Hallo zusammen,
ich kenn jetzt drei(!) Freunde in völlig verschiedenen Branchen die, in Deutschland und der Schweiz, unter inakzeptablen Bedigungen als Arbeitskraft ausgenutzt werden, mit völlig inakzeptablen Verträgen. Sie arbeiten sich auf, magern ab, haben Albträume und können vom Gehalt nichtmal ihre Miete und Versicherungen zahlen. Obwohl sie alle einen akademischen Abschluss haben.
Zwei der Firmen tragen Auszeichnungen als besonders gute Arbeitgeber und sind per Google-Suche nur gelobt als Firmen zu finden, bei denen jeder arbeiten will und die so viel für die Wirtschaft und die Umwelt tun. Innen sieht es aber gaaanz anders aus, riesen Fluktuation, damit es nicht so sehr auffällt wird innerhalb des Konzerns umgeschichtet, keiner traut sich aufmucken, jeder der raus ist lästert unter den Kollegen wie schlimm es dort war.
Scheinbar kommt davon aber nichts in der Öffentlichkeit an und trifft auch den Arbeitgeber nicht merklich. Niemand traut sich auf dem heutigen Arbeitsmarkt über einen Ex-Arbeitgeber schlecht zu reden, weil es heißt man gelte als unloyal und dann stellt einen niemand mehr ein.
Wohin wendet man sich? Gewerkschaften, Bildzeitung, welches Amt oder offizielle Einrichtung wäre zuständig und welche Strategie bietet am meisten Aussichten? Es bräuchte eine Stelle die Mut macht und Kraft gibt, die gut organisiert ist und etwas in die Hand nehmen kann, denn diejenigen die sich zu beschweren haben sind nervlich am Ende und müssen neben all den Überstunden und Schlafmangel noch Bewerbungen schreiben, dürfen sich dabei angeblich nach außen nichts anmerken lassen. Was kann ich ihnen an die Hand geben?
Danke für eure Tipps!
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