Frage von Mango4321, 20

Auf was achten Richter bei einem Sorge- und Aufenthaltsbestimungsstreit?

Aktuell ist ein Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrechtsstreit im Gange und das Kind (Halbes Jahr) in einer Pflegefamilie. Kurzfassung: Mutter war in der Psychiatrie weswegen das Kind in eine Pflegefamilie kam. Sie hat Lügengeschichten über den Vater erzählt die ziemlich übel waren , weswegen er das Kind nicht sehen durfte. Diese wurden zum Teil aufgedeckt, er durfte ihn kurze Zeit unter Beaufsichtigung vom Jugendamt wieder sehen, durch die Vaterschaftsaberkennung der Mutter dann wieder nicht mehr.

Es soll gerichtlich entschieden werden, zu welchem Elternteil das Kind kommt.

Welche Bedingungen/ Voraussetzungen werden bei so einem Fall geprüft?

Durch die Lügengeschichten der Mutter und der Aberkennung der Vaterschaft ist natürlich ein riesen Streit der beiden Elternteile ausgebrochen. Der Vater hat den Vorteil dass er bei dem Rechtsstreit bisher immer bei der Wahrheit geblieben ist, das Jugendamt weis also, dass die Mutter Lügen erzählt hat und wegen psychischer Krankheit und Unselbständigkeit voraussichtlich weniger in der Lage ist ein Kind groß zuziehen als der Vater. Aber dieser hat dummerweise seine Wut gegenüber der Mutter durch primitive Kommentare zu ihrer Person und ihrem Aussehen und Posten von anonymen Screenshots mit dem Verlauf von ihm und der Mutter online gestellt. Durch die Anonymität denke ich liegt hier keine Straftat vor, dennoch verunsichert es mich, ob nicht das Jugendamt oder die Anwälte diese Posts finden könnten und dies somit negative Folgen für ihn haben könnte, was die Entscheidung betrifft, zu wem das Kind kommt. Und wenn nicht das, dann wird die Mutter diesen anonymen Angriff auf sie sicher gegen ihn verwenden und sowas macht ja wirklich keinen guten Eindruck und könnte ihn ganz anders darstellen, als er eigentlich ist. Zusätzlich zu meinem Befürchten, dass diese öffentlichen Demütigungen(anonym aber gut zu erkennen wer gemeint ist) denke ich auch an das Kind, welches meines Erachtens schon genug belastet wird, wenn es erfährt, was die Mutter für einen Krieg angezettelt hat.

Ich würde gerne wissen, ob ich da überreagiere und diese Posts schon nicht so wild sind und ob allgemein jemand weiß, welche Faktoren bei so einem Streit geprüft werden.

Antwort
von Dahika, 14

Ich sehe hier zwei Elternteile in einem heißen Krieg. Um das Kind geht es doch gar nicht, sondern nur darum, dem anderen zu schaden. Das Kind scheint Mittel zum Zweck zu sein, dem anderen einen reinzuwürgen. Wut auf den jeweils Anderen wird ausagiert, aber an das Kind nicht gedacht.

Der Richter wird nach dem Kindeswohl entscheiden. Und wenn es unklar ist, bei wem das Kindeswohl gewährleistet ist, wird er, der Richter, ein psych. Gutachten in Auftrag geben.

Ich sehe nicht, dass einer der beiden Elternteile in der Lage ist, mal in erwachsener Form über seinen eigenen Schatten zu springen und das Kind und das, was das Kind braucht, in den Vordergrund zu rücken.

Antwort
von Akka2323, 8

Hoffentlich bleibt das Kind bei den Pflegeeltern. Die Eltern scheinen beide nicht erziehungsfähig zu sein.

Antwort
von Menuett, 20

Völliger Blödsinn ist ja schon mal die Vaterschaftsaberkennung. Die existiert im deutschen Recht so nicht und die Mutter kann ohne einen Vaterschaftstest und eine Gerichtsverhandlung keine Vaterschaft aberkennen.

Auch anonym sind Beleidigungen eine Straftat und es besteht durchaus die Möglichkeit, herauszufinden, wer die gepostet hat.

Hier wird nicht ein Grund genannt, auf dem man auch nur eine Vermutung anstellen könnte, wer hier das Kind bekommt.

Das Kind scheint hier für beide Elternteile nicht von Interesse zu sein.

Deshalb dürfte das Kind auch nicht von den Pflegeeltern weggenommen werden.


Kommentar von Mango4321 ,

Danke für deine schnelle Antwort :)

okay dann habe ich da wohl etwas missverstanden also es war auf jeden Fall so, dass er ihn nicht mehr sehen durfte aufgrund von Lügen seitens der Mutter und eventuell stand es auch nur im Raum dass sie die Vaterschaft aberkennen wollte, bzw. zu ihm wurde gesagt sie habe es getan. 

Also anonym nicht im Sinne von dass man nicht sehen kann wer sie gepostet hat, das kann man. Anonym im Sinne von keiner direkten Namensnennung und auch bei den geposteten Screenshots wurde der Name zensiert. Dennoch dürfte wohl jedem der die beiden kennt klar sein wer gemeint ist. 

Also ich kann definitiv sagen, dass das Kind für ihn alles bedeutet, d.h er würde wirklich alles dafür tun um ihn sehen zu können und es geht ihm nicht darum ihn der Mutter zu verwehren sonder nur darum dass wenn er nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommt er ihn wohl so gut wie nie mehr sehen dürfte, da die Mutter sich an ihm Rächen will, weil er sie verlassen hat usw. und sie und ihre Mutter ständig noch absurdere Lügen erzählen.

Mir war nur wichtig zu wissen, ob die Posts ihm hierbei schaden..

Kommentar von Menuett ,

Die Posts schaden ihm.

Sie zeigen, dass er nicht in der Lage ist, fürs Kind eine positive Beziehung zur Mutter zu haben und diese auch dem Kind zu vermitteln.

Das scheint hier aber auch für die Mutter zu gelten.

Ich kann hier nichts lesen, was darauf hindeutet, dass der Vater sein Kind so liebt.

Wie alt ist das Kind? Welche Klagen hat er laufen?

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