Frage von Edmundbauer, 582

Atheist und dennoch Angst vor der Hölle?

Hallo, ich möchte Atheist werden und habe aber immernoch riesige Angst vor der Hölle, ich mal mir nachts immer die schrecklichsten Sachen aus und kann nicht schlafen. Ich bin zwar mittlerweile so weit, dass mir klar ist, dass die Warheit des Christentums unwahrscheinlich ist, aber Angst ist geblieben. Nun zur Frage: Was kann ich tun , damit sich der Atheismus festigt und die Höllanängste verschwinden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 123

Mach dir klar dass die Hölle ein Widerspruch zu Gott ist und es sie nicht geben kann.

Wenn es Gott gäbe, dann kann es keine Hölle geben. Es macht keinen Sinn für ein allwissendes Wesen jemanden auf die Probe zu stellen, weil es das Ergebnis schon vorher weiß.

Also wofür die Hölle?

Da es aber Gott nicht gibt, gibt es die Hölle auch nicht, also in jedem Fall kann die Hölle nicht existieren und du musst keine Angst davor haben.

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Antwort
von Schwoaze, 213

Kann ja sein, dass Du einfach noch ein bisschen Zeit brauchst.

Bleibe vorläufig einmal in der Kirche, aber engagiere Dich nicht, beschäftige Dich mit anderen Dingen. Das Leben ist so schön, ist doch unsinnig, sich aus Angst vor der "Hölle" die Tage verderben zu lassen.

An Deiner Stelle würde ich in ein paar Monaten noch einmal überlegen, ob Du noch immer den Wunsch hast, Atheist zu werden/sein. Vielleicht geht's Dir dann ja mit dieser Entscheidung schon besser.

Antwort
von GanMar, 181

ich möchte Atheist werden

Entweder Du bist gläubig oder Du bist es nicht. Ich denke, da kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen: "Jetzt bin ich soweit". Momentan zweifelst Du. Du prüfst also, wie weit  Deine eigene Vorstellung zu der Welt paßt, die Du siehst. Du stellst Dir Fragen, ob es ein höheres Wesen gibt oder ob das Universum auch ohne einen Schöpfer existieren kann. Und selbst wenn ein Schöpfer nötig war, ob er einen "Himmel" und eine "Hölle" für das Leben gemacht hat, welches in seinem Universum kreucht und fleucht.

Regeln müssen sein, damit Menschen gut zusammen leben können. Aber muß ein Gott diese Regeln diktieren? Oder könnten sich diese Regeln nicht aus der Notwendigkeit selbst ergeben? Machen sich Menschen nicht selbst eine Hölle auf Erden, wenn sie unehrlich sind, Verbrechen begehen, Kriege führen, die Umwelt zerstören? Genügt vielleicht auch nur Vernunft, um 10 Gebote aufzustellen? Würden wir eventuell in "paradiesischen Zuständen" leben, wenn jeder diese 10 Gebote achten würde?

Habe keine Angst vor dem, was man Dir im "Jenseits" androht. Überlege vielmehr, was Du machen kannst, damit es im Dieseits besser wird.

Viel Erfolg auf Deinem Weg - egal, wo er Dich hinführen mag.

Antwort
von nobytree2, 132

Auch als Christ muss man keine Angst vor der Hölle haben. Angst ist immer falsch und kontraproduktiv, weil sie dasjenige nicht abschafft, vor dem man Angst hat. Schlussendlich verbindet sich in der Höllenangst eine natürliche Existenzangst verbunden mit der Unsicherheit des Menschen, was wahr ist und was nicht. Es gilt damit, diese Unsicherheit in Angriff zu nehmen.

Suche immer die Wahrheit und versuche immer dasjenige zu tun, was Du als gut erkannt hast. Die Hölle wird in den meisten Religionsvorstellungen als Strafe gelehrt, nur die wenigsten Vorstellungen sehen die Hölle als Folge mangelnden Lippenbekenntnisses an oder gar als Determination, solche  Vorstellungen sind aber bar jeden Verstandes.

Suche einfach immer die Wahrheit und tue das Gute, sei immer ehrlich Dir selbst gegenüber und moralisch standfest.

Eine Frau hat gesagt, sie würde aus Liebe zu Gott für immer in die Hölle gehen, wer Gott das von ihr wollte. Auch sie hat keine Angst vor der Hölle gehabt, weil sie den Fokus auf die Wahrheit und das Gute gelegt hat und nicht auf sich selbst. Damit hat sie nicht nur die Unsicherheit überwunden, sondern auch die Existenzangst.

Antwort
von PWolff, 120

Du kannst gerne den Wunsch haben, Atheist zu werden, das hilft aber nicht weiter.

Atheist bist du, wenn du überzeugt bist, dass es keinen Gott gibt. (Ich stehe auf dem Standpunkt, dass "überreden" einschl. "sich selbst was einreden" da nicht gilt.)

Aber was soll Atheismus gegen Höllenängste helfen? Die Vorstellung einer Schattenwelt, in der die Gestorbenen in einer Art Halbbewusstsein vor sich hin vegetieren, ist weit verbreitet. Da sie ziemlich unabhängig von einer Gottesvorstellung ist, funktioniert sie genauso gut auch ohne einen Gott.

Während ich dies schreibe, geht mir auf, dass du möglicherweise "Atheist" im Sinne von "jemand, der an die Nichtexistenz einer Weiterexistenz nach dem Tod glaubt". Auch hierfür gilt aber, dass du das entweder glaubst oder nicht glaubst. (Und es ist sehr verschieden von "jemand, der nicht an eine Weiterexistenz nach dem Tod glaubt" - dieses würde solch eine Weiterexistenz nicht ausschließen.)

Aber da zu wenige Leute von dort zurückgekommen sind (Nahtoderlebnisse zählen nicht, egal wie nahe die Leute dem Tod gekommen sind, ich würde nur eine nachgewiesene Löschung des Informationsgehalts des Gehirns akzeptieren), können wir von dieser Seite des Todes aus weder positiv noch negativ entscheiden, ob nach dem Tod etwas kommt oder nicht. Deine Höllenangst wirst du also auch auf diesem Wege nicht los, so leid es mir tut. (Geht mir übrigens sehr ähnlich, nur damit du nicht denkst, mir wäre egal, was du bei dem fühlst, was ich dir hier schreibe.)

Du schreibst, du seist "mittlerweile so weit, dass [dir] klar ist, dass die Wahrheit des Christentums unwahrscheinlich" sei, das hört sich so an, als habest du darauf hingearbeitet. Aber warum? Wäre da nicht das Christentum etwas, das deinen Wünschen näher käme? (Ich meine jetzt nicht das, was man dir vermutlich beigebracht hat, sondern das, was du beim Lesen der Bibel, und vieler Leute, die sich Gedanken darüber gemacht haben, und durch eigenes Nachdenken und durch eigene Erfahrungen darüber erfährst.)

Kommentar von sarahj ,

"Wäre da nicht das Christentum etwas, das deinen Wünschen näher käme?"

schreibst Du nicht weiter oben - zurecht - daß man entweder glaubt oder auch nicht, sich aber nichts einreden bzw. vormachen kann.
Genauso wenig kann ich mir meinen Glauben nach den Wünschen aussuchen.

Selbstverständlich würde sich auch ein Atheist ein Weiterleben nach dem Tod wünschen; aber nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Und real wird es durch's Wünschen erst recht nicht. Wir sind nun mal nicht in "Dark City", wo man Kraft des Gedankens Dinge verändertn kann. Der Atheist ist letztendlich jemand, der sich mit der Realität abfindet, und seinen Weg geht, ohne in einem unrealistischen Wunsch- und Traumleben zu verharren.

Kommentar von PWolff ,

1. Natürlich. Ich habe mich nur über die Richtung gewundert, in die die Wünsche von Edmundbauer gingen.

2.

der sich mit der Realität abfindet

 genauer: dessen, was er für die Realität hält.

Kommentar von sarahj ,

das stimmt natürlich. Jeder hat eine Vorstellung davon, was real ist und was nicht. Diese Vorstellung sollte aber durch Nachweise und Beobachtung gestützt sein, nicht durch Wunschdenken.

Es ist m.E. kindlich naiv, etwas zu glauben, nur weil es wünschenswert ist. Auch ich wünschte mir einen Weihnachtsmann, der mir alle meine Wünsche erfüllt - aber wird er damit real?

Antwort
von Gronkor, 152

Ich glaube, Du bist in der Hinsicht gerade in einer Selbstfindungsphase. Wie Schwoaze schon richtig sagt, geht es jetzt darum, nichts zu überstürzen, und dann wirst Du mit der Zeit von selbst rausfinden, wo Du stehst, und was Du für richtig hältst.

Das ist im Grunde genommen ein lebenslanger Prozess - weil sich Deine Ansichten, so lange Du am Leben bist, ständig wandeln werden. Versuche einfach, Dich ein wenig zu entspannen. Es sind nicht Deine Gedanken im jetzigen Moment, die für Dich die Entscheidung über ewiges Höllenfeuer bringen werden - so etwas würde noch nicht mal der fundamentalistischste Christ behaupten.

Jetzt mal ganz abgesehen, dass diese ganze Geschichte vom "ewigen Höllenfeuer" meiner Ansicht nach sowieso nicht haltbar ist und nur verbreitet wird, um Leute in Angst zu halten. Viele reden von einer "Drohbotschaft" - im Gegensatz zur Frohbotschaft, die das Christentum eigentlich sein sollte.

Kommentar von Nirakeni ,

Ja, so sehe ich das auch.

Antwort
von Undsonstso, 84

Wer nicht an Gott im Himmel glaubt, hat auch keine Angst vor seinem Widersacher in der Hölle.

Sorry, aber Atheismus ist das dann nicht bei dir.

Einer zu werden ist ein Prozess, irgendwann stellt man fest, dass man sich dahingehend entwickelt hat.


Antwort
von voayager, 101

Erwerb dir noch mehr Wissen über die Religion, über deren Irrationalität, deren Unsinn, deren Wahnideen. Lies Bücher, die vom Atheismus geprägt sind. Hast du einmal wirklich begriffen, dass Religion Schwindel und Phantasterei ist, dann isses aus mit Himmel und Hölle.

Antwort
von Accountowner08, 144

Warum hast du Angst vor der Hölle? Wurde dir das in deiner Kindheit eingeredet? Schaust du viele Horror-Filme? Falls du Horror-Filme oder so schaust, würde ich damit aufhören.

Falls du einfach so Angst hast, wäre es vielleicht einfacher, an einen guten Gtt ohne Hölle zu glauben, als gleich zum Atheismus zu wechseln. Vielleicht ist es leichter, etwas schlechtes durch etwas gutes zu ersetzen, als einfach durch nichts??? Weiss nicht....

Kommentar von KaeteK ,

In die Hölle kommen nur freiwillige - denn Gott möchte, dass alle Menschen errettet werden.

Von einem bekannten Pfarrer

In die Hölle laufen wir selber

Ich werde Ihnen eine Geschichte
erzählen, die Ihnen zu denken geben wird. Ich habe sie einmal irgendwo
gehört, und sie hat mir tiefen Eindruck
gemacht: Da war in einem englischen Schloss eine größere Gesellschaft
zusammen. Man saß um den offenen Kamin und plauderte über alles
Mögliche. Schließlich kam das Gespräch auch auf die Bibel. Da bekannte
die junge Hausfrau ganz offen, dass sie die Bibel als Gottes Wort ansehe
und darum glaube, was drinstehe. Ein Herr fragte spöttisch: „Dann
glauben Sie auch, dass es eine Verdammnis gibt?“ „Ja, das glaube ich,
weil Jesus es gesagt hat.“ Da stand der Herr auf und ging in den
Hintergrund des Saales, wo ein hübscher Käfig hing. Darin war ein bunter
Wellensittich. Der Herr öffnete schweigend den Käfig, nahm den Vogel
heraus, ging auf den Kamin zu und schickte sich an, das Tier in die
lodernden Flammen zu werfen. Die Hausfrau fiel ihm in den Arm: „Was tun
Sie? Lassen Sie das arme Tierchen los!“ Da lachte der Herr spöttisch auf
und rief: „So, dieses armselige Tier tut Ihnen leid, wenn ich es ins
Feuer werfen will? Und Ihr sogenannter Gott der Liebe wirft ohne mit der
Wimper zu zucken Millionen Menschen in die Hölle? Das ist ja ein sehr
merkwürdiger Gott der Liebe!“ Die große Gesellschaft schwieg und sah auf
die junge Frau. In diese Stille hinein sagte die – und man merkte ihrer
Stimme die Erschütterung an: „Sie irren! Gott wirft uns nicht in die
Hölle. Er tut vielmehr alles, uns zu erretten. Nein! In die Hölle laufen
wir selber. Verstehen Sie? In die Hölle laufen wir selber! Den Weg
erwählen wir uns selber!“ So ist es! Und nun ist nur noch zu sagen: Die
junge Frau hatte sehr recht, wenn sie erklärte: „Gott tut alles, um uns
zu erretten.“ Darum sandte er uns seinen Sohn. Einer, der an den Sohn
Gottes glaubte, bekannte: „Gott hat uns errettet von der Obrigkeit der
Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes“
(Kolosser 1,13). Ja, das ist wirkliche Errettung. Um die geht es. Gott
tut noch mehr: Er ließ seinen Sohn für uns sterben – am Kreuz. Und Gott
tut noch mehr: Er ruft uns auf allerlei Weise von dem Weg der Hölle weg
zu sich. Er tut es auch durch diese Geschiche. Hören Sie doch – bitte! –
diesen Ruf! Es geht um alles!

Wilhelm Busch

Kommentar von Accountowner08 ,

Ach, das ist ja eine schreckliche Geschichte und ein sehr schlechtes Gleichnis.

Du bestätigst damit doch nur den Anspruch der christlichen Kirche, dass sie alleine selig machen kann und dass alle ihr beitreten müssen.

Ich finde das widerlich.

Kommentar von Patchouli ,

@KaeteK: Gott erpresst also die Menschen, entweder du glaubst an mich oder du kommst in die Hölle. Wenn ich dir ein Messer an die Kehle halte und deinen Geldbeutel fordere, dann kann ich hinterher behaupten du hättest ihn mir freiwillig gegeben. Das war ein gelungenes Beispiel!!!

Kommentar von HellasPlanitia ,

Wenn der allmächtige Gott alles tun würde, um uns vor der Hölle zu erretten - wieso gibt es diese dann überhaupt noch?

Kommentar von Zicke52 ,

KaeteK, ja klar, Gott erschafft die Hölle, tut aber alles, um uns davor zu retten....warum einfach, wenn's kompliziert auch geht.

Und dann die Behauptung, Menschen wählten ja selbst die Hölle - auf diese Weise kann man auch erklären, dass die Sklaven selbst schuld an ihren Auspeitschungen und Verstümmelungen waren: schließlich hatten sie beschlossen, ihren "Besitzern" ungehorsam zu sein. Die unmenschlichen Strafen waren nur die logische Konsequenz dieses Verhaltens und daher von den Sklaven frei gewählt.

Antwort
von Nirakeni, 156

Eine Freundin von mir (katholisch) wollte aus der Kirche austreten. Ist schon länger her. Sie hatte sich lange damit auseinander gesetzt und Gespräche mit dem Pfarrer geführt. Letztlich setzte sie sich durch. Daraufhin bekam sie einen sehr harten unfreundlichen Brief mit verschlüsselten Drohungen bzgl. Hölle, ewige Verdammnis usw. Ich will damit sagen, dass unsere religiöse Erziehung tief in uns verwurzelt ist und uns geprägt hat. Dadurch kommen noch deine Ängste. Du brauchst dich doch nicht unter Druck setzen und einen Weg wählen, in dem du dich von Gott abwenden willst. Es steht dir doch frei zu glauben was du willst. Mit der Zeit wirst du für dich einen Weg finden, der dich mit dir ins Reine bringt und dich zufrieden macht. Auch ich glaube an Gott und bete jeden Tag, aber ich habe meine kleine eigene Religion OHNE Hölle. Viele Wege führen zu Gott auch ohne Konfession. Da braucht man nicht unbedingt Atheist zu werden.

Antwort
von Huflattich, 99

Ich will Feuerwehrmann werden ...... so wie Du es schreibst klingt Atheist fast wie ein Beruf   Atheist werden nun dann glaubst Du halt an nichts Höllenängste verschwinden wenn man sich mit dem Glauben an sich beschäftigt -und nein Hölle gibt es ebenso wenig wie den Himmel.

Gut und böse zwei Seiten einer Medaille wenn Dir bewusst wird warum Du hier auf Erden bist - also Erfahrungen sammeln solange es halt geht -wird Dir bewusst .was für ein Unsinn es ist Angst vor etwas zu haben was es nicht gibt.Was Du tun kannst schlicht und einfach  - leben .

Antwort
von rallytour2008, 179

Guten Morgen Edmundbauer

Höllenängste kommen von den bisherigen Bildern über den ganzen 

Hokuspokus der in Büchern und Internet zu finden ist.Diese Bilder sind 

lediglich irgendwelche Fantasien die mal irgendwer hatte oder gehabt hat der 

in solch einer Situation war so wie Du jetzt.

Wir haben in Deutschland wenigstens die Möglichkeit das auch in den Griff zu 

bekommen.

Dazu ist auch nicht viel nötig.Einfach den Tagesablauf so gestalten das man 

mal was anderes sieht.

Nach Möglichkeit jeden Tag was anderes.

Das fängt beim Einkaufen an.Nicht immer in den gleichen Supermarkt gehen 

sondern auch mal stöbern was weitere Supermärkte im Angebot haben.

Das geht auch mit vielen weiteren Geschäften so.

Spaziergänge können überall gemacht werden.In Städten ,Parks und vielen 

weiteren Anlagen die zur gemütlichen Erholung einladen.

Damit dürfte sich dein Problemchen nach und nach erledigen.

Das geht jetzt nicht von heute auf morgen.Dafür benötigst Du lediglich etwas 

Geduld.

Gruß Ralf

Antwort
von Netie, 96

Das Beides zusammen nicht geht, man dieser Bibelvers deutlich:

"Die Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere? Kann etwa ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch kann Salziges nicht süßes Wasser hervorbringen." Jakobus 3,12

Keine Auswirkung ohne Ursache.

lg

Antwort
von Eselspur, 133

Es gibt angstvolle Aspekte, die Religionen manchmal mit-transportieren.
Es gibt hilfreiche Ahnungen in uns selber.

Wenn du glaubst, bei dir ist der erste Punkt der entscheidende, lenk dich einfach ab. Die Angst wird sich wahrscheinlich geben.
Stimmt die zweite Möglichkeit, kannst du dich den liebenden Gott zuwenden.

Antwort
von Zwergio, 129

Du musst kein Christ sein, um ein guter Mensch zu sein. Sollte es also nach dem Tod eine Aufteilung von Gut und Böse (Hölle und Paradies) geben, sollte es vollkommen genügen, ein guter Mensch gewesen zu sein.

Dem solltest du dir bewusst sein.

Ich glaube nicht (und habe nie geglaubt) an das, was in religiösen Schriften aller Art steht, aber ich denke, dass es einen Ort für uns gibt nach dem Tod. An die Hölle denke ich dabei nicht!

Kommentar von Herzenslogiker ,

Zwergio stimme ich vollkommen zu. Wenn man "Christ sein" so übersetzt, daß man sich bemüht, die Liebe zu leben, trifft man genau den Kern. Wenn Jesus gesagt hat "Keiner kommt zum Vater denn durch mich", so hat er damit sicher nicht seine Person gemeint, denn dann würden alle diejenigen, die nie in ihrem Leben von einem Jesus gehört haben, nicht in den Himmel kommen bzw. lt. Kirchenlehre in der Hölle landen. Wenn man das Wort Jesus in der zitierten Bibelstelle anders auslegt und durch den Begriff "Liebe" ersetzt, bekommt auf einmal alles einen Sinn: "Keiner kommt zum Vater, wenn er nicht die Liebe lebt bzw. sich darum bemüht."

Antwort
von SibTiger, 146

Von einer buchstäblichen, mit Qualen verbundenen Hölle, geht man im Christentum höchstens noch in fundamentalistischen Richtungen aus.

Ansonsten betrachtet man die Hölle zumindest in der evangelischen Kirche eher als eine Art von Gottesferne. Ich selbst glaube nicht an die Hölle, und bin auch nicht besonders religiös, aber finde das ganz interessant.

http://www.theologe.de/theologe19.htm

Kommentar von sarahj ,

Da stellt sich dann die Frage, ob man in dieser Gottesferne nicht besser aufgehoben ist: wenn man sie die in der Bibel so beschriebenen Eigenschaften des Gottes so anschaut, ist das kein allzu sympatischer, umgänglicher und liebenswerter Charakter.
Das einzige was einem heute noch versprochen wird, ist in "seiner Nähe" zu sein.
Braucht man das? Und wozu? Wozu braucht er es? Um sich Bauchpinseln zu lassen?
Klingt dann doch eher ein bischen nach selbstverliebtem Psychopath. Oder?

Antwort
von nowka20, 38

wenn du höllenangst hast, bist du kein atheist, sondern lediglich noch ein suchender mensch

Antwort
von Centario, 142

Bie jetzt war noch keiner in der Hölle. Es ist nur Phantasie. Wenn du Atheist bist spielt der Himmel und die Hölle für dich keine Rolle. Wo die verbleiben ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich kommt ihr in sowas wie einen Warteraum bis zur endgültigen Klärung. Aber wie gesagt ist das noch nicht bekannt.

Antwort
von FooBar1, 136

Was denkst du den warum du in die Hölle kommen solltest?

Kommentar von Edmundbauer ,

Weil ich es nicht schaffe, so zu leben wie es die Bibel verlangt.

Kommentar von FooBar1 ,

Weil es ein uraltes Fantasy Buch ist :-) ich leb auch nicht nach Harry Potter

Antwort
von Garfield0001, 131

Atheist werden? 

Also entweder glaubeich an Gott oder ich tue es nicht. Wenn ich an Gott glaube, bin ich Christ und wenn ich an keinen Gott glaube, BIN ich Atheist. :-)

Überlege mal ob du dich an irgend einer Stelle selbst belügst in deinen Gedanken (was du möchtest) :-)

Antwort
von xmie05x, 90

Edmundbauer. Ich hatte dir schon öfters Fragen zum Christentum beantwortet. Schade, sehr schade, dass du dich plötzlich davon abwenden willst.

Als Christ muss man keine Angst vor der Hölle haben. Wenn du wirklich glaubst und deine Sünden bereust, dann wirst du auch nicht in die Hölle kommen. Gott liebt dich! Du bist sein Kind.

Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob ich an die Hölle glauben soll. Ich bin aber auch Christin und habe einen straken Glauben. Überleg doch mal, es gibt bestimmt Dinge, wo Gott dir geholfen hat und deine Gebete erhört hat. Es gibt ihn wirklich!! Ich bin mir sicher!

Übrigens: Du hast Angst vor der Hölle. Okay, aber warum willst du dann Atheist werden?! :D Als Atheist glaubst du nicht an Gott, würdest du dann nicht viel eher in die Hölle kommen? Ich verstehe dich nicht so.

Wie gesagt, ich glaube an den Himmel, aber nicht an die Hölle, wie mein Pfarrer. Ich denke, Christen, die WIRKLICH welche sind (nicht nur durch Taufe und Konfi) und ihre Sünden bereuen, kommen in den Himmel.

Wer nicht in den Himmel kommt, kommt vielleicht einfach nirgendwohin. Dann ist es halt einfach vorbei.

Wenn du nicht so überzeugt vom Christentum bist, vielleicht solltest du mal was anderes ausprobieren. Wenn du katholisch bist, geh doch mal in die evangelische Kirche. Dann gibt's auch noch viele Schwestergemeinden, z.B. die FEG oder so...

Ich persönlich bin evangelisch-lutherisch und halte nicht so viel vom katholischen Glauben.

Warum? War einmal in der Messe und kam mit vielen Dingen echt nicht so klar. Das widersprach meinem Glauben und teilweise der Bibel.

Liebe Grüße und Gottes Segen! Es gibt ihn echt!!! Gott lebt! :)

Kommentar von Edmundbauer ,

Es ist sehr schön, was du schreibst, aber die Bibel lehrt anderes. Weder Christ zu sein, noch seine Sünden zu bereuen, noch sündiren zu vermeiden reicht nach der christlichen Lehre aus um vor der Hölle erretett zu werden. Zum Glück ist das Christentum nur eine Möglichkeit von vielen und seine Warheit dadurch sehr unwahrscheinlich. 

Kommentar von pinkyitalycsb ,

Hast du denn überhaupt einmal richtig das Neue Testament gelesen? Du scheinst mir doch sehr verwirrt zu sein, denn was du hier schreibst, stimmt mit den Lehren Jesu Christi ganz und gar nicht überein!

Wenn du deine Sünden bereust und alles tust, um sie zu vermeiden, wenn du Gott liebst und deinen Nächsten wie dich selbst, wirst du sehr wohl errettet und brauchst keinerlei Angst vor einer Hölle zu haben!

An deiner Stelle würde ich mir Hilfe suchen, um die Bibel besser zu verstehen und dir deine unnötigen Ängste zu nehmen. Dann könntest du verstehen, dass das Evangelium eine frohe Botschaft ist und keine dunkle, angsteinflößende!

Kommentar von xmie05x ,

Ich stimme pinkyitalycsb zu. Befass dich mal mehr mit dem neuen Testament. Da wird doch so oft von Gottes Liebe zu uns erzählt. :) Und wir sind nicht hier, um Wahrscheinlichkeiten auszurechnen. :D Glauben heißt vertrauen. Vertraue in deinen Glauben und deine Erfahrungen. Und sprich mal mit einem Pfarrer. Wenn du willst, such ich dir gleich mal ein paar schöne Bibelstellen raus :) lg

Antwort
von comhb3mpqy, 24

Du stellst ja schon etwas länger Fragen über Religion. Du hast/hattest eine schwere Zeit, das hatte ich auch mal.

Mal ein Tipp an dich: Wenn du Angst vor der Hölle hast, dann glaub doch an Jesus. Wenn du das tust, warum solltest du dann noch Angst vor der Hölle haben? Es gibt viele Stellen in der Bibel, die Gottes Liebe, Vergebung und Gnade zeigen. Gott möchte auch dich nicht verlieren. Ich habe extra für dich mal ein paar Stellen rausgesucht, das dauerte gar nicht so lange und schon hatte ich einige gefunden. Diese könnten dir vielleicht helfen:


Johannes: 1,16; 3,16; 3,36; 5,24; 6,37; 6,47; 8,36; 10,27f.; 11,25f.

2. Korinther 5, 19f.;
Römer 1,17; 7,18 f; 8,1;
Jesaja 43,1;
Apostelgeschichte 16,31;

Du kannst mich auch mal anschreiben, wenn du möchtest, dann können wir privat schreiben. Und wie schon geschrieben, auch ich hatte mal eine schwere Zeit, gut, dass Gott mir geholfen hat.


Kommentar von Edmundbauer ,

Ich schaffe es weder ohne Sünde zu leben, noch alles zu tun um Sünde zu vermeiden.

Kommentar von comhb3mpqy ,

Was sind das denn für Sünden? Übrigens sündigen auch andere Menschen, auch wenn sie es nicht wollen.

Aber wenn wir um Verzeihung bitten und diese Sünden bereuen, so wird uns (denke ich) vergeben. Ich habe dir ja einige Stellen genannt. Und ließ mal Römer 8,1 das ist doch gut. Und auch Paulus tat sachen, die er nicht tun wollte.

Antwort
von GottLiebtSie, 37

Lieber Edmund,

kann es sein, dass Du in einer Umgebuung aufgewachsen bist, in der Dir eingeredet wurde, es gäbe so etwas wie ein "ewig brennendes Höllenfeuer" , in das alle hineingeworfe werden und ohne Chance auf Entkommen immer und ewig darin schmoren müssen, die nicht an den "Gott" dieser Lehre glauben wollen? Wenn ja - dieses Bild entspricht nicht dem Bild Gottes, das das Wort Gottes - die Bibel - uns wirklich vermitteln will!

Wenn Du möchtest, schreibe ich Dir gern mehr dazu!

Herzliche Grüße, Moritz

Antwort
von Gambler2000, 59

Du bist in deinem Herzen bereits Christ, auch wenn du das versuchst zu unterdrücken. Akzeptiere es doch einfach.

LG.

Kommentar von Edmundbauer ,

Nein , bin ich sicher nicht, sonst würde ich mich nicht wieder davon abwenden. Und wenn ich auf eine fundamentalistische islamische Seite reingefallen wäre, dann hätte ich jetzt vielleicht vor der muslimischen Hölle angst. Ich bin einfach auf ganz fundamentalistische Seiten voll reingefallen und da ich in den Weihnachtsferien zu viel darüber nachdachte hat sich das schnell indoktriniert. Und jetzt sitzt das tief und es braucht lange bis man diese Angst wieder ablegen kann. Ich glaube auch nicht mehr an das Christentum. ich halte es total unwahrscheinlich. Nur diese Ansicht muss sich erst noch festigen. Ich hatte 2012 auch total angst vor dem Weltuntergang,obwohl ich nicht wirklich dran glaubte und deswegen ist die Welt trotzdem nicht untergegangen. 

Antwort
von Whitekliffs, 117

Hebräer 2:

14 Da Gottes Kinder Menschen aus Fleisch und Blut sind, wurde auch Jesus als Mensch geboren. Denn nur so konnte er durch seinen Tod die Macht des Teufels brechen, der Macht über den Tod hatte.  15 Nur so konnte er die befreien, die ihr Leben lang Sklaven ihrer Angst vor dem Tod waren.  
Kommentar von sarahj ,

Kannst Du mir mal nachvollziehbar erklären, warum Dein Gott so ohnmächtig ist, daß er einerseits keine Macht über des Teufels Tun hatte, andererseits anscheinend nur durch dieses merkwürdig archaische Blutopfer diese brechen konnte?  Ihm viel wohl auch nichts besseres ein, als den Generationen vorher, die ihre Götter nur mit Blutopfern von Blitz, Donner, Hagel und schlechten Ernten abhalten konnten...

Kommentar von nobytree2 ,

Schön gesehen, dass die Hebräer-Stelle so allein völlig missverständlich ist. Diese Bibelstelle wollte nur aussagen, dass die Menschen gesündigt haben, Gott für die Menschen die Buße übernehmen wollte und daher Gott Mensch geworden ist. Aber auch die Bußübernahme war kein Erfordernis für Gott, sondern Ausdruck seiner Liebe zu den Menschen. Da Gott uns seine Liebe geoffenbart hat, entfällt jede Angst vor Gott (aber nicht notwendig die Ehrfurcht vor Gott). Das sollte eigentlich die Bibelstelle aussagen.

Kommentar von sarahj ,

ich kann diese Definition von "Liebe" nicht nachvollziehen. Ein allmächtiger Gott muss "seinen Sohn" derart leiden lassen, damit unsere Sünden vergeben werden? Das spricht sowohl gegen diesen Gott (besser: dieses Gottesbild), als auch gegen die Menschen, die sich in einer übersteigert narzistischen Selbstüberhöhung für derart wichtig halten, daß Gott in ihrem Gottesbild sowas nötig hätte. Kleine Kinder glauben auch, daß sich die ganze Welt nur um sie dreht und für sie da ist.

Dies mal ganz abgesehen von der bizarren Vorstellung einer Erbsünde. Einer Sünde, die erstens keine war, und für die die Kinder nicht die geringste Schuld trifft. Das allein ist schon Ausdruck einer überkommenen Vorstellung und natürlich in der barbarischen Vorstellung von Blutrache bregründet.

Kommentar von Zicke52 ,

sarahj, du sprichst mir aus dem Herzen. Das Problem ist für mich nicht "Gott", da ich nicht an ihn glaube. Das Problem ist für mich die völlig perverse Definition von "Liebe" der Gläubigen - das macht mir angst! Liebe ist für mich das Gegenteil!

Um beim Beispiel Jesu' Opfertod zu bleiben: das wäre so,  als wenn du mit deinem Nachbarn im Clinch liegst und ihm folgendes "Friedensangebot" machst: 'Ich bin bereit, dir zu verzeihen, aber unter der Bedingung, dass du mein Kind tötest! ' - So, wie Gott den Menschen erst verziehen hat, als sie seinen Sohn getötet hatten.

Kommentar von Whitekliffs ,

Ich hab mir hin und her überlegt, wie ich euch den Opfertod von Jesus erklären könnte. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es euch nicht erklären kann. 

Es ist einfach so, dass man den Weg, den Gott in seiner Liebe gewählt hat um uns zu retten, nämlich selber Mensch zu werden und unsere Sünde auf sich zu nehmen, menschlich nicht verstehen kann.

Man kann es erst verstehen wenn man es braucht. Ich erinnere mich noch ganz genau dan den Tag als ich im Garten sass und Gott mir eine Sünde nach der anderen vor Augen hielt. Ich wusste ganz genau, jetzt redet Gott. Das kann ich euch nicht beweisen, so etwas müsst ihr selber erleben.

Ich wusste ganz klar, dass ich verloren bin. Ich wusste ganz klar, dass ich so, wie ich bin, niemals in den Himmel kommen KANN. Das ging nicht. Und ich empfand das als total gerecht. Als total logisch. Trotzdem fühlte ich mich nicht verdammt. Im Gegenteil, ich fühlte mich geliebt. Ich wusste irgendwie, Gott redet aus Liebe zu mir.

Zuerst wusste ich nicht, wie ich meine Sünden loswerden kann und wie ich doch diese Trennung von Gott irgendwie überbrücken kann. Ich dachte zuerst, ich müsse 'besser' werden, aber das klappte nicht.

Erst nach einigen Monaten verstand ich plötzlich, dass ja genau dafür Jesus gekommen ist. dass er für mich gestorben ist. Dass ich ihm alles bringen darf was mich von Gott trennt und dass er mir vergibt.

Nicht umsonst sagt er "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben . Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."

Aber doch noch ein kleines Beispiel. Ich weiss nicht, ob ihr Kinder habt. Würdet ihr nicht auch euer Leben opfern für eure Kinder?

Kommentar von sarahj ,

ich gehe nur kurz auf Deinen letzten Satz ein: "Würdet ihr nicht auch euer Leben opfern für eure Kinder?"

Ja, aber das ist was ganz anderes. Die Frage hätte lauten müssen: "würdest Du dein Kind opfern, damit dein Nachbar für seine Tat nicht ins Gefängnis muss?"

Und nein, das würde ich nicht. Und Du bestätigst (was ich Dir hoch anrechne), daß dies nicht mit menschlichen Moralvorstellungen vereinbar ist.

Es ist sogar höchst unmoralisch - egal nach welchem Maßstab, wenn unschuldige Dritte für die Schuld anderer büßen müssen.

Auch das siehst Du genauso.
Allerdings gibst Du dann auf, und sagst: es ist halt so, und nicht nach unserem Maßstab zu beurteilen, bzw. nicht zu verstehen.
Und da sehe ich eine gewisse Unehrlichkeit: Du gibst damit Deine Moral komplett auf, und sagst "es wird schon gut sein, auch wenn ich es nicht so sehe". Du wirst zum Opportunisten.

Es gibt aus meiner Sicht nur zwei moralisch akzeptable Schlußfolgerungen:

a) man lehnt diesen Gott als unmoralisch ab. D.h. selbst wenn er existierte, wäre er böse, und ist es nicht wert, verehrt zu werden. Das wäre ein Antitheismus, oder vielleicht Satanismus, in dem ja auch die Erkenntnis steckt, daß Gott eigentlich böse ist, dieses die Christen nur nicht gemerkt haben bzw. eingestehen wollen.

b) man glaubt nicht an die Existenz eines solchen Wesens. Das wäre der Atheismus.

Auch wenn das jetzt vielleicht böse 'rüberkommt. Aber was Du tust ist Dir einen Kuschelgott zu schaffen, indem Du diese grundlegenden Fragen beiseite schiebst, und Dir lediglich das "gute, warme Kuschelgefühl" bewahrst. Das - so sehe ich es - ist aber komlett selbst gemacht. Ein warmes Kuschelgefühl ist es, was alle Religionsgemeinschaften, manche Drogen, guter Sex und vieles anderes bietet. Dazu muss ich nicht dieses böse Gottesbild mit ins Boot nehmen.

Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo sarahj

du schreibst:

"würdest Du dein Kind opfern, damit dein Nachbar für seine Tat nicht ins Gefängnis muss?"

Nein, würde ich nicht. Aber genau da sehe ich die grosse Liebe Gottes. So wichtig sind wir ihm. Es ist ihm nicht egal was mit uns passiert.

Ich meinte eigentlich, ich weiss nicht, warum es so gehen musste. Ich kann Gott nicht bis ins Tiefste verstehen, sonst wäre er ja auch kein Gott mehr. Ich akzeptiere tatsâchlich meine menschliche Begrenztheit und vertraue trotzdem meinem himmlischen Vater.

Kommentar von Zicke52 ,

sarahj, ich erlaube mir eine kleine Berichtigung: würdest du dein Kind opfern,  um den Nachbarn vor deiner EIGENEN RACHE zu schützen? - Gefängnis stünde ja außerhalb deines Einflussbereiches - Gott hat aber seinen Sohn (bzw. sich selbst) geopfert, um die Menschen vor einer Strafe zu schützen, die er SELBT geschaffen hat (Hölle). Und auch diese "Rettung" ist an eine Bedingung geknüpft: du muss diese unglaubwürdige Geschichte glauben. 

Kommentar von Zicke52 ,

Whitekliffs, du hast mein Beispiel verdreht. Darin steht der Nachbar, auf den ich böse bin, für die Menschheit, auf die Gott böse ist. Es geht also darum, den Nachbarn zu retten (vor MEINEM Zorn, nicht vor einem Ereignis, das außerhalb meiner Macht steht!), und um ihn also vor meinem Zorn und meiner Rache zu retten, gebe ich ihm mein Kind mit dem Auftrag, es zu töten? Nein, ich kenne keine Eltern, die das tun würden! Noch dazu, wo es ihnen ja frei stünde, dem Nachbarn ohne Bedingung zu verzeihen. Oder unter nachvollziehbareren Bedingungen wie "ok, zu bezahlst mir ein Bier, und dann Schwamm drüber" oder "du reservierst mir ein Kleines vom nächsten Wurf deines Rauhaardackels".

Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo Zicke52

ich kann da nur mit der Bibel antworten:

1.Korinther1

18 Ich weiß, wie unsinnig die Botschaft vom Kreuz in den Ohren derer klingt, die verloren gehen. Wir aber, die wir gerettet sind, erkennen in dieser Botschaft die Kraft Gottes. .....21 Gott hat eine Botschaft, die unsinnig erscheint, dazu benutzt, alle zu retten, die daran glauben. 22 So fordern die Juden Zeichen, und die Griechen suchen nach Weisheit. 23 Wenn wir also Christus als den Gekreuzigten verkünden, sind die Juden entrüstet und die Griechen erklären es für Unsinn.24 Für die aber, die von Gott zur Erlösung berufen sind - Juden wie Nichtjuden - ist Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25  Der scheinbar absurde Plan Gottes ist immer noch viel weiser als der weiseste Plan der Menschen, und die Schwäche Gottes ist weitaus stärker als die Menschen sind.

 

Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich nicht Gott bin. Aber ich freue mich, dass Gott sich selber geopfert hat um mich zu retten. 

Kommentar von nobytree2 ,

Ich wiederhole gerne, dass Gott es nicht "muss" oder "musste" oder "nötig hätte". Es war eher ein freiwillig gesetztes Zeichen seiner Liebe, und der blutige Tod war nichts tragisch-finales, da der Tod in der Auferstehung überwunden wurde. Das ist daher weder barbarisch noch pervers. Der Tod hat für manche nicht das letzte Wort im Christentum.

Erbsünde: Mit Schuld ist hier etwas anderes gemeint, nichts persönliches, sondern die Modifikation der menschlichen Natur aufgrund seiner Sündhaftigkeit. Diese Natur des Menschen wurde in Jesus erneuert. Das hat nichts mit Sünde im Sinne persönlicher Fehlentscheidung zu tun, Sünde ist insoweit äquivok.

Gott hat den Menschen auch nicht erst verziehen, nachdem sie Jesus getötet haben, auch nicht deshalb.

Ich zitiere mal den konservativen Bischof Ratzinger (ehemals Papst): "Von manchen Andachtstexten her drängt sich dem Bewusstsein dann geradezu die Vorstellung auf, der christliche Glaube an das Kreuz stelle sich einen Gott vor, dessen unnachsichtige Gerechtigkeit ein Menschenopfer, das Opfer seines eigenen Sohnes verlangt habe. Und man wendet sich mit Schrecken von einer Gerechtigkeit ab, deren finsterer Zorn die Botschaft von der Liebe unglaubwürdig macht"  Einführung in das Christentum, Neuausgabe München 2000, 264

Also bitte die Kirche im Dorf lassen und den christlichen Glauben nicht mit grauenhaften Ausdeutungen unglaubwürdig machen.

Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo nobytree

reden wir aneinander vorbei?

Nein, Gott verlangte kein Menschenopfer. ER SELBER hat sich freiwillig geopfert. Er hat seine Göttlichkeit abgelegt, die 'Himmel' verlassen und wurde Mensch um für uns sterben zu können.

Ja, es ist die menschliche Natur nach dem Sündenfall, die uns von Gott trennt. Daraus resultieren dann die einzelnen Sünden.

Kommentar von sarahj ,

es ist nett, wenn man den eigenen Glauben immer wieder so verdrehen kann, daß es gerade passt.

"Er selbst"?

Wieso hat Jesus am Kreuz gerufen "oh Gott warum hast Du mich verlassen?" ( Mk 15,34  Mt 27,46 )
(jetzt komm ich ausnahmsweise auch mal mit Bibelzitaten)

Kommentar von Whitekliffs ,

Das ist richtig und das wollte ich zuerst auch noch schreiben, habe es dann aber gelöscht.'Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

Vater, Sohn und Heiliger Geist sind EINS. 

Ein Teil von Gott sozusagen (wie kann ich es anders ausdrücken?) hat den Himmel verlassen und wurde Mensch. Der Tod am Kreuz war nicht das Schlimmste. Es sterben ja genug Menschen einen Märtyertod, das ist ja nicht das Besondere.

Aber da, an dem Moment, da hat er alle Sünden getragen von der gesamten Menschheit. Er, der nie irgendwie gesündigt hat, noch nichtmal in Gedanken, musste den ganzen Schmutz von Pädophielen, vom Naziregime, von.....mir...tragen. Wurde damit beschmutzt, besudelt, ....und da zerbrach diese ungetrübte Einheit zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn (an dem Moment eben Mensch) und das war furchtbar.

Aber kurz danach sagt er 'es ist vollbracht': mein Auftrag ist gut geendet, ich habe die gesamte Schuld der gesamten Menschheit tragen können; Sie haben jetzt Zugang zu Gott-Vater, wenn sie wollen'

So, reicht erst mal;

Kommentar von nobytree2 ,

@sarahj: Manchmal dreht man den Glauben auch wieder richtig. Es ist tatsächlich eine Drehung aus dem mittelalterlichen (nicht aber: antiken) Verständnis des Kreuzestodes.

Jesus spach das "Eli, Eli lama sabachtani", indem Er den Psalm 22 teilweise (S. 2) wiederholte und so quasi die Verbindung zu den Aussagen im Psalm 22 hergestellt hat. Daraus wird deutlich, dass Jesus mit dem Tode den Psalm erfüllt.

https://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2012/documents/hf_ben-xv...

Die Seite war bei mir kaputt, ich habe den Inhalt in Word kopiert, dann ging es.

Andere deuten das noch dahingehend: Die Menschheit Christi trennt sich bei Jesus kurz vor seinem Tod von der Anschauung Gottes, quasi als erster Tod (Tod im christlichen Sinne = Trennung). Diese Trennung erfuhr die menschliche Natur Christi und stellt für ihn ein extremes Leiden dar. Dennoch ruft Jesus in dieser Trennung weiterhin Gott an und bleibt uns ein Beispiel, in höchster Not, oder wenn wir uns gar durch die Todsünde von Gott getrennt haben, weiterhin Gott anzurufen. Ferner hat Jesus auf diese Weise den Schmerz der Todsünde - das Getrenntsein von Gott - (obwohl er nie gesündigt hat) gefühlt, ist auch diesen Menschen nahe gekommen und zeigt ihnen den Weg.

Aber die Vatican-Deutung lege ich primär ans Herz.

Kommentar von nobytree2 ,

@Whitecliffs. Wir reden deswegen aneinander vorbei, weil mein Kommentar sich nicht auf Dich, sondern auf sarahj und zicke52 bezog :-)

Kommentar von Zicke52 ,

nobytree2, also Jesus ist nicht zur Sühnung unsere Sünden gestorben?? Na, solltest du Christ sein, bist du wohl der einzige, der diese Meinung vertritt.  Bleibt nur die Frage: WARUM ist er dann gestorben?

Das gleiche gilt für die Ausführung von Benedikt: er erklärt zwar, warum Christus NICHT gestorben ist - aber wo bleibt die Erklärung, WARUM er gestorben ist?

Antwort
von stine2412, 73

 Edmundbauer, du solltest dich mit der Bibel in der von PWolff
vorgeschlagenen Weise beschäftigen. Denn dass du Atheist werden
willst, hängt mit der  dir beigebrachten Angst vor der Hölle zusammen. Du
solltest dir vielleicht auch die Frage stellen, ob die Höllenlehre mit
einem liebevollen Gott vereinbar ist. Die Bibel schreibt von einer ewigen Vernichtung. Ich kopiere dir mal was:

Jud. 7 (Lu): „So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die Pein des ewigen Feuers.“ (Das Feuer, durch das Sodom und Gomorra zerstört wurden, hörte schon vor Tausenden von Jahren auf zu brennen. Doch seine Auswirkungen haben angedauert; die Städte sind nicht wieder aufgebaut worden. Gott brachte jedoch nicht nur über die Städte ein Strafgericht, sondern auch über ihre bösen Bewohner. Was ihnen widerfuhr, ist ein warnendes Beispiel. Jesus sagte gemäß Lukas 17:29, sie seien ‘vernichtet’ worden; aus Judas 7 geht hervor, daß es sich dabei um eine ewige Vernichtung handelte.)

Gott gibt uns zwei Optionen -

die eine zur ewigen Vernichtung, also tot bleibt tot

oder die andere zum ewigen Leben und Auferstehung von den Toten. Das ist ein Versprechen Gottes.

Antwort
von lovegod, 23

Da kannst du gar nichts machen weil das Warheit ist. Warum bittest du denn nicht Gott dir Zeichen zu geben, dir helfen zu glauben? Frag ihn, such ihn und er wird dir antworten. Er liebt dich.

Kommentar von Edmundbauer ,

Wenn du die Behauptung aufstellst , das ist die Warheit, dann begründe dies bitte, ansonsten glauben Millionen von Leuten da draußen das sie die einzige Warheit kennen würden, aber alle wiedersprechen sich. Aber du wirst es nicht begründen können, weil es schlicht und einfach Glaubenssache ist. Ich behaupte einfach mal KEIN Mensch weiß ob es Gott gibt, aber sehr viele glauben es. 

Kommentar von lovegod ,

Ich glaube es weil ich Gott gefragt habe. Ich glaube es nicht weil ich es denke sondern weil ich ihn gesucht habe. Deshalb wie schon erwähnt, frag ihn einfach. Und sonst kannst du auf mein Profil gehen da bei den hilfreichsten antworten steht meine zusammenfassung warum ich an Gott glaube. Aber wenn du mir nicht glauben willst, und einem anderen Menschen nicht glauben willst dann frag ihn. Nur er wird dir antworten können und dich auf den richtigen Weg leiten, kein anderer.

Kommentar von lovegod ,

Warum schaust du dir nicht einfach Nahtoderfahrungen an, Zeugnisse von Menschen warum sie eben an Jesus glauben und das alles? Ich kann dir sehr viele verlinken. Kann es sein das du dir ausreden willst das es Gott gibt aber dennoch glaubst das es Gott gibt? Sonst kann ich dir auch schreiben irgendwo wenn du das möchtest und dir alles genau erklären

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