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Attest vom Arzt nach Totgeburt

Frage von Isaundamy Isaundamy

Hallo,

heute frage ich für eine Freundin von mir. Sie hat im Oktober in der 26. Schwangerschaftswoche ihre Tochter tot zur Welt bringen müssen. Daran hat sie auch ziemlich zu knabbern. Vor der ganzen Sache hat sie in einem Friseursalon gearbeitet, dazu fühlt sie sich momentan nicht in der Lage, da ihre ganze Kundschaft darüber bescheid weiß und auch eine ihrer Arbeitskollegin jetzt eine kleine Tochter bekommen hat. Sie sagt sie kommt damit klar solange sie sich darauf vorbereiten kann aber sie möchte noch nicht von fremden Menschen (also ihrer Kundschaft) bedauert werden, oder auch plötzlich vor ihrer Arbeitskollegin mit dem Kind stehen. Sie hat jetzt mit ihrer Chefin gesprochen und die hat gemeint sie würde Sie kündigen damit sie nicht vom Amt gesperrt wird, aber da ist die Kündigungsfrist solang wäre ja dann ein Nachteil für die Chefin. Jetzt sind sie am überlegen ob meine Freundin sich ein Attest vom Arzt ausstellen lässt, das sie seelisch momentan nicht in der Lage ist in diesem Salon zu arbeiten. Hat einer von euch da Erfahrungen?

Danke

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Antworten (5)

  • 0
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Wepster Wepster

    Sowas ist echt mies, das jeder gleich weiß wenn man schwanger ist, weil man es sieht, und dann sich rechtfertigen muss über die persönliche und familiäre Situation. Nur weil Schwangere Arbeiten müssen und niemand danach fragt was passiert wenn sowas passiert. Man könnte sehr viel besser klar kommen wenn niemand davon wüsste. Ich würde den Job wechseln und könnte mir dann aussuchen was ich wem sage! Tolles System, eine Frau sollte selber entscheiden ab wann sie nicht mehr arbeitet (wegen dem Bäuchlein/Schwangerschaft) und es sollte nur der Chef wissen (weil es unbegründet keinen Urlaub/Krankheit gäbe) und der hätte Schweigepflicht, fertig ist der Lack.

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Wie ist denn dieser Beitrag zu verstehen?

    Kommentar von Wepster WepsterWepster

    In welcher Hinsicht? Hab mich darüber geärgert das diese Frau nach der Totgeburt sämtliche Fragen beantworten muss, auf Arbeit, und jedem sagen muss: "ja ich war schwanger, hat man ja gesehen, aber ich habe trotzdem noch keine Kinder","warum denn das?"," Na wegen der Totgeburt"....und dann die Augen ganz weit und jeder ist bedrückt. Da wechsle ich lieber den Job als über meine Privatsphäre zu plaudern vor allem bei so einem Thema. Mann ist tot, Kinder sind tot, zum Mittag gibt Gulasch, ich habe ein Alkoholproblem. Das geht einfach niemanden was an außer den engere Freundeskreis (dieser kann auch auf Arbeit sein) + Familie. Der letzte Teil ist eine Idee um das alles zu vermeiden. Das außenstehende zu viel Erfahren und es nach her die ganze Welt weiß, ich weiß wie dass ist, Plaudertaschen haben wir auch auf Arbeit, die machen Beziehungen kaputt, den Job kaputt, alles kaputt.

  • 1
    Antwort von turalo turalo

    Sie kann sicherlich ein Attest bekommen. Aber macht das auch Sinn?

    Es ist ein sehr, sehr trauriges Erlebnis, das Deine Freundin da haben mußte, soviel ist sicher. Aber sie wird sich nicht bis an ihr Lebensende verstecken können. Sie hatte Zeit für ihre Trauer, ihr Kind ist beerdigt, sie kann es "besuchen". Nun muß sie aber auch wieder unter Menschen, muß sich wieder an einen geregelten Alltag gewöhnen.

    Immer und überall wird sie junge Mütter sehen, die ihre Kinder spazierenfahren, immer werden Bekannte sie nach ihrem Ergehen fragen. WENN sie denn fragen. Meistens weiß niemand so recht, wie man mit einem solchen Erlebnis umzugehen hat und schweigt es tot. Das ist schwieriger, als einmal in den Arm genommen zu werden und Trost zu spüren.

    Sie soll sich dem Leben wieder zuwenden - sich den Herausforderungen stellen - dann geht es ihr am schnellsten wieder besser.

    Kommentar von Isaundamy IsaundamyIsaundamy

    Sie will ja, aber sie will halt erstmal mit allem was sie an ihre Schwangerschaft erinnert abschließen und mit sich selbst wieder ins Reine kommen

    Kommentar von mona511 mona511mona511

    Genau so sehe ich es auch!!!!

    Kommentar von turalo turaloturalo

    Sie darf bei all ihrem Kummer aber nicht vergessen, daß sie von etwas leben muß. Arbeit hilft sowieso bei Trauerverarbeitung gut. Man ist abgelenkt und hat wieder eine Aufgabe, der man sich zuwenden kann.

    Die Erinnerungen an ihre Schwangerschaft und an die "stille Geburt" kann sie nicht abschalten, die werden sie ihr Lebenlang begleiten.

    Kommentar von Bluffer79 Bluffer79Bluffer79

    Hattest du schonmal ne Fehl oder Totgeburt??? Das man erstmal ne Zeit braucht um es zu verarbeiten ist völlig normal und sie soll sich ruhig erstmal ein Attest geben lassen und zur Ruhe kommen und sich psychologische Hilfe suchen!!! Geld ist dir also wichtiger als die seelische Verfassung ja?????? Wenn es einem seelisch schlecht geht bringt es nichts arbeiten zu gehen weil man dann keine gute Leistung bringen kann und es bringt dich nichts wenn sie die Frisuren der Kunden runiniert deswegen!! Ausserdem gibt es KRANKENGELD!! Ich weiß wie man sich nach ner Fehlgeburt fühlt!! Ich musste mein Baby auch tot auf dem Ultralschall sehen im 4 ten Monat!! Also sei leise kapiert??????

    Kommentar von mona511 mona511mona511

    Ich habe 2 kinder verloren und kann mitreden, sich selbst lebendig begraben bringt da garnichts!!! Klar ist sowas sehr traurig und wird einen das leben lang begleiten, aber man sollte trotzdem selber weiter leben... also nix psssst

    Kommentar von Bluffer79 Bluffer79Bluffer79

    Ich meinte auch turalo und nicht dich! Fühlst du dich immer angesprochen???

    Kommentar von Bluffer79 Bluffer79Bluffer79

    Ich habe übrigens 5 Kinder verloren!! Nur so nebenbei!! So viel zum Thema ich könnte nicht mitreden!!! Hast wohl den Satz nicht gelesen???? Ich musste mein Baby auch tot auf dem Ultralschall sehen im 4 ten Monat!!

    Kommentar von turalo turaloturalo

    @bluffer79: Ich lasse mich von Dir hier nicht angreifen und schon gar nicht zur Ruhe aufrufen.

    Ich schrieb nichts davon, daß mir Geld wichtiger sei, als meine Seelenruhe, da interpretierst Du etwas hinein, was nicht da ist. Ich schrieb, daß man - bei aller Trauer - dennoch von etwas leben muß. Und bei aller Trauer ist arbeiten eine Hilfe bei der Bewältigung.

    Nicht nur Du hattest Schicksalsschläge. Woher weißt Du, wen ich alles schon begraben mußte? Sich selbst vergraben hilft nicht! Man sollte ein wenig offensiv an seine Probleme herangehen, sich öffnen und zulassen, daß man traurig ist.

    Ablenkung ist überlebenswichtig - das wird Dir jeder Therapeut bestätigen können.

  • 1
    Antwort von colli1282 colli1282

    Erfahrungen nicht, aber das ist möglich und ich wüsste nicht einen Grund, warum der Arzt unter solchen Voraussetzungen kein Attest ausstellen sollte. Aber dennoch sollte sie sich in psychologische Betreuung geben, damit sie es irgendwann überwinden kann. Das geht nicht von heute auf morgen.

    Kommentar von Isaundamy IsaundamyIsaundamy

    Danke das sag ich ihr auch immer, aber sie möchte nicht.

    Sie meint sie redet lieber mit Ihrer Familie und Freunden darüber, weil sie nicht die ganze Vorgeschichte Ihrem Psychologen erzählen möchte.

    Kommentar von colli1282 colli1282colli1282

    Dann sag ihr einen lieben Gruß von mir, ich bin selbst in psychologischer Behandlung seit 3,5 Jahren und ich kann versichern, dass auch die Familie nicht ein geschultes Personal ersetzen kann. Dafür wurden diese gebildet.

    Kommentar von ErdeerSahne ErdeerSahneErdeerSahne

    Ein Psychologe ist auf Dauer aber ratsamer. Er kann das ganze ojektiver beurteilen und ich weiß es hört sich gemein an aber irgendwann wirds Familie und Freunden auch zu viel werden...

    Kommentar von colli1282 colli1282colli1282

    Sag ich doch

  • 0
    Antwort von ErdeerSahne ErdeerSahne

    Ich verstehe überhaupt nicht warum die beiden sich gleich über eine Kündigung unterhalten, bißchen heftig. War Sie den bis jetzt nicht krank geschrieben, so dass das einfach vorgeführt werden kann ? Sie sollte sich krank schreiben lassen und parallel vielleicht über einen Aufenthalt in einer tagesklinik nach denken, da könnte Sie dann nach 8-12 Wochen vielleicht mit Hilfe einer wiedereingliederung naher wieder arbeiten gehen...

    Kommentar von Isaundamy IsaundamyIsaundamy

    Es ist ja nicht nur das sie da nicht mehr arbeiten gehen will. Ihre Chefin hat kurz bevor sie eig. in den Mutterschaftsurlaub gegangen wäre eine Auszubildende übernommen und kann sich beide nicht leisten, eig. war ja geplant das sie länger ausfällt

    Kommentar von ErdeerSahne ErdeerSahneErdeerSahne

    Gut es geht aber nicht darum es der Chefin recht zu machen sondern an sich selbst zu denken und arbeitslos sieht im Lebenslauf nun mal nicht so toll aus, mal abgeshen vom finanziellen. Und wenn sie Einfach gekündigt wird, ist doch klar, steht das Arbeitsmat auf der matte und wird ihr einen neuen Job vermitteln, da muss sie sich dann eh krank schreiben lassen....

  • 0
    Antwort von mona511 mona511

    Warum will deine Freundin nicht arbeiten?? Die leute wissen zwar bescheid, was passiert ist, aber es wird keiner davon anfangen zu reden, deine freundin muss raus aus ihrem nest, und da ist arbeiten gerade das richtige, wie lange will sie sich noch verstecken??? Klar ist es schwer, ein baby zu verlieren, aber deine fraundin lebt und sollte dieses auch wieder in die hand nehmen...Oder meint ihr durch selbstmitleid kommt das baby wieder??? Tut mir echt leid , das sie das baby verloren hat...und klar trauert man um das liebste, aber trotzdem geht weiter...sorry

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