Aufgabe: Leben nach dem Tod. Ich habe mir überlegt, ein weißes Blatt abzugeben und einen kurzen Kommentar dazu zu schreiben. Habt Ihr Vorschläge?

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17 Antworten

Falls die Arbeit im Rahmen der Schule bewertet wird, fügst Du Dir nur Schaden zu mit Deiner Arbeitsverweigerung. Im schlimmsten Falle weißt Du noch nichts zu dem Thema, weil Du im Unterricht gefehlt hast und/oder einfach nichts lernen wolltest. Das kann man ja heutzutage locker mittels Wiki nachholen.

Bei den Vorstellungen von einem "Leben nach dem Tod" gibt es in monotheistischen (abrahamistischen) und anderen Religionen vielfältige Lehren. Das ist beispielsweise Gegenstand der vergleichenden Religionswissenschaften, zum Teil auch der Ethnologie. Da erwartet kein Mensch ein Bekenntnis zu irgend etwas. Man kann sich ja schließlich z.B. auch mit den antiken Göttern befassen, ohne mit diesen spirituelle Verhältnisse zu pflegen.

Du hast uns keinen Hinweis darauf gegeben, dass Dir zu dem Thema ein persönliches Bekenntnis abverlangt wird. Das wäre ein anderes Thema, das bezieht sich dann auf die Teilnahme an einem Religionsunterricht.

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In welchem Fach denn? Schreib doch auf beide Seiten "Die Wahrheit erkennt man erst auf der anderen Seite" ;)

Etwas mehr Arbeit wäre ein Text zu den unterschiedlichen Ideen wie sich unterschiedliche Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten diese Fantasievorstellung ausgemalt haben, sogar versucht haben, wissenschaftlich zu untersuchen (Körper im Moment des Todes wiegen z.B. um eine Seele nachzuweisen) aber mit allen Nachweisen kläglich gescheitert sind und es daher eben nur Mythen und Märchen sind.

Das hätte Inhalt und wäre trotzdem richtig und etwas länger als "ich höre mit meinem Tod auf und der Rest der Welt geht eben weiter".


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Thich Nhat Hanh hat zum Thema „Inter-Sein“ etwas geschrieben, was  vielleicht zu Deiner Arbeit und zu Deinem guten  Einfall passt:

„Seht die Wolke, die in diesem Stück Papier schwebt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sie sehen können. Ohne die Wolke wird kein Regen sein, ohne Regen können die Bäume nicht wachsen, und ohne Bäume können wir kein Papier herstellen.“

Aus diesem allumfassenden Sein - so glaube ich jedenfalls - können wir auch mit unserem Tod nicht herausfallen.

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Ich würde ein diagonalen Strich von der Ecke links oben bis rechts unten ziehen (ohne Lineal also wie wenn man was durchstreicht) und auf die Rückseite das hier klein in eine Ecke schreiben. "Gibt es ein Leben nach dem Tod und wenn ja wie ist dieses? Viele Religionen sagen es gibt ein Leben nach dem Tod und es ist das Paradies. Doch wir kleinen Menschen auf diesem riesigen Planeten, in diesem Sonnensystem, in dieser Galaxie, besitzen nicht die Fähigkeit über sowas zu urteilen." 

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da hilft nur erkenntnis
---nach dem tode deines physischen körpers siehst du zuerst dein ganzes leben mit allen guten und allen schlechten taten (nun weiß deine seele alles über dich und auch deine ganzen fehler).

---der tod ist sehr wichtig, da du sonst in deinem alten „schlendrian“ auf der erde bleiben würdest. nach dem tode kommst du in eine sphäre, wo du dir alle gewohnheiten und begierden, die du nur mit irdischen mittels befriedigen kannst (zigaretten, süssigkeiten, drogen usw.), abgewöhnen mußt.

---hier mußt du auch alles erleiden, was andere menschen durch deine erdentaten erleiden mußten. aus der kenntnis dieser ergebnisse für dich formst du dein kommendes schicksal. bist du von allem irdischen gereinigt, kommst du in deine geistige heimat, wo du alle kräfte, die du auf der erde kennengelernt hast, verarbeitest.

---nun bist du mehr geworden, als du früher warst.

---wenn es wieder etwas neues für dich auf der erde zu lernen gibt, wirst du erneut geboren, um das neue kennenzulernen.

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---ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.

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Kommentar von Pescatori
25.06.2016, 07:48

Das Leben nach dem Tod - eine moralische Reaktion auf unser irdisches Leben?

Ich glaube, dass die Erkenntisse, die Du beschrieben hast für viele Menschen hilfreich sein können und sie zu einem "moralischeren" Leben im Diesseits führen.

Ich kann diesen Erkenntnissen leider nicht folgen, weil sie für mich einem "prophetischem Denken" entspringen.

Propheten können die Wirklichkeit der Transzendenz ins Denken, in Sprachformen übertragen.

Können sie das wirklich?

Ich will darüber nicht urteilen. Zumindestens aber liegt die Zeit der Propheten für mich hinter uns.

Für mich ist "die ganze Wirklichkeit" nicht benennbar. Es gibt keine Sprache dafür. Aber sie ist erfahrbar.

Wir können versuchen über diese Erfahrung Worte zu machen. Aber immer wieder stehen wir dann vor paradoxem Erleben.

Religionen versuchen leider oft die Paradoxie unserer Existenz mit festgestanzten Sprachformen zu überspielen. Das ist dann auch gut für das eigene Ansehen, für Macht und Reichtum im Diesseits.

"Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel springt."

Ich glaube, dass wir die Wirklichkeit des Todes mit unserem Reden über das Danach nicht treffen können.

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Hallo MarkNeedsHelp,

warum solltest Du ein weißes Blatt abgeben? Es gibt doch eine Menge zu dem Thema zu schreiben. Vielleicht helfen Dir die folgenden Ausführungen dabei.

Die Vorstellungen, was nach dem Tod geschieht, gehen oft weit auseinander. Einige glauben, der Mensch besäße eine unsterbliche Seele, die den Körper beim Tod verlässt und an einem jenseitigen Ort weiterlebt. Andere sagen, von dem Menschen bleibt gar nichts übrig und er höre einfach auf zu existieren. Doch egal, welche Auffassung jemand vertritt, die meisten haben irgendwie Angst vor dem Tod. Warum? Kurz gesagt sind wir mit dem Wunsch erschaffen worden, für immer am Leben zu bleiben. Darum wird das Sterben als etwas völlig Widernatürliches empfunden. Manche haben jedoch zusätzlich Angst, weil sie befürchten, sie könnten in die Hölle kommen.

Um sich Klarheit zu verschaffen, wäre es hilfreich, einmal in der Bibel nachzuschauen, was sie über den Tod sagt. In dem Bibelbuch Prediger steht unmissverständlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [das Grab], dem Ort, wohin du gehst." (Prediger 9:5,10) Wenn der Mensch stirbt, dann hört er auf zu existieren. Er befindet sich, wie obiger Text zeigt, in einem Zustand völliger Bewusstlosigkeit. Sämtliche Lebensfunktionen sind erloschen, da sie an den Körper gebunden sind. Nach der Bibel gibt es nichts - auch keine Seele - , die nach dem Tod weiterlebt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass mit dem Tod alles aus ist. Die Bibel spricht von einer Auferstehung, bei der Gott die Toten zum Leben zurückbringen wird. Wie ist das möglich? Weil Gott ein vollkommenes Gedächtnis besitzt, das in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes einzelnen zu erinnern. Für Gott ist die Auferstehung ungefähr so, als würden wir einen Schlafenden wecken. Aus diesem Grund verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf (siehe Joh. 11:11-14).

Die Auferstehung ist ein in der Zukunft liegendes Ereignis, das Jesus einmal wie folgt beschrieb: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens ... (Joh. 5:28, 29). Das bedeutet, dass die Verstorbenen bis zum Tag der Auferstehung im Todesschlaf ruhen. Es gibt auch niemanden, der mit einem Höllenfeuer gestraft wird. Wenn man über das Gesagte nachdenkt, dann mag man zwar immer noch ein gewisses Unbehagen bei dem Gedanken an seinen eigenen Tod empfinden, doch ist einem der ganz große Schrecken vor dem Tod sicher genommen. Ist das nicht sehr erleichternd?

Ich hoffe, dass diese Darlegungen Dir nicht nur bei Deiner Aufgabe helfen, sondern vielleicht auch Dein Interesse an der Bibel geweckt haben. Sie enthält nämlich noch viele weitere, sehr interessante Dinge!

LG Philipp

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Warum ?

Nach dem Tod beginnt das (neue) Leben in Gottes Reich (Offb.20,5) und dann hast du ca. 100 Jahre Zeit, dein Leben unter Leitung von Jesu neu zu orientieren (Jes.65,20; Offb.21,3-4).

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Eine mutige Idee, je nach Lehrer bringt dir das vielleicht eine gute Note, aber es ist auch ein Risiko

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Warum ein weißes Blatt? Glauben Sie nicht an ein Leben nach dem Tod, wissen Sie nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder haben Sie keine Vorstellung vom Leben nach dem Tod?

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Sehr kreativ. Eigentlich würde ich nichts weiter dazu machen, bleibe bitte in dem Kommentar aber sachlich und fang nicht an, die Leute zu beleidigen, die daran glauben. :)

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Kommentar von MarkNeedsHelp
23.06.2016, 17:55

Also mit Kommentar abgeben oder ohne?

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"Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt."
Bertolt Brecht



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Ja, zum Beispiel aufzuschreiben, welche Ideen Du zu dem Thema hast. Woran denkst Du dabei? Kannst Du Dir es vorstellen oder nicht? Vielleicht kannst Du Mythologien mit einbeziehen ? (Styx, Cerberus)

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Die Frage ist doch was du konkret  für einen Kommentar schreiben möchtest .

  • Was die Frage des Jenseits betrifft kann  es ja  tatsächlich keine definitiven Gewissheiten geben .Zwar zeigt und die biblische Offenbarung ein Leben nach dem Tode auf .Aber wie das nun so ganz konkret in den Einzelheiten sein wird sagt sie uns nicht .Kann sie uns nicht sagen .Sie sagt lediglich du bist bei Gott oder nicht .(Daher ist eine weisses  unbeschriebenes  Blatt ,ja auch nicht falsch zum Thema.)
  • Die  Lehre der R.K  Kirche zum Thema wird  als Eschatologie bezeichnet wird ,was soviel wie :...das  ganz neue, bedeutet .Es ist also nicht dieses  was wir schon kennen... sondern etwas ganz neues und  anderes eben .Die Bibel gebraucht hier Bilder ,welche wir Menschen durch unsere Erfahrungswelt verstehen können .Wie bekommen also höchstens eine Ahnung  davon ,was gemeint sein könnte.Am Ende sind  und bleiben es immer noch  menschliche begrenzte Bilder die dann nicht wirklich diese Jenseits beschreiben  können ..
  •  Auch so genannte Nah Tod Erfahrungen sind ja  keine Tatsächlichen Todeserfahrungen, denn der Mensch der sie uns berichtet ist ja offensichtlich nicht endgültig Tod gewesen,denn er lebt ja Tatsächlich immer noch .insofern wäre ein weißes Blatt mit einem entsprechenden Kommentar meiner Ansicht nach auch nicht falsch .

Unterschiedliche Religionen haben  darüber ja unter schiedliche Vorstellung darüber:

  • Die Hinduisten etwa, haben die Hoffnung auf eine bessere  Wiedergeburt,im Diesseits, weiter glauben diese dann am Ende  als  als Individuum zu verlöschen ,zu verwehen .sie werden in ein Grosses ganzes(Nirwana )  eingehen und davon als Individuum kein Bewusstsein  mehr  haben .Etwa so wie wenn ein Tropfen in einen Ozean fällt.Deshalb ist hier am Ende des Lebens Rückzug und Askese angesagt ...um sich ganz zu lösen  .
  • Buddhisten hoffen aus dem Rad der Wiedergeburt aussteigen zu können und hoffen nicht  wieder ins Bewusstsein zu kommen .Und auch keinen Impuls zu einem  neuen Leben oder Bewusstsein abgegeben zu haben ..für sie gibt es nicht wirklich ein Jenseits .Daher sind sie bemüht sich hier an nichts zu binden.Was das diesseitige leiden auslöschen wird .
  • Christen wiederum glauben an die Auferstehung in der Anschauung Gottes .Diese Auferstehung wird auch im Leibe sein ,natürlich nicht mit dem Körper den wir heute haben sondern es wird ein Auferstehungs   Leib sein ,der dir deine Individualität  bewahren wird .
  • Muslime glauben dass das du ins Paradies kommst oder in die Hölle. .Im Paradies sind alle Genüsse in Fülle zu geniessen,auch Wein ..etc... welche hier verboten sind .die denjenigen die nicht glaubten ,kommen in die Hölle wo sie auf ewig gequält werden .Vermutlich wird hier eher eine art lautes nachdenken über den Tod erwartet und solche  Gedanken hat ja jeder Mensch .Also ich würde hier einfach meine  Gedanken aufschreiben .. auch wenn sie noch so schräg erscheinen ..Danach ist dein Blatt  bestimmt nur noch zur Hälfte weiss .Und die Aufgabe vermutlich  erledigt .


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Schreib einfach drauf, das gibt es nicht, oder zumindest ist es nicht zu beweisen, denn man kennt noch niemanden, der das schon mal miterlebt hat

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Es wäre technisch korrekt. Die beste Art von korrekt.

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Nach dem Tod gibt es nix mehr. Die Schaltzentrale das Gehirn stiirbt ab und dann geht nichts mehr

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Kommentar von MondscheinStern
24.06.2016, 10:23

Die Seele existiert weiter, der Körper stirbt, das stimmt:)

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Kommentar von KaeteK
25.06.2016, 11:27

Viele Leute haben heute schon Probleme mit ihrer Schaltzentrale, was du so schön Gehirn nennst.

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"Mangels Evidenz kann jede hier getroffene Aussage nur belanglose Spekulation sein. So ertragreich, wie die Erörterung der Schlüpferfarbe von Rotkäppchen."

Das sollte reichen.

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Kommentar von Abahatchi
23.06.2016, 22:28

naja, wenn der Lehrer ein guter Lehrer ist, dann kann die Aufgabe durchaus berechtigt sein, damit Kinder schnell lernen, was ein Paradoxon ist. Tod bedeutet vom lebendig zu tot und nicht von lebendig zu lebendig, denn etwas anderes wäre ein Leben nach einen Tod nicht, wenn man vor einem Tod leben würde und nach einem Tod auch. Somit schliesz sich logischer Weise ein Leben nach dem Tod aus, weil der Tod eben das Wort für "von lebendig zu tot" ist. Man könnte auch sagen von belebt zu unbelebt und nicht von belebt zu belebt. 

Spätestens wenn Kinder solche Paradoxa begreifen und erkennen, sind sie im weiteren Leben vor dem Gespinne über Geistwesen resistent. 

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