Hieronymus Wandpilz am 20.05.2008 um 21:25 Uhr
Okay, die Frage ist relativ einfach: Gehört der Religionsunterricht in unserer Zeit eher in die Schule oder in die Kirche?

Aber Religion gehört nicht in ein Einzelfach sondern in das Fach "Werte und Normen" und zwar nicht glaubensspezifisch getrennt, sondern verbindlich für alle.
Und da sollten ALLE Religionen neutral besprochen werden im Zusammenhang mit Glaubensumfassenden Normen des friedlichen Miteinanders aller Menschen, gepaart mit Grundverständnis der Philosophie und der Toleranz und Gewaltfreiheit...
...es das einzige Fach ist, das neben sozialen Kompetenzen auch Werthaltungen vermittelt und daher in hohem Maße erzieherisch wirken kann. Das Fach Religion ist das Fach, das sich inhaltlich immer am meisten rechtfertigen musste, da es häufig in Frage gestellt wurde. Daher hat es in den letzten 50 Jahren einen ständigen inhaltlichen Wandel vollzogen bzw. vollziehen müssen. Der heutige Religionsunterricht ist mit dem vor 50 Jahren nicht mehr zu vergleichen. Man schaue sich daraufhin mal aktuelle Lehrwerke des Faches an. Dazu gehört u. a. auch die Offenheit, auch gegenüber anderen Religionen, wie z. B. dem Islam. Zwar liegt die Berufung von Religionspädagogen in Händen der beiden Großkirchen (ev.: vocatio; kath.: missio) und des Staates, aber eine konfessionelle Öffnung und Offenheit gegenüber anderen Religionen ist Wesensmerkmal eines modernen Religionsunterrichts, der verfassungsmäßig garantiert ist. Schließlich vermittelt der RU wesentliche Kulturkenntnisse durch Rückgriff auf die Bibel. Diese Kenntnisse sind auch für das Verständnis von Inhalten anderer Fächer wichtig.

Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:29 okay, kein Problem. Dazu vielleicht zwei Kirschen? Für die Optik...

und a bissle Sahne
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:33 kein Problem....

OHNE vanillesaucelassschmecken
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:37 Ja, es wird Sommer...die User wollen ihr Eis haben...

Irgendwo muß ja vor ihr gewarnt werden.
Um seinen Gegner wirksam bekämpfen zu können, muß man ihn kennen. Es ist also wichtig, möglichst viel über Religionen, ihre Auswirkungen und ihre Verflechtungen wissen. Dazu muß man all dies lernen.
Ein Religionsunterricht, wie ich ihn mir vorstelle, hätte allerdings wenig mit dem real existierenden zu tun.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 22:02 lach
eine der besten Erklärungen, die ich heute gelesen habe :-D
Zwar durchdringt der Glaube unser ganzes Leben, aber er sollte nur von Leuten vermittelt werden, die selber an Gott glauben und effektiv etwas mit ihm erleben. Von daher gehört er nicht einmal in jede Kirche. Sonst wird die Gesellschaft immun durch zuviel toten Glauben. Was sie braucht ist eine lebendige Beziehung zu ihrem Schöpfer: Jesus.

Religionsunterricht als Kennenlernen aller Weltreligionen, kritisches Analysieren von Dogmen und der Religionsgeschichte, - dann ist das in Ordnung. Eher als Ethikunterricht, aber im Vergleich der Christentums mit anderen Glaubensrichtungen.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:27 also muss gehört der heutige Religionsunterricht in die Kirche...Denn, wenn ich mich recht erinnere, erfüllte keine einzige Religionsstunde meiner Jugend die oben geforderten Punkte....
Luise am 20. Mai 2008 21:29 Ich fände das auch deshalb gut, weil man vieles so pauschalisiert und sogar Kriege aus religiösen Gründen entstehen. Das gehört für mich genauso zur Völkerverständigung, wie Sprachen lernen und Erdkunde.

Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:28 stimmt. ich finde es schade, dass Philosophie nur an so wenigen Schulen unterrichtet wird...
Luise am 20. Mai 2008 21:37 Schafft man das, jeden Schüler auf philosophischem Weg abzuholen und mitzunehmen in der heutigen Zeit? Ist sicher nicht für jeden unruhigen Geist geeignet. Ist schade, ich finde das auch. Ich fände das auch prima. Aber nicht als Pflichtfach.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:38 Wenn man Philosophie als Pflichtfach ablehnt, darf man Religion nicht als Pflichtfach befürworten... also müssen beide raus ;-)

Da gibts eh so viele Schüler, die sich den Religionsunterricht enthalten, und Ethik wählen anstatt Religion.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:29 bei mir wurde es erst im Gymnasium angeboten. Und auch "nur" Werte und Normen. Die Zeit davor war schlimm. :-D


es ein Wert ist der vermittelt werden muss
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:31 hmmm...daher die Alternative Werte und Normen...Religionsunterricht vermittelt Glaubensinhalte, die nicht wirklich immer mit der Ethikschiene erklärt werden können...

http://www.gutefrage.net/frage/auf-wunsch-eines-users da steht meine begründung. sag mal hast du auch mozarteis? dafür kriegst du auch ein kompliment ;))
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:30 da muss ich erst in meinem Kühlfach nachsehen... aber bestellen kannst du es auf jeden Fall. Dann muss ich halt noch eben einkaufen fahren ;-)
Miss gf 2008, miss world 2010, miss universum 2012 am 20. Mai 2008 21:37 toll, deine erste frage wurde gelöscht und somit meine begründung :((
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:39 Originalantwort von gertrude2:
"im 21.jahrhundert ist religion etwas überflüssiges. das brauchte man bis mittelalter, damit man die menschen "bändigen" konnte. ausserdem war mein reli-lehrer sowas von doof...er wollte sowas nie hören und deswegen durfte ich in der stunde die klasse von aussen betrachten"
Sollte zumindest im Geschichtsunterricht auftauchen. Auch Kindern sollte man es nich taufdrängen So entsteht zu oft der Irrglaube man müsste sie verteidigen oder dafür missionieren gehen etc.. Dann haben wir so eine Schei.. wie mit den Selbstmordattentätern oder den Kreuzrittern =D
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:34 treffend formuliert. Indoktrination ist verwerflich. Egal mit welcher Begründung.
wir schon seit laaaaanger Zeit christlich geprägt sind.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:35 die Philosophie ist älter als das Christentum. Und sollte daher wohl eher als Stammfach angesehen werden als Religion...

Religion gehört in die Familie und zwar vorgelebt. Meine Meinung!
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:36 stimmt. habe ich leider vergessen. Es gibt ja auch noch die religiöse Form, die auf Gebäude verzichtet ;-)
gnat01 am 1. Juli 2008 02:41 schmunzel... DH

Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:36 Glückwunsch!
tinchen44 am 25. Mai 2008 09:07 Ich fand das "Hossa" so nett. Ich denke, Religionsunterricht gehört nicht in die Schule. Ich selber habe Reli schon so früh wie möglich abgewählt und es bis heute nicht bereut... Ich hatte dafür Philosophie in der Schule und bin Hr. S. bis heute für den tollen Unterricht dankbar...


wir eine "Volkskirche "haben
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 21:41 nicht in den Köpfen aller. Das sollte man nicht vergessen. Es ist nicht nur eine Frage nach Glaubensrichtung (Christentum, Islam, Buddhismus etc), sondern nach der Sinnhaftigkeit...Es gibt schließlich bereits die Institution Kirche. Warum muss das also in der Schule doppelt behandelt werden?

nach meiner Meinung sollte Staat und Kirche strickt getrennt werden. Denn in der Schule wird sonst nur die Gesinnung der Kinder hin zur Kirche manipuliert und nicht objektiv vermittelt.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 22:00 das sehe ich auch so. welcher religionslehrer sind schon objektiv? ich erinnere mich an einen religionslehrer von mir, der mit folgendem satz meinen respekt verloren hat: "ich glaube nicht an die naturwissenschaft. ich glaube, dass gott seine schützende hand über meinen lebensweg hält."
damit war er unten durch...
gnat01 am 1. Juli 2008 03:07 ... und er klebt jetzt wohlmöglich vor einem Baum, weil es ihm wichtiger gwesen ist, dass der Christophorus ordentlich am Armaturenbrett klebt anstatt regelmäßig den Reifendruck zu prüfen. Gott sei Dank hattest Du zumindest damals den Hl. Pubertus - Schutzpatron aller Pubertierenden - an Deiner Seite gehabt.

Religion (d.h. was Religion anrichtet) gehört zur Bildung, sollte aber in anderen Fächern (Geschichte, Politik...) durchgenommen werden.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 22:05 ich stimme dir voll und ganz zu....

Religiosität zum Menschsein dazu gehört.
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 22:06 damit sprichst du aber einem Haufen User das Menschsein ab ;-)
minister am 20. Mai 2008 22:17 Ich spreche hier keinem irgendetwas ab.
So wie die meisten Gläubigen Zweifel mit sich herumtragen, haben auch die ach so entschlossenen Atheisten und Agnostiker religiöse Elemente in ihrem seelischen Kofferraum. Die Unterdrückung dieser Elemente führt dann ganz schnell zu missionarischem Gehabe im atheistischen Sendungsbewusstsein.
ich mag den mist nicht ;)
Hieronymus Wandpilz am 20. Mai 2008 22:07 nur unter uns beiden: ich auch nicht...:-D
Nicht so schüchtern, darf doch jeder wissen :D

sie wichtige Werte vermittelt. Allerdings nur alternativ zum Ethikunterricht. Diese Wahl sollte schon ermöglicht werden. Wird ja auch...
... die Zensur sich meistens auf dem Zeugnis "GUT" macht/e. Aber eigentlich bin ich für rosa (3 und 4)

... weil unsere Kultur ohne die Grundlagen der christlichen Religionen nicht zu verstehen ist. Allerdings sollte Religion als Religionswissenschaft - also weltanschauungsfrei - gelehrt werden und Ethik und Philosophie sollten eingeschlossen sein. - Ähnlich wie es in Brandenburg mit den LER (Lebenskunde, Ethik, Religion) praktiziert wird.
Bildung mehr ist, als nur Wissensvermittlung!

den Kindern das Wissen darüber nicht vorenthalten werden sollte. Wie sollen sie sich sonst dafür oder dagegen entscheiden?
Hieronymus Wandpilz am 21. Mai 2008 13:01 dafür ist doch die Kirche da. Oder soll die Schule als Werbetrommel fungieren?
Starbuck am 21. Mai 2008 14:01 Hab ich was von Werbung gesagt? Es geht nur um Wissensvermittlung. Wer seine Kinder im Glauben erziehen will, macht das zusätzlich zu Hause und in der Kirche.

Ich weiß es nicht.
Religion muss nicht gleich Kirche sein.
Aber eigentlich geht sie uns alle an!
Hieronymus Wandpilz am 21. Mai 2008 22:50 nicht jeder ist gläubig.

und Schokosträuseln


DH. Gut gesagt.
Dann passt Philosophie wohl am besten, da dort wertfrei die jeweiligen Glaubensrichtungen analysiert werden...
Zumal solche Themen wie der unbewegte Beweger von Aristoteles und der Gottesbeweis von Anselm von Canterbury eher zur Diskussion anregen als ein schlichtes: ist halt so...
Besser kann man es gar nicht mehr ausdrücken! DH