Auf welchem Weg darf ich in ein Kloster gehen ?
Hi!
Ich würde mich dafür interessieren, auf welchem Weg man sich in ein Kloster einschreiben darf, wie man also dort schließlich - von jetzt und hier aus - als Mönch leben, erleben und ordiniert werden kann.
Wenn ich darüber nachdenke, für einige Zeit in ein Kloster zu gehen, dann stellen sich mir sofort eine Vielzahl von Bedingungen beziehungsweise Anforderungen an mich, die erfüllt sein müssen, um zum einen angenommen zu werden und zum anderen den entsprechenden - geografischen - Ort, vielleicht auch in einem anderen Land, zu finden.
An was muss man alles denken, um in ein Kloster zu kommen, und zu wem sucht man Kontakt, damit die Planung einfacher, optimaler wird ?
Ist es wichtig, das man die Landes-Sprache spricht, Geld mit bringt, und wenn ja, wieviel ? Und muss man sich mit den Leitern der Klöster besprechen - wenn ich zum Beispiel in ein buddhistisches Meditations-Zentrum in Thailand gehen würde, könnte ich schlecht dort anrufen, müsste einfach hinfahren!?
Ich freue mich auf Antworten!
MfG ct
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Bevor Du über die Fragen nachdenkst, von denen Du schreibst, solltest Du Dir erst mal klar werden, was Du in einem Kloster willst und erwartest und ein Kloster welchen Glaubens Dein Kloster sein soll. Um das herauszufinden rate ich Dir, Deine nächsten Urlaube in einem oder mehreren Klöster zu verbringen. Die christlichen Ordensgemeinschaften bieten so gut wie alle die Möglichkeit, eine Zeit lang mitzuleben, meist heißt das "Kloster auf Zeit". Such Dir ein paar Adressen von Häusern in Deiner Nähe oder von welchen, die Dich ansprechen oder die eine bestimmte Ausrichtung haben. Fahr hin, verschaff Dir einen Eindruck, frag nach einem Angebot für eine bestimmte Zeit. Man wird Dir dort gerne weiterhelfen. Die Klöster der Buddhisten in Deutschland bieten ebenfalls i. d. R. das Mitleben an, ich nehme an, daß es in der EU im Allgemeinen genau so ist. In Asien ist das oft nicht der Fall, dort werden häufig NUR Novizen aufgenommen und die sind bereits verpflichtet für eine gewisse Zeit oder begeben sich auf Dauer in das Kloster, um den Buddhismus zu studieren und zu praktizieren. Für's erste würde ich deshalb in Europa bleiben. Frag nach Angeboten, schau Dir die Häuser an. Wenn Du dann etwas mehr Klarheit hast, wohin die Reise gehen soll, kannst Du konkreter werden und eine etwas längere Zeit vereinbaren, in der Du in einem Kloster mitleben und mitarbeiten kannst. Dabei kannst Du prüfen, ob das was für Dich ist. Bis dahin sind im persönlichen Kontakt längst alle Deine Fragen beantwortet und Du hast einen echten Eindruck vom Leben in einem Kloster.
Freilich hilft es ungemein, wenn Du die Landessprache kannst und Dich nicht über eine Hilfssprache wie Englisch verständigen mußt. In der EU sollte es kein Problem geben, mit Englisch oder Französisch kommst Du fast überall durch. Nur, wenn Du wirklich eingehende Gespräche führen willst, an den gegebenen Angeboten und Veranstaltungen teilnehmen willst oder beim Gebet mitbeten willst, solltest Du die dort gesprochene Sprache beherrschen.
Geld mußt Du beim "Kloster auf Zeit" oder Urlaubsangeboten keins mitbringen, außer dem Geld, das Du selbst zu verbrauchen gedenkst. Wenn Du eintreten willst in ein Kloster, wird heute eher selten eine Summe Geld verlangt und wenn, dann ist es ein eher bescheidener Betrag. In Asien ist es oft so, daß Du zum Zeichen Deiner Abkehr vom Weltlichen einen gewissen Betrag dem Kloster übereignest. Wieviel das ist, ist Dir aber freigestellt. Und das wird auch nicht verlangt, wenn Du als Gast kommst.
In allen Klöstern ist immer der Abt, Prior oder ein sonstiger Klostervorsteher der richtige Ansprechpartner. Sehr häufig gibt es jemanden, der eigens für die Gäste und deren Betreuung Ansprechpartner ist und Dir weiterhelfen kann. Sind die Gemeinschaften größer, gibt es meist einen Novizenmeister oder jemanden in ähnlicher Funktion, der Dir auch Rede und Antwort stehen kann. Für den Erstkontakt wendest Du Dich immer an den lokalen Vorsteher/Abt. Gibt es eine Telefonnummer, kannst Du einfach anrufen und man wird Dir sagen, wann, wo und wie Du mit der zuständigen Person sprechen kannst. Das gilt übrigens überall auf der Welt, so weit ein Telefon vorhanden ist. Waldklöster ohne entsprechende Anbindung gibt es nur noch sehr, sehr wenige. Auch die Mönche gehen mit der Zeit. ;-) Alles Gute, q.
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Für die Aufnahme in katholischen Klöstern zählt allein die Berufung, aber auch seelische und körperliche Gesundheit, um dem Klosterleben gewachsen zu sein. Wer die Berufung zum Klosterleben verspürt, ist meistens auch einem bestimmten Orden und dessen Gründer zugeneigt, nach dessen Zielen und Regeln er leben möchte. Das sollte man zuerst bedenken, bevor man sich für diesen Weg entscheidet.
Hat man die Jahre des Noviziats überstanden, legt man die ewigen Gelübde ab, die bestehen in Gehorsam, Ehelosigkeit und Armut. Um sich über die eigene Berufung klar zu werden, bieten Klöster gern einen Aufenthalt auf Zeit an, wo man als Laie im Kloster einige Tage verweilen kann und das Klosterleben erleben und mitmachen kann.
Wenig Sinn macht es allerdings, in ein Kloster eintreten zu wollen, ohne den eigenen Glauben zu kennen. Wenn du ein buddhistisches Kloster in Betracht ziehst, kannst du kein Christ sein und lebst dein Leben auch nicht für Gott, sondern für eine Art von Selbsterlösung, die sich irgendwann im Nichts auflöst. Als Christ dagegen bist du von Jesus Christus in Seine Nachfolge gerufen und weißt genau, was du willst: Ihm allein dienen.
Du aber bist offensichtlich auf der Suche und hast nur die Vorstellung, dich in die Stille eines Klosters zurückzuziehen, sei es nun christlich oder heidnisch. Das ist zu wenig, du musst schon vorher eine Entscheidung treffen, wo für dich die Wahrheit zu finden ist, erst dann kannst du ihr auch dienen.
Kommentar von BarnetBarnet 21.07.2012Der Buddhismus ist aber keine wirkliche Religion.
Kommentar von budasdaughter 01.08.2012Ist der Befriff "heidnisch" heuzutage noch politisch korrekt?!
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also bevor du in ein Kloster gehst, solltest du erstmal wissen in welche richtung du gehen willst. Ist ja schon ein Unterschied ob du dich für das Christentum oder den Buddhismus entscheidest. Man muss sich ja dann auch verpflichten!
Kommentar von GundulaGuGundulaGu 20.07.2012 -
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Ich würde an Deiner Stelle zumindest in ein deutsches Kloster gehen, was die Sprache angeht. Zweitens ist der Zölibat wichtig, Du mußt enthaltsam sein und auch ansonsten recht spartanisch leben können. Geld hat man privat gar keines, oder nur ein paar Euro im Monat (vor Jahren waren es bei Nonnen so um die 20 DM im Monat). Die Bedingungen sind halt hauptsächlich: einfach und ohne Luxus leben können. Nur Gott dienen und sonst keinem.
Kommentar von chintaochintao 20.07.2012Das ist, denke ich, auch das verlockende an der Sache - es ist eine allgemeine Bestrebung des älter werdenden, sich vermehrt um innere Sachen zu kümmern. Ich könnte ja später wieder nach Deutschland zurückkommen, es wäre eine ziemlich verlockende Angelegenheit, in einem anderen Land - vielleicht Skandinavien - das Kloster zu besuchen.
Lg ct
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Das kommt völlig darauf an welcher Religion das Kloster in das du willst angehört.
Wenn du in ein Theravada Kloster in Thailand willst, so geht das. Du musst ein Visum beantragen das später wenn du Mönch bist zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung wird. Frag am besten bei der Thailändischen Botschaft nach und dann ab nach Thailand und Kloster aussuchen. Am Anfang wirst du dich mit englisch durchschlagen müssen und mit der Zeit wirst du dann automatisch thailändisch lernen.
Du musst natürlich nicht gleich Mönch werden. Du kannst erstmal als normaler Tourist runter fahren und dann schnupperst du in ein paar Klöster rein und wenn es dann was für dich ist kannst du auch gleich dort bleiben (du brauchst nicht zurück nach Deutschland, kannst es aber natürlich und dann später nochmal dauerhaft hinfahren, deine Sachen brauchst du aber aus Deutschland sowiso nicht holen - denn als Mönch darfst du eigentlich sowiso nix besitzen (-;
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Die Sprache solltest du schon beherrschen. Geld ist nicht nötig, da Mönche ja den weltlichen Dingen entsagen! Du kannst auch in Deutschland ins Kloster!
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Frag bei einem Kloster nach
Kommentar von chintaochintao 20.07.2012Hi!
Meinen sie, ich soll dort anrufen ? Doch es gibt viele verschiedene Richtungen der Religionen selbst, sodas es ein Problem werden könnte, Informationen zu enthalten - weil sie untereinander sicherlich nicht bescheid wissen, wie man sich verhält beziehungsweise wen man fragt. Und eine allgemeine Datenbank gibt es ja nicht.
-Ich meine, ein Mönch aus einem Kloster weiß ja nicht, in welchem anderen Kloster ein Platz frei ist.
Lg ct
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Alles klar, danke! Eine sehr gute Antwort!
Lg ct