Frage von notofthisworld, 23

Aufhebung Familiengrab in dem ein famlienfremder beigesetzt wurde?

Mein Vater wurde vor 20 Jahren in einem Familiengrab seiner Ehefrau (nicht meine Mutter) beigesetzt. Seine Ehefrau (=Nutzungsberechtigte) ist nun verstorben, wird allerdings in einem anderen Friedhof beigesetzt. Die Ruhezeit von 30 Jahren ist nun zwar für den anderen in dem Familiengrab beerdigten Menschen erreicht, jedoch nicht für meinen Vater. Aus meiner Sicht ist nun das Nutzungsrecht (und damit auch die Pflichten) an die leiblichen Kinder der verstorbenen übergegangen (Rangfolge ist in der Freidhofsordnung geregelt). Bin ich verpflichtet, das Nutzungsrecht für das Grab zu übernehmen, weil die andere Familie aus der Verpflichtung "aussteigen" will?

Antwort
von almutweber, 11

Es gibt überhaupt keine Verpflichtung, ein Nutzungsrecht zu führen oder gar weiterzuführen. Lies mal die Statuten der Friedhofsordnung. 

Kommentar von notofthisworld ,

Vielen Dank für die Antwort.

Das Grab müsste ja, da die Liegezeit von 30 Jahren noch nicht erreicht wurde, a) entweder mit Sondergenehmigung vorzeitig aufgelöst werden oder b) noch 10 Jahre bis zum erreichen der Liegezeit weitergeführt werden.

Gehe ich recht in der Annahme, das die dazu anfallenden Kosten vom Nutzungsberechtigten getragen werden müssten, auch wenn er mit der beerdigten Person nicht verwand ist?

Kommentar von almutweber ,

Ja, der Nutzungsberechtigte muss bezahlen, was er in Auftrag gibt. Alle anderen dürfen an diesem Grab nichts entscheiden. Sie können, wenn es verwahrlost ist, die Friedhofsverwaltung einschalten, aber das ist auch schon alles. Und das ist richtig so, denn wer bezahlt, hat auch hier die Entscheidungsbefugnis.

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