Frage von MissMouse1909, 438

Auf was muss man sich als devote Person einstellen?

Ich weiß das man als devote dem Dom gehört... aber mit was muss man rechnen? Auf was lässt man sich da ein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chrisian68, 347

Du musst dich darauf einstellen zu gehorchen.  

Macht vorher exakt die Grenzen aus die für euch beide ok sind, dann hast du dich daran zu halten. Natürlich müsst ihr immer wieder darüber sprechen und ggf auch die Grenzen anpassen.  

Aber ganz generell: der Dom bestimmt, der Sub gehorcht.  

Das kann im Extremen soweit gehen, dass Dom bestimmt wann du schlafen gehst, was du isst, was du dir kaufst, was du anziehst, usw.  

Und auch, wie Ungehorsam geahndet wird. Konsequenzen wirst du akzeptieren müssen.

Überlege gut, wieweit du gehen möchtest.


Antwort
von Enzylexikon, 233

Ich weiß das man als devote dem Dom gehört

Bereits das ist eine Fehleinschätzung.

Viele Menschen leben BDSM rein als Teil ihrer sexuellen Beziehung aus, ohne das es Einfluss auf ihr Alltagsleben hätte. Nicht jeder der solche Elemente in seinem Sexualleben auslebt, führt eine Dom/sub-Beziehung.

Doch ganz egal, was irgendjemand erzählen mag - dieses Schlafzimmer-SM ist genau so in Ordnung, wie eine Beziehung, in der ständig ein Machtgefälle besteht. Erlaubt ist, was beiden Partnern gefällt.

In Deutschland gibt es keine Sklaverei, deshalb ist auch ein so genannter "Sklavenvertrag" wie ihn manche Paare verfassen, rein symbolisch und ist juristisch völlig unwirksam. Man "gehört" niemandem.

Man bleibt immer eine selbstständig denkende Person mit gleichen Rechten vor dem Gesetz. Das sollte man nie vergessen.

Mit was muss man rechnen

Man muss damit rechnen, dass man auf Menschen trifft, die ihr Bild des BDSM aus "Fifty Shades of Grey" beziehen und deshalb ein völlig falsches Bild von dieser Form der Beziehung haben.

Ständige Kontrolle und Überwachung, psychische und emotionale Manipulation bis zur völligen Hörigkeit des Partners und die Forderung, auch die Übertretung von Grenzen hinzunehmen, sind kein BDSM.

Das ist Missbrauch, Nötigung, Stalking, Körperverletzung, Freiheitsberaubung...alles mögliche, aber kein Beispiel für eine gesunde BDSM-Beziehung.


Außerdem muss man damit rechnen, das manche "Doms" meinen, die Unerfahrenheit devoter Partner ausnutzen zu können.

Argumente wie "eine echte Sub gehorcht nur", oder "als echte Sub musst du...." deuten bereits darauf hin, dass man eher an einen manipulativen Psycho und nicht an einen verantwortungsbewussten Menschen geraten bist.

Auf was lässt man sich da ein

Du lässt dich nur auf das ein, womit du dich freiwillig einverstanden erklärst.

BDSM beruht auf der Einvernehmlichkeit von zwei verantwortungsbewussten Menschen, die sich achten, respektieren und einander vertrauen.

Vertrauen ist, sowohl beim Schlafzimmer-BDSM, als auch in einer entsprechenden Beziehung noch viel wichtiger, als in einer "konventionellen" Beziehung.

Dies gilt nicht zuletzt deshalb, weil sich eine der Personen freiwillig unter die zeitweise Kontrolle eines anderen Menschen begibt und diesem Menschen möglicherweise aufgrund von Fesselungen, hilflos ausgeliefert ist.

Ohne Vertrauen gibt es im BDSM keine "Session", kein "Spiel" und erst Recht keine Partnerschaft.

Deshalb ist BDSM auch nichts, was man mit einer gänzlich unbekannten Internetbekanntschaft mal eben so nebenher ausprobiert.

Umso wichtiger ist Kommunikation. Egal wie autoritär, mächtig väterlich oder gütig so ein Dom wirken mag - Gedankenlesen kann er nicht und auch eine Sub kann nicht jeden Wunsch am Blick erkennen..

Man muss über alles miteinander sprechen können - von Tabus und "No-gos" über sexuelle Wünsche und Sehnsüchte, bis hin zu ganz normalen Themen wie Wetter und Tagesereignissen.

Jemand, der nicht mehr auf dem Kasten hat, als über Peitschen, Fesseln und Knien zu reden, ist mir hochgradig suspekt. In einer glücklichen Partnerschaft wird immer gesprochen.

Ein Safeword ist immer zu empfehlen.


Wird es genutzt, ist die Session sofort abzubrechen. Dieses Recht steht übrigens grundsätzlich beiden Beteiligten zu. Auch ein Dom kann sich mit einer Situation überfordert fühlen und einen Abbruch für notwendig halten.

Zu behaupten "Ich bin so ein erfahrener Dom, ich erkenne schon, wann du genug hast" zeugt von Selbstüberschätzung, ist leichtsinnig und dumm.

Aber auch der Umkehrschluss "mein Dom weiß besser als ich, was richtig für mich ist", wäre ein fataler Fehler. Es ist schön, wenn man sich so sehr vertraut - aber sicher ist sicher.

Auf was lässt man sich da ein

Im Idealfall auf eine wunderschöne Beziehung mit einem vertrauenswürdigen Menschen, der einen als gleichberechtigten Partner akzeptiert und mit dem man gemeinsam seine Sexualität entfalten kann.

Die Grenzen sind dabei beiden Partnern bekannt, so dass innerhalb dieser Beschränkungen, die von allen Beteiligten respektiert werden, die eigenen Neigungen ausgelebt werden können.

Eine BDSM-Session wird letztlich vom devoten Partner genau so mitbestimmt, wie vom dominanten Part, wenn auch in anderer Weise - ein vorab vereinbartes "Nein" bleibt grundsätzlich ein gültiges "Nein", so dass man sich im Vertrauen hingeben kann.

Antwort
von exxonvaldez, 246

DU bestimmst, worauf du dich einlässt.

Jeder hat andere Vorlieben. Ihr solltet auf jeden Fall vorher drüber sprechen und die Grenzen abstecken.

Ganz wichtig: vereinbart ein Safewort!

Antwort
von Schlauerfuchs, 156

Das kommt darauf an in einer Bezihungen kann er die Ton angeben Person sein ,bei BDSM kann es sei ,dass er Dich total erniedrigt, du solltest Dir vorher klar werden was Du möchtest und was nicht und klare Grenzen setzen! 

Antwort
von anja199003, 221

Anfangs solltest Du klare Grenzen vereinbaren. Im Laufe der Zeit, mit wachsendem Vertrauen wirst Du Dich auch so hingeben und Dich überraschen lassen, was Dom mit Dir anstellt.

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