Frage von JessicaLampe,

Aufhebungsvertrag + Abfindung + sofortige Anschlussarbeit

Ich bin in der Lohnsteuerklasse I u. habe einen jährlichen Bruttolohn von 36.500 €. Durch zus. Mehrarbeit komme ich auf einen Betrag von 45.000 € p.a. Mein Arbeitgeber bietet mir an das Arbeitsverhältnis mit einem Aufhebungsvertrag zu beenden. Dafür erhalte ich den 1 1/2-fachen Bruttojahresarbeitslohn (54.900 €). Dieser Betrag wird im Folgemonat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt. Wie verhält sich der steuerliche Abzug, wenn ich direkt im Anschluss an den Aufhebungsvertrag einen neuen Arbeitsvertrag abschließe u. ebenfalls in etwa denselben jährlichen Lohn beziehe? Wird die Abfindung in diesem Fall als Zweiteinkommen mit der Lohnsteuerklasse VI versteuert? Wäre es günstiger für mich, wenn man den Folgevertrag in der Zukunft datiert, sprich einen Monat nach der Ausbezahlung des Abfindungsbetrages? In diesem Fall müsste ich mich aber arbeitslos melden u. würde der Sperrfrist von 12 Wo. unterliegen (kein Arbeitslosengeld). Kann man die Fünftelregelung anwenden bzw. ist es möglich, dass zunächst ein größerer Betrag der Abfindung direkt von meinem alten Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt wird, welchen ich aber mit dem Lohnsteuerjahresausgleich am Jahresende wieder zurückholen kann? Wie sollte ich mich verhalten um einen Großteil der Abfindung zu sichern? Ich habe gelesen, dass man einen Teil in die Altersvorsorge investieren kann. Welche Möglichkeiten habe ich?

Antwort von kommentartorin,

Liebe Jessi,

sorry, für meine etwas freche (bin Berlinerin) Frage. Aber, wo arbeitest du??? Bei dieser Abfindungssumme???!

Erstens kannst du dich im Internet anlesen, was bei einem Aufhebungsvertrag zu beachten ist. Schlagwort "Aufhebungsvertrag". Zweitens solltest du dir überlegen, ob ein Gehen nicht doch (mit so einer Summe!) besser ist? Denn bei kränkelnden Unternehmen wird früher oder später oft das Arbeitsklima schlechter - selbst, wenn es zuvor gut war. Das kann bis zu Mobbing (Infos siehe Internet) gehen. Und glaub mir: Mobbing ist mehr als das einer einen nicht leiden kann. Ich will dir keine Angst machen, aber sich informieren kann schützen). Manchmal sogar vom AG mit forciert, manchmal "nur" unter den Kollegen aus Verlustängsten. Viele vergessen, wie wichtig ein gutes Arbeitsklima ist! Drittens schreibst du ja in der zweiten Mail selbst, das es schon jetzt kein schönes Arbeiten mehr ist. Du siehst also, dass du schon längst eine andere neue Richtung gehen willst. Wenn du bei der neuen Arbeit während der Probezeit gekündigt wirst, hast du natürlich Anrecht auf Arbeitslosengeld, denn du hast es dir ja zuvor erarbeitet, könnte höchstens sein (sicherlich), dass die Probezeit abgezogen wird - schau mal arbeitsamt.de Sicherlich ist es günstiger, nach der Abfindung einen neuen Job zu nehmen, denn soweit mir bekannt, wird Abfindung vom ALG abgezogen bzw. verrechnet. Könnte also bei deiner super Summe passieren, dass du erstmal kein ALG erhälst. Mach dich auch hier in den Suchmaschinen kundig.

Ich weiß nicht, ob sich dein Fall schon erledigt hat. Schicke meinen Kommentar dennoch ab.

LG eine Arbeits-erfahrene Ostberlinerin

Antwort von JessicaLampe,

Hi Anell,

ich habe mir den Link und alle Folgelinks angeschaut. Da steht leider nichts davon, was eigentlich passiert, wenn ich einen neuen Arbeitsvertrag abschließe und in der Probezeit gekündigt werden sollte. Normalerweise müsste ich dann doch wieder ganz normal Arbeitslosengeld beziehen, oder? Es steht auch nichts davon, ob es steuerlich günstig/ungünstig ist sofort danach eine neue Arbeitsstelle anzutreten.

@Berliner: Also es ist kein schönes Arbeiten mehr bei uns, daher schaue ich mich ja nach neuer Arbeit um. Außerdem wäre es für mich finanziell ja recht gut, wenn ich zusätzlich zur neuen Arbeitsstelle noch einen größeren Betrag vom alten Arbeitgeber bekomme.

Viele Grüße Jessi

Antwort von SuesserGayBln,

Sorry wenn ich mal ein wenig krass schreibe.Aber lass die Finger davon den Aufhebungs Vertrag zu untereschreiben.Denn was hast du davon ?? Nichts. Das einige ist das du dann nicht mehr die Kpndigungsfristen hast sondern wie ein Neuangesteller behandelt wirst.Ich denke er will dich linken MACH ES BITTE NICHT !!!!! Ich bin Selbständig und weiss was sache ist.Ich würde einfach annehmen das es deinem Betrieb wo du arbeitest nicht gut geht und er dich nun auf die Schiene abschieben will. Und das mit dem Arbeitslos und der Sperrfrist stimmt. Du hast wirklich kein Anspruch und auch kein Recht vor Gericht zu Behaupten das es anders mit deinem Chef vereinbart war. DEIN CHEF SCHEINT EINE GANZ LINKE BAZILLE ZU SEIN.

Kommentar von Franticek,

Aufhebungsverträge sind nicht ungewöhnlich, wenn auch in manchen Situationen schlecht. Wenn man aber sofort einen Anschlußvertrag, d.h. einen anderen Job hat, dann ist das optimal.

Ich kann oben nirgends herauslesen, daß der Fragesteller Abfindung erhält und dann beim GLEICHEN Arbeitgeber bleibt, da würde sich der Arbeitgeber aber selbst ganz gewaltig schaden.

Antwort von Anell,

Vielleicht kommst du hier weiter: http://www.arbeitsratgeber.com/abfindung_0002.html Anell

Kommentar von Anell,

Im übrigen dürfte bei der Fünftelregelung kaum Steuer anfallen, vermutlich sogar gar keine? Anell

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