Frage von Mnbpoi, 29

Auf der Suche nach inneren Monologen. Kann mir jemand helfen?

Hallo, ich suche vergebens nach modernen inneren Monologen die nicht die Umgebung oder den Tag beschreiben, sondern sich eher mit Themen wie Freundschaft, Liebe, Leben oder der Welt im allgemein befassen. Verbitterte, widersprüchliche Aussagen oder Texte voller Emotion und Liebe. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Antwort
von korbandallas, 16

Quelle: http://www.neon.de/artikel/fuehlen/liebe/innerer-monolog-einer-liebenden/774070

Sie weiß, dass er nicht die gleichen Gefühle hat.

Wie sie.

Für ihn.

Sie weiß, dass er nicht das gleiche Interesse hat.

Wie sie.

Für ihn.

Doch trotzdem glaubt sie daran.

An die Liebe.

Sie fragt sich: Ist es richtig daran zu glauben?

An die Liebe – zwischen uns?

Sie weiß keine Antwort darauf.

Sie findet keine Antwort darauf.

Sie findet nur die Erinnerungen.

Die Erinnerungen an sie und ihn.

Ihre wenigen gemeinsamen Momente.

Doch, es gab sie.

Die Momente.

Die Momente, die sie jetzt dazu bewegen nicht aufzugeben.

Diese wenigen Berührungen.

Diese für sie besonderen Berührungen.

Sie waren da.

Nur das kurze Spüren seiner Hand.

In ihrer.

Er war betrunken.

Na und? Denkt sie sich.

Für sie hat es etwas bedeutet.

Etwas ausgelöst.

Ein Gefühl.

Welches er nicht erwidert.

Aber warum nicht?

Was sagen dann all diese kurzen und verstohlenen Blicke?

Wirklich nichts?

So wie er das sagt?!

Doch wäre es perfekt denkt sie.

Er wäre perfekt.

Sie wäre perfekt.

Sie haben soviel gemeinsam.

Sie könnten soviel teilen.

Aber nicht die Liebe?

Warum denn nicht?

Was gefällt ihm nicht an ihr?

Ist sie zu dick? Zu klein? Zu groß?

Was muss ein Mädchen haben um ihn zu faszinieren?

Oder, diesen Gedanken versucht sie gleich wieder zu verdrängen, will er gar kein Mädchen?

Sie versucht ihn zu verstehen.

Sie versucht es zu verstehen.

Doch sie schafft es nicht.

Jedes Mal, wenn er sie ansieht.

Wenn er ihren Namen nennt.

Da spürt sie diese Zusammengehörigkeit.

Dieses blinde Vertrauen.

Welches ihrem Herzen sagt, sie solle nicht aufgeben.

Während ihr Verstand sie zu genau dem drängt.

Je mehr sie versucht ihn zu vergessen, desto mehr zerbricht sie.

Sie kann keinem anderen je ihr Herz mehr schenken.

Denn kleinste Teilchen sind nicht mehr zu flicken.

Nur er kann sie heilen.

Ihm kann sie es schenken.

Ihm hat sie ihr Herz schon lange geschenkt






Kommentar von Mnbpoi ,

Danke 

Kommentar von korbandallas ,

Hatte zuvor das hier gepostet, war aber nicht treffend.

Arthur Schnitzler: Lieutnant Gustl (Beginn)

http://www.li-go.de/prosa/prosa/beispiel-innerermonolog-beispielinnerermonologBs...

Kommentar von korbandallas ,

Gefällt mir persönlich besser, passt aber nur bedingt in Deine Frage.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten