Frage von MowoVax, 31

Auffahrunfall auf dem Parkplatz?

Auf einem Parkplatz hatte ich mit meinem KFZ einen Auffahrunfall. Ich kam langsam rechts angefahren und die Fahrzeughalterin des anderen Fahzeug`s ( von links kommend ) fuhr seitlich in die Fahrerseite meines KFZ rein. Die Polizei nahm den Unfall auf. Die Fahrzeughalterin sah Ihren Fehler ein und entschuldigte sich noch bei mir. Sie meldete den Unfall bei Ihrer Versicherung, welche mir nach telefonischer Anfrage mitteilte ,dass es auf einem Parkplatz keine rechts vor links Regelung gäbe und jeder seinen Schaden selber tragen müsse.

Wie ist da die Rechtsprechung?
Antwort
von Feuerherz2007, 29

Auf gar keinen Fall darauf einlassen, was die Versicherung dir mitteilt, die haben nichts anderes zu tun, als ihre Anwälte mit solchen Themen zu beschäftigen, um nichts bezahlen zu müssen. Gehe deinerseits zu einem Anwalt, der soll sich um die Sache kümmern, auf keinen Fall akzeptieren, das hat bei den meisten Versicherungen nämlich System!

Kommentar von Smartass67 ,

Halt halt! Bei solchen Parkplatzunfällen wird vor Gericht die Schuld fast immer geteilt. Damit tritt der Versicherungsfall in 99% der Fälle automatisch bei beiden Unfallgegnern ein. 

Auch sind hier zwei Versicherungen involviert. Beide werden logischerweise so wenig wie möglich bezahlen wollen.

Natürlich wäre es für die Versicherung des Fragestellers lukrativ, wenn er weniger Schuldanteil bekäme, denn dann müsste die gegnerische Versicherung mehr für den Schaden an seinem Auto bezahlen und überdies müssten sie dem Unfallgegner weniger an dessen Schaden zahlen. 

Kurz: Eine Teilschuld hat der Fragesteller (fast) fraglos. Seine Versicherung wird im Eigeninteresse so mit der gegnerischen Versicherung verhandelt haben, dass sie möglichst wenig zahlen.

Und: Hier ist mal das Gegenteil von Versicherungsbashing angesagt. Dadurch, dass der Fragesteller, obwohl wohl ihm "reingefahren" wurde 50% Schuld hat, müssen die Versicherungen insgesamt mehr bezahlen, als wenn er weniger Schuld-Prozente hatte - vorausgesetzt der Gegner hatte keine Vollkasko (was wir ja nicht wissen).

Hatte er Vollkasko, kann es beiden Kunden völlig egal sein, auf welche Schuldquote sich die Versicherungen einigen.

In jedem Fall aber ist dieser Kommentar völlig unangebracht und die Befolgung deines "Ratschlags" würde dem Fragesteller sogar mit absoluter Sicherheit nur Schaden zufügen.

(Nein, ich arbeite nicht bei einer Versicherung. Aber ich habe vor Urzeiten mal Versicherungskaufmann gelernt.)

Antwort
von peterobm, 16

hier trifft voll der § 1 zu, http://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/89-1-grundregeln

hat der Gegner ausgeparkt, so haftet er in vollem Umfang; zu dürftig um eine aussagefähige Antwort zu bekommen. 

Antwort
von schleudermaxe, 19

... hört sich nicht gut an, vielleicht sogar Privat-/Firmenparkplatz, und somit eben Pech, so ja auch die Gerichte immer wieder. Viel Glück und siehe ggf.:


Weder hatten die Unfallbeteiligten früher Ihren Schaden selbst zu tragen
noch ergibt sich aus dem Urteil des BGH die vollständige Haftung eines
der Beteiligten. Eine Rechtsfolge, wonach in derartigen Fällen jeder
seinen Schaden selbst tragen müsse ist dem deutschen Recht fremd. Es war
vielmehr so, dass jeder bei dem jeweils anderen bzw. dessen Versicherer
50% des eigenen Schadens ersetzt verlangen konnte. Erstaunlicherweise
hält sich die falsche Annahme, jeder müsse seinen Schaden selbst tragen,
seit vielen Jahren hartnäckig und zwar ebenso hartnäckig wie
Auffassung, die Haftungsverteilung zwischen den Unfallbeteiligten würden
die Versicherer unter sich ausmachen. Die Versicherer machen in diesen
Fällen überhaupt nichts untereinander aus.


Kommentar von MowoVax ,

Betr. ParkplatzAuffahrunfall:  Also es istfolgendermaßen!

Mir wurde auch von meiner Versicherung ( HUK ) bestätigt, dassich zu 50% an dem Auffahrunfall Schuld sei.

DerSchaden an meinem Auto beträgt ca. 2.800,- €.

Da ich zum Glück Vollkasko / Kasko Select ( mit 300,- €Selbstbeteiligung ) versichert bin, muss ich also nur die 300,- €selbst bezahlen, bleibe aber nächstes Jahr ( 2017 ) in derdiesjährigen SF Klasse.

Nunmeine Fragen was für mich normal nicht so von Bedeutungist,aber trotzdem interessiert.

WieRegeln die beiden Versichungen ( HDI + HUK ) dass jetzt untersich?

MeineKundenberaterin bei der HUK sagte mir ,das die HDI meinen Schaden zu50% bezahlt.

1.Aber was ist mit den restlichen 50%?

2.Auserdem wie wird dass bei der Unfallgegnerin berechnet?

3.Wie würde die Sache verlaufen, wenn ich nicht Vollkaskoversichertwäre? Hätte ich dann die 2.800,- € komplett selbst tragenmüsen, und in der Haftpflicht eine ( SF Klasse ) höhereingestuft worden?


Kommentar von schleudermaxe ,

Du schreibst doch alles selbst und wirst auch begleitet.

Deinen Schaden trägt die HDI zu 50% und den Rest eine VK, wenn es wie hier eine gibt, oder eben Parentante oder Großmutter.

Deine Versicherung bezahlt dem Gegner jedenfalls 50 %, so die Aussage.

... und wieso sind die schon so weit und von der HDI kommt nichts?

Antwort
von BenniXYZ, 10

Tja so wird es gehandhabt.

Es sei denn, du weist der Fahrerin ein Verschulden nach, z.B. mit einem Zeugen.

Kommentar von MowoVax ,

Die Unfallfahrerin hat aber auch bei Polizei Ihre Schuld eingestanden, indem Sie sagte " Sie sei abgelenkt gewesen und habe einen kuzen Moment auf die gegenüberliegende Straßegeschaut “.

Zusätzlich hatte Sie einer Bekannten, ( Ihrerseits ) das Gleiche erzählt, die zufällig vorbei kam. Selbst gesehen hat diese Bekannte den Unfall jedoch nicht.

Wenn die Unfallfahrerin dies auch bei Ihrer Versicherung ( HDI )so mitteilen würde, wie wären dann meine Chancen das IhreVersicherung ( HDI ) meinen Schaden übernehmen würde.


Kommentar von BenniXYZ ,

Wenn die Verursacherin in der Schadenanzeige angibt, daß sie zu 100% schuld ist, dann muß der HDI zahlen. Hat sie offensichtlich nicht angegeben. Also wehrt der HDI deine Ansprüche ab.

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