Auf Arbeit sein, trotz bescheinigter Arbeitsunfähigkeit des behandelnden Arztes. Strafbar und welcher Tatbestand liegt hier vor?

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10 Antworten

Ein Arzt stellt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus und attestiert dass der AN "voraussichtlich" bis......arbeitsunfähig ist.

Krankheiten können bei jedem Menschen anders verlaufen. Manche AN sind früher, andere später als zuerst attestiert gesund. Deshalb darf ein AN, sollte er sich gesund genug fühlen, selbstverständlich auch schon vor Ablauf der AU-Bescheinigung wieder arbeiten gehen. Entgegen manch anderer Meinung ist der AN dabei sowohl kranken- als auch unfallversichert.

Ein AG darf aber einen AN nicht dazu drängen, trotz bestehender AUB zur Arbeit zu kommen. Viele AG lassen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht ihre Mitarbeiter bei bestehender AUB auch nicht arbeiten.

Man muss sich also nicht drängen lassen, wenn Du krank bist, bist Du krank und Dein AG hat das zu akzeptieren. Es ist auf alle Fälle kein Kündigungsgrund und taugt auch nicht für eine Abmahnung, wenn der AN die frühzeitige Arbeitsaufnahme verweigert.

Schlechte Karten hat man nur, wenn man noch keine 6 Monate im Betrieb ist oder es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt. Hier greift i.d.R. das Kündigungsschutzgesetz nicht und der AG wird bestimmt nicht "Krankheit" als Kündigungsgrund angeben.

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Kommentar von furbo
14.12.2015, 08:22

Es ist auf alle Fälle kein Kündigungsgrund und taugt auch nicht für eine Abmahnung, wenn der AN die frühzeitige Arbeitsaufnahme verweigert.

Rechtlich einwandfrei, taugt aber in der Praxis nicht. Der Arbeitgeber kündigte fristlos weil der AN während seiner Krankheit arbeiten ging (pikant dazu: als der AN vor einiger Zeit krank wurde, gab es Ärger, weil er wegen Krankheit nicht kam).

In der Arbeitsgerichtsverhandlung kaufte sich der AG mit einer unverhältnismäßig hohen Abfindung frei.

Traurig aber wahr.

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Strafbar ist es nicht, aber du darfst selbstredend nicht Krankengeld neben Arbeitsentgelt kassieren.

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Das ist weder strafbar noch bringt es Probleme mit der Unfallversicherung  mit sich, wie vielfach behauptet wird. Der Arzt bescheinigt nur eine voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfaehigkeit. Fuehlt man sich wieder fit, darf man auch vorher wieder zur Arbeit gehen.

Fuehlt man sich hingegen nicht fit, sollte man sich vom AG auch zu nichts draengen lassen.

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Grundsätzlich ist das erstmal nicht strafbar, da der Arzt insbesondere bei längeren Krankheitverläufen ja nur prognostizieren kann. Es kommt aber auch auf Krankheit und Arbeitsplatz an.

So dürfte ein Bein im Gips bei einem Bürojob in der Regel kein Problem sein, hingegen Schwindelgefühl beim Kranfahrer oder ansteckende Krankheit in der Lebensmittelindustrie doch eher zu unterlassen sein. Primär hat hier der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht und sekundär der Arbeitnehmer eine Mitwirkungspfllicht. Dass letzterer einen finanziellen Schaden hat, ist aber eheher eine große Ausnahme, aber nicht absolut ausgeschlossen.

Das Ganze hat aber nicht wirklich was mit der AU zu tun, die kann aber den Beweis des Umstands liefern.

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Wenn  man trotz AU arbeiten geht, dann muss man doch an der Kompetenz des Arztes zweifeln und/ oder an die Glaubwürdigkeit des Arbeitnehmers.. Entweder man ist krank, geht zum Arzt und holt sich eine AU oder man erspart sich den Weg zum Arzt und geht arbeiten. Bei genannter Fragestellung ergibt keinen Sinn. Es gibt nur ein entweder oder.

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Kommentar von Dennyxxxdamn
14.12.2015, 05:25

Nö wieso. Zum Beispiel folgendes Szenario: AN ist arbeitsunfähig, AG ruft an weil Personalmangel herrscht und bittet den AN zu kommen. Jetzt steht er unter Druck und hat Angst vor möglichen unrechtmäßigen Konsequenzen und geht zur Arbeit.

Bitte nicht nur einseitig denken, wenn man meine Fragen beantwortet, Danke :)

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Kommentar von Ifm001
14.12.2015, 06:57

Ein Arzt kann nicht vorhersagen, sondern nur prognostizieren. Allerdings unterschätzen Patienten gerne mal, dass ein gesund fühlen noch keine vollständige Genesung ist.

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Gar keiner.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist nur eine Empfehlung des Arztes.

Wenn sich der Betreffende fit fühlt, dann kann er ruhig arbeiten gehen.

Nur - wenn ihm auf Grund seiner Krankheit auf der Arbeit etwas zustößt, dann greift die gesetzliche Unfallpflichtversicherung nicht.

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Solltest du auf dem Weg zur Arbeit oder in der Arbeit einen Arbeitsunfall haben wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit die Berufsgenossenschaft weigern etwas zu bezahlen

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Kommentar von Jewi14
14.12.2015, 08:43

MÜLL! Oh man, wie oft muss man noch schreiben, dass es überhaupt nicht stimmt und ein Märchen ist???

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Der AN kann entscheiden, ob er trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die Arbeit aufnehmen möchte.

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Kommentar von Dennyxxxdamn
14.12.2015, 05:04

Betrügt man da nicht die KK?

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Hallo,

eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist lediglich eine Prognose des Arztes darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann. Fühlt sich der Arbeitnehmer fit, um seine Arbeit wieder aufzunehmen, kann er dieses gerne machen; eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot!

In solchen Fällen ist der Arbeitnehmer auch voll abgesichert, sollte ein Arbeitsunfall oder Wegeunfall passieren... allerdings trifft dieses nur auf den eigenen Arbeitgeber zu...

Während einer Krankschreibung einer anderen Tätigkeit nachzugehen und ein paar Euro nebenher zu verdienen ist keine gute Idee; erfährt der Arbeitgeber von der ungenehmigten Nebentätigkeit, droht eine fristlose Kündigung.

Es liegt also kein Tatbestand vor und ist auch nicht Strafbar ;)) 

LG

Karsten

Quelle:

www.anwaltauskunft.de/magazin/leben/gesundheit/387/arbeiten-trotz-krankschreibung-ist-das-erlaubt/

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Gar keiner. Du warst beim Arzt krankgeschrieben gibst den Wisch dem Arbeitgeber und der läßt dich arbeiten? Das geht so nicht.

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