Auf was hat man früher bei der Partnersuche beachtet?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

18 Jhdt weiß ich nicht, aber 19. von meiner Großmutter. Damals wurde nur darauf geachtet, dass man einen guten Mann heiratete, der genug verdiente. Mängel wie Fremdgehen oder trinken würde später auch in Kauf genommen. Damals war es für Frauen noch so, dass sie Annäherungsversuche des Mannes lästig fand und das Fremdgehen eigentlich eine Entlastung war. Es wurde aber totgeschwiegen. Geschieden wurde nie, aber es gab auch keine Probleme und wenn es welche gab wurde die totgeschwiegen. Man hat sich aus ganzen Herzen geliebt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich behaupte mal ganz banal, dass es früher kaum eine Heirat aus Liebe gab. Dies dürfte somit auch der größte Unterschied zur Gegenwart sein. Klar sind heute auch Faktoren wie Geld, Sicherheit, Religion und ähnliches wichtig. Aber in Mitteleuropa und auch in vielen anderen Regionen, heiratet man meist aus Liebe. 

Früher - und in dem Fall auch noch das 18. Jahrhundert miteinbeziehend - war sicherlich der Status des Partners und seiner Familie eine der wesentlichsten Aspekte. Ein Herr aus dem Adel hat in der Regel (klarerweise gab es hier auch Ausnahmen) keine Frau aus der Familie eines Bauern geheiratet. Auch Geld und Besitz waren wichtig. 

Aber hier gab es große Unterschiede in den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten. Im Adel war es weit verbreitet, Hochzeiten als politisches Mittel einzusetzen (siehe Heiratspolitik der Habsburger). Im Bürgertum spielte sicherlich auch die gesellschaftliche Stellung der Familie des zukünftigen Partners und selbstverständlich der Besitz eine Rolle. Bei den Leuten, die nicht viel hatten - wie Arbeiter und arme Bauern - ging es um das gemeinsame Überleben und vor allem auch um das Zeugen von Kindern, als zukünftige Arbeitskräfte. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da hat man nicht gesucht man wurde gewinnbringend verheiratet

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

da war wichtig, welcher geschaftsschicht du angehört hast. innerhalb dieser hat man den partner bzw. partnerin ausgesucht.

an sich war das ziel eine gute partie zu machen, heisst finanzielle sicherheit, ansehen in der bevölkerung. da schauten die eltern schon sehr früh, was im bekanntenkreis an nachwuchs ist und schauten, das man mit den leuten gut bekannt ist und eine beziehung hat.

die optik spielte auch eine rolle, so habe ich gelesen, das manche fürstenhäuser eine grosse unterlippe hatten oder schielten und dadurch trotz macht und ansehen, dann eher niedriger heiraten mussten, heisst den thronfolger gab es nicht, aber den jüngsten bruder, der nie regieren würde.

zuneigung oder gar liebe konnte sich entwickeln, wenn die partner ähnliche interessen hatten. oder eben die oben genannten gründe keine rollen spielten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Oberschicht: “Gute Partie“also einen möglichst einflussreichen Partner oder jemand reichen heiraten.

Unterschicht: jemanden mit dem man eine Familie gründen und ernähren kann. Mann -> Hof Frau->  mitgift

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kommt auf den Stand an. Im Adel waren Hochzeiten üblich, die den Familien positive Verbindungen gebracht haben, bei Grundbesitzern ging es vermutlich auch oft darum. Liebesheiraten gab es vermutlich am ehesten unter den besitzlosen Arbeitern, wobei auch da vermutlich viel aus Zwang geheiratet wurde, weil es keine (sicheren) Verhütungsmittel gab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?