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Aufbau einer (digitalen) Druckstraße

Frage von Nicefail Nicefail

Hallo, ich sitze gerade an einer Facharbeit im Modul Print zum Thema Digitaldruck und verzweifle gerade etwas an der Recherche des Titelthemas... Ich habe zwar einiges zum Thema digitaler Workflow gefunden, suche aber noch dringend den Gundaufbau einer digitalen Druckstraße. Ich habe zwar einige "Produktinfos" gefunden

http://gwdg.eu/index.php?id=1152&L=1&type=123

kann aber mit den Bechreibungen teils nicht wirklich viel anfangen ( FieryController, RIP etc.) was wohl daran liegt, dass ich eigentlich aus dem Management Sektor komme und uns das Modul eher einen Einblick verschaffen soll. Um das ganze zu konkretisieren: Kann mir jemand den Grundaufbau einer Digitalen Druckstraße ( Eingabegerät, Papiermagazin, eigentlicher Drucker) und optionale Komponenten (Zuschneidegerät?, Laminiergerät, Heißklebung oder was es sonst so gibt) erklären? Vielen Dank im Voraus!

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Rhagai Rhagai

    Rip steht für Raster Image Processor. Gedruckte Bilder sind immer gerastert, und in diesem Arbeitschritt wird eben ein Pdf gerippt. Fiery ist lediglich eine Produktbezeichnung und kann vernachlässigt werden. Beim digitalen Workflow ist der Input für eine Druckmaschine (Ob Digital oder eine echte Druckmaschine ist bei den ersten Schritten egal) ein Pdf. Dieses wird durch Software gerippt und an eine Punktzunahmekurve angepasst (diese wird meist von Technikern oder erfahrenen Berufsleuten aus dem Bereich Druck erstellt - zumindest sollten sie dazu in der Lage sein). Bei einer Digitaldruckmaschine wird nun ein photosensitiver Zylinder mit einem Laser bebildert. Die bebilderten Stellen nehmen nun Toner in der vorhandenen Farbe auf (in Minimum vier Farben - cmyk - die Anzahl an Farben kann jedoch je nach Maschine und vorhandener Software steigen). Wie das Papiermagazin funktioniert ist glaub ich nicht wirklich massgebend... Das einzige was da wichtig ist, ist dass das Papier immer gleich eingeschoben wird -> bessere Maschinen richten das Papier aus. Nach dem Druckvorgang kommt die Druckverarbeitung. Diese ist meistens nicht In Line mit dem Druckprozess, da dies eine sehr viel längere Einrichtungszeit benötigt, was besonders bei einer Digitaldruckmaschine, die für Kleinstauflagen prädestiniert ist, eine sinnlose Investition ist. Es lohnt sich viel eher, die Verarbeitungsprozesse separat zu erwerben - Beispielsweise ein Laminiergerät oder ein Sammelhefter. So, ich glaub für einen Kurzüberblick reichts. Das einzige, was fehlt ist die Druckvorstufe, die ist zwar wichtig, gehört jedoch nicht zur Druckstrasse dazu.

    Kommentar von Nicefail Nicefail

    Danke für die schnelle Antwort! Aber ich hab das ganze vllt. etwas zu kompliziert formuliert. Ich bräuchte an sich nur den grundsätzlichen Aufbau einer digitalen Druckstraße (die Stadardausführung sozusagen) und die optionalen Komponenten z.B. für Flyer oder Bookletdruck. Wenn du mir da noch aushelfen könntest wär das echt toll!

    Kommentar von Rhagai RhagaiRhagai

    Die Standardausführung ist die, die ein geripptes PDF druckt. Da jedoch kaum jemand PDF-Dateien einsendet, ist meistens noch ein Server vorgelagert, der Dateien in PDFs konvertiert und danach gleich rippt (sog. Rip-Server). Was für Flyer und Booklets gut wäre, ist eine Druckmaschine mit Wendeeinrichtung und zweimal vier Farben. Es gibt Maschinen, die Flyer danach direkt zuschneiden können. Für kleinere Drucksachen ist jedoch eine konventionelle Schneidmaschine besser und exakter. Die integrierte Schneidevorrichtung ist eher etwas für Plakate und sonstige grosse Druckbogen. Industriedruckereien setzen hier häufig Stanzapparate ein, dies lohnt sich jedoch garantiert nicht, wenn man nicht im Bereich zehn-bis hunderttausend Bogen pro Stunde arbeitet. Für Booklets braucht es einen Falzapparat und einen Sammelhefter. Ziel vieler Druckmaschinenhersteller ist es, diese beiden Apparate in die Druckstrasse direkt zu integrieren. Das klappt zwar und ist bereits auf dem Markt, allerdings führt dies zu einer längeren Einrichtungszeit der Druckmaschine dazu, dass sich die Anschaffung erst lohnt, wenn man regelmässig Aufträge bekommt, die diese Komponenten erfordern und grösser sind als 3000 Exemplare. Persönlich bin ich der Meinung, eine Druckstrasse sollte von PDF rippen bis zum Druckbogen - einseitig oder doppelseitig - gehen, nicht weiter. Darunter leidet häufig die Qualität.

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    Antwort von schwarzpaddler schwarzpaddler

    Hallo, zur intergriertten Weiterverarbeitung kann ich noch sagen, dass es auch bei kleineren Auflagen (1-100) Sinn macht. Es kommt lediglich darauf an, wieviele dieser Aufträge man hatt. Viel Zeit braucht man zum Einrichten auch nicht. Es gibt da z.B. Geräte von Horizon.Bei der Qualität muß allerdings wirklich Abstriche machen. Es gibt nicht nur 4farbigen Digitaldruck sondern auch den einfachen in Schwarz. In den meisten Kopieren gibt es eine Wendeeinrichtung und die Bogenrückseite wird im selben Druckwerk bedruckt. Das nennt sich im Digitaldruck Duplex und sollte nicht nicht mit dem Duplexdruck im Offset-Druck (schwarz+Sonderfarbe) verwechselt werden.

    Für deinen Workflow mußt du jetzt nur Wissen welche Produkte du erstellst. Der Standard den du für normale A4-Drucke brauchst, besteht aus Besteht aus einem PC/Mac - Rip Server und Kopierer.

    Kommentar von Rhagai RhagaiRhagai

    Naja...wenig Zeit negier ich mal... Ist uns oft genug passiert dass ein Bogen irgendwo hängen blieb, weil die Maschine sich selbst im Weg stand. Da dauerte es ziemlich lange bis wir der Maschine die richtigen Befehle geben konnten, dass die nicht jeden Bogen gleich verkratzt hat, sobald er gefalzt wurde. Vielleicht ist dieses Problem ja mittlerweile behoben. Hatten ne Strasse erster oder zweiter Generation...

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    Antwort von Aberaba Aberaba

    schau einfach bei wikipedia.de mal nach....

    Kommentar von Nicefail Nicefail
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