Auf Zaunwinde befallene Fläche Obst und Gemüse anbauen?

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4 Antworten

Hallo, ich erinnere mich, dass wir auch einige Jahre den ganzen Garten mit einer Windenart voll hatten. Wir haben damals nichts dagegen gemacht, weil sie nicht in den Gemüsebeeten waren und die anderen Pflanzen scheinbar nicht beeinträchtigt haben und sie sahen ja auch hübsch aus... In den letzten Jahren ist sie dann von alleine wieder verschwunden, das heißt es ist kein übermächtiger Gegner wie der Japanknöterich oder so.

Ich kenne die Fläche ja jetzt nicht, aber ich denke, man sollte sich wegen der Winde nicht zu wild machen. Allgemein ist der einzige Störfaktor an der Pflanze ja, dass sie an anderen Pflanzen hochwächst. Die Nährstoffzehrung ist heutzutage wegen zu vernachlässigen (der Regen trägt jährlich Tonnenweise Dünger aus Abgasen in unsere Böden ein), darum wird die Pflanze erst zum Problem, wenn sie die Nutzpflanzen so überwuchert, dass diese kaum noch Licht bekommen.
Daher kommt es auch auf die Pflanzen an, die auf der Fläche wachsen sollen. Sie hatten von Obst und Gemüse geredet. Obst wären ja Bäume oder Sträucher, die man meist als schon recht großen Schößling pflanzt, die stören sich an einer Winde nicht. Auch bei Gemüse, das höher wächst, wie z.B. Tomaten wäre die Winde nur zu Anfang ein Problem.

Ich denke, ich würde die Fläche zunächst ganz normal für die Pflanzen umgraben, die angebaut werden sollen und dabei die Windenwurzeln rausreißen, die einem eben entgegenkommen. Dann empfehle ich, die Fläche zu mulchen, damit habe ich wirklich gute Erfahrungen gemacht, denn zum einen hält das das Unkraut in Schach und zum anderen ist der Boden die ganze Zeit bedekt (vermindert Erosion, also Nährstoffauswaschung und auch Austrocknen des Bodens). Wenn man dann später hin und wieder die Ranken auszupft oder einfach nur durchschneidet, die einem das Gemüse erdrosseln wollen ist das glaube ich immer noch weniger Arbeit als die ganze Erde auszutauschen. Und wenn man dann noch aufpasst, dass die Winden nicht zum aussamen kommen (ab Juni müsste das sein) dann macht die Winde sich sicher in den nächsten Jahren langsam vom Acker^^

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Da die Wurzeln bis einen Meter tief in die Erde reichen, wird Umgraben überhaupt nichts nützen. Im Gegenteil - man zer- und verteilt somit die Wurzeln.

Alles Erdreich raus  und neues rein - mit viel viel Glück kommt sie dann "überschaulicher". Oder alles ausgraben und sieben.

Andere Möglichkeit, die ich allerdings nicht empfehle, da es auch nur von kurzer Dauer wäre und die Umwelt schädigt: Gift.

Unkrautfolien helfen auch nur bedingt (in dem kurzem Zeitraum), das diese Winden, wie Du schon erkannt hast, unterirdisch meterlange Triebe schieben - sie kommen irgendwie immer ans Licht.
Das würde nur funktionieren, wenn man die ganze Fläche  mindestens für ein Jahr  komplett und absolut  dicht abdeckt. 
Wäre aber meine Empfehlung.

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Kommentar von Fire28
09.01.2016, 14:07

Hmmm so ein mist auch . Ich glaube ich werde versuchen einen Teil der Flasche komplett 1m auszugraben und einen Berg zu bilden, der vollständig von den Wurzeln aussortiert wird...das wird ne Höllenarbeit... :(

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Kommentar von Fire28
09.01.2016, 14:07

Erde*

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Wenn du die Pflanze wuchern lässt, wird die Ackerpflanze die Hauptpflanze "erdrücken" und dieser den Lebensraum nehmen.

Wir hatte das Problem in unseren 30 Jahre alten Rhododendron. Ich habe die Ackerwinde immer wieder herausgezogen. Nach 2-3 Jahren hatte sie keine Lust mehr zu wachsen. Sie hat wohl durch die ständige Neubildung der Ranken und Blätter die Kraft verloren zu wachsen.
Der Rhododendron ist seit 2 Jahren frei von der Ackerwinde.
Rasen oder Unkrautflächen können auch gemäht werden.  

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Kommentar von Fire28
10.01.2016, 11:25

Vielen Dank, aber was meinst du mit dem ersten Satz? Außerdem habe ich mir überlegt, weil ich ja eh nur die Fläche für die zu anlegenden Beete brauche, dass ich in den Beeten die Zaunwinde rausziehe und dann das Beet mit 1m tiefen Steinplatten einkreise. Da die Zaunwinde nur maximal 1m tief wachsen kann wird sie es nicht mehr in due beete schaffen und in den anderen Ecken des Gartens darf sue ruhig ein bißchen wuchern, da ich den Rest des Gartens eh nicht nutzen werde. Hauptsache sie klaut meinem Obst und Gemüse nicht die Nährstoffe oder behindert sie beim wachsen.

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Kommentar von Fire28
10.01.2016, 12:35

Achso okay.

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Hallo Fire28,

am besten wäre es, wenn du die Pflanzen komplett mit Wurzeln entfernst, so gut es eben geht. Wenn dir das zu viel Arbeit ist, dann entfernen die komplette Erde und ersetze sie durch neue Erde aus dem Laden. Darüber kannst du dann ein Unkrautvlies legen und befestigen.

In das Unkrautvlies kannst du dann Löcher für das Obst und das Gemüse schneiden und die Pflanzen einsetzen oder säen. Die unbepflanzten Stellen kann man mit Rindenmulch oder Kies abdecken, so hält man das Unkraut zuverlässig fern. Mehr kannst du dazu hier lesen: http://www.selbst.de/garten-balkon-artikel/rasenpflege-pflanzenpflege/pflanzenschutz/unkraut-entfernen-154222.html

Das Team von selbst.de

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