Frage von AliveAgain, 58

Aufhebungsvertrag eingereicht, kann Chef abfindung verlangen?

Hallo Leute,

Ich habe eine Frage an euch

Ich fange mal kurz an den Sachverhalt zu erklären. Ich arbeite in einem Handwerklichen als Kältetechniker. Der Betrieb besteht nur aus einer Sekräterin, mir und dem Meister. Ich habe vor den Betrieb zu wechseln da ich mit meinem jetzigen Chef nicht klar komme. Ich habe auch schon bereits die Zusage von einem anderen Betrieb und habe auch viel Kontakt zu diesem. Es ist das selbe Berufsfeld also auch kälte Technik. Nun ich wäre der 4. Auszubildende der von meiner Firma in diese andere Firma wechseln würde. Die sagen mir dort auch das der Chef mit dem ich arbeite mit niemandem klar kommt.

Ich habe ihm heute meinen aufhebungsvertrag vorgelegt. Er hat sich aber geweigert zu unterschreiben. Das kann er ja. Er meinte aber dazu dass er sich die tage eine abfindung ausrechnen wird, also die ich bezahlen muss um sozusagen entlassen werden zu können. Meine Frage kann er mich eine abfindung bezahlen lassen?

Ich habe leider erst im Nachhinein gemerkt was er für einer ist, 2 Wochen zu spät von meiner probezeit. Ich bin Auszubildender und arbeite erst seit dem 01.08.2016 da und meine Probezeit ging 3 monate. In meinem ausbildungsvertrag steht das ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen habe.

Wie wäre es mir einer Kündigung? Wenn er weiterhin meinen aufhebungsvertrag nicht unterschreiben möchte. Welche Konsequenzen könnte dies bedeuten?

Danke schonmal im Vorraus

Antwort
von grisu2101, 42

Klaro, Du kannst das Ausbildungsverhältnis kündigen.
Eine Abfindung wird er nicht bekommen, da hat er wohl schlecht geträumt....

Die Frist beträgt 4 Wochen, siehe hier :

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-azubi.html...

Kommentar von Familiengerd ,

"Klaro" ist das hier nicht!

Ein Ausbildungsverhältnis kann nach Ende der Probezeit "eigentlich" nicht mehr ordentlich gekündigt werden, wenn es dem Auszubildenden "nur" darum geht, den Ausbildungsbetreib bei gleichem Ausbildungsberuf zu wechseln.

Tut der Auszubildende das trotzdem, kann der Ausbildungsbetrieb Schadenersatz gegen den Auszubildenden geltend machen, sofern ihm tatsächlich durch den Wechsel ein Schaden entstanden und er nachweisbar sein sollte (Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" und § 23 "Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung").

Antwort
von Feuerhexe2015, 35

wie wäre es mit einfach kündigen?

Jetzt Kündigung abgeben und du bist dann zum 31.12. raus.

Neuen Vertrag ab 1.1.2017.

Ansonsten ist die Frage wie es mit Resturlaub aussieht. du müsstest dann bis Ende arbeiten.

Kommentar von Familiengerd ,

wie wäre es mit einfach kündigen?

Schon einmal etwas gehört von den gesetzlichen Voraussetzungen für eine Kündigung nach der Probezeit??

Dann lies mal im Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" und § 23 "Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung"!!

Antwort
von FrauSchlau84, 32

Eisenkatze hat völlig recht.
Außerdem solltest du trotzdem eine Kündigung schreiben. Am besten so schnell wie möglich abgeben. Schließlich hast du ja nur ne Kündigungsfrist von 4 Wochen

Antwort
von Eisenkatze, 30

nein kann er nicht. wende dich schnellsten an die handwerkskammer und schildere den fall. die vermittel dir auch einen neuen ausbildungsplatz und unterstützen dich wenn es noch mehr probleme gibt.

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