Aufenthalt in der Jugendpsychiatrie verlängern?

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4 Antworten

Es ist ein Angebot der Klinik.

Sofern keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, kannst du natürlich die Verlängerung ablehnen und gegen ärztlichen Rat (Unterschrift) deinen Sohn nach Hause holen.

Allerdings solltest du dir bei der Sachlage im Klaren darüber sein, dass du ihn in eine gefährlich Situation bringst. Denn es ist davon auszugehen, dass ohne Klinikschutz die Symptomatik im häuslichen Umfeld rasch wieder zurückkehrt und damit auch ein erneutes Risiko besteht, dass er wieder suizidal wird.

Dein Sohn ist schwerst und lebensgefährlich psychiatrisch erkrankt. Er benötigt eine sehr lange und intensive Behandlung (sicher auch nicht die letzte stationäre - Stichwort Intervalltherapie).

Wenn du für ihn etwas tun willst, bemühe dich wegen der Wartezeiten darum, dass er nach dem Klinikaufenthalt sofort feste Anbindung an einen ambulanten Kinder- und Jugendpsychiater sowie möglichst direkt nach Entlassung einen Termin bei einem Kinder- und Jugendlichentherapeuten sicher hat. Denn ohne ambulante psychiatrische und psychotherapeutische Weiterbehandlung wird das mittelfristig wieder zu Rückfällen mit Gefährdungen führen.

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Wenn er eine Gefahr für sich oder andere darstellt, ja. 

Sie sagen, er ist noch gefährdet, weshalb er hierbleiben sollte. Bis jetzt ist es nur eine Empfehlung der Ärzte. Du kannst als Mutter jederzeit sagen, du nimmst ihn gegen ärztlichen Rat mit nach Hause. Aber die Ärzte können dagegen halten und sagen, dass eine Gefährdung vorliegt. Dann geht das ganze zum Richter und der entscheidet dann (was wahrscheinlich dann für die Ärzte ausfallen würde). Dann ist er per Beschluss dort und das macht die Sache auch nicht besser. 

Ich würde dir empfehlen, noch einmal das Gespräch mit dem Arzt zu suchen. Sag, du verstehst das ganze nicht und möchtest genauer informiert werden, was nun geschieht und warum. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, wenn die Eltern nicht richtig informiert sind (ist bei mir passiert, da gab es dann einige Missverständnisse zwischen meinen Eltern und mir). Du fühlst dich dann nicht so übergangen, und vielleicht findet ihr ja eine Lösung, dass er bald zumindest am Wochenende heim darf (wenn es ihm besser geht). 

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Rechtlich gesehen muss ein Richter zustimmen, wenn sie ihn länger dabehalten wollen. Wenn die Ärzte dort aber sagen, dass er dort besser aufgehoben ist, dann ist das vermutlich so, und der Rat sollte befolgt werden.

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Kommentar von vierfarbeimer
25.10.2016, 18:07

Richter?! Schmarrn! Er hat doch niemanden umgebracht oder versucht umzubringen.

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Kommentar von HyperCulture
25.10.2016, 18:10

Bin mir da recht sicher. Es geht auch nicht darum, dass er zu einer Haftstrafe oder ähnliches verurteilt wird. Wenn einer der Ärzte aber eine Gefahr des Patienten für sich selbst (oder theoretisch andere) sieht, benötigt er eben die "Erlaubnis" eines Richters, da das sonst Freiheitsberaubung wäre. Alternativ findest du bestimmt auch über Google was dazu, oder du fragst einen der Ärzte in der Klinik.

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wenn gefahr für ihn selber ausgeht, ja !

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