Verwandte von mir lebten vor der Wende in Mecklenburg-Vorpommern (DDR) und erst im November 1989 bekam ich diese das erste mal zu Gesicht, obwohl wir (Schleswig-Holstein / BRD) keine 50km entfernt wohnten.
Als dann 1990 die Herrenfußball-WM in Italien stattfand, und Deutschland tatsächlich Argentinien im Endspiel besiegte - was naturgemäß zur Weltmeisterschaft führte - fiel mir auf, dass meine Wismarer Sippe zwar die Melodie des Deutschlandliedes zu kennen schienen, aber dazu den Text von Auferstanden aus Ruinen sangen. Nicht etwa, weil sie die dritte Strophe der "West-Hymne" nicht kannten, sondern aus Prinzip.
Mein Vater sprach damals seinen Cousin (der vor der Gründung der DDR von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern zog) darauf an, warum er denn diesen "Ost-Text" zu der "West-Hymne" singt und es entwickelte sich ein kleines Streitgespräch. Klassenfeind etc.....
Wie sieht es heute aus? Hat wirklich ein DDR-Bürger noch Probleme damit, das Deutschlandlied* zu singen?
*Mir ist bekannt, dass das "Deutschlandlied" (die Strophe ist jetzt mal egal) schon älter als die DDR ist und "drüben" durchaus bekannt war.
Quid pro quo: Für jedes Däumchen, das die Frage bekommt, gibt es eins an den "Spender" zurück.
Vielen Dank für die positive Bewertung.