Es gibt verscheidene Versuche, Atheismus, oder besser Atheisten einzuteilen (weil Atheismus ja etwas ist, was aus nichts besteht, die Menschen hingegen nicht).
Eine bekannte Weise ist:
schwache Atheisten: Leute, welche den Glauben an einen Gott ablehnen.
starker Atheisten: Leute, welche überzeugt sind, dass es keinen Gott gibt.
Eine andere Möglichkeit ist, sie ahand der Gründe einzuteilen:
Agnostischer Atheismus: kein Interesse
Humanistischer Atheismus: Fehlende Beweise
Materialistischer Atheismus: Materialistisches/Naturalistisches Weltbild und daher kein Platz für einen Gott.
Devout heißt strenggläubig oder überzeugt, was Devout Atheism zu einem Synonym für strong Atheism, also Starker Atheismus macht.
Militant Atheism ist ein etwas unglücklich formulierter Begriff, den zwar auch Richard Dawkins und einige populäre Atheisten verwenden, aber auch Theisten, um Atheisten zu diffamieren. Dawkins wollte damit ausdrücken, dass Atheisten mit Theisten zu diskutieren bereit sind, aber mit Militanz hat das nichts zu tun.
Das ist falsch. Erstens glauben Christen an überhaupt keine Götter, zweitens sind die frühen Christenverfolgungen durch die Römer christliche Legende. Wenn Christen mal verfolgt wurden, dann ganz gewiss nicht, weil sie nicht an die Römischen Götter glaubten.
Die frühen römischen Christenverfolgungen sind keine Legende, dafür gibt es beredte Zeugnisse und sogar die Berichte römischer (!) Historiker. Das sind keine Märchen, auch wenn Du es gern so hättest. Grund für die Verfolgungen war zwar nicht genau die Ablehnung der römischen Götter aber so etwas ähnliches: Den römischen Kaiser- und Staatskultus abzulehnen führte für Christen und Juden zur Anklage und i. d. R. zur Hinrichtung. In der Frühzeit des Christentums wurde um diesen Punkt heftig gerungen, auch das ist gut dokumentiert. Es gab eine Partei, die der Ansicht war, daß man den Staatskult öffentlich mittragen dürfe, im Geheimen aber Christ sein könne. Eine andere Partei lehnte das strikt ab und forderte das eindeutige Zeugnis, letztlich das Martyrium. Wer dem Kaiserkult öffentlich (unter behördlicher Aufsicht!) huldigte, bekam eine Art "Persilschein", auf dem bescheinigt wurde, daß der Bürger namens Soundso an einem bestimmten Tag dem "göttlichen Caesar" gehuldigt hatte. Dieser Wisch war im Zweifel vorzeigbar. Mindestens einer davon hat bis heute überdauert, ich weiß nur nicht mehr, welches Museum ihn im Archiv hat. Ich habe ihn jedenfalls selbst gesehen.
Nun quopiam, dann wirst du uns sicher auch sagen können, wann und von wem die Christen verfolgt wurden. Und einen römischen Historiker, der dazu was sagt wirst du dann doch auch benennen können.
Dass sich die Christenverfolgungen von Kaiser Nero über Decius bis Konstantin hinzogen, dürfte doch kein Geheimnis sein. Schon der röm. Historiker Tacitus berichtete darüber. Siehe Übersetzung der Uni Duisburg-Essen: http://www.uni-due.de/~gev020/courses/course-stuff/nero.htm
@ frank: Briefwechsel Plinius- Trajan z.B.
Oops, da hatte sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Natürlich muss es oben in meiner Antwort heißen: "Erstens glauben Atheisten an überhaupt keine Götter..."
Ansonsten weise ich einfach noch mal auf die lange Tradition der Geschichtsfälschung durch die Kirche hin. So wurde aus dem recht erfolgreichen Nero ein romanzündendes Monster gemacht (um von der evtl. Schuld der Christen abzulenken), dafür dann aber wieder aus dem grausamen Konstantin ein braver Staatsmann, der angeblich auf dem Todenbett sogar zum Christentum gewechselt wären. Mit der Christenverfolgung war es nicht anders. Belastbare historische Belege gibts keine. Es sein denn, quopiam hat da noch ein Ass im Ärmel.Bis dahin erst mal von mir was: http://www.humanist.de/geschichte/nero.html
Es gibt römische Quellen, die das Verhalten Neros beschreiben und wie er auch Christen behandelt hat.
Es gibt eine Menge von Gerichtsakte, die zeigen, dass Christen, die nicht bereit waren dem Kaiser das Weihrauchopfer darzubringen(als Zeichen der göttlichen Verehrung) zum Tode verurteilt wurden.
Wer das Opfer dargebracht hat, hat dafür den Weihrauchopferschein vom Magistrat erhalten, als Beweis, dass er es gebracht hat.
Es wurde als Staatsverbrechen gewertet, wenn ein Mensch dieses Opfer nicht gebracht hat.
Also corradolah und Liberius, Nero lässt sich als großer Christenverfolger nicht dingfest machen.
Tacitus und Plinius wären auch viel zu jung(respektive ungeboren) gewesen, um über ihn zu berichten
Bei Nero müssen wir von Geschichtsfälschung ausgehen.
Was den von dreadnought angeführten Briefwechsel betrifft: Ich halte ihn für echt, ja, ich bin aber nach intensiver Lektüre des Originaltextes nicht davon überzeugt, dass er große Christenverfolgungen belegt. Genau wie Tacitus' Texte wird der Umgang mit Minderheiten dokumentiert, die sich schwer einschätzen lassen. Die Juden waren bei den Kommentaren genauso gemeint wie andere Gruppen, die den Machthabern nicht passten.
Ich weiß nicht wie man aus den Kommentaren große Christenverfolgungen herauslesen kann. Ich fürchte, da wurde Einiges extrem aufgebauscht.