Frage von ChristinaTeru, 43

Aufenthalt in einer Jugendklinik sinnvoll?

Hallo. Ich hab vor in eine Jugendklinik zu gehen, da es mir nicht gut geht und ich mit meinem Leben nicht mehr klar komme. Jedoch weiß ich nicht, ob es auch sinnvoll ist und vor allem habe ich Angst davor, da ich eine schlimme Sozial Phobie habe (einer der Gründe) und man da ja zusammen Therapie hat (Gruppentherapie) und zusammen isst, spiele macht, Ausflüge usw. Und das wäre echt das letzte was ich gebrauchen könnte... Würde man dann doch eigentlich eventuell eine Ausnahme machen, (also das ich dann eben alleine Esse und keine Gruppentherapie usw) da genau das ja mein Problem ist...

Aber jetzt mal zu den Gründen:

  1. Wie schon gesagt, die Sozial Phobie. Ich kann nicht mal mein langersehntes Paket entgegennehmen, wenn die Post kommt.

  2. Ich kann meine Familie nicht leiden und mich selbst auch nicht.

  3. Ich hab keine richtigen Freunde. Mein Leben verbringe ich in meinem Zimmer mit zocken und Musik hören. Ich hab keine Hobbys und keine Talente...

  4. Ich bin seit zwei Wochen mit der Schule fertig und mache keine Schule mehr weiter, hab auch keine Ausbildung. Arbeiten kann ich nicht gehen, da ich zuerst eine Ausbildung machen müsste und das heißt Schule, jedoch will ich nie wieder in irgendeine art von Schule, da die Schule eben mein Leben zerstört hat und ich jetzt sozusagen eine Schulphobie habe...

  5. Hab starke Depressionen.

Kurz zusammengefasst für mich macht das Leben keinen Sinn und ich hab auch kein bock mehr auf mein Leben. Ich würde gerne von vorne Anfangen, da das aber nicht möglich ist will ich einfach nur sterben, jedoch könnte ich das nie selbst vollbringen, also ich bin nicht Suizid gefährdet....

Ist es also sinnvoll, oder eher nicht? Was meint ihr dazu?

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Psyche, Psychologie, 43

Hallo ChristianTeru,

zunächst möchte ich sagen, dass ich mich der sehr guten Antwort von Neutralis anschließe.

Im Moment kommt es Dir verständlicherweise so vor, als würde Dein Leben keinen Sinn machen, aber glaube mir bitte (bis Psychologin), wenn es Dir erst einmal wieder besser geht, wirst Du Deinem Leben auch Deinen Sinn geben können.

Und deshalb ist es eine wirklich gute Idee, Dir in einer Jugendklinik fachliche Unterstützung zu suchen. Nach der Therapie dort wirst Du neue Perspektiven haben, neuen Lebensmut und vielleicht neue Ziele. Ich kann es Dir wirklich nur empfehlen :-)

Alles Gute wünscht Dir

Buddhishi

Antwort
von einfachichseinn, 18

Ersteinmal brauchst du einen Arzt, der dich einweisen wird.

Es erscheint sehr sinnvoll.

Alleine essen und Co könnte schwierig werden. Allerdings wird dich niemand dazu zwingen, wenn du in dem Moment eine Panikattake erleidest.

Gruppentherapien können sehr sinnvoll sein, aber auch da wirst du vermutlich zu nichts gezwungen.

Bei mir gab es unter anderem eine Theater-Therapie. Dort wurde ganz viel gesprochen, besprochen und so weiter. Am Anfang und am Ende der Sitzung wurde jeder gefragt, wie es ihm/ihr geht. Dabei musste aber auch niemand etwas sagen. Die ersten Male habe ich gesagt, dass ich nichts sagen will, was akzeptiert wurde. Ich durfte mir die Sachen einfach anschauen.

Irgendwann habe ich dann erwähnt, dass mir ein Thema auf den Lippen liegt, aber das ich darüber nicht reden will, weil zu viele Leute da waren. Auch das wurde akzeptiert. Ich wurde nur gefragt, wann für mich zu viele Leute da sind. Das konnte ich leider nicht benennen aber auch das wurde akzeptiert. Der Therapeut hat mir dann angeboten im Verlauf der Sitzung alleine mit mir zu sprechen.

Ein anderes mal durfte ich auch vor die Tür gehen, weil mir das Thema sehr nahe ging.

Meiner Erfahrung nach muss man alles einfach ausprobieren, darf sich aber nach seinen individuellen Gefühlen leiten lassen und wird zu nichts gezwungen.

Antwort
von ImperialBullet, 24

Hallo Christina. Du bist noch Jugendlich. Als Junge mochte ich meine Familie auch nicht. Ich war nie zufrieden mit mir, obwohl ich ein Haufen Freunde hatte. Ich wurde oft als etwas idiotisches bezeichnet. Ich bekam oft zu hören ich sei gut aussehend, aber mit mir zufrieden war ich wirklich nie. Litt unter Depressionen weil es Menschen gab die mich hassten & mich zu stark fertig machen konnten. Später aber legte sich das & ich baute mich auf. Freundinnen & Freunde waren immer da. Mit 15 war ich ziemlich Abgeschnitten von Menschen. Ich war nur noch drin & vermeidete sogar Licht. Ich entwickelte eine Phobie gegen Leberflecken, ich dachte ich hätte welche in Gesicht obwohl diese nie existierten. Jeden Tag war meine Gesichtsform anders, einmal dreieckig, quadratisch, Oval... Doch von Natur aus habe ich ein rundliches, Mager sogar ein fast quadratisches Gesicht - Ich war extremst krank und hatte viel zu kämpfen. Ich konnte mich ebenfalls nicht leiden, z.B. bei kurzen Haaren die hasste ich immer & empfand mich selbst als Abschaum obwohl alles normal war, kein Problem... Es lag nicht am Spiegel oder Aussehen, sondern an meinem Kopf der ziemlich durcheinander war.

Meine Familie & Ich verstanden uns nie. Ich musste immer Dinge tun bei denen ich kein Interesse hatte. Dadurch wurde ich der kriminelle. Mit Freunden zerstachen wir Reifen, warfen Dixi-Klos um & machten Randalen. Wir beklauten sogar Dealer & gaben es einen von uns der es dann verkaufte. Trotz all dem Hass in der Familie & den Ratten die alles verpetzten & meldeten... Bekam ich eine Ausbildung von meinem älteren Cousin der eine eigene Firma hatte/hat - Seine Anforderung: Ich soll den Hauptschulabschluss nachholen & das tat ich auch mit einem Durchschnitt von 2,4. Ich wurde nämlich mit 17 aus der Schule geworfen wegen Körperverletzung & "respektlosen" verhalten - Jedoch ging ich nie auf die Schulpflicht ein - Mein ehemaliger Rektor regte sich da ziemlich auf. Zog ihm einen schönen Strich gegen das Gesetz welches er so gut einhält (Ironie), reine Ungerechtigkeit - Die Ausbildung wäre 3 Jahre gegangen, ein halbes Jahr davon verbrachte ich in einer Schule... Man ich war aggressiv ich wollte wirklich nicht hin da ich keine Schulen mag & war gegenüber neuen Menschen ziemlich zurückhaltend. Ich wollte einfach keine Verbindung aufbauen da es für mich irrelevant war. Ich scheute mich davor.

Als ich dann 18 war mit genügend Geld, brach ich die Ausbildung ab & verließ meine Familie. Ich ließ das meiste zurück. Nur mein Handy nahm ich mit welches ich mir selbst als Junge hart erarbeiten musste.

Man hat ab 18 immer eine Chance auf einen Neuanfang. Manche Neuanfänge brauchen ihre Zeit & einen bestimmen guten "Anlauf", oder wohl eher "Anflug". Wäre ich Du & Du ich, würde ich mir denken was will der Typ... So war ich schließlich auch. Aber hasse dich nicht selbst, hast du eventuell kein gutes Aussehen, probiere Frisuren aus, lass die Haare wachsen oder schneiden und probiere einfach mal mehr aus mit dir. Hast du Probleme mit der Haut, geh zum Hautarzt. Spar für Pigment-Optimierung, Pigmentfehler entfernung, ... Hast du Pickel? Wenn Ja... Ich war auch nicht ganz ohne & die gehen wieder. Gefällt dir eventuell deine Haarfarbe nicht, dann färbe sie... Dir steht alles offen. Nur wenn du negativ geladen bleibst ... Ändert sich nichts daran. Du solltest dich zusammenreißen und kämpfen. Ich verspreche dir damit, mit absoluter Sicherheit, ein besseres zukünftiges Leben. Schule blabla komm was dir die Schule auftischt ist nur ein mieses Gerede... Ich hatte nicht mal einen Schulabschluss und bekam einen hin mit einem Durchschnitt von 2,4.

Komm klar im Kopf, mach einen Clean up. Als Junge lief ich oft durch die Berge/Hügel & Wälder hier in Baden-Württemberg oberhalb der Bodensee-Region - Wird gut tun.

MfG

Antwort
von alxxcxxa, 10

Darf ich fragen wie alt du bist?

Kommentar von ChristinaTeru ,

Ich bin 15 Jahre alt.

Kommentar von alxxcxxa ,

Ja... Kommt grad richtig sch**ße... aber hast du lust auf WA oder so n bissel zu schreiben? ( Ich bin 15 und ein Mädchen) 😂✌

Antwort
von 2015Lala, 10

Wenn es dein Problem ist z.B. mit anderen zu essen wird man dich schon mit deinen Problemen konfrontieren.

Ich möchte das jetzt hier alles nicht genau schreiben aber schicke mir doch einfach eine Privatnachricht hier. Dann kann ich dir dazu mehr sagen und dir meine Erfahrungen schildern.

Antwort
von Neutralis, 31

Hey, also wenn du eine Sozial Phobie hast, dann wird eher das genaue Gegenteil eintreten. Du wirst sehr viel Kontakt mit den anderen haben, da du dich daran gewöhnen "muss". Lass dich davon aber nicht abschrecken, die anderen dort werden ähnliche Probleme haben, dich verstehen und dir nichts übel nehmen. Jeder ist dort, weil er eigene Probleme hat. Du wirst dich nach einer Zeit auch eingewöhnen und die anderen zu schätzen wissen. :) 

Ja es ist auf jeden Fall sinnvoll. Gerade bei einer Sozial Phobie und bei Depressionen ist das zusammenleben mit anderen Jugendlichen gut, aber schwierig. Aber es lohnt sich, diese Schwierigkeit zu überwinden. 

Viel Glück und nicht aufgeben ;)

Antwort
von WastedYout, 25

Eine Therapie wo nur du und der Psychologe ist könnte dir helfen aber ich rate dir von der Klinik da bist du gezwungen mit irgendwelchen Leuten was zu machen und es würde dich mehr kaputt machen als es dir helfen wird

Kommentar von WastedYout ,

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