Frage von XPScst, 61

Auf Partnerseite in eine Vertrags falle gelandet? Internetbetrug? Muss ich zahlen oder irre ich mich?

Guten Tag,

Ich habe mich auf einer Partnerseite angemeldet und ein (Premiumpaket: 2 Tage Testzugang für 1,00 €) drunter in Kleinschrift ist zu sehen-> (Danach 39,90 € alle 30 Tage. Der Zugang läuft auf unbestimmte Dauer) gebucht.

(Alles unten Bildlich angeheftet)

  1. Gebucht habe ich das ganze am 31. Oktober

  2. Gekündigt am 2. November

Dazu kahmen irgendwelche Stornogebühren von 9,60 Euro. Leider habe ich in letzter zeit meine Mails nicht gechekt und und eben 3 Mails gefunden auf denen man Geld fordert.

Ich habe alles unten angeheftet

Die erste Mail kam am 2. November und ist eine Kündigungsbestätigung auf der noch drauf steht: Die Nutzung endet mit 2017-01-02 11:10:13.

Die zweite Mail kam am 4. November auf der drauf steht dass ich 10,60 Bezahlen muss. (9,60 Euro Storno gebühren)

Die dritte Mail kam am 16. November auf der steht dass ich den Betrag von

Bezeichnung Junior Kaufdatum 4. November 2016 39,90 € zahlen soll.

(Ich hatte doch gekündigt)

Und heute kam die Mail ich soll den Betrag von 72.10 Euro zahlen, der so zustande kam.

!Es wird mit Inkasso gedroht!

Mitgliedsbeitrag 2x 40.90 Euro

Stornokosten 2x 19.20 Euro

Mahnspesen 1x 12.0 Euro

  1. Kann man mir in so Kurzer Zeit so oft Mahnen/ Preis erhöhen?
  2. Habe ich nicht fristgerecht gekündigt?
  3. Wieso lauft das Abo bis 2017? ich habe doch nur 2Tage Testzugang gebucht.

Sehr wichtig ist noch

4. Ich kann das zu dem Datum nicht zahlen da ich fast kein Geld mehr zur Verfügung habe, was kann ich machen um nicht noch höhere Beträge zu bekommen, ich habe erst jetzt am nächsten Monat wieder genug Geld.

Ich hoffe sehr Ihr könnt mir helfen.

liebste Grüße XPS

Antwort
von mepeisen, 15

Den einen Euro würde ich bezahlen. Zweckgebunden.

Ich würde denen folgendes schreiben:
"Werter Anbieter. Sie bekommen keinen Cent von mir. Offenbar betreiben Sie hier eine betrügerische Abofalle und ich bin geneigt, zur Polizei zu gehen und sie wegen gewerblichen Betrugs anzuzeigen. Auf der Anmeldemaske ist nirgendwo sichtbar, dass ich mich für 4 Monate verpflichten würde! Auch habe ich fristgerecht innerhalb der 2 Testtage gekündigt. Ich habe am 4. November auch nichts gekauft, offenbar leiden ihre Mitarbeiter an geistiger Umnachtung. Zudem ist mir komplett unklar, was sie mit 'Stornogebühr' meinen. eMails produzieren zudem keine messbaren Kosten. Mahnspesen sind also grober Unfug. Wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen, werde ich wie gesagt zur Polizei gehen."

Üblicherweise sind solche Anbieter nicht daraus aus, großen Ärger zu bekommen. Die wissen, dass sie Unfug treiben. Wenn sie auf Granit stoßen, geben sie ganz schnell auf.

Kommentar von tinalisatina ,

Woher weißt Du, dass er innerhalb der zwei Tage kündigen konnte. Aus den Infos der Seite geht das nicht hervor.

Und dann gibst Du solche Ratschläge ... Dazu noch Formulierungen wie "geistige Umnachtung" :-(

Kommentar von mepeisen ,

Woher weißt Du, dass er innerhalb der zwei Tage kündigen konnte. Aus den Infos der Seite geht das nicht hervor.

Es zählt das, was auf der Angebotsseite steht. Alles andere, was ggf. versteckt in den AGB steht, ist grob überraschend und deswegen schon einmal grundsätzlich abzulehnen.

Auf der Angebotsseite steht eindeutig (siehe Screenshot oben): "2 Tage Testzugang". Des Weiteren steht auf der Seite "DANACH 39,90€ alle 30 Tage. Der Zugang läuft auf unbestimmte Dauer."

Das bedeutet unterm Strich: Ein jederzeit kündbarer Testzugang. Danach ein jederzeit zum Monatsende kündbarer Abo-Vertrag. Keine Kündigungsfristen, keine Mindestvertragslaufzeiten. Gäbe es Kündigungsfristen oder Mindestvertragslaufzeiten, muss das dort nun mal stehen. So einfach ist das.

Davon abgesehen hat der Anbieter noch ein zweites Problem. Als Kauf übers Internet muss er normalerweise ein 14tätiges Widerrufsrecht einräumen. Auch das versucht er auszuhebeln.

Und dann gibst Du solche Ratschläge ...

Und ich stehe zu diesem Ratschlag. Ich habe mir dazu auch genug Urteile durchgelesen. In der Vergangenheit haben es viele Anbieter erfolglos probiert, so einen Unfug zu treiben. Prominentes Beispiel aus der Branche: Elitepartner. Du kannst ja mal Googlen, wie oft die erfolgreich von den Verbraucherzentralen abgemahnt wurden bei den Versuchen, Widerrufsrecht auszuhebeln u.ä.

Dazu noch Formulierungen wie "geistige Umnachtung" :-(

Wenn ein Mitarbeiter einen Kauf einbucht, den es nie gab, kann man auch mal ein anderes Wort in den Mund nehmen: schwerer (=gewerblicher) Betrug. Das, was die da offenbar machen sind keine Kavaliersdelikte mehr. Da kann man dann ruhig mit seiner Wortwahl deutlich sein.

Kommentar von tinalisatina ,

Ja, was soll man da noch sagen? Du verwendest Begriffe, ohne ihre Bedeutung zu kennen (ggf., grundsätzlich), Du machst aus einem "2 Tage Testzugang" einen "jederzeit kündbaren Testzugang". Du kennst die Voraussetzungen für die Widerrufsfrist im Internet nicht. ... Vor allem kennst Du die gesamten Umstände nicht. Nur der eine Screen reicht eben nicht, um ein Urteil zu bilden. Und über Deinen Ton / Wortwahl braucht man eh wohl nicht zu diskutieren. Das ist zwar markant, aber nicht zielführend.

Kommentar von mepeisen ,

Du machst aus einem "2 Tage Testzugang" einen "jederzeit kündbaren Testzugang"

Natürlich. Und ein Gericht wird exakt dasselbe machen. Wenn keine Kündigungsfristen vereinbart wurden, gibt es auch keine. Aus einem Gesetz ergeben sich keine Kündigungsfristen.

Du kennst die Voraussetzungen für die Widerrufsfrist im Internet nicht

Oh doch, die kenne ich. Offenbar besser als du. Ich habe nicht ohne Grund auf beispielsweise Elitepartner verwiesen. Vielleicht fängst du mal an zu recherchieren, bevor du versuchst mich zu korrigieren? Dann dürfte dir aufgehen, dass ich vermutlich einfach nur Recht habe.

Nur der eine Screen reicht eben nicht, um ein Urteil zu bilden.

Doch, denn der Screen ist der Vertrag, den man nebst AGB abschloss. In den AGB darf nichts auftauchen, was grob überraschend ist. Also reicht der eine Screen. Ein Anbieter kann nicht einfach so auf irgendwelchen anderen Webseiten Dinge beschreiben, die diesen Vertrag komplett umschreiben.

Und ich weiß auch nicht, wie oft man das noch wiederholen soll.

Und über Deinen Ton / Wortwahl braucht man eh wohl nicht zu diskutieren. Das ist zwar markant, aber nicht zielführend.

Wenn man bei solchen Trickbetrügern unsicher auftritt und nicht bestimmt genug, hören die auch nicht auf.

Erkläre mir mal beispielsweise eines: Was sollen "Stornogebühren" sein? Was sollte dort storniert werden? Womöglich der Testzugang? ;-) Und was ist mit den überzogenen Mahngebühren? Kannst du mir ein Gerichtsurteil zeigen, wo solch überzogene Gebühren akzeptiert wurden?

Antwort
von tinalisatina, 37

Alles etwas undurchsichtig. Aber das Abo läuft ja noch bis Februar, so lange wirst Du zahlen müssen. Warum zweimal Stornokosten?

Ruf die an, rede mit denen (wenn Du jemand erreichst, Daumen drück) und sag denen, dass Du nächsten Monat zahlen kannst. Sonst hast Du ziemlich schnell noch Inkassogebühren an der Backe, und die sind richtig heftig.

Kommentar von XPScst ,

aber wieso bis Februar, ich habe doch ein 2 Tages Test gebucht. Wieso verlängern die mir auf 4 Monate... Ich versteh das nicht. das alles läuft über Digital Payments und die sind Mäsig über email zu erreichen wo ich bis jetzt keine Antwort bekommen habe. Ich habe keine Ahnung woher die 2. ladung Stornokosten her kommt.

Kommentar von tinalisatina ,

Kann man so natürlich nicht nachvollziehen. Dazu müssten man genau alles wissen, was Du gemacht hast, wie die AGB sind uns so weiter. Die machen das schon sehr schlau und verstecken viele Dinge im Kleingedruckten.

Vielleicht googlest Du mal unter dem Namen von denen, möglicherweise findest Du andere, denen es auch so ging. Dann hast Du einen Anhaltspunkt, was geht und was nicht.

Kommentar von mepeisen ,

Dazu müssten man genau alles wissen, was Du gemacht hast, wie die AGB sind uns so weiter

Ne, muss man nicht. In den AGB kann stehen, was will. Es muss in dem Formular stehen, was man mit "Jetzt kaufen" bestätigt. Wenn es Kündigungsfristen gibt, müssen die dort stehen.

Es ist bereits hart an der Grenze, was die dort machen (in kleiner Schrift in der Hoffnung, die Leute übersehen es ein Abo unterzuschieben). Aber wenn das von vornherein 4 Monate gebucht worden wäre, wäre das Formular und die Bezeichnung "Testzugang" großer Schwachsinn und irreführend.

Kommentar von tinalisatina ,

Muss man doch. Denn wenn "gekauft" wurde, dann können die Kündigungsbedingungen eben nun mal in den AGB stehen. Oder im Vertrag. Sonst nirgends.

Kommentar von mepeisen ,

Denn wenn "gekauft" wurde, dann können die Kündigungsbedingungen eben nun mal in den AGB stehen.

Du irrst gewaltig. Die AGB unterliegen einer Inhaltskontrolle. Wenn in den AGB etwas auftaucht, was dem Angebot grob widerspricht, sind diese AGB-Passagen grundsätzlich nichtig.

Ich kann nicht auf einer Angebotsseite schreiben "Testzugang" und dann aber in den AGB  schreiben, dass erst mal 4 Monate Mindestvertragslaufzeit gilt, egal ob man den Testzugang kündigt oder nicht.

Bitte informiere dich vorher mal über die Rechtslage, bevor du mich hier korrigieren willst.

Kommentar von tinalisatina ,

Was soll bitte eine Inhaltskontrolle bei AGB sein?

Die Salvatorische Klausel ist Dir schon bekannt?

Und wer sagt, dass in den AGB etwas von vier Monaten steht? Ich habe das nicht geschrieben.

Und natürlich "Entschuldigung", dass ich Dich hier korrigiert habe. Du darfst natürlich Dein Rechtlagehalbwissen hier voll ausleben.

Ich bin raus.

Kommentar von mepeisen ,

Was soll bitte eine Inhaltskontrolle bei AGB sein?

Oh Mann, dafür dass du dich auskennst, fehlt dir einiges an Grundwissen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Gesch%C3%A4ftsbedingungen_(Deutschland)...

Da ist es gut zusammengefasst. Die Inhaltskontrolle ist eine Reihe von Gesetzen, die beschreibt, was in AGB nicht stehen darf. Ums mal einfach auszudrücken.

Die "Salvatorische Klausel" hat damit nichts zu tun. Sie definiert nur, dass ein unwirksamer Teil nicht die gesamten AGB unwirksam macht und durch einen passenden Passus zu ersetzen ist. So funktioniert das bei dem Angebot grob widersprechenden Klauseln aber nicht. Da gibt es nichts zu ersetzen.

Und wer sagt, dass in den AGB etwas von vier Monaten steht?

Transferleistung... Du verteidigst hier den Anbieter bzw. verweist drauf, dass ja etwas in den AGB stehen könnte. Damit die Schilderung des TE Sinn ergibt, müsste also in den AGB etwas stehen, dass man den Testzugang ja gar nicht kündigen kann und dass man sich für 4 Monate verpflichtet hat, richtig? Auf der Angebotsseite steht das nämlich nicht. Also muss es nach deiner Logik in den AGB stehen, richtig?

Du darfst natürlich Dein Rechtlagehalbwissen hier voll ausleben.

Dummerweise handelt es sich nicht um Halbwissen. Bei den Themen, wo ich keine Ahnung habe, halte ich mich vornehm zurück und versuche nicht mit dem Viertelwissen zu glänzen, wie du es machst. Ich weiß, was ich weiß und ich weiß, in welchen Themengebieten ich eine Super-Null bin,

Ich bin raus.

Ist wohl auch besser so.

Antwort
von tiniwuzz, 20

Ich halte das für eine betrügerische Masche.  Wenn du keine Rechtsschutzversicherung hast, hol dir sonstwie Rat, ob du überhaupt was zahlen musst außer dem 1€...
Ich würde alles darum geben, es nicht zu tun, auch wenn eine anwaltliche Beratung etwas kosten würde. Oder Versuch mal Verbraucherschutzberatung...

Antwort
von kevin1905, 12

Stornogebühren sind nicht statthaft, ein Widerruf darf nicht zu einem finanziellen Nachteil führen.

Mahngebühren sind bei 2,50 € pro Brief gedeckelt.

Hast du mal die Webseite? Auf den ersten Blick sieht die Anmeldemaske relativ gesetzeskonform aus.

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