Frage von thxmxs245, 35

Atommüllentsorgung Ablauf?

Hallo,

ich suche ein Anschaungsbild mit der ich erkären kann wie der Atommüll entsorgt wird z:B das er in Zwischenlagern gelagert wird und in Castoren gelagert wird.

Ich bin dankbar über jede Hilfe, ich finde in Google nichts vielleicht hat ja jemand sowas mal in der Schule gehabt und hätte mir dann so eine Veranschaung.

Danke :D

Antwort
von ocin1, 12

Die nukleare Entsorgung läuft im Grunde wie die chemische Endlagerung ab. Wie auch bei hoch chemisch aktiven Stoffen, werden die radioaktiven Stoffe in "Gebinde" überführt, welche sich nicht mehr durch z.B. Wasser auflösen lassen. Das erreicht man z.B. durch das Vermischen der Abfälle (ob nun radioaktiv oder chemisch aktiv) mit Beton oder mit Glas (Glaskokillen). Es entsteht eine homogene Mischung, aus welcher der betreffende Giftstoff praktisch nicht mehr ausdringen kann.

Bei der chemischen Endlagerung füllt man mit der Gift-Betonmischung  ganze Salzstollen auf, sodass diese Gift-Betonmischung gleichzeitig die Hohlräume ausfüllt.

Die in der Presse so beachteten "Blechfässer" dienen daher nur für den Transport, wie die Plastiktüte beim Einkauf. Der Rückhalt der Giftstoffe wird 1. durch die Misch-Gebinde und 2. durch den Salzstock gewährleistet. Also selbst wenn etwas aus den Misch-Gebinden austreten würde, würde es im Salzstock verbleiben. Hierzu muss der Salzstock natürlich wieder verschlossen werden.

In der BRD wird aus rein politischen Gründen hier ein Unterschied gemacht. Die real existierende Technik ermöglicht beides!

Einen Unterschied gibt es jedoch zwischen der chemischen und nuklearen Endlagerung. Die Radio-Giftigkeit des nuklearen Abfalls verringert sich von selbst durch das Halbwertszeitenprinzp. Das trifft auf den chemischen Abfall nicht zu!

Gute Artikel zur nuklearen Endlagerung sind im deutschen eher schwer zu finden. Bei den meisten ist die politisch-ideologische Zielsetzung so überschwänglich, dass grundlegende Tatsachen der real existierenden Technik überhaupt nicht berücksichtigt werden. Dieser Artikel ist daher eine seltene Ausnahme http://de.nucleopedia.org/wiki/Endlagerung#Klassifizierung_radioaktiver_Abf.C3.A...

Atommüll: In einem deutschen KKW ergibt sich jährlich etwa 23 t hochradioaktiver Müll ("abgebrannte" Brennelemente). Die deutsche Industrie (auch Photovoltaik-, Halbleiter) produziertjährlich 820 Mio.t CO2 (etwa
1/3 für Strom) und 50.000 t chemisch hoch giftigen/krebserregenden
Sondermüll, welcher nicht verbrannt werden kann. Dieser Sondermüll
wird in den 6 BRD Endlagern, z.B. der Untertage-Sondermülldeponie
Herfa-Neurode (siehe Inter-Netbei Wiki), endgelagert. Sämtliche
Flugasche, Verbrennungs-Stäube der Filteranlagen von Kohle- ,
Müllverbrennungs- oder Sondermüllverbrennungs-Kraftwerken landet
ebenfalls in einem chemischen Endlager, nochmals verbrennen ist nicht
sinnvoll. In Herfa-Neurode haben sich so schon 700.000 t hoch
krebserregend-giftiges Dioxin und Furan haltige Filterrückstände
angesammelt.(toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php).
Nur auf Herfa Neurode bezogen stehen also 17 mal 23 t (etwa 400t)
hoch aktiver Nuklear-“Müll“ den etwa 50.000 t hoch chemisch
giftigen Abfällen der Chemie- und Verbrennungs-Technik gegenüber.

Abgebrannte Brennelemente sind nach 300 000 Jahren
wegen der Radioaktivität (Halbwertszeitenprinzip) auf ein
radio-giftigkeits Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende)
abgeklungen (schau hierzu mal im Netz unter radiotoxicity).
Der nukleare Abfall aus der nuklearen Mülltrennung
(Wiederaufbereitungsanlagen aus z.B. Sellafield, Le Hage) ist nach 10
000
Jahren auf dem radio-giftigkeits Niveau von Pechblende
abgeklungen. Durch das Abtrennen vom mittel-radioaktiven Plutonium
und dem sehr schwach radioaktiven Uran verbleiben nur noch die hoch
radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven
Minor-Actinide (ohne U, Pu). Somit wird der hochaktive nukleare Müll
der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach
„Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an,
fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20 t
pro Jahr (hochradioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die
Spalt-Produkte + Minor-Actinide). Weiter verringert das Abtrennen
(Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 10.

Bei einer alternativen Reaktortechnik (schnelle
Reaktoren,Flüssigsalz-Reaktor, homogene
Fluid-Reaktoren,ww.Energyfromthorium.com,Dual-Fluid-Reaktor.de/technik/prinzip)
würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare
Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500
Jahren
auf das radio-giftigkeits Niveau von Pechblende
abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinide) im
Reaktor verbleiben und dort vom schnellen/epithermischen
Neutron-Fluss gespalten/ transmutiert werden. Somit nutzt man die
Minor-Actinide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239 (Siehe unter
Transmutation ).

Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch
krebserregenden Dioxin, Furan,... der Verbrennungs-Technik ist nicht
mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht
wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen
Abfälle für immer.

Leider wurde 2005 unter den SPD/Grünen die nukleare
Mülltrennung (Wiederaufbereitung), auch die deutscher Abfälle im
Ausland, verboten. Interessanter weise lagert die BRD chemisch
hochgiftige Abfälle des Auslandes gegen Geld ein. Damit haben die
Grünen kein Problem. Weiter wurde das größte chem. Endlager
weltweit (Fläche Münchens inklusive Autobahnring) in Herfa Neurode
vom damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986
genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet:-)[ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Zur chemischen Endlagerung:

de.nucleopedia.org/wiki/Endlagerung#.C3.9Cberblick,de.wikipedia.org/wiki/Endlager,
de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,
ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,
ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim—36297444.html,ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx,
ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336undvielemehr.
Schaut einfach mal im Netz unter SondermüllBergwerk,Joschka
Fischer Herfa Neurode, Filterstaub Bergwerkt
....

Resultat: Jede Energietechnik verursacht Müll, welcher
endgelagert werden muss. Die Frage ist nur, welche Technik macht den
geringsten Aufwand und Umfang pro erzeugte kWh-Strom. Hier schneidet
die Kernenergie wegen der weit größeren Energie- und
Leistungs-Dichte deutlich besser ab als die politisch „Erneuerbaren“
oder die Verbrennungstechnik.

Kommentar von ocin1 ,

6 chemische Endlager in der BRD,alle in alten Salzbergwerken, wie die ASSE

Man bedenke, dass es in der BRD 6 chemische Endlager gibt, die
schon seit langem betrieben werden.Interessanter Weise sind diese 6 chemischen Endlager alle in Salzgesteinen, wie auch das nukleare
"Endlager" ASSE.

1. Herfa Neurode /Hesen (altes Kalisalz-Bergwerk)

2.Heilbronn

/ Baden-Württenberg (altes Salzbergwerk)

3. Zielitz

/Sachsen-Anhalt (altes Kalisalz-Bergwerk)

4. Borht-Niederreihn

/ Nordreihn-Westfalen (altes Salzbergwerk)

5. Riedel

/Niedersachsen (altes Salzbergwerk)

6. Sondershausen

/Thüringen (altes Kalisalz-Bergwerk)

Es stellt sich nun die objektive Frage,wenn die Endlagerung in
Salz "ganz klar gefährlich sei",so wie es von unseren Medien und unserer Politik am Beispiel der ASSE gerne verdeutlicht
wird, warum gibt es dann über die 6 chemischen Endlager, welche auch in Salzgestein liegen, keine vergleichbare Medienpräsenz?

Hier kann es eigentlich nur 3 logische Antworten geben:

1- Die Probleme der ASSE werden aus politischen Gründen maßlos
übertrieben und restlos einseitig behandelt.

2- Über die Probleme der 6 chemischen Endlager wird mit Absicht
nicht in Medien und Politik berichtet. Die Endlagerung wäre dann
keine Besonderheit der Kernenergie, was sie ja auch nicht ist. Das
bedeutet aber, dass die Deutschen seit Jahren von den Medien und der
Politik belogen werden.

3- Die Probleme der ASSE sind auf die ASSE selbst begrenzt und
stellen somit das Endlagerkonzept in Salzgestein nicht in Frage. Die
6 chemischen Endlager in Salzgestein sind ein praktischer Beleg für
die gut Umsetzbarkeit.

Das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive
Autobahnring) in Herfa Neurode wurde vom damaligen hessischen
Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager
,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung
,ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html
,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,
ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx
,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336,ww.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/natur-umweltschutz/artikel/sondermuell_aus-den-augen-aus-dem-sinn/

Antwort
von charlynickel, 12

Wie soll das einer von uns beantworten, wenn es selbst die Verantwortlichen und Experten nicht wissen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community