zj1000 am 25.08.2008 um 20:41 Uhr
... und warum zeigen sich vor allem diejenigen als Anhänger der Spaßgesellschaft, die es sich eigentlich nicht leisten können ?

Hallo zj1000,
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Altes Prinzip: Brot und Spiele.
Heute: Hartz IV und Krawallfernsehen.

Tschja... unsere Gesellschaft verkommt immer mehr. Werte die früher noch zählten, sind heute weit hinten in der Rangliste. Immer mehr wird Schönheit, Beruf und Kontostand wichtig! Warum dies so ist kann ich dir nicht genau beantworten, nur das es immer schlimmer so werden wird. Den Kinder wachsen heutzutage oft mit völlig verdrehten Wertvorstellungen auf und werden diese auch wiederrum an ihre eigenen Kinder weitergeben. Ich denke ein Grund dafür ist, dass die Menschen früher vielmehr auf andere Dinge achten mußten. Da gab es keine Konsumtempel an jeder Ecke, nicht jeder hatte Auto und Internet daran war nicht zu denken. Viele Wege mußten erledigt werden, die heute wegfallen, dank Computer ectt. Ameise
Dieses Lamento ist so alt wie die Menschheit, es findet sich bereits auf einem babylonischen Tonziegel, etwa 5000 Jahre alt. Und es hat damals schon nicht gestimmt.
Weil bei der Spassgesellschaft jeglicher Sinn für Gemeinschaftsverantwortung verloren gegangen ist

Wenn man schon kein Geld hat,sollte man wenigstens Spass haben:0)
eltenjohn am 25. August 2008 20:45 man gönnt sich ja sonst nichts !
Weil in Deutschland leider derjenige, der alles verprasst, belohnt wird. Soll heißen: Wer nix hat kriegt Hartz4 und wer gespart und vorgesorgt hat muß das Ersparte erst mal verbrauchen und kriegt erst dann Hartz4
-> logische Folge alles verprassen, nix mehr tun und Papa Staat sorgt für dich (mit etwas Schwarzarbeit tschuldigung 400€ Job) hat man dann mehr als ein schwerarbeitender Familienvater.
Das nennt sich dann soziale Gerechtigkeit

Ist doch eigentlich klar. Karl Marx hat das doch schon vor 150 Jahren beschrieben. Kummulation von Reichtum auf der einen Seite bedingt Kummulation von Armut aufder anderen Seite. Ergo, Spass für alle ist nicht drin. Aber es wird in den Medien als erstrebenswert dargestellt. Ändern wir also die Gesellschaftsordnung und damit die moralischen Werte.....
Ich kenne da ein paar exemplarische Spezies. Die haben nicht genug zu futtern und obwohl sie bereits überschuldet waren, haben sie sich ein Haus gekauft. Das versuchen sie jetzt seit Jahren zu renovieren, was ihnen nicht gelingt und alle Nase lang muß ich für sie wieder irgend einen Vertrag kündigen, den sie sich wieder haben auf´s Auge drücken lassen, weil sie am Wohlstand in diesem Land irgendwie Teil haben wollen. Man könnte es auf die Formel bringen: "Wenn man mit schon bis zum Hals in der Sch... schwimmt, braucht man noch ein Auto auf Raten obendrauf, damit man endlich untergeht! ...aber die Werbung sagt ja, daß wir die grenzenlose Freiheit finden, wenn wir in unser neues Auto steigen! (Leider hört die schon an der nächsten unnötigen Ampel auf!)
Wer entweder Hartz IV bekommt oder Lohn oder Arbeitslosengeld in der Höhe tut sich schwer, die "Spassgesellschaft" zu leben. Dann müsste der Monat nur 15 Tage haben oder weniger. Die es trotzdem versuchen, machen es als Ventil oder verschulden sich! Ich denke, Spaßgesellschaft kann sich eigentlich nur leisten auf Dauer, wer die entsprechende Kohle verdient.

Der Spass wird benutzt, um sich von der eigenen/anderen Verarmung abzulenken - wie Wolf Richter schon schrieb: Brot und Spiele...