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Atommüllendlagerungsalternative

Frage von Heywood Heywood

Moin liebe User,

ich hätte da mal wieder 'ne Frage.

Wieso lagert man Atommüll nicht einfach dort, wo sie abgebaut wurden? Wenn z.B. in Namibia Uran abgebaut wird und verbraucht ist, kann man es doch dort wieder einlagern. Platz genug ist dort allemal vorhanden, es ist trocken, die Wüste ist riesig und man könnte es relativ tief lagern. Oder wieso lagert man es nicht in sowieso verstrahlten Gebieten wie z.B. Tchernobyl?

Danke für Antworten im Vorraus

 

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Antworten (8)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Birnie Birnie

    Hallo Heywood,

    so einfach ist das leider nicht. Zwar sind die Abbaugebiete natürlich sowieso schon geschädigt, aber nicht in dem Maße, wie es der Atommüll zusätzlich tun würde. In den Erzen ist ja hauptsächlich schwach radioaktives Uran und Thorium, während der Atommüll auß hochradioaktivem Uran,Plutonium und weiteren Spaltungsprodukten besteht.

    Radioaktivität ist also nicht gleich Radioaktivität, sondern unterscheidet sich zum Teil erheblich in Stärke und Lebensdauer. So gibt es beispielsweise sogar schwach radioaktive Schlüsselanhänger, welche im Dunkeln leuchten, in vielen Gimmickshops zu kaufen. Dem gegenüber stehen radioaktive Stoffe, deren Strahlung so hart und deren Halbwertszeit so lang ist, dass sie die betreffenden Gegenden für Äonen unbewohnbar machen.

    Sinnvoll wäre es also nur, das Zeug so weit wie möglich abzureichern, bzw. gezielt in nicht radioaktive Stoffe umzuwandeln. Zweitere Möglichkeit wird aber aufgrund der Kosten bisher nicht umgesetzt.

    Außerdem vergisst du auch den geopolitischen Aspekt: In solch armen Ländern ist die Korruption sehr hoch und möglicherweise gelangen dadurch die Materialien in die falschen Hände.

    Schöne Grüße.

    Kommentar von Heywood HeywoodHeywood

    Stimmt schon. Aber was ist mit verseuchten Gebieten wie den amerikanischen atomsprengkörpertestgebieten, Tchernobil oder den Sowjietischen Atomtestgebieten (Kasachstan, wenn ich mich nicht irre). Dort könnte man es doch lagern, oder nicht?

    Kommentar von Birnie BirnieBirnie

    Kurz und knapp: nein. Der radioaktive Fallout den Atomwaffen produzieren hat nur kurz- und mittelfristige Halbwertszeiten. Der größte Teil ist bereits nach ein paar Monaten verschwunden. Von dem Rest, der darüber hinaus existiert macht wiederum das bekannte Caesium-137 den Großteil aus, welches eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren hat. Das bedeutet im Endeffekt, dass nach nur 120 Jahren bereits mehr als 90% des Fallouts weg sind.

    Der Kernbrennstoff hingegen hat Halbwertszeiten von mehreren zehntausend Jahren, was wiederum bedeutet, dass man ganz locker vom Hocker mit 100.000+ Jahren  bis zum mehr oder weniger zufriedenstellendem Ergebnis rechnen kann.  Darüber hinaus ist das Zeug ja bereits gespalten, was heißt, dass es als Material für eine Atombombe ( die man ja unterirdisch durchaus zünden könnte) nicht geeignet ist.

    Kommentar von Birnie BirnieBirnie

    Vielen Dank.

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    Antwort von surfenohneende surfenohneende

    Es gibt Pläne für Ein europäisches Atommüll Endlager im Felsen der stark verseuchten Russischen Insel "Novaya Zemlya" (wilde Atommüllhalde -> U-Boote, Gefüllte Reaktoren & Atombomben Testgebiet) http://www.map-of-russia.org/russia-map.gif

     

    Kommentar von surfenohneende surfenohneendesurfenohneende
    Kommentar von surfenohneende surfenohneendesurfenohneende
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    Antwort von Luegendetektor Luegendetektor

    Über ein europäisches Endlager für HAW ließe sich nachdenken. In derart unsichere Länder sollten wir den Müll nicht entsorgen. Da ist ein zig Millionen Jahre alter Salzstock in 1000 m Tiefe doch bedeutend sicherer.

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    Antwort von abibremer abibremer

    dritte-welt-länder sind zur aufnahme von atommüll nicht geeignet, weil dort die gefahr der weitergabe an terroristen besonders groß ist(korruption\armut) und in pripjat und umgebung wären die leute froh, wenn sie endlich wieder mal unverstrahltes gemüse aus dem garten holen könnten.

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    Antwort von Bujan Bujan

    Wenn es so einfach wäre, dann glaube ich würde man das auch tun. Aber einfach den Abfall unter die Erde kippen da wo er abgebaut wurde ist zu einfach. Es besteht ja nun doch die Möglichkeit das Radioaktivität durch Risse und Spalten an die Oberfläche gelangt und dann durch Erosion sich in der Atmosphäre verteilt.

    In Wirklichkeit weiß noch niemand wie man das Zeug zuverlässig einlagern kann. Selbst ins Weltall schießen ist keine Alternative, irgendwann kommt es doch wieder runter!

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    Antwort von jockl jockl

    Das abgebaute Uran ist Uranerz und hat mit dem hochangereichterten Atommüll nur soviel zu tun, als dass der Uranmüll um ein zig.vielfaches strahlungsintensiver ist als Uranerz je sein kann.

    Das ist keine wissenschaftliche Erklärung.

    Kommentar von Heywood HeywoodHeywood

    Ist das nicht egal? - Es ist mitten in der Wüste und trocken etc.

    Kommentar von jockl jockljockl

    Ok, gut Du bist schlauer als ich und hast gewonnen.

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    Antwort von barolo86 barolo86

    die Strahlung des Urans das abgebaut wird  ist bei weitem nicht so hoch wie das angereicherte und verbrauchte aus den Kraftwerken

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    Antwort von Sanchez2010 Sanchez2010

    Erdbebengebiet es darf kein Grundwasser unter der Erde haben.. etc..

    es ist sehr schwierig einen geigneten Platz zu finden

    Kommentar von Heywood HeywoodHeywood

    In Namibia wirst du mitten in der Wüste unter einer gigantischen Mine kein von Namibianern angezapftes Trinkwasser finden. Und erdbebengefährdet ist Namibia soweit ich weiss auch nicht. Und es ist wie gesagt trocken, also rosten die Fässer nicht sondern werden durch die Strahlung zersetzt und keine radioaktive Masse sickert ins Grundwasser. Außerdem ist dieses Gebiet sowieso durch das vorher abgebaute Uran verseucht.

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