Frage von niemandlol, 72

audio interface mit midi und mikro anschluss unter 80euro?

ich hab eh nicht vor professionelle aufnahmen zu machen ^^ würd gern mein midi keyboard anschliessen und das rode nt1a

Antwort
von NoHumanBeing, 42

"Unter 80 €" wird schwierig.

Dieses hier gibt's für 90 €: http://www.amazon.de/Presonus-AudioBox-Kompaktes-USB-Recording-Interface/dp/B001...

Ist aber recht "unbekannt" und hat mit einer Abtastrate von 48 kHz nicht gerade viel "headroom", um Dinge, wie Anti-Alias-Filterung und solche Späße zu machen. Vom reinen "Klangbild" her ist diese Abtastrate ausreichend. Gemäß Nyquist-Theorem ist die Darstellung aller Signalanteile bis einschließlich halbe Abtastrate (in diesem Fall also 24 kHz) exakt und der Mensch hört sowieso nur (bestenfalls) von 20 Hz bis 20 kHz.

Wenn Du aber ohnehin schon in diesem Preisbereich bist, dann würde ich an Deiner Stelle auch nochmal 10 € drauflegen und mir das Behringer UMC204HD holen. Das hat 192 kHz Abtastrate und ich weiß, dass die Behringer-Interfaces von richtig guter Qualität sind, habe nämlich hier selbst den Vorgänger (das UMC204 - noch mit 96 kHz Abtastrate) stehen.

Insbesondere freut mich, dass Behringer in ihren Interfaces D/A- und A/D-Wandler verbaut, die absolute "Standardkost" sind. Ich kann das Interface an einen Linux-Rechner anschließen und es sofort verwenden. Keine proprietären Treiber, keine Inkompatibilitäten, nichts. So gehört sich das!

Antwort
von Streamer, 37

Ich denke nicht, dass es da etwas brauchbares gibt für unter 80€ mit MIDI... du kannst überlegen dir ein Behringer Interface zu besorgen und dazu eines von diesen USB-MIDI-Interfaces. Die kosten um die 15 oder 20€ http://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_umc22.htm

Ich würde aber auch eher dazu raten etwas mehr draufzulegen und sich das Steinberg UR22 zuzulegen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das Steinberg UR22 kostet ~15 € mehr, als das Behringer UMC204HD, ist aber "nur" ein 2x2-Interface statt ein 2x4 und hat nur einen Eingang auf Hi-Z umschaltbar (das Behringer hat beide umschaltbar). Außerdem hat das Behringer "Signal"- und "Peak"-Anzeigen für jeden Eingang, das Steinberg hingegen nur "Peak"-Anzeigen. Zudem gibt es beim Behringer für jeden Eingang noch ein für jeden Eingang separat zuschaltbares 20 dB Pad, sowie je einen dezidierten Einschleifweg (Insert) pro Eingang in Form von TRS-Buchsen.

Ansonsten, von der grundlegenden Ausstattung her, sind die beiden Interfaces ziemlich exakt identisch. Beide 192 kHz, 24 bit, symmetrisch beschaltete XLR/TRS-Kombobuchsen als Eingänge 2x symmetrisch TRS als Ausgänge (das Behringer hat zusätzlich noch 4x unsymmetrisch Cinch als Ausgänge), schaltbare 48 V Phantomspeisung, MIDI-In/-Out über DIN-Buchsen, 2x Gain, Mix-/Phones-/Output-Regler.

Das Behringer hat auch noch einen Schalter, der es ermöglicht, die Eingangssignale für den Monitorausgang zu summieren und auf beide Kanäle zu legen, anstatt den ersten Eingang auf den linken Ausgang zu summieren und den zweiten Eingang auf den rechten Ausgang. Das fehlt dem Steinberg ebenfalls.

Zugegeben, die Unterschiede sind (abgesehen von den zusätzlichen Kanälen für die Wiedergabe) doch eher gering, aber das UMC204HD ist dann eben doch flexibler. Vor allem durch die 4 Ausgänge eignet es sich beispielsweise auch super für DJs zum Auflegen. 2x Stereo-Out für zwei Decks und dann Abmischen in Hardware. Braucht der Fragesteller zwar alles nicht, aber wenn man Funktionalität schon "für Lau" bekommt, dann sollte man nicht nein sagen. Vielleicht soll irgendwann ja mal ein Dry-/Wet-Signal für irgendeinen Zweck herausgeführt werden und schon ist man froh, wenn man mehr Kanäle zur Verfügung hat.

Die Preamps, die Behringer bei der UMC-Serie verbaut, kommen von übrigens Midas. Da kann man auch nichts falsch machen. Beim Steinberg sind Preamps von Yamaha verbaut. Nimmt sich wahrscheinlich nichts. Die Möglichkeit, über einen Insert-Weg zwischen den Mic-Preamp und den A/D-Converter noch etwas einzuschleifen, könnte aber irgendwann eventuell auch mal nützlich werden.

Außerdem weiß ich, dass das Behringer "Allerwelts-Wandler" verbaut hat, was hilfreich ist, wenn man das Ding mal unter Linux laufen lassen möchte. ;-)

Kommentar von deruser1973 ,

Behringer rauscht dafür um Meilen mehr...  und Midas wurde von Behringer gekauft...  Also wie ist das jetzt  ?   Besser eine verrauschte Aufnahme,  oder doch ein wenig mehr Geld anlegen... 

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das Interface selbst rauscht überhaupt nicht. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da ich als Informatiker schon Software geschrieben habe, die die 24-bit Werte (Samples) einzeln ausliest. Selbst wenn ich den Gain auf Anschlag aufdrehe und ein offenes XLR-Kabel dranhängen habe, ist der Wert absolut jedes Samples identisch (= Rauschlevel minus unendlich dB - unter der Quantisierung des A/D-Converters, selbst bei 24-bit Sampletiefe).

Das einzige ist, dass es nicht exakt die Mitte des Intervalls liest. Es hat einen  leichten "DC-Offset" in der Größenordnung 1 %. Das "irritiert" mich  irgendwie, hat aber nichts mit "Rauschen" zu tun und lässt sich auch  einfach "herausrechnen".

Wenn ich an das Ende des XLR-Kabel nun eine Quelle anschließe, rauscht es bei aufgedrehtem Gain. Das Rauschen ordne ich dann aber eindeutig der Quelle zu, da die "offene Buchse" (und selbst das "offene Kabel") überhaupt nicht "rauscht".

Wie das Steinberg da "rauschärmer" sein kann, verstehe ich nicht so ganz. Weniger als "unterhalb der Quantisierungsgrenze" ist ja fast nicht möglich.

Kommentar von deruser1973 ,

schau dir doch einfach mal die Bauteile an...  Behringer verbaut nur Kohleschichtwiderstände und es ist ja allgemein Bekannt,  dass man die besten Rauschgeneratoren  mit Kohleschichtwiderständen hinzukommt.

in jedem vernünftigen Audiointerface sind daher Metallfilmwiderstände  verbaut,  damit es nicht rauscht... 

der Verstärker kann auch nur Rauschen,  wenn eine Quelle zum Verstärken angeschlossen ist. 

Glaube mir,  ich bin seit 17 Jahren Tontechniker von Beruf und habe vieles ausprobiert...  Behringer war immer ganz toll ausgestattet und hatte diverse Funktionen eingebaut,  die die Konkurrenz sich teuer bezahlen lässt.  Aber Behringer war qualitativ immer unterste Schublade.... 

Deine Entscheidung... 

vor allem Werden Behringer Produkte durch Kinderarbeit  in China erzeugt.... 

Kommentar von NoHumanBeing ,

der Verstärker kann auch nur Rauschen,  wenn eine Quelle zum Verstärken angeschlossen ist.

Das ist doch Unsinn, solltest Du als Tontechniker am besten wissen. Wenn er "nur mit Quelle rauscht", dann kommt das Rauschen schon von der Quelle und wird nur mit verstärkt. Wenn es vom Verstärker selbst rauscht (Eigenrauschen), dann rauscht er auch ohne Quelle, es sei denn, es sind irgendwelche Schaltungen vorhanden, die den Verstärker abschalten, wenn ohnehin keine Quelle da ist. Das ist aber äußerst unüblich.

Behringer verbaut nur Kohleschichtwiderstände und es ist ja allgemein Bekannt,  dass man die besten Rauschgeneratoren  mit
Kohleschichtwiderständen hinzukommt.

Ok, das ist wirklich übel! :-)

vor allem Werden Behringer Produkte durch Kinderarbeit  in China erzeugt.... 

Die Elektronikkonzerne produzieren doch fast alle in Billiglohnländern und was da so passiert, weißt Du bei keinem. Samsung beispielsweise treibt seine Mitarbeiter angeblich reihenweise in den Suizid. Trotzdem hab ich noch einige Monitore und ein Smartphone von denen. (Aber auch alles schon recht altes Equipment. Die Monitore, die ich zuletzt angeschafft habe, kamen von LG. Ob die sehr viel "besser" mit ihren Leuten umgehen, weiß ich nicht. Der "Umstieg" hatte rein technische Gründe. Ich wollte ein AH-IPS-Panel und die kann im Moment nur LG fertigen.)

Ich bin an sich auch kein "Freund" von Behringer-Equipment. Das Interface ist bisher das einzige Stück Equipment, das ich von ihnen habe, aber das Interface hat mich positiv überrascht. Das Gehäuse ist auch sehr massiv. Die Potis arbeiten recht sauber. Macht alles einen ziemlich guten Eindruck.

Der Hauptgrund für den Kauf war, dass ich von diesem Interface wusste, dass der Codec gängig ist und daher vom Linux-Kernel unterstützt wird. Bei dem Steinberg weiß ich das nicht. Kann gut sein, dass es auch funktioniert, aber ich weiß es eben nicht. Es ging mir hier nicht darum, ein paar Euro zu sparen, aber die ehemaligen Burr-Brown-Wandler (inzwischen TI) machen da einfach keine Probleme, weil sie einfach "überall" drin sind. Wenn Du hingegen ein Interface von Creative verwendest (ok, das ist auch ne andere Kategorie - eindeutig 100 % "consumer equipment"), dann wirst Du erstmal gewaltig auf die Nase fliegen, weil die irgendwelche beknackten Custom-DACs verbaut haben, mit denen niemand (außer ihr eigener, proprietärer Treiber, den es natürlich nur für Windows gibt) umgehen kann.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Mmh, ich korrigiere. Das Interface selbst rauscht durchaus merklich. Kommt wohl hauptsächlich von den Preamps.

Etwa -90 dBFS bei minimalem Gain.

Etwa -60 dBFS bei maximalem Gain.

Das ist schon nicht wenig, da hast Du Recht.

Keine Ahnung, warum mir das bisher entgangen ist. Ich habe mich allerdings bisher auch eher damit beschäftigt, wie ich das Ding richtig ansteuern kann. (Wie gesagt, ich bin Informatiker.) Das will nämlich irgendwie nicht so recht klappen.

Wobei der "noise floor" hauptsächlich im niederfrequenten Berich ist. Das Spektrum zeigt ab 100 Hz aufwärts -135 dbFS. Ein leichter Hochpass sollte den Noisefloor senken.

Kommentar von deruser1973 ,

Wie auch immer -  ich wollte nur sagen,  dass es,  wen man auf Qualität steht,  besseres gibt,  als Behringer...  

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das ist mir auch bekannt.

Ich habe übrigens gerade gelesen, dass das Steinberg UR44 wohl einen Schalter auf der Rückseite hat, der mit "CC" (class compliant) beschriftet ist. Eigentlich ist der wohl für Apple-User gedacht, aber wenn man ihn auf "on" schaltet, verhält sich das Interface "standardgemäß" (eben "class compliant" ;-) ), d. h. es benötigt dann keine proprietären Treiber und kann dann wohl auch unter Linux verwendet werden.

Das UR22 verfügt leider nicht über diesen Modus. Wollte ich nur noch anmerken. Das heißt, ich könnte theoretisch auch irgendwann auf ein Steinberg-Interface umsteigen, bräuchte aber dann wohl zwingend das UR44. Die 270 € sind es mir im Moment nicht wert, aber es ist gut zu wissen, dass es diese Option gibt, falls ich mit dem Behringer irgendwann auf "unüberwindbare Grenzen" stoßen sollte.

Das UR44 ist allerdings nicht "bus powered", sondern benötigt eine eigene Stromversorgung.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ach ja, noch ein Unterschied: Die Steinberg-Interfaces unterstützen angeblich kein "hardware zero-latency monitoring", was das Behringer kann. Kommt natürlich auf die Anwendung an, ob man so etwas braucht.

Antwort
von pingorc, 49

Vielleicht sowas hier: http://www.thomann.de/de/miditech_audiolink_iv.htm
Ich kenne das selbst nicht, hat auf den ersten Blick aber was Du brauchst.

Kommentar von pingorc ,

Alternativ (und schon etwas teurer): http://www.thomann.de/de/steinberg_ur22.htm
Beide haben eine Phantomspeisung, da wäre für das Mikrofon noch drauf zu achten ...

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