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atomkraftwerke ausschalten

Frage von IloveDavid IloveDavid

Meine Freundin sagt,dass die Chance dass ein akw in die Luft fliegt wenn man es ausschaltet höher ist als wenn man es einlässt.stimmt das??? Und glaubt ihr es hilft wenn man Unterschriften sammelt dass man krško abstellt?

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Antworten (9)

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    Antwort von Cuxland Cuxland

    Das ist Quatsch. Kernkraftwerke müssen von Zeit zu Zeit ohnehin runtergefahren werden, um die Brennstäbe zu wechseln. Wenn man das eine auch abstellen würde, was ist denn mit den vielen anderen KKW, z.B. in Frankreich??? Ich halte es für sinnvoller, die bestehenden bis zum Ende zu nutzen. Schließlich wollen wir Versorgungssicherheit auch im Winter, in der Nacht und bei Windstille und der CO2-Ausstoß soll auch nicht zu hoch werden, und noch mehr Überlandleitungen wollen wir auch nicht.

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    Antwort von Realito Realito

    Ausschalten kein Problem. dannach die Brennstäbe 10 jahre lang weiter kühlen und dann zu einem Endlager bringen wo es für tausende von jahren in Ruhe lagern kann, wenn man denn wenigstens eins hätte.

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    Antwort von ocin1 ocin1

    Mal was Grundlegendes zum Atom-Müll

    Leider ist dieses Thema nicht so einfach in einem Schwarz_Weiß-Modell zu klären, wie es viele sehr gerne hätten. Aber einfache Weltbilder sind ja eben einfach :-). Und was könnte einfacher als Schwarz/Weiß, gut/böse oder richtig/falsch sein :-). Jedoch ist in der Natur nichts schwarz-weiß. Also daher hier mal meine Agumentation, etwas ausfürlicher:

    Atommüll: In einem deutschen KKW ergibt sich jährlich etwa 23 t hoch radioaktiver Müll ("abgebrannte" Brennelemente). Die deutsche Industrie produziert jährlich 800 Mio. t CO2 (etwa 1/3 für Strom)und 50000 t chemisch hoch giftigen/krebserregenden Sondermüll, welcher nicht verbrannt werden kann. Dieser Sondermüll wird endgelager in der Untertage-Sondermülldeponie Herfa-Neurode (siehe Inter-Net bei Wiki). Sämtliche Flugasche, Verbrennungs-Stäube der Filteranlagen von Kohle- , Müllverbrennungs- oder Sondermüllverbrennungs-Kraftwerken landet ebenfalls in einem chemischen Endlager, nochmals verbrennen ist nicht sinnvoll. In Herfa-Neurode haben sich so schon 700 000 t hoch krebserregendes-giftiges dioxin- und furanhaltige Filterrückstände angesammelt. (www.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php . Es stehen also 17 mal 23 t (etwa 400t) hoch aktiver Nuklear-“Müll“ den etwa 50 000 t hoch chemisch giftigen Abfällen der Chemie- und Verbrennungs-Technik gegenüber. Die 800 Mio. t CO2 die quer über den Planeten verschmiert werden seien auch erwähnt.

    Abgebrannte Brennelemente sind nach 10^7 Jahren auf ein radioaktives Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende) abgeklungen. Der nukleare Abfall aus aktuellen Wiederaufbereitungsanlagen (Sellafield, Le Hage) ist nach 10^4 Jahren auf dem radioaktiven Niveau von Pechblende abgeklungen. Durch das Abtrennen von Uran und Plutonium verbleiben nur noch die hoch radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven Minor-Actinoide (ohne U, Pu). Somit wird der nukleare Müll der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach „Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an, fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20t pro Jahr (hoch radioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die Spalt-Produkte + Minor-Actinoide). Weiter verringert das Abtrennen (Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 1000. Bei einer alternativen Reaktortechnik (Flüssigsalz-Reaktor, homogene Fluid-Reaktoren) würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500 Jahren auf das radioaktive Niveau von Pechblende abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinoide) im Reaktor verbleiben und dort vom epithermischen Neutron-Fluss gespalten werden. Somit nutzt man die Minor-Actinoide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239. Siehe hierzu mal Netz unter "Energyfromthorium.com". Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch krebserregenden Dioxinen, Furanen,... der Verbrennungs-Technik ist nicht mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen Abfälle für immer.

    Um Techniken zu beurteilen bedarf es immer einem Vergleich. Völlig losgelößte Aussagen verzerren unsere technische Realität. Wie auch sonst, z.Bs. im Verkehrswesen, wird immer verglichen und so das sicherste/günstigste Verkehrsmittel bestimmt. Nur im relativen Vergleich, nach z.Bs. Tote pro erzeugte kWh, Müll pro erzeugte kWh oder Umweltverseuchung pro erzeugt kWh,... sollte man nach der Technik suchen, welche den geringsten Schaden pro erzeugte kWh erzeugt.

    Neben den KKW sind auch die Staudämme Europas/der Welt nicht mit ausreichenden Versicherungen versehen. Und das diese Technik auch gefährlich werden kann, sieht man sehr schön am Beispiel des chinesischen Staudammbruch von 1975, bei welchem um 200 000 Menschen ums leben kam. Schau mal unter Wiki "Liste von Talsperrenunglücken". Bei Wiki findest Du auch eine Übersicht zur "ListevonUnfälleninkerntechnischen_Anlagen". Wer Energie aus der Natur bezieht, verändert diese zwangsläufig. Auch wenn es sich bei der speziellen Energieform um politisch regenerative Energie-Formen handelt. Das beste Bsp. dafür ist die Staudamm-Technik. Ich bin kein Gegener dieser Technik, jedoch kann ich nur hoffen, dass sie mit Vernunft betrieben wird. Etwas vergleichbares gilt für die Geo-Thermie. Auch hier kann durch Schlamperei und dummes Handeln viel Unheil angerichtet werden (lokale Erdbeben, siehe Wikipedia Gehothermie). Lustigerweise stammt die Geothermie zu mindestens 50 % aus der Wärme natürlich zerfallender Radio-Nuklide ;-). Also natürliche Kernkraft :-). Wünsch Euch was ..

    PS. Unter ww.science-skeptical.de/blog/die-energiewende-ist-schon-gescheitert/006460/ findet man eine Zusammenfassung zu den gravierenden Problemen der Energie-Wende. Leider ist diese Zusammenfassung etwas polemisch geschrieben.

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    Antwort von Dea2010 Dea2010

    Deine freundin ist nicht richtig informiert.

    Das AKW herunter fahren ist nicht das Problem.

    Das Problem ist das Auskühlen der Brennstäbe...die brauchen 10 Jahre (!) zum Abkühlen...solange müssen die Kühlbecken einwandfrei funktionieren! Dann erst können die Brennelemente ins Zwischenlager!

    Kommentar von IloveDavid IloveDavid

    10jahre sind immer moch besser als 360Mio. Jahre die es braucht damit die Hälfte(!) Der atomstrahlung verschwindet,oder?

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    Antwort von NuklearTV NuklearTV

    Nein, allgemein muss es einen Unfall geben, sodass ein Kernkraftwerk explodieren könnte. Während bei Tschernobyl und Fukushima die Explosionen auf bautechnische Besonderheiten der Confinements zurückzuführen war ist das nicht pauschal auf andere Anlagen übertragbar. Zu Krško: Unterschriften Sammeln ist das eine, Kernkraftwerke sind jedoch Energieanlagen die nicht regionalem, sondern staatlichen Interesse unterliegen, sprich es ist eine Regierungsentscheidung ob ein Kernkraftwerk Stillgelegt wird oder nicht, abgesehen mal von den Rechten und Verpflichtungen des Betreibers, der aber tatsächlich normalerweise nur das Werk Betreibt, jedoch die Entscheidungsgewalt meist in Staatshand bleibt. Im Falle von Krško kann ich in Verfolgung deiner Absichten dir leider keine Hoffnungen machen, dadurch bereits das Kernkraftwerk Krško II geplant ist, dass aus einem oder zwei Reaktoren bestehen soll. Das Gelände befindet sich westlich des bestehendem Werks. http://www.rizzoassoc.com/cms/projects/power-generation-industry?layout=projects...

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    Antwort von leutrim1997 leutrim1997

    Einen AKW auszuschalten geht eindach, wenn die Fachleute das können. Aber AKW machen ja keine Luftverschmutzung !

    Kommentar von IloveDavid IloveDavid

    Das nicht aber wenn krško in die Luft geht sind Wir dort wo Ich wohne am Ar***...

    Kommentar von Dea2010 Dea2010Dea2010

    Macht euch alle mal das Vergnügen, eine Europakarte aufzuhängen und alle existierende Reaktoren, auch Forschungsreaktoren, mit rotem Filzstift zu markieren, Dann maßstabsgerecht mit einem Zirkel die Gefahrenzonen einzeichnen.

    Wenn bei München Isar 2 hochgehen sollte und der Wind falsch steht, haben wir vielleicht eine halbe Stunde Zeit zu flüchten! OB wir ungeschoren weg kommen, wissen wir nicht.

    Dass wir in D die KKWs runterfahren, ist doch Augenwischerei! In den angrenzenden Ländern, zB in Frankreich (zur deutschen grenze hin) stehen genügend Reaktoren, um uns im Fall des Falles gründlichst zu verseuchen.

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    Antwort von harryrrah harryrrah

    es ist wie mit allem im leben -- abgeschaltet geht die geringste gefahr von einem atomkraftwerk aus -- so wie ein abgestelltes auto auch keinen unfall verursacht

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    Antwort von oOMichaelOo oOMichaelOo

    Nein. Einfach nur nein. Es ist kein Problem ein AKW abzuschalten, wen man es richtig macht.

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    Antwort von Wutklumpen Wutklumpen

    Quatsch, an der "Chance" ändert sich die nächsten 10-20 Jahre nichts.

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