Flarestar am 30.10.2009 um 15:08 Uhr
Ich denke über eine private Unfallversicherung nach. Nun gibt es da unheimlich viele unterschiedliche Pakete etc, und ich frage mich, ob jemand Tips für mich hat, was man wirklich drin haben sollte, und was man sich schenken kann? Wo gibt es Stolperfallen auf die man aufpassen muss?
Die Unfallversicherung (UV) ist eine sinnvolle Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Die BU zahlt eine Rente, wenn sie durch Krankheit oder Unfall Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, die UV einen Einmalbetrag, um durch die Invalidität notwendige Umbauten finanzieren zu können. Zum Beispiel um Rampen für Gehbehinderte zu bauen oder eine Wohnung oder ein Fahrzeug rollstuhlgerecht umzubauen.
In der Unfallversicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist erst mal eine hohe Grundsumme. Wenn sie keine BU haben, rechnen sie am Besten folgendermaßen: Derzeitiges Netto x 200 + (mindestens) 100.000 € = Vollinvaliditätssumme. Bei dieser Formel wird davon ausgegangen, dass sie die Summe, die aus dem ersten Teil der Rechnung kommt, auf die hohe Kante legen und von den Zinsen leben. (Bei BU entfällt oder mindert sich der erste Teil entsprechend) Der zweite Teil ist für Umbaukosten bestimmt.
Dann sollten sie darauf achten, dass die UV eine Progression beinhaltet. Diese bringt die Vollinvaliditätssumme deutlich hoch. Am besten ist eine Progression zwischen 225 und 350 %. Wenn sie mit der Progression höher gehen erhalten sie zwar schöne Zahlen, aber der mittlere Invaliditätsbereich – der in den die meisten Schäden fallen – ist unterversichert.
Zusatzabsicherungen, wie Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld sollten besser anders abgeschlossen (oder darauf ganz verzichtet) werden, diese hier zahlen nur bei Unfall und Genesungsgeld bekommen sie nur so lange wie sie im Krankenhaus waren.
Und zur Debeka, sie ist ein sehr guter Krankenversicherer jedoch bei der Unfall einfach zu teuer.

Die sind mittlerweile fast alle gleich.
Wenn eine Versicherung anbietet, dass Versicherungsschutz besteht, der über die AUB2008 geht, ist das ein gutes Zeichen!
Gut wäre keine allzu niedrige Versicherungssumme und ein weltweiter, sowie zeitlich unbeschränkter Versicherungsumfang!
Krankenhaustagegeld würde ich abraten (eher als Krankenzusatzversicherung, aber nicht im Unfallversicherungspaket, da zu teuer und eingeschränkt).
Schon einmal etwas davon gehört, dass das Versicherungsvertragsgesetz reformiert wurde? Deshalb bieten alle die AUB2008 an. Und diese beschreiben nur den Mindestversicherungsschutz. Wirklich ausschlaggebend sind die Besonderen Bedingungen. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Beiträge differieren übrigens um ein Vielfaches, weil manche Anbieter nicht nach Gefahrengruppen trennen.
sinnvoll ist immer eine vernünftige Summe an Kapitalabsicherung, die es ermöglicht, aus den anfallenden Zinsen seinen Lebensunterhalt zu beytreite ( bei Vollinvalidität). Wenn eien Berufsunfähigkeitsversiherung besteht, kann die Invaliditätsleistung so gestaltet werden, dass aus einer Einmalzahlung fällige Kosten wie z. B. Umbaumassnahmen bezahlt werden.
Ein Unfall könnte zur finanziellen Katastrophe führen. Rund 60 Prozent aller Unfälle hierzulande ereignen sich in der Freizeit und im Haushalt. Es ist gut darüber nachzudenken dieses über eine private Unfallversicherung abzudecken. Ich selber hatte schon mal einen Unfall bei welchem ich mein linkes Handgelenk gebrochen habe. Da selbst nach einem Bruch nichts mehr so sein wird wie es vorher war, in meinem Fall mit diesem Gelenk, bekam ich ein Gutachten was aussagte daß ich 10% Körperschaden zurückbehalte. Das macht mich nicht zum Invaliden, aber von einer auszugehenden Versicherungssumme über 100.000, erhielt ich 10.000. Es ist also wichtig die Versicherungssumme zu bestimmen und die Progression, welche die Summe verdoppelt oder verdreifacht. Das wiederum macht dann unter anderen den Beitrag der Versicherung aus. Eine Todesfallabsicherung würde ich nur bedingt mit abschließen. Unfallversicherungen mit Beitragrückzahlungen sind meißtens teurer und haben weniger Leistungen im Vergleich zur klassischen Variante. Bei Risiken mit Freizeitsport (z.B. Fallschirmspringen oder Bergsteigen ) müßte sowieso die Versicherung zuvor gefragt werden ob sie das gegen einen höheren Beitrag mitversichern. Nur so am Rande, ich würde debeka Versicherung empfehlen, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe.
Hier ist auch noch ein ganz hilfreicher Artikel zu dem Thema:
http://www.purovivo.de/finanzen/versicherungen/0910095325/private-unfallversiche...
Unfallversicherung würde ich mir sparen, schließ lieber eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, die ist zwar teurer, aber dann bist Du im Ernstfall gut abgesichert. Meist kommt bei einem richtigen Unfall auch eine Berufsunfähigkeit hinzu, Du wirst Arbeitslos und kannst dann Harz4 beziehen, ist nicht so prickelnd.
Vergleichen kannst Du z.B. www.versichert24.biz
Prioritäten:
zu 1.Ohne Haftpflicht kannst Du Dir das ganze Leben ruinieren, wenn den Schaden begleichen mußt,den Du angerichtet hast.
zu2.wenn Du ei neues Auto kaufst machst Du eine Vollkaskoversicherung,die leistet bei Totalschaden. Die BU ist die Vollkasko für Deinen Körper (Arbeitskraft),sie leistet auch bei Totalschaden !!!
zu 3. Unfall BU leistet bei Krankheit und bei Unfall, aber erst ab 50% !!! Kleinere und mittlere Unfälle, wo noch keine BU -Leistung gezahlt wird, helfen finanziell über die Kriese hinweg. Im Gegensatz zur BU kann man bei der Unfallversicherung den Wert seines Körpers selbst einstufen (je nach Geldbörse nach oben sehr weit offen).
Auf Deine Frage ist noch keiner richtig eingegangen: hohe Grundsumme sehr wichtig Progressivität 225-350% ist o.k. eine Todesfallsumme in Höhe von ca. 25.000,-EUR sollte unbedingt enthalten sein, die kostet Pinatz, aber man muß wissen, die Versicherung leistet erst nach einem Jahr,wenn der Invaliditätsgrad festgestellt wird. Bei einem Schweren Unfall, wenn abzusehen ist,dass eine Körperschädigung bleibt, wird die Todesfallsumme teiweise oder ganz als Vorauszahlung geleistet. verstirbt der Verunfallte innerhalb eines Jahres,wird die Todesfallsumme gezahlt, wenn die nicht eingeschlossen ist, gibt es gar nichts. Weiterhin empfehle ich den Einschluss einer Übergangsleistung, ist versicherbar bis 10% der Grundsumme kostet ca. 1,-EUR pro Monat mehr und wird geleistet,wenn man mehr als 6 Monate durch den Unfall krank ist(ohne Mitwirkung von anderen Krankheiten). Manche Versicherer leisten bereits 50% nach 3 Monaten und die restlichen 50% nach weiteren 3 Monaten. Ein "kleines" Unfalltagegeld sollte man schon absichern,egal,ob über die Unfallversicherung oder seperat, um die Kleinen Annehmlichkeiteten,wie Telefon, Fernsehen, mal etwas anderes essen usw. abzusichern. Ob Unfallrente sinnvoll ist und wie hoch, muß man im Einzelfall entscheiden,hat man schon eine BU oder bekommt man aus gesundheitlichen Gründen keine usw. Viel Glück bei der richtigen Wahl
Moritz2222
Die Unfallversicherung ist unabdingbar, denn Sie sichert die Arbeitskraft im Falleeines Unfalls mit nachfolgender Invalidität ab. Sie sollte alsErgänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, bei knappem Geldbeutel der eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zulässt ist sie auch eine Alternative, denn sie sichert sämtliche aus einem Unfall resultierenden Folgen (Invalidität) ab. eine prozentuale Staffelung der Versicherungssumme liegt meistens vor, man sollte allerdings darauf achten, dass unbedingt auch die niedrigen Invaliditätgrade abgesichert sind, denn rund 90 % der unfallbedingten Invaliditäten liegen im niedirigen Bereich. Also möglichst hohe Grundsumme und dafür kleinere prozentuale Staffelung (225%). Ein Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld ist auf jeden Fall sinnvoll, da diese die Zeit des Krankenhausaufenthaltes finanziell absichert und man auch Geld bekommt, wenn keine Invalidität eintritt (quasi die beste Möglichkeit sich Geld zurückzuholen, denn schnell ist man mal wegen einem Sturz im Krankenhaus). Bei der Todesfallsumme muss jeder selbst entscheiden, ich empfehle sie jedem, der noch keine Lebensversicherung hat, denn so ist für den Fall eines plötzlichen Todes durch Unfall die Kosten der Beerdigung abgesichert. Zusätzlich dient diese Summe als Übergangsleistung, denn nach dem Unfall wird versucht den verletzten wiederherzustellen und meist wird der Invaliditätsgrad erst nach einem Jahr festgeschrieben. Dann komm erst die Leistung und die Übergangslesitung zahlt in dioesem Falle schon vorher und hilft. Der Einschluss einer Unfallrente ist sinnvoll, erhöhtsie doch die zu erwartende Leistung bei Invalidität. Was die DEBEKA angeht... teuer sind wir nun wirklich nicht, grade wenn man den Punkt mit den Invaliditätsgrundsummen beachtet, die aus o.g. Gründen hoch sein sollten. Ausserdem versichern wir den Zeckenbiss als Unfall, was viele Versicherer nicht tun. Berücksichtigen Sie ausserdem unsere Leistungsquote im Schadenfall ( die beste Versicherung nützt nichts, wenn sie dann wenn etwas passiert ist nicht zahlt oder ewig streitet. Daher kommt man Preis/Leistungstechnisch kaum an der DEBEKA vorbei. Für Angehörige des öffentlichen Dienstes bietet die Debeka ausserdem gute Rabatte auf den ohnehin schon fairen Preis. Aber wer will kann sich gern selbst ein Bild machen. [...] Hoffe geholfen zu haben.
Liebe/r DEBEKANER,
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Bitte schau diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy. Die Beiträge werden sonst gelöscht.
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Herzliche Grüße
Ben vom gutefrage.net-Support
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das kommt auf deinen bestehenden anderen versicherungsschutz an! wenn du z.b. eine todesfall absicherung hast brauchst du es nicht mehr in der unfallvers. genauso bei krankenhaustagegeld, und unfallrente(BU) lg malli
Die größte Stolperfalle ist die, daß Du diese Versicherung nicht benötigst. Sie wird Dir gerne aufgeschwatzt, vor allen Dingen wird dies bei sehr jungen Leuten gern gemacht. Diesen Abschluß kannst Du Dir komplett schenken. Du bist ohnehin krankenversichert, im Auto bist Du auch versichert. Mach eine Krankenhaustagegeld, wenn Du Dich unbedingt versichern willst, den Rest kannst Du vergessen.
aleph am 30. Oktober 2009 15:16 Da muss ich widersprechen:
Wenn man bspw. gern Ski fährt oder andere Sportarten betreibt, viel reist, geht man ein höheres Risiko ein, nicht nur zu erkranken, sondern auch einen bleibenden Schaden im Falle eines Unfalls davonzutragen.
Dann steht keine Krankenversicherung für Deine finanziellen Nachteile ein!
Bei Risikosportarten magst Du Recht haben. Aber darauf muß man dann auch hinweisen, sonst winden sich die Versicherungen da gerne raus.
Sorry, Turalo diese Meinung ist unsinnig und falsch. Nach einem Unfall versucht die Krankenversicherung / ggfls. die BG zwar die Schäden so gut wie möglich zu beseitigen, der ärztlichen Kunst sind jedoch auch Grenzen gesetzt. Nach spätestens 78 Wochen steuert sie die Krankenversicherung dann auch aus. Sollten sie dann noch immer im Rollstuhl sitzen oder gehbehindert sein, dann sehen sie mal zu wie sie ohne Unfallversicherung die Kosten aufbringen. Und was die Autoversicherung betrifft: 1. passieren die wenigsten Unfälle mit Personenschaden im Auto, 2.wenn sie einen selbstverscfhuldeten Unfall haben und verletzt sind, wer zahlt dann? Die Kfz Haftpflicht übernimmt nur die Schäden an Dritten.
Flarestar am 30. Oktober 2009 17:46 Danke für die Infos. Irgendwie klingt diese Antwort schon ein bisschen professionell, sind sie in dieser Branche tätig?
Sofern sie mich meinen? Jaein, ich bin kein Versicherungsmann im eigentlichen Sinne, aber ich prüfe unter anderem die Risiken von Unternehmen und Unternehmern im Rahmen einer Unternehmensberatung und erstelle dazu Konzepte.
Es hat sich e3in Tippfehler bei mir eingeschlichen, der Faktor ist 300 nicht 200. Also Netto x 300