Hallo,
Bei Bakterien sitzten die Enzymkomplexe der Atmungskette in der Plasmamembran. Der Protonengradient wird also zwischen Zellplasma und Extrazellularraum ausgebildet - also dem Medium.
Nun zu meinen Fragen: 1.) Ist die Zellwand der Bakterien so durchlässig, dass man tatäschlich von einem Gradienten zwischen Intrazellularraum und Medium sprechen kann, oder sollte man eher vom Gradienten zwischen Intrazellularraum und Zellwand-Membran-Raum sprechen?
2.) Ìch stelle mit grade Bakterien und ein wässriges Medium vor: Wie vermeidet das Bakterium ein Abwandern der Protonen durch z.B. Diffusion / elektrochemische Abstoßung der Protonen von seiner Membran weg?
3.) Könnte man also die ATP Synthase allein dadurch füttern, das man Bakterien in eine schwach-saure Lösung gibt? (Ich ignoriere bewußt etwaige andere notwendigen Mineralstoffe, Aminosäuren, Sauerstoff oder andere Oxidationsmittel etc.).
4.) Stichwort Austrocknung. Keine Wässrige Lösung - kein Protonengradient da kein H3O+ - keine Energie aus der Endoxidation sondern nur aus der Glycolyse?
Viele Fragen - selbst einzelne Antwortideen wären mir sehr lieb!
"Der Extrazellularraum wird ansonsten von den physiologischen Vorgängen in der Zelle möglichst abgeschottet. "
Das stimmt so nicht.
Der Protonengradient bei der Endoxidation wird definitiv zwischen Membran und Extrazellularraum aufgebaut. ATP Synthase sitzt in der Membran. Die Geißel wird auch über den extrazellulären Protonenüberschuss angetrieben.
Und da setzt meine Frage an: Protonengradient Medium - Membran
Geisseln liegen logischerweise extrazellulär, also ausserhalb der Zellhülle. Hier dürfte das extrazelluläre Milieu sicherlich eine Rolle spielen. Es ist daher wahrscheinlich, dass eine Geissel nicht mehr funktioniert, wenn der PH-Wert nicht stimmt. Aber mehr kann ich dazu wirklich nicht sagen. Ausserdem frage ich mich, haben Bakterien überhaupt Geisseln oder sind es nicht....Flagellen? Ich verlasse damit aber meinen aktuellen Horizont.