Frage von marieblubb, 54

Aufbau der DDR in den 50ern?

Ich muss in Geschichte einen Vortrag über den Aufbau der DDR in den 50ern (speziell Industrie) halten, finde aber nicht so wirklich etwas dazu. Könnt ihr mir vielleicht alles sagen was ihr dazu wisst? :) oder gute links

Danke schonmal :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeVau, Community-Experte für Geschichte & Politik, 31

Das Territorium Deutschlands, auf dem die DDR gegründet wurde, war mit Schwerindustrie nicht besonders reich gesegnet. Um die Abhängigkeit von der Industrie, die in der Bundesrepublik lag, zu überwinden und damit auch die Erpressbarkeit zu überwinden, musste sich die DDR gerade auch in den 50er Jahren in einigen Kraftakten selbst eine solche Industrie zulegen.

Dazu gehörten u. a. der Bau des Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) mit der dazugehörigen Wohnstadt (später Eisenhüttenstadt), der  Wiederaufbau des Stahl und Walzwerkes Brandenburg mit den ersten Siemens-Martin-Öfen in der DDR oder das Projekt "Max braucht Wasser". https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendobjekt

Weiter solltest du die ersten beiden Fünfjahrpläne erwähnen und die wichtigsten Zahlen daraus (Bibliothek). Die Mitgliedschaft im RGW spielt auch eine Rolle.

Ich empfehle dir dazu auf folgender Seite die These 2:

http://www.geschichtsseiten.de/htm/thesenzu.htm

In einer Bibliothek dürftest du auch folgendes finden:

Hermann Weber, Die DDR 1945-1990, R. Oldenbourg Verlag, München 2006

Kommentar von PeVau ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Fuchssprung, 12

Währen der Westen in den Genuss des Marshallplans kam, wurden im Osten die Maschinen abgebaut, in Güterwagen verstaut und als Reparation nach Russland transportiert. Es gab ja ohnehin weniger Industrie im Osten. Im Krieg war ein großer Teil zerstört worden und die Hälfte des übrig geblieben Teils ging nach Russland. Damit hatte die Ostzone von Anfang an einen sehr viel schlechteren Start als der Westen. Dazu kam dann auch noch diese unsägliche Planwirtschaft und die Unfähigkeit der roten Parteibonzen. Da ist es schon erstaunlich wie leistungsfähig der Osten trotz allem war. An der Ostsee hat man z. B. die bestehenden Werften wieder aufgebaut und neue aus dem Boden gestampft. Man hat Stahlwerke gebaut und in Chemie investiert. In den 50zigern ging es wirklich aufwärts. Aber schon kurz danach kam es zur Stagnation. Die Ideologie lähmte das Land und der Osten fiel im Vergleich immer weiter zurück.  

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