Frage von FalkenRing, 157

Auf Youtube Video gefunden in dem scheinbar Deutsche Bundeswehrsoldaten Gaskammer Tests machen mussten?

Moin Community, Bin soeben auf ein Video gestoßen in dem Soldaten in einem Raum "durchhalten" müssen. Die sehen so aus wie Bundeswehrsoldaten aber das würde ich bezweifeln.. das ist kein Flecktarn. Etwas anderes aber sehr ähnliches.. was sind das für Tests? Ich hab mal in Dokus gesehen das US Truppen viel CS Gas einatmen mussten um zu wissen was das Zeug anrichten kann.. Kann mir da jemand drauf antworten?

Antwort
von Jo3591, 24

Das Training in der "Gaskammer" (das Wort ist sehr unglücklich gewählt, weil es üblicherweise anders belegt ist) dient zum einen der Dichtigkeitsüberprüfung, denn einen schlecht sitzende oder defekte ABC-Schutzmaske nützt nichts, zum anderen dient es dazu, den Filterwechsel zu üben.

Verwendet wird i.d.R. CN = Omega-Chloracetophenon und nicht CS = ortho-Chlorbenzylidenmalodinitril.

Und es wird auch niemand eingesperrt, jeder kann jederzeit den Raum verlassen.

Antwort
von 19Sunny96, 49

Um mal mit diesen Mythen aufzuräumen...

Nein! In Deutschland wird niemand in irgendwelche Gaskammern mit CS/CN gesetzt. Wir haben hier Gott sei Dank noch keine Zustände wie an einer sehr bekannten amerikanischen Militärakademie.

Der Staat nimmt die Fürsorgepflicht sehr ernst. Das wäre a) unnötig b) gesundheitliche und c) sinnlose Gefährdung. Dagegen könnte jeder Soldat mit dem Recht im Rücken vorgehen!

SO EINE SCH**** PASSIERT IN DER BUNDESWEHR/DEUTSCHLAND NICHT!

Dichtigkeitprüfung? Ja! CS/CN/Pfeffer? Nein! Das wäre schlichtweg vorsätzliche Körperverletzung.

Kommentar von Aliha ,

Du weist offensichtlich nicht, von was du redest.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Ne, ich bin ja bloß Soldat ... woher sollte ich das schon wissen?!

Kommentar von Toaster247 ,

Ich weiß nicht wie lange du schon dabei bist, jedoch muss ich dich korrigieren. Die Dichtigkeitsüberprüfung mit CS ist zwar überholt, da es inzwischen neue Messgeräte gibt. Diese messgeräte gibt es jedoch noch nicht derart lange und daher wurde bis vor wenigen Jahren auch noch CS-Gas eingesetzt um die Dichtigkeit einer Maske zu überprüfen.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Also können Sie behaupten, dass Sie da etwa drin waren?

Kommentar von Toaster247 ,

Ich war selbst nicht drin. Jedoch hab ich die Anlagen schon gesehen. Das waren längliche abgedichtete Räume mit einigen Hindernissen darin.

Und ich kenne auch mehr als genug Leute die so ihre Dichtigkeitsüberprüfung durchgemacht haben. Dabei kamen natürlich auch einige lustige Geschichten Zustande.

Wie etwa ein Kamerad der vergessen hatte seine Zigaretten aus der Brusttasche zu nehmen. Nach der Überprüfung wollte jener Rauchen. Jedoch waren diese natürlich mit dem Reizgas in Kontakt gekommen. Wie der Geschmack und das Gefühl beim Rauchen waren kann man sich natürlich denken.

Kommentar von 19Sunny96 ,

In der Brusttasche ... alles klar. Und ihnen ist nicht aufgefallen, dass man ohne Poncho in sowas nicht rein gehen würde?

Naja, Sie sprechen ja nur für sich...

Antwort
von archibaldesel, 89

Ich jeder Bundeswehgrundausbildung wird eine sogenannte Dichtigkeitsüberprüfung der ABC-Schutzmaske vorgenommen. Man sitzt also tatsächlich in einer "Gaskammer", die mit Tränengas gefüllt wird, allerdings mit Maske. Solange die Maske dicht ist, ist alles gut. 

Kommentar von Bevarian ,

Bundeswehgrundausbildung

Schöööön!   ;)))

Kommentar von Schnoofy ,

Das kann ich bestätigen.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Herr Gott! Nein! Nichts CS oder so ne Späße. Die werden anders getestet.

Kommentar von archibaldesel ,

Genau so werden die persönlichen Masken auf Dichtigkeit getestet. Zumindest in der Vergangenheit. Ich habe selbst in so einem Raum gesessen und habe später tagelang die die Klamotten lüften müssen, weil sie nach den Zeugs stanken, dass einem noch die Tränen kamen.

Antwort
von Aliha, 108

Alle Bundeswehrsoldaten mussten und müssen heute wahrscheinlich immer noch einige Zeit in einen Raum der mit CN = Tränengas begast wurde. Die Maßnahme diente zum einen dazu, die Dichtigkeit der ABC-Schutzmaske zu überprüfen und zum anderen, um die Soldaten an das Tragen derselben zu gewöhnen. Ich gehe mal davon aus, dass das in allen Armeen so oder ähnlich gehandhabt wird.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Nein! Herr Gott noch. Die Amis mögen das machen. Aber nicht jeder Soldat wird in Deutschland in ne CS-Kammer gesteckt und das gefoltert. Der Staat nimmt seine Fürsorgepflicht sehr sehr ernst.

Kommentar von Aliha ,

Jetzt hör mal auf zu hyperventilieren. Jeder Soldat ist mit einer ABC-Schutzmaske ausgestattet und um die Dichtigkeit dieser Maske zu überprüfen wird er damit in einen mit CN und manchmal auch mit CS-Gas begasten Raum geschickt und muss sich dort eine gewisse Zeit aufhalten. Mit Folter hat das rein gar nichts zu tun und der Staat würde seine Führsorgepflicht sträflich vernachlässigen, wenn er Soldaten in den Einsatz schicken würde, ohne vorher zu überprüfen, ob deren Ausrüstung in Ordnung ist. Was dein hysterisches Gegeifere soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Ohohoh, da ist wohl jemand ganz mies informiert, vorallem was die Pflichten eines Vorgesetzten bei der Bundeswehr angeht. Und so Punkte wie: Misshandlung von Untergebenen, unnötige Diensterschwerung ... ein Soldat muss einer medizinischen Behandlung nicht mal zustimmen, wenn er diese mögliche Körperverletzung ablehnt! Lediglich Feststellung der Tauglichkeit müssen toleriert werden. 

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit kann nicht mal eben so für eine "Dichtigkeitsprüfung" gebrochen werden! Das ist ein GG. Wirf mal einen Blick rein! Das Grundrecht ist sowieso schon eingeschränkt (Bezug zum Einsatz, etc.). Aber doch nicht für ne Dichtigkeitsprüfung! Wenn man keine Ahnung hat, sollte man für gewöhnlich die Futterluke geschlossen halten.

Ich weiß wovon ich rede; schließlich bin ich nicht erst seit vorgestern dabei!

Wie können Sie es sich anmaßen ein Urteil über etwas zu fällen, von dem Sie weniger als den Hauch einer Ahnung haben? Leute wie Sie machen mich krank! 

Als würde jeder Soldat in 'ne CS-Kammer gesperrt ... tzzz ...

Durch Menschen wie Sie bekommen Außenstehende ein absolut verfälschtes und unechtes Bild von der Materie. Und das nur, weil Sie ihren FALSCHEN Senf zu Sachen dazu geben müssen, von denen Sie 0 Ahnung haben - over and out.


Kommentar von archibaldesel ,

Nun heul mal nicht rum, genau so wurde es bei mir in der Grundausbildung gemacht. Und das war keine Folter, sondern ein offizieller Programmpunkt des Dienstplans. Es hat auch niemand Schaden genommen oder gelitten, weil die Masken natürlich üblicherweise dicht sind. Probleme konnte es bei Bartträgern geben, weil der Bart einen Schluss zwischen Haut und Gummimaske behindern konnte. Aber mit entsprechender Hautcreme im Bart klappt aus das.

Und zum Thema keine Ahnung: Das sind praktische Erfahrungen. Mehr Ahnung kann man gar nicht haben.

Kommentar von Aliha ,

Apropo 0 Ahnung, ich war 12 Jahre Soldat und habe als Zugführer selbst einige Dichtigkeitsprüfungen absolviert und auch geleitet. In jedem Fall wurde dazu CN-Gas eingesetzt, dieser Reizstoff ist zwar lästig wenn er in Augen und Atemwege gelangt, hinterlässt aber keinesfalls Schäden auch wenn das nicht in dein verqueres Weltbild passt. Ohne jegliches Fachwissen solltest du dich an einer solchen Diskussion nicht beteiligen.

Antwort
von annokrat, 51

alle soldaten aller armeen müssen in die gaskammern. das dient als taining für den umgang mit ihren gasmasken.

annokrat

Kommentar von Davidtheanswer ,

Atemschutzmasken.... und es werden einfach nur Räume eines Übungsgebäudes sein, in denen ein Reizstoff freigesetzt wurde.

Antwort
von Davidtheanswer, 57

Du hast es dir schon selbst beantwortet. Nicht nur scheinbar, das wird tatsächlich gemacht, damit man sich klar wird, dass man auf die Ausbilder hören soll wie man richtig mit der Ausrüstung umgeht und so. Das wird auch in Deutschland gemacht, aber nicht nur beim Militär. Bei der Atemschutzausbildung von Feuerwehren auch. Nun, dann vielleicht nicht unbedingt mit Tränengas.

Kommentar von 19Sunny96 ,

Auch bei der Bundeswehr nicht!

Kommentar von Davidtheanswer ,

Ja gut dann nicht.... Ich weiß jedenfalls von Feuerwehr und THW das da auch mal mit Geruchsstoffen gearbeitet wird, bei Ausbildung mit Atemschutzmaske mit Filter oder Pressluftatmer. (Natürlich nur mit Stoffen, die auch sonst nicht ungesund wären, halt nur über riechen... soll aber schon vorgekommen sein mit Tränengas oder so)

Antwort
von aribaole, 16

Was du meinst ist folgendes: es wird der richtige Umgang und tragen der Gasmaske geübt.

Antwort
von LeBonyt, 67

Tja ohne die URL des Videos können wir uns kein Urteil erlauben. Was aber legal in Rahmen der Ausbildung von Piloten und U-Boot Fahrern gemacht wird, sind Sitzungen in einer Druckkammer, damit sie die Symptome erkennen und entsprechend handeln.

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