bitte streichen

§ 6 Rückgabe von Firmenunterlagen und –gegenständen

Der/Die Auszubildende verpflichtet sich, noch in seinem/ihren Besitz befindliche Firmenunterlagen und –gegenstände (Werkzeuge, Arbeitskleidung, Stundenzettel usw.) dem Ausbildungsbetrieb unverzüglich auszuhändigen.

§ 7 Erledigungsklausel

Die Parteien sind sich darüber einig, dass mit diesem Aufhebungsvertrag alle Punkte abschließend geregelt sind. Mit der ordnungsgemäßen Erfüllung dieser Regelung sind alle bekannten und unbe¬kannten wechselseitigen Ansprüche der Parteien bzw. im Zusammenhang mit dem Ausbildungsver¬hältnis, einschließlich seiner Beendigung, vollständig erledigt.

§ 8 Belehrung über besonderen Kündigungsschutz

Der/Die Auszubildende wurde darüber aufgeklärt, dass er/sie den besonderen Kündigungsschutzregeln des (Nichtzutreffendes bitte streichen)

§ 9 MSchG (Schwangerschaft)

§§ 15, 21 SchwG (Schwerbehinderteneigenschaft)

§§ 2, 15 Abs. 1 ArbPISchG, 78 ZVG (Wehr- / Zivildienst)

§ 613 a Abs. 4 BGB (Betriebsübergang)

unterliegt und eine Kündigung daher ausgeschlossen wäre.

§ 9 Aufklärungspflichten

Der/Die Ausbildende hat den/die Auszubildende/n darauf hingewiesen, dass bei Abschluss eines Auf¬hebungsvertrages ggf. eine Sperre hinsichtlich der Arbeitslosenunterstützung die Folge sein kann. Er/Sie hat dem/der Auszubildenden empfohlen, vor Abschluss des Aufhebungsvertrages entspre¬chende Informationen einzuholen.

Der/Die Ausbildende hat den/die Auszubildende/n darauf hingewiesen, dass diese/r sich zur Aufrecht¬erhaltung ungekürzter Ansprüche auf Arbeitslosengeld unverzüglich nach Abschluss dieses Aufhe¬bungsvertrages bei der Agentur für Arbeit melden muss.

§ 10 Belehrung über die Freiwilligkeit der Unterschrift unter diesen Vertrag

Der/Die Auszubildende ist darüber aufgeklärt worden, dass das Ausbildungsverhältnis durch diesen Ausbildungsvertrag nur endet, sofern der/die Auszubildende den Vertrag unterschreibt, wozu er/sie nicht verpflichtet ist. 

§ 11 Bedenkzeit

Der/Die Auszubildende hat dieses Vertragsformular zwei Tage vor Unterschrift zur Kenntnis erhalten.

§ 12 Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein, wird die Wirksamkeit der übrigen Bestim¬mungen davon nicht berührt. Die Parteien verpflichten sich, anstelle der unwirksamen Bestimmungen eine dieser Bestimmung möglichst nahekommende wirksame Regelung zu treffen.

§ 13 Einigkeit

Zwischen den Vertragsparteien besteht Einigkeit darüber, dass keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich über die Erfüllung dieser Vereinbarung hinaus Ansprüche irgendwelcher Art, seien sie gesetzli¬cher, tarifvertraglicher oder vertraglicher Art, herleiten lassen. 

Der/Die Auszubildende und sein/e ihr/e Erziehungsberechtigte/r bestätigen ausdrücklich, den vorlie¬genden Vertragstext sorgfältig gelesen, verstanden und nach reiflicher Überlegung unterschrieben zu  haben, und erklärt, dass Widerrufs- und Anfechtungsrechte nicht bestehen.

____________________________

______________________

(Ort)

(Datum)

____________________________

____________________________

(Ausbildende/r)

(Auszubildende/r)

(Stempel/Unterschrift)

_____________________________

(bei Minderjährigen Unterschrift 

d. gesetzl. Vertreter)

Anlage zum Muster-Aufhebungsvertrag

Das Ausbildungsverhältnis kann in beiderseitigem Einvernehmen durch einen Aufhebungsvertrag je¬derzeit beendet werden – auch in den Fällen, in denen eine Kündigung unzulässig wäre. Vor Abschluss eines Aufhebungsvertrages sollte jedoch stets erwogen werden, ob das Ausbildungsverhältnis nicht durch die Einschaltung Dritter (Eltern, Berufsschullehrer/in, Ausbildungsberater/in der zuständigen IHK) gerettet werden kann.

Erst, wenn alle Vermittlungsmöglichkeiten erfolglos ausgeschöpft sind, sollte ein Vertrag zur Aufhebung des Ausbildungsverhältnisses geschlossen werden. 

Form

Ein Aufhebungsvertrag muss stets schriftlich geschlossen werden 

(§ 10 Abs. 2 BBiG, § 623 BGB).

Frist

Keine. Die Parteien können vereinbaren, dass das Ausbildungsverhältnis mit sofortiger Wirkung endet.

Betriebsrat

Der Betriebsrat muss nicht beteiligt werden.

Minderjährige

Auszubildende

Mit einem/r minderjährigen Auszubildenden kann ein Aufhebungsvertrag nur dann wirksam geschlossen werden, wenn der/die gesetzliche Vertreter/in (in der Regel die Eltern) dem Aufhebungsvertrag zustimmt/zustimmen. Da die Eltern grundsätzlich nur zusammen vertretungsberechtigt sind (§ 1629 Abs. 1 BGB), müssen auch beide unterschreiben, sofern nicht einem von ihnen das alleinige Sorgerecht übertragen worden ist.

Bedenkzeit

Dem/Der Auszubildenden sollte vor Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages ein bis zwei Arbeitstage Bedenkzeit gegeben werden, um nicht Gefahr zu lau¬fen, dass der Aufhebungsvertrag vom Arbeitsgericht wegen Überrumpelung des/der Auszubildenden für nichtig erklärt wird. 

Aufklärungspflichten

des Betriebes

Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, den/der Auszubildenden auf

bestehenden Kündigungsschutz (z. B. Schwangerschaft § 9 MuSchG)

und sozialrechtliche Konsequenzen des Aufhebungsvertrages (Sperrfrist beim Arbeitslosengeld)

hinzuweisen.

Sperrfrist 

Arbeitslosengeld

Sofern kein wichtiger Grund für den Abschluss des Aufhebungsvertrages (z. B. gesundheitliche Gründe) vorliegt, unterliegt ein eventueller Anspruch des Aus¬zubildenden auf Arbeitslosengeld einer Sperrzeit von regelmäßig 12 Wochen 

(§ 144 SBG III).

Anfechtung des Aufhebungsvertra¬ges

Der/Die Auszubildende kann den Aufhebungsvertrag anfechten, wenn er nur aufgrund einer widerrechtlichen Drohung des Betriebes unterschrieben hat 

(§ 123 BGB).

Beispiel: 

Betrieb droht mit Kündigung, falls der Auszubildende den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibt, obwohl keine Kündigungsgründe vorliegen und eine Kündi¬gung somit unzulässig wäre. Die Kündigungsdrohung ist daher widerrechtlich.

Rücktritt vom Auf¬hebungsvertrag

Ein Rücktrittsrecht besteht – sofern nicht anderweitige tarifliche Regelungen be¬stehen – grundsätzlich nicht.

Mitteilung an die IHK

Der Aufhebungsvertrag ist eine wesentliche Änderung des Ausbildungsvertrages und daher der zuständigen IHK unverzüglich mitzuteilen.

Antwort
von Stadtreinigung, 13

Ja Passt wie die Faust aufs Auge,danach ist mit lesen eventuell noch was drin,so auch das Verstehen und Begreifen,bevor die Unterschrift gesetzt wird.Aber ich muss schon zugeben die Lange Vertragserklärung stimmt

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten