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Aufbereitung von Atommüll

Frage von kanian kanian

Was genau wird in Frankreich getan, um den Atommüll aufzubereiten? Warum wird Atommüll erst nach Frankreich gekarrt, dort aufbereitet (wie auch immer)?.... und dann wieder zurückgekarrt, um ihn dann endgültig in einem Salzstock endzulagern? Ist denn in Atommüll vor der Aufbereitung noch irgendetwas, was man verwenden kann und wenn ja was? Wozu brauchen die Franzosen das? Die haben doch selber Atommüll!

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Realito Realito

    Die Wiederaufbereitung atomaren Mülls gilt als gefährlichster Schritt in der Atomenergie. Und der Name trügt: Wiederaufbereitung meint kein Recycling. Ziel der Technologie ist, hochgiftiges, waffentaugliches Plutonium zu gewinnen. Sie ist damit der Schlüssel für den Plutonium-Umlauf, für Kraftwerke vom Typ "Schneller Brüter" und den Atomwaffenbau.

    Kommentar von kanian kaniankanian

    Also dreht es sich um Plutonium, aha! Habe ich mir fast gedacht, war mir aber nicht sicher. Plutonium wird doch aber generell in jedem AKW benötigt oder?

    Kommentar von Realito RealitoRealito

    In den meisten AKW's wird U235 verwendet

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    Antwort von jobul jobul

    Genau erklären kann ich das jetzt nicht, ohne alles stundenlang zu recherchieren, aber im Prinzip ist es so: In den Brennstäben werden die aktiven Substanzen im Laufe der Zeit teilweise verbraucht. Damit sinkt die Wirksamkeit der Brennstäbe. Die Aufbereitung reichert die aktiven Substanzen wieder an. Das ist nun eigentlich simple Chemie (Auflösen, Trennen, Bestandteile Isolieren, usw.). Die Menge der zu verarbeitenden Substanzen ist für industrielle Maßstäbe gering, aber der Sicherheitsaufwand wegen der Radioaktivität sehr hoch - und zwar gleich hoch, ob ich nun ein kg oder eine Tonne verarbeite. Deswegen ist es sinnvoller, das Material zu einer Anlage zu bringen, die sicherheitstechnisch optimal ausgerüstet ist, als die Aufarbeitung in verschiedenen Betrieben zu machen, die entsprechend auszurüsten unsinnig teuer würde.

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    Antwort von Welfensammler Welfensammler

    In den 70er Jahren sollte mal im Schwarzwald eine Wiederaufbereitungsanlage gebaut werden. Nach massiven Bürgerprotesten wurde das Projekt aber fallengelassen.

    Und in den 80er Jahren wurde ein "schneller Brüter" gebaut, für damals ca. 8 Milliarden DM. Er war bereits schlüsselfertig. Dort hätte man die alten Brennstäbe weiter nutzen können und hätte sich die Aufbereitung gespart. Nach dem Unfall in Tschernobyl ging er aber nie in Betrieb und wurde in einen Freizeitpark umgewandelt.

    Jetzt verdient sich halt Den Haag das Geld. Deutschland wollte es nicht.

    Kommentar von laurel laurellaurel

    La Hague in FR, nicht Den Haag in NL.

    Kommentar von Realito RealitoRealito

    Die Schwarzwälder sind sehr schlau gewesen.

    Kommentar von Welfensammler WelfensammlerWelfensammler

    Warum ? Der Müll wird in Deutschland produziert und muss so oder so aufbereitet werden.

    Statt günstig in Deutschland (wo auch Arbeitsplätze geschaffen worden wären) wird das jetzt teuer in Frankreich gemacht.

    Kommentar von Welfensammler WelfensammlerWelfensammler

    Das sollte der schnelle Brüter werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kalkar

    Kommentar von Welfensammler WelfensammlerWelfensammler

    Und das die Wiederaufbereitungsanlage: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufbereitungsanlage_Wackersdorf

    Auch dort wurden 10.000.000.000 DM in den Sand gesetzt.

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