Frage von klanaja, 9

Aufgrund einer rückständigen Hausgeldzahlung, am 13.02.2014 Anwalt beauftragt. Am 11.12.2014 Ablehnung, zu lange, oder?

Aufgrund einer rückständigen Hausgeldzahlung, Anwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragt - Schreiben an gegnerische Anwälte über diese Interessenvertretung am 13.02.2014. Mit Schreibdatum 16.12.2014 Schreiben der Rechtsschutzversicherung mit deren Schreibdatum vom 11.12.2014 über Ablehnung informiert.

Mir scheint hier eine unverhältnismäßig lange Zeit, nämlich fast 10 Monate zwischen Antrag, sofern gestellt, und Ablehnung zu liegen. Zumal jetzt wieder ein Jahr später, mir ist bewusst, daß bis zu 3 Jahren nachliquidiert werden darf, eine Rechnung meines Anwaltes einging.

Mir liegt kein Schreiben meines Anwaltes an die Rechtsschutzversicherung, weder ob oder wann ein Rechtsschutz beantragt wurde vor.

Meines Dafürhaltens hätte mein Rechtsanwalt unverzüglich Deckungschutz beantragen müssen und im Gegenzug die Rechtsschutzversicherung ebenso unverzüglich ablehnen müssen, meines Wissens nach, spätestens nach 14 Tagen.

Denn wenn ich bereits im Februar gewusst hätte, daß kein Versicherungsschutz besteht, hätte ich selbstverständlich meinen Anwalt von seinem Mandat entbunden.

So beläuft sich die Kostennote auf rund 1.820 €, welche ich mir gerne gespart hätte.

Ihre Meinung.

mit freundlichen Grüßen

Klaus Gebhardt

Antwort
von Buerger41, 9

Wenn der Anwalt nur hätte tätig werden dürfen, wenn Kosten deckender Rechtsschutz bestünde, er sich aber um die Deckungszusage erst nachträglich bemüht hat, haben Sie einen Anspruch gegen den Anwalt. Für dieses Verfahren bestünde Versicherungsschutz, wenn Vertragsrecht im Rechtsschutzvertrag eingeschlossen wäre.

Wenn Sie das Mandat ohne diese Bedingung erteilt haben, besteht ein Anspruch nicht. Es ist nämlich Pflicht des Versicherungsnehmers, Versicherungsfälle dem Versicherer zu melden und eine Regulierungszusage einzuholen. 

Wenn ein Anwalt gegenüber dem Rechtsschutzversicherer tätig werden soll, muss er beauftragt worden sein. Dafür haben Sie die Beweislast.


Kommentar von klanaja ,

Mir wurde gerade eben von Rechtsschutzversicherung zum ersten der Tag der Mandatsbestellung = 27.01.2014 als auch der Antragsstellung auf Kostenübernahme bei der Rechtsschutzversicherung = 08.12.2014 mitgeteilt. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß ein Anerkenntnisurteil bereits erging. 

Entschuldigen Sie bitte meine etwas naive Frage: Ist es üblich, daß man eine Kostenübernahme nach dem Urteil anfragt?

Und weiterhin, bin ich im Recht und wie soll ich jetzt weiter vorgehen?

Auch hier wieder vielen Dank für Antworten im Voraus.

Klanaja

Kommentar von klanaja ,

Weiterhin stellt sich mir die Frage, warum hat der Anwalt erst am 08.12.2014 eine Kostenübernahme beantragt? Stellt das nicht automatisch eine Beauftragung meinerseits dar, und zwar von Anfang an?

Kommentar von klanaja ,

Hat eigentlich der Rechtsanwalt keine Beweislast, wann der Auftrag die RS-Versicherung zu involvieren, was ja offensichtlich, siehe Ablehnung, der Fall war, vom VN gegeben wurde? Ist er verpflichtet dem VN rechtzeitig mitzuteilen, daß kein Schutz seiner Interessen besteht, und somit seine Kosten selbst übernehmen muß?

Ist der o.a. Fall nicht auch ein Vertrag der mit der HV besteht, nämlich dergestalt, daß die HV mit dem VN einen Vertrag schliesst, Hausgelder abzurechnen?

Kommentar von Buerger41 ,

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