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Atheismus und weiter?

Frage von Nurosel Nurosel

Aktuell zu einem anderen Threat

An was glauben Atheisten? Was gibt ihnen das Leben? Wie stellen sie sich den Tod und das eventuelle danach vor? An was lehnen sich Atheisten an, wenn sie eine schlechte Zeit (Krankheit, Armut, Verzweiflung, Verlust von Angehörigen usw...) haben?

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Antworten (12)

  • 8
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von gfuser9283 gfuser9283

    Atheismus ist keine Bewegung oder Gemeinschaft wie es bei den Religionsanhängern der Fall ist. Sie sind nicht organisiert und bilden keine Einheit, deswegen kann man sehr schlecht sagen: "die Atheisten sind so und so". Der einzige Punkt, der die Atheisten verbindet ist, dass sie nicht an einen Gott, also ein allmächtiges reales Wesen glauben.

    Sie leben genauso, wie jeder andere auch. Jeder hat seine eigene persönliche Motivation zum Weitermachen. Bei einem ist es die Familie, bei dem anderen die Arbeit oder der Fußballklub.

    Man kann aber sagen, dass Atheisten im Allgemeinen weniger dogmatisch und ignorant sind als Religionsanhänger. Aus diesem Grund wird die Weltanschauung vieler Atheisten durch die Wissenschaft, also durch Logik und harte Fakten geformt. Die wissenschaftliche Sicht des Todes ist einfach (wenn sie auch noch nicht bis ins Detail geklärt ist, so gibt es keine Widersprüche): Unser Bewusstsein, also was wir als Ich bezeichnen und was Gläubige als Seele oder Geist bezeichnen ist ein komplexer Biochemischer Prozess im Gehirn. Wir sind eine biochemische Maschine. Diese Maschine braucht Nährstoffe, wie ein Auto Benzin und Öl braucht. Wird die Nährstoffzufuhr unterbrochen, so werden die Prozesse unterbrochen und man ist tot. Das Ich das der Dynamik im Gehirn entspricht, hört auf zu existieren. Es gibt kein Danach, kein Himmel, keine Hölle, kein Schmerz, keine Sorgen, keine Freude, nichts des gleichen. Man ist einfach nicht mehr da, man existiert nicht mehr. Die Verstorbenen "leben" nur in unseren Erinnerungen weiter. Das ist auch ein wesentlicher Stützbein des Atheismus, denn viele Gläubige, sind nur deswegen gläubig, weil sie auf ein besseres Leben nach dem Tod hoffen und auch hoffen, dass ihren Liebsten dort besser geht.

    In schlechten Zeiten suchen Atheisten genauso, wie jeder andere, Trost und Hilfe, aber nicht bei Gott, weil es für sie sinnlos ist, wie mit einer Wand zu reden. Nur die Menschen können sich helfen und vor allem, man kann sich selbst helfen. Man hofft nicht, dass irgendein höheres Wesen ihnen Kraft gibt, sondern sie vergegenwärtigen sich, dass sie diese Kraft selbst in sich haben. Kraft zum Aufstehen und Weitermachen. Da es kein Leben nach dem Tod gibt, versuchen die Atheisten aus ihrem Leben hier und jetzt das Beste zu machen, also zum Beispiel nicht für jemanden Beten, sondern stattdessen lieber zu dem Menschen, der Hilfe braucht persönlich sprechen.

    Das ist nur ein kleiner Einblick in den Atheismus.

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    Nurosel, Du hast hiermit die bislang beste Antwort zu Deiner Frage.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    gute antwort, auch wenn die ebenfalls atheismus zu sehr mit naturalismus verbindest. kommunisten z.b. waren keineswegs tolerant, dafür aber extrem dogmatisch (einige).

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Was du wohl unter Kommunismus verstehst ist die reale Umsetzung in einigen Ländern, vor allem in der ehemaligen UdSSR. Das hat aber nichts mit dem Atheismus an sich zu tun.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    doch den der reale kommunismus war atheistisch. nicht umsonst behaupten soviele christen gerne, wie schlimm sie doch unterdrückt wurden. natürlich gab es auch religiöse etc., der kommunismus an sich lebt aber ohne eine gott, ist also atheistisch - eine ideologie halt. stalin war (außer in seiner kindheit) atheist und seine gefolgschaft war, was seine befehle etc. anging sehr dogmatisch.

    Kommentar von Charlyweisswas CharlyweisswasCharlyweisswas

    "kommunismus an sich lebt aber ohne einen gott"

    Naja, aber nach der Logik wäre doch unsere soziale Marktwirtschaft heute auch atheistisch, oder? Und der Kapitalismus auch. Und die BRD und die EU.

    Verschwurbeln wir hier nicht politische Gesinnung und Ideologie mit einer Weltanschauung? Kann man das überhaupt miteinander verweben?

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    ich meine die ideologie kommunismus und die daraus resultierenden historischen ereignisse. planwirtschaft allein ist natürlich nicht atheistisch sondern einfach nur ein wirtschaftssystem. und wenn dir kommunismus als beispiel nicht gefällt dann nehmen wir halt den führerkult nordkoreas oder der kaiserkult im alten rom.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Naja, aber nach der Logik wäre doch unsere soziale Marktwirtschaft heute auch atheistisch, oder?

    Theoretisch könnte man Marktwirtschaft ja mit Theismus verbinden, z.B. indem man Orakel befragt. Nachdem wir das nicht machen, ist sie atheistisch. der Kapitalismus ebenfalls.

    Atheismus ist ja keine Weltanschauung

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Ich glaube nicht an Gott, aber OMG! ^^ So viel Unwissen (auch geschichtliches) , logische Fehlschlüsse und Unterstellungen in so einem kleinen Absatz.... Da weiß man schon gar nicht, welche Aussage mal als erstes auseinander nehmen sollte...

    Bilde dich doch bitte weiter oder geht wo anders spielen.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    scheinbar willst du nicht verstehen, das atheismus überhaupt keine ethischen grundsätze aufweist und sowohl in demokratie/humanismus als auch in diktaturen auftreten kann. nicht mehr und nicht weniger will ich sagen.

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Und ich will dir sagen, dass es absolut triviale Aussage ist, die nicht mal erwähnenswert ist, da Atheismus nichts mit politischen Systemen zu tun hat. Was du sagst ist auch: "scheinbar willst du nicht verstehen, das Brotessen überhaupt keine ethischen grundsätze aufweist und sowohl in demokratie/humanismus als auch in diktaturen auftreten kann." Genau das sagst du. Total trivial und hat nichts mit dem Thema zu tun.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    natürlich ist die aussage theoretisch unnötig aber du hast atheismus in deiner antwort mit skeptizismus und naturalismus etc. verbunden was aber nicht zwangsläufig so sein muss

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Jetzt schaue nach oben und lese dir mein Text noch mal durch. Ich habe geschrieben, dass man nicht verallgemeinern kann. Ich habe auch geschrieben, dass viele (für dich: viele != alle) den Kopf benutzen und die Wissenschaft akzeptieren und dann kommt alles von selbst.

  • 11
    Antwort von silentpain011 silentpain011

    Atheisten glauben an das wofür es Beweise gibt.

    Sie lehnen sich nicht an einen Imaginären "Gott" wenn sie schlechte Zeiten haben sondern setzen sich mit ihren Problemen auseinander statt die Lösung in der Bibel oder so zu suchen.

    Was ihnen das leben gibt? Ist das Leben denn nur Lebenswert wenn man an eine höhere Macht glaubt??

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    ich finde es kritisch, gott als imaginär zu bezeichnen, denn selbst als atheist wirst du zugeben müssen, dass die existenz gottes auch nicht widerlegt worden ist. somit ist gott nicht eingebildet.

    es ist auch eine verallgemeinerung zu sagen, alle leute, die an gott glauben, suchen lösungen für ihre probleme in der bibel. 1. gibt es mehrere religionen und 2. ist gott doch nicht an eine religion gebunden. ich kann an gott glauben ohne mich zu 100% einer religion zuzuordnen. und wenn ich probleme habe, setze ich mich durchaus damit auseinander, aber ich sehe dinge vielleicht manchmal einfach in einem größeren kontext.

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Gott ist imaginär, dass ist nun mal die Faktenlage oder hast du irgendwo einen Hinweis auf einen /den Gott gesehen? Die Frage ist doch warum sollte man an etwas glauben, was nur der Fantasie entsprang.

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    und wie beweist du nun, dass gott nur der fantasie entsprungen ist? denn auch das kannst du nicht beweisen und somit gibt es keinen anhaltspunkt, zu glauben, gott wäre imaginär. nicht beweisbar zu sein ist kein beweis, dass etwas nicht existiert.

    hinweise auf gott... ich weiß ganz genau, dass jeder hinweis, den ich hier auflisten würde, für dich kein hinweis wäre, weil es in deinen augen entweder unlogisch oder einbldung wäre und somit hat eine diskussion hier glaube ich auch wenig sinn. ich wollte mit meinem kommentar auch keine starten, denn jedem sein glaube -- ich kann und will hier keinen meinen glauben aufzwingen. für mich klang die antwort nur nach einer wenn auch nicht extremen verallgemeinerung, nach der gläubige menschen stets keinen sinn für realität haben, wobei ich da vielleicht einfach schon etwas empfindlich bin. (denn nein, wir leben nicht hinter dem mond und wissen von der evolution)

    Kommentar von hastatis hastatis

    ich stimm dir zu das gläubige menschen natürlich einen sinn für realität haben, und ich finde aucc, jedem seinen glauben, ich finde aber, man kann doch nicht einfach sagen, dass etwas existiert, weil man keinen beweis dafür hat, das etwas nicht existiert.

    ich kann auch behaupten, dass es schwarze magie und untote gibt, beweise mir das gegenteil . kannst du das? wahrscheinlich nicht, also gibt es zombies und schwarze magier?

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    klar ist es schwieriger, etwas zu widerlegen, weil es selten einen konkreten beweis gegen etwas gibt, während man, wenn man einen beweis dafür gefunden hat, die annahme auch automatisch belegen kann. das streite ich nicht ab und wie gesagt: jeder kann eh nur das glauben, was er glaubt. für mich ist es nur kein argument, nicht zu glauben, nur weil man etwas nicht allgemein gültig beweisen kann.

    aber die sache ist die: glaube ist etwas persönliches. der unterschied zwischen wissen und glauben ist vertrauen. bis man das, woran man glaubt, eindeutig beweisen kann, braucht man dazu vertrauen -- und was ist persönlicher als vertrauen zu finden? jeder, der glaubt, hat seine gründe und seine eigenen beweise. nein, ich glaube nicht an zombies, weil mich derzeit nichts daran veranlasst, daran zu glauben. aber es gibt dinge, die mir ausreichen, damit ich an gott glauben kann (auch, wenn es zugegebenermaßen phasen des zweifelns gibt. es ist nicht so, dass ich mich einfach glaube und mich damit nie auseinandergesetzt habe... aber am ende bin ich bisher immer bei zum gleichen schluss gekommen.) ich weiß aber, dass die dinge, die mich glauben lassen, für einen anderen keine beweise sind. argumente manch anderer leute, die an gott glauben, würden mich auch nicht überzeugen... daher werde ich hier auch keine beispiele nennen.

    was das glauben ohne jegliche beweise angeht, wenn man für sich persönlich also nichts findet, was auf gott hindeutet: ich bin kein naturwissenschaftler, aber soweit ich weiß, gibt es viele wissenschaftliche theorien, die nicht bewiesen, aber anerkannt sind, nur weil sie in sich logisch und schlüssig sind. die inflationstheorie zum beispiel... mit anderen worten: man glaubt daran, nur weil sie sinn machen. (wissenschaftler mögen mich hier gerne eines besseren belehren... hierbei handelt es sich um meinen stand des wissens) und wie viele dinge gibt es, die man lange nicht beweisen konnte? hättest du vor 500 jahren geglaubt, dass sauerstoff in der luft ist, wenn es dir jemand erzählt hätte?

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Deine Logik ist ja die: Man hat nicht bewiesen, dass es A nicht gibt, also gibt es A. Der Fehlschluss ist eindeutig.

    Es gibt nun mal keinen Hinweis auf Gott. Ein Hinweis muss durch andre überprüfbar sein. Alles was du zu sehen glaubst, kann genauso gut eine Einbildung sein. Unser Gehirn spielt uns sehr viel vor.

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    und deine logik ist: A ist nicht beweisbar, also gibt es A nicht. das kann genau der gleiche fehlschluss sein wie meiner, nur eben in die andere richtung.

    nein, ein hinweis macht uns auf etwas aufmerksam. ein beweis muss überprüfbar sein. wenn ich nun auf grund einer menge von hinweisen für mich auf etwas schließe ist es vielleicht für keinen überprüfbar, aber für mich grundlage genug zu glauben.

    und ja, unser gehirn spielt uns viel vor -- aber worauf stützen wir dann irgendetwas, das wir wahrnehmen? wenn ich dir sage, dass die flasche, die neben mir steht grün ist, vertraust du dann meiner wahrnehmung, dass die flasche wirklich grün und nicht doch blau ist? und kann ich darauf vertrauen, ohne vorher jemand anderen zu fragen, ob er sie auch als grün wahrnimmt? zu sagen, dass etwas das ich wahrnehme nur einbildung sein könnte ist für mich insofern kein argument als dass hier mein wort gegen deines steht.

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    Tinkerbell, es tut mir leid dass ich das hier in der Öffentlichkeit ausbreiten muss, aber ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen.

    Wann bekomme ich die 300 Euro wieder die Du Dir von mir geliehen hast??!!??

    Kommentar von silentpain011 silentpain011silentpain011

    wow machst du das jetzt um sie zu ärgern?

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    Nein. Nicht im geringsten will ich Tinkerbell ärgern. Nur ne kleine Hilfestellung in Sachen formaler Logik geben.

    Da man ja ihrer Meinung nach keinerlei Beweispflicht unterliegt, bin ich frei zu behaupten und zu fordern was immer ich will und habe scheinbar schon durch das bloße Aufstellen einer Behauptung mindestens zu 50% recht in dem was ich sage.

    Zusätzlich kann sie nicht beweisen dass ich ihr keine 300.- geliehen habe, ergo steht es nun um so mehr im Raum dass dem so ist und sie mir die 300.- schuldet.

    So funktioniert das doch bei Dir, Tinkerbell?


    Darf ich Dich korrigieren?

    und deine logik ist: A ist nicht beweisbar, also gibt es A nicht. das kann genau der gleiche fehlschluss sein wie meiner, nur eben in die andere richtung.

    Nö. Ist es nicht. Schon alleine deswegen weil keiner sagt A gibt es definitiv nicht, sondern die Aussage lautet: Es gibt keinerlei vernünftigen Hinweis auf A, also habe ich –vernunftbegründet– absolut keinen Grund von einer Existenz von A auszugehen. Und das muss keiner begründen oder beweisen.

    Ihr erstellt die These dass A existiert, Ihr seid in der Bringschuld des Beweises für die Existenz für A. Nicht anders herum.

    So einfach ist das.

    .

    Oder noch einfacher erklärt.... Hier der Unterschied zwischen konventioneller und religiöser Logik:

    http://www.dwasifar.com/baseball.jpg

    .

    Verstanden? Oder willst Du meine Kontodaten?

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7
    1. sag ich schon die ganze zeit, dass ich hier niemanden bekehren will -- und eigentlich wollte ich nicht diskutieren, sondern einfach nur kurz anmerken, dass nicht jeder mensch, der an gott glaubt, gleich ist und lösungen auf seine probleme im hier und jetzt sucht. denn wie ich die antwort empfunden habe war sie verallgemeinernd. ich denke daher nicht, dass ich in bringschuld bin. es ist ja ok, wenn jemand nicht an gott glaubt, aber es wäre schon schön, wenn man es auch akzeptieren würde, wenn es jemand tut. ich lasse mir meinen glauben nicht nehmen, weil jemand mir sagt, dass alles, was ich als glaubensgrundlage habe, hirngespinste sind. aber die formulierung "dein wort gegen meines" war mit sicherheit nicht treffend gewählt, tut mir leid.

    2. meine persönliche meinung basiert auf meinen persönlichen erfahrungen und nicht auf aus der luft gegriffenen aussagen. und ich denke hier spielt das in so fern eine rolle, als dass mein glaube keinem anderen schaden wird, während eine anschuldigung das schon tut. daher finde ich, dass das eine ganz andere situation ist.

    und zum thema man hat automatisch zu 50% recht, wenn man eine behauptung aufstellt: sag mir mal meinen namen und wo ich wohne und du wirst es nicht wissen ;)

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    aber es wäre schon schön, wenn man es auch akzeptieren würde

    Ich soll das also akzeptieren?

    Wenn Ihr Euch Euren Glauben leisten könnt, hätt ich damit kein Problem. Nur kommt zum Beispiel nächten Monat der Vizegott in Frauenfummel nach Deutschland und das ganze wird mitunter von meinen Steuerabgaben finanziert. Entschuldige wenn mir sowas latent auf den Sack geht.

    Weiterhin hätt ich keinerlei Problem mit Deinem Glauben, müsste ich mit meinen minderjährigen Kindern beim Spazierengehen nicht alle Nase lang über eine lebensechte Darstellung einer barbarischen römischen Hinrichtungsmethode stolpern. Auch das geht mir latent auf den Sack wie Du vielleicht auch noch nachvollziehen kannst.

    Weiterhin wird mir alle paar Wochen von irgendeinem Deiner weniger liberalen Glaubenskollegen erzählt, ich hätte für alle Zeiten elendig zu brennen, weil ich nicht das gleiche zu glauben gewillt bin, was er sich zu glauben ausgesucht hat. Wobei mir das jetzt aber weniger auf den Sack geht, als dass es ob seiner infantilen Komponente mich amüsiert.

    Und all das ganze muss ich nun warum bezahlen und ertragen und überhören? Weil Ihr Behauptungen in die Welt setzt, die zwar angeblich unendlich wichtig für den Menschen sind, nur könnt Ihr einzig den verdammten Nachweis für die Richtigkeit dieser Behauptung nicht erbringen. Na bravo!!

    Ich zahl und ertrage und überhöre also was, das mir keiner belegen oder nachweisen kann, weshalb ich das überhaupt tun muss.

    Dass das nervt? Ist das irgendwie verständlich?

    Die Frage mein ich ernst.

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    erst mal möchte ich festhalten, dass glaube nicht das gleiche wie religion ist und zweitens steht hier nirgendwo, was genau ich glaube. denn ich bin mir sicher: für das, was ich glaube, zahlst du keinen cent.

    es ist schwarz-weiß-malerei alle, die in irgendeiner form an gott glaubt in ein und den selben topf zu hauen.

    und ganz abgesehen davon... seien wir ehrlich, kein argument, das wir bringen, könnte euch überzeugen, solange ihr gott nicht mit eigenen augen gesehen oder mit eigenen ohren gehört oder gefühlt habt. wenn ich sagen würde gott kommt jeden sonntag um 4 zum kaffee vorbei -- würdet er es glauben? welcher beweis wäre euch gut genug?

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    denn ich bin mir sicher: für das, was ich glaube, zahlst du keinen cent.

    Ich zahle für Leute die Glauben. Ob nun Deine privaten Irrationalitäten deckungsgleich mit denen der Katholen sind, interessiert mich dabei nicht sonderlich. Ihr meint halt es gäbe da was Bewusstes, das außerhalb jedweder Rationalität, Naturgesetzlichkeit und Nachweisbarkeit steht. Eine transzendente Entität. Welche Farbe die nun hat ist zweitrangig.

    und ganz abgesehen davon... seien wir ehrlich, kein argument, das wir bringen, könnte euch überzeugen

    Nö. Komplett falsch. Ich glaube dann etwas, wenn es mir wahrscheinlicher denn unwahrscheinlich erscheint, dass diese Sache in der tatsächlichen Realität existiert. Ganz so wie man das halt macht wenn man mit Vernunft an eine Sache geht. Zeige mir mittels Argumenten, Hinweisen, wasauchimmer auf, dass Dein Gott wahrscheinlicher denn unwahrscheinlicher ist, und ich glaube AUGENBLICKLICH an ihn. Null Problem hätt ich damit.

    Ich glaube namlich nicht weil ich nicht will, sondern weil die vorhandenen Argumente nicht überzeugend sind.

    welcher beweis wäre euch gut genug?

    Ein funktionierender. Zum Beispiel so was hier:

    Ein Beweis (lat. argumentatio) ist ein Verfahren, bei dem die Wahrheit eines Satzes durch die Zurückführung auf bereits als wahr Anerkanntes sichergestellt wird. (Wiki)

    Und eine kleine Anmerkung meinerseits...

    Wahrheiten haben es meist an sich einleuchtend und leicht vermittelbar zu sein. Wie seltsam es jedoch ist, dass das mit Eurem Gott irgendwie nicht klappen will, was?

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    wie schon gesagt werde ich nicht meine lebensgeschichte erzählen um irgendjemandem etwas zu beweisen. es ist eure sache, was ihr glaubt oder nicht glaubt.

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    Deine Lebensgeschiche wäre auch kein Beweis für Gott, egal wie sie ausfällt, da persönliche Erfahrungen eben keinen Beweis darstellen. Insofern spar Dir das bitte gerne.

    Kommentar von 1stein 1stein1stein

    und wie beweist du nun, dass gott nur der fantasie entsprungen ist? denn auch das kannst du nicht beweisen und somit gibt es keinen anhaltspunkt, zu glauben, gott wäre imaginär. nicht beweisbar zu sein ist kein beweis, dass etwas nicht existiert.

    http://i52.tinypic.com/auv4wi.jpg

    Kommentar von Charlyweisswas CharlyweisswasCharlyweisswas

    Sehr lustig!

    Irgendwie scheint gläubigen Menschen nicht einzuleuchten, dass sie mit dem Argument "ihr könnt nicht die Nichtexistenz beweisen" ihren Gott auf eine Stufe mit dem Osterhasen, dem Weihnachtsmann, dem rosa Einhorn und einem achtarmigen Wurstbrot (s.u.) stellen.

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    sehr lustig.

    irgendwie scheint ungläubigen menschen nicht einzuleuchten, dass herablassendes verhalten trotzdem fehl am platz ist.

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    sehr lustig.

    irgendwie scheint ungläubigen menschen nicht einzuleuchten, dass herablassendes verhalten trotzdem fehl am platz ist.

    Kommentar von silentpain011 silentpain011silentpain011

    Wenn ich mich auch mal einmischen darf: "Herablassend" ist dies ganz und garnicht. Ich glaube das hat hier keiner böse oder beleidigend gemeint.

    Aber wie du schon sagst "ungläubige menschen", das klingt auch nicht gerade fein.

    Menschen kommen nciht damit klar, das dies möglicherweise alles ist was es gibt, und es keine Höhere Macht gibt die auf flauschigen Wolken wohnt und nichts besseres zu tun hat, als 6 milliarden Menschen zu managen. Selbst wenn es einen Gott gäbe, währe dieser sicher ganz anders. Ihr stellt euch das so vor, das ihr bei rot über die Straße gehen könnt weil euch ja sicherlich ncihts passiert da "Gott" dies ja sicherlich nie zulassen würde. Viele von euch beten zu Gott weil sie denken sie haben dadurch mehr Glück.

    Andere beten, damit sie nicht Gottes Zorn trifft. Das wahr doch die uhrsprüngliche Form eines Gottes oder nicht? Blutige Opfer zu bringen,beten das er sie nicht wie eine Küschenschabe zerquetschen möge.

    Dies hat sich aber im Laufe der Jahrhunderte sehr verharmlost.

    Menschen glauben an etwas, weil sie nicht sehen wollen das es niemanden gibt der irgendwie aufpasst.

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    Sorry, aber herablassender als so zu tun, man wüsste um den Schöpfer des gesamten Universums bescheid, kann man sich gar nicht äußern. Als Christ oder Moslem sieht man sich sogar noch als das zentrale Thema jener Schöpfung. Der Gipfel aller Arroganz. Da können wir Atheisten reden so lange wir wollen, derart herablassend zu werden, schaffen wir erst gar nicht.

    .

    Abgesehen davon dass Charlys Kommentar nicht mal herablassend, sondern formallogisch richtig ist. Nur weil Dir der Inhalt nicht gefällt, ist es nicht automatisch arrogant.

    Kommentar von soulbridge1 soulbridge1soulbridge1

    @ gfuser9283

    Gott ist imaginär, dass ist nun mal die Faktenlage oder hast du irgendwo einen Hinweis auf einen /den Gott gesehen? Die Frage ist doch warum sollte man an etwas glauben, was nur der Fantasie entsprang.

    Soso .... : Dann ist aber auch Faktenlage, daß alle Deine Kindheitserlebnisse, die Du nicht beweisen kannst, ebenso immaginär sein müssen. Oder hast Du irgendwo für alles Beweise, was Du erlebt hast?

    Die Frage ist doch, warum sollte man Dir etwas glauben, was nur Deiner Fantasie entspringt?

    ;-)

    Du benutzt das Prinzip der inversen Logik, aber das ist nicht immer anwendbar: "Eine Katze hat 4 Beine, also ist alles mit 4 Beinen eine Katze." Unsinn

    "Die Erde ist eine Scheibe, denn noch niemand hat einen Hinweis dafür gefunden, daß sie eine Kugel ist." Unsinn .... inzwischen weiß man es ja sogar.

    "Für Leben muß es Sonnenlicht geben." Wiederlegt

    "Es gibt in der Tiefsee keine Qualle mit einem Durchmesser von 10 Metern". Warten wirs ab..... ;-)

    "Es gibt kein exraterristisches Leben ....?" Wer weiß ;-)

    Kein Beweis, kein Gegenbeweis.

    Kein Fakt, kein Gegenfakt.

    Der Mensch ist so winzig, es würde im Universum nicht einmal auffallen, wenn unsere gesamte Galaxie verschwinden würde, was weiß da schon der Mensch?

    Wir reden hier über Wesen, was wir mit Gott bezeichnen. Also über etwas, was so viel gewaltig größer und mächtiger ist, als es sich jedes Wesen im Universum auch nur im entferntesten vorstellen kann. Etwas, was vielleicht schon vor dem Universum existierte und auch danach. So eine Existenz soll ein Mensch begreifen, erfassen oder gar unter ein Mikroskop legen können? Ausmessen? Vielleicht mit einem Maßband? Oder auf die Küchenwaage legen? ;-)

    Schon mal versucht unsere kleine Sonne unter das Mikroskop zu legen?

    Hey.... wir reden über Gott. Es ist einfach lächerlich hier nach Beweisführungen zu suchen. Wir kennen ja noch nicht einmal unsere eigene Tiefsee. :-)

    Es ist wirklich niedlich, hier mit Faktenlage und fehlenden Hinweisen zu argumentieren, um sich dadurch eines Urteils sicher sein zu können, daß Gott imaginär sein soll.

    Jeder soll einfach glauben oder nicht glauben, wie es ihm beliebt, aber bitte verschont uns mit angeblichen Faktenlagen.

    Was Menschen auch immer vor die Spiegeltelskope bekommen oder in ein Reagenzglas stecken, was da reinpaßt, kann wohl kaum Gott sein. ;-)

    Nein, ich glaube ja nicht, daß das so funktionieren kann ... ;-)

    Souli

    Kommentar von silentpain011 silentpain011silentpain011

    Aber über unerforschte Fische im Ozean, wird nicht so viel "spekuliert" (um es mal vorsichtig auszudrücken). Man denkt einfach; "Gott ist riesig und allmächtig. Punkt. Woher will man solche annahmen nehmen??

    Das es unerforschte Fische gibt, weiss man, weil man weiss das es Fische gibt.

    Aber sowas wie ein Göttliches Wesen ist etwas vollkommen anderes. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für irgendetwas "übernatürliches" von dem man ableiten könnte das es so etwas geben würde.

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    Also das mit der Logik muss du nur üben, um nicht lächerlich zu wirken.

    Kommentar von silentpain011 silentpain011silentpain011

    Ich gebe dir recht damit, das Gott nicht an eine Religion gebunden ist (nicht immer).

    Durch die Tatsache das es keine Beweise, Belege oder irgendwas anderes gibt, erledigt sich schon die Frage danach ob es wiederlegt werden kann. Wie soll man etwas wiederlegen was es nicht gibt?

    Leute die öfter Probleme haben und nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, oder Leute die eine Erklärung für etwas suchen und keine finden, suchen öfter die Erklärung bei Gott (oder ähnlichem).

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    wissenschaftlich wäre, annahmen zu verifiizieren oder zu falsifizieren. etwas nicht (in einer allgemein gültigen weise) verifizieren zu können bedeutet nicht, dass es somit falsifiziert ist.

    und ich denke, nur dinge, die es nicht gibt, können widerlegt werden. es wäre widersinnig, etwas zu widerlegen, das es gibt. ?!

    und ja, das stimmt, leute, die glauben, suchen lösungen oft bei gott. aber die idee von "ich kann es mir nicht erklären, also war es gott und somit ist das thema abgehakt" ist meiner meinung nach nicht (mehr) weit verbreitet. es gibt sehr viel zwischen himmel und erde und ich kann dir sagen, dass ich, obwohl ich daran glaube, dass gott einfluss auf unser lebe hat, fast alle meine ansichten über das leben halten kann, egal ob ich an gott glaube oder nicht. ich kann z.b. an karma auf "weltliche" und auf "übernatürliche" weise glauben und es wird das selbe sein, und genau so ist es mit fast allem. außer das, was ein leben jenseits dieser welt beschreibt, denn das ist natürlich ausschließlich an meinen glauben an gott gekoppelt.

    Kommentar von hastatis hastatis

    ''ich finde es kritisch, gott als imaginär zu bezeichnen, denn selbst als atheist wirst du zugeben müssen, dass die existenz gottes auch nicht widerlegt worden ist. somit ist gott nicht eingebildet.'' wie würdest du denn imaginär definieren?

    wenn ich sage, ein großes grünes achtarmiges wurstbrot mit dröhnender stimme hat die welt erschaffen, dann ist das auch nicht wiederlegt, aber alle würden sagen, dass das albern ist.

    aber ein wesen, das kein klar festgelegtes aussehen hat, schon immer da war und mit der kraft eines gedankens meere teilen kann um ganze völker dann darin ertrinken zu lassen ..... dass wird dann wieder als nicht imaginär angesehen

    Kommentar von Tinkerbell7 Tinkerbell7Tinkerbell7

    ich habe bisher an keinem punkt definiert, was ich glaube, wer gott ist. ich werde es auch nicht tun und zwar aus dem grund, dass es meine persönlichen erfahrungen waren und sind, die mich dazu veranlassen, an diesen gott zu glauben und ich denke nicht, dass ich meinen glauben rechtfertigen muss, indem ich hier meine lebensgeschichte erzähle, während jeder atheist sich auf eine logik berufen kann, die nicht wirklich logischer ist als meine.

    wie ich bereits betont habe will ich keinen bekehren; jeder glaubt das, was er glaubt, was anderes kann er gar nicht glauben. ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass man nicht alle, die an gott glauben, in einen topf werfen kann. und wie ich auch bereits geschrieben habe, tut es mir leid, falls das nicht so gemeint war und ich überreagiere, aber man kann sich ziemlich viel anhören...

    Kommentar von soulbridge1 soulbridge1soulbridge1

    @Tinkerbell7

    Deine Logik ist völlig korrekt. Natürlich existiert viel mehr, als wir wissen und beweisen können. Also kann logischer weise ein "Nicht-Wissen" und "Nicht-Beweis" kein Beweis für eine "Nicht-Existent" sein.

    Bei jeder Reise in die Tiefsee entdeckt man neue Tiere. Diese Tiere gab es auch schon, bevor wir sie entdeckten. Nach der seltsamen "Logik" einiger Atheisten hier kann es den inzwischen entdeckten "Dumbo-Tintenfisch" gar nicht geben, weil sie vor 5 Jahren behauptet hätten, daß es für diese Spezie keinen Beweis gibt. Jeder vernünftig denkende Mensch müßte eigentlich aus solchen Erfahrungen die logische Konsequenz ziehen, daß es offensichtlich sehr viel mehr geben muß, als man z.Z. weiß und nachweisen kann.

    Schau mal, ich kann auch nicht beweisen, daß ich als Kind mit meinem Fahrrad in den Teich meiner Nachbarn gefallen bin. Nach deren Logik kann es dann also nie passiert sein und dieses Erlebnis entspringt nur meiner Phantasie.

    Deren Logik ist natürlich quatsch und das wissen sie auch selbst. Vergiß sie einfach. Du kannst da nicht mit Logik kommen. Die wird ignoriert. Es geht nur Emotionen. Es ist eben schwer hören zu müssen, was man nicht hören will.

    ;-)

    Lieben Gruß, Souli

    Kommentar von Konrad56 Konrad56

    :))) Köstlicher Beitrag.

    .

    Natürlich existiert viel mehr, als wir wissen und beweisen können.

    Richtig.


    Also kann logischer weise ein "Nicht-Wissen" und "Nicht-Beweis" kein Beweis für eine "Nicht-Existent" sein.

    Richtig. Nur... behauptet das hier auch keiner.


    Nach der seltsamen "Logik" einiger Atheisten hier kann es den inzwischen entdeckten "Dumbo-Tintenfisch" gar nicht geben, weil sie vor 5 Jahren behauptet hätten, daß es für diese Spezie keinen Beweis gibt.

    Nein, Jean-Luc, das ist falsch. Lächerlichst falsch. Nach der Logik der anwesenden Atheisten hier, ist es so, dass man die Existenz dieses Fisches nicht für wahr halten kann, bevor entsprehende Hin- oder Beweise dessen tatsächliche Existenz nicht anzeigen oder nahelegen. Gibt es solche Hinweise nicht, wozu daran glauben?

    Jedoch sofern es nun relevante Hinweise auf dessen Existenz gibt –selbst ohne den Fisch bislang gefunden zu haben– so kann man natürlich seine Existenz annehmen. Jeder Atheist hier wird Dir das bestätigen, da muss ich nicht mal fragen.

    SO wird ein Schuh daraus.

    .

    Beweis/Erklärung meiner Ausführung:

    Ich behaupte jetzt es gäbe in der Tiefsee eine kugelrunde Walfischart die rot-grün kariert ist und 50 Meter Durchmesser hat.

    Preisfrage:

    Hat sich nun auf meine bloße Behauptung hin, die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines solchen Wals nun vergrößert, oder ist sie gleich geblieben?

    Probier mal ne vernünftige Antwort.


    Jeder vernünftig denkende Mensch müßte eigentlich aus solchen Erfahrungen die logische Konsequenz ziehen, daß es offensichtlich sehr viel mehr geben muß, als man z.Z. weiß und nachweisen kann.

    Und noch mal... Das streitet keiner ab.

    Du argumentierst hier (und das ist der Knackpunkt Deiner falschen Überlegungen): Der Sack, gefüllt mit den Dingen die wir nicht wissen, ist derart groß und voll, da muss ja wohl auch sowas wie ein Gott mit drin sein.

    Sorry, nein, das "muss" nicht.

    Das "kann" drin sein. Aber auch nur mit entsprechenden Hinweisen darauf und die, wie wir wissen, gibt es eben nicht.


    Schau mal, ich kann auch nicht beweisen, daß ich als Kind mit meinem Fahrrad in den Teich meiner Nachbarn gefallen bin. Nach deren Logik kann es dann also nie passiert sein und dieses Erlebnis entspringt nur meiner Phantasie.

    Nö. Falsch. Das streitet kein vernünftiger Mensch ab, auch ohne Beweis, da es sich um ein natürliches, ein sehr leicht nachvollziehbares Ereignis mit einer großen Wahrscheinlichkeit handelt.

    Wenn Du hingegen behauptest Du wärst als Kind von Aliens entführt worden die sich in dem Teich befunden hätten, so sinkt die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit Deiner Behauptung, wohingegen der Anspruch auf einen nötigen Nachweis dabei steigt. Irgendwie verständlich?

    .

    "Guten Tag, ich habe eine Frau, zwei Kinder und nen Hund."

    "Glaub ich ihnen gern"

    "Guten Tag, ich habe eine Frau, zwei Kinder, nen Hund und in meiner Garage wohnt das Monster von Loch Ness."

    "Tut mir leid, aber ohne weiteren Nachweis, bin ich nicht gewillt ihnen das zu glauben"

    .

    Mit dem Grad des Anspruchs einer Behauptung, steigt im gleichen Maße also auch der Anspruch eines Nachweises der Richtigkeit jener Behauptung.

    Irgendwie verständlich für Dich?


    Deren Logik ist natürlich quatsch und das wissen sie auch selbst.

    Deine Logik ist Quatsch und ich befürchte, dass Du das eben nicht weißt.


    Du kannst da nicht mit Logik kommen. Die wird ignoriert. Es geht nur Emotionen. Es ist eben schwer hören zu müssen, was man nicht hören will.

    :)) Sorry, aber macht Du Stand-up Comedy?

  • 7
    Antwort von Spaghettus Spaghettus

    Atheisten gibt in so unterschiedlicher Art, dass sich über sie überhaupt keine verallgemeinernde Aussage zu deinen Fragen treffen lässt. Atheismus ist nun mal keine Weltanschauung, sondern lediglich das Verneinen von Göttern. Darüber hinaus können manche durchaus an Geister glauben, an Homöopathie oder sonst welchen Aberglauben.

    Woran lehnst du dich denn an, wenn du eine schlechte Zeit hast? An Gott? Hast du keine Familie, Freunde, Bekannte? Bist du nicht selbstbewusst genug, mit dir selbst klar zu kommen? Man braucht, egal ob Atheist oder Gläubiger, keine Götter um schlechte Zeiten zu überstehen, Im Gegenteil, weil die eh nicht helfen ist es völlig falsch, von denen HIlfe zu erhoffen.

  • 7
    Antwort von TomBombadil2010 TomBombadil2010

    An was glauben Atheisten?

    An nichts, wofür es keine harten überprüfbaren Belege gibt.

    Was gibt ihnen das Leben?

    Genau dasselbe wie Theisten, nur ohne den Gott-Schmarrn.

    Wie stellen sie sich den Tod und das eventuelle danach vor?

    Tod = Ende. Ein "Danach" gibt es nicht, warum sollte es auch? Und was soll so schlimm daran sein, wenn danach nichts mehr kommt? Z.B. hast du sicher kein Problem damit, dir vorzustellen, dass du 1850 noch nicht gelebt hast. Warum sollte es nun sonderlich beängstigend oder sorgniserregend sein, zu wissen, dass man 2150 nicht mehr existieren wird?

    An was lehnen sich Atheisten an, wenn sie eine schlechte Zeit (Krankheit, Armut, Verzweiflung, Verlust von Angehörigen usw...) haben?

    Im besten Fall nicht ans Herumjammern sondern daran, die Dinge in die Hand zu nehmen und die schlechte Zeit aktiv hinter sich zu bringen. Beim Verlust von Angehörigen trauern wir Atheisten genauso wie Theisten.

  • 5
    Antwort von DarkSepia DarkSepia

    An was glauben Atheisten

    Das ist vergleichbar mit der Frage "wie sind die Zellen von Protisten aufgebaut?". Bei beiden handelt es sich um negativ definierte Gruppen und daher gibt es keine Antwort, die einheitlich für alle Elemente der Gruppe gelten.

    Wie stellen sie sich den Tod und das eventuelle danach vor?

    Ebenfalls unterschiedlich. Atheismus hat nichts mit einem Leben nach dem Tod zu tun.

    An was lehnen sich Atheisten an, wenn sie eine schlechte Zeit (Krankheit, Armut, Verzweiflung, Verlust von Angehörigen usw...) haben?

    Ebenfalls unterschiedlich.

  • 4
    Antwort von BlackDracula BlackDracula

    atheismus an sich bietet überhaupt keine lebensregeln. es ist nur das leben ohne einen oder mehrere götter. ein atheist kann weiterhin aber humanist, naturalist, esoteriker, kommunist oder rassist sein.

  • 4
    Antwort von Annemaus85 Annemaus85

    Also ich glaube an keine höhere Macht, das zeichnet den Atheisten wohl aus. Ansonsten denke ich nicht, dass man alle Atheisten in eine Schublade stecken kann, jedem gibt das Leben etwas anderes, jeder hat andere Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen. Wenn ich schlecht drauf bin oder ne schlimme Zeit durchmache, helfen mir vor allem mein Freund, meine Geschwister, meine Eltern, ein paar Freunde und auch meine Tiere, die ich sehr liebe. :) Was soll ich mit einem Gott anfangen, der mir nicht aktiv helfen kann?

  • 3
    Antwort von FalkTauberle FalkTauberle

    Manche Gedanken muß man sich nicht machen.

    Ich persönlich glaube an keine, wie auch immer geartete, höhere Macht und habe und hatte auch kein Bedürfnis danach. Ich finde mein Leben einfach toll und genieße es; irgendwann werde ich sterben und dann bin ich eben einfach nicht mehr existent. In schlechten Zeiten erinnere ich mich an die guten, sage mit, daß es mir in Summe immer noch gut geht und es sicher wieder besser werden wird. (In hartnäckigen Fällen hilft die Lektüre von Epikur.) Auch in Extremsituationen - ich war in Afganistan unter Beschuß - hatte ich nie das Gefühl, daß mir irgendetwas spirituelles gefehlt hätte.

    Ich lebe gerne und gut.

  • 2
    Antwort von strandparty strandparty

    An was glauben Atheisten?

    Sie glauben an den Wert der Wahrheit. Dass manchmal eine postive Illusion hilfreicher sein kann als eine negative Wahrheit, erkennen nur wenige.

    Was gibt ihnen das Leben?

    Atheisten bemühen sich so gut es eben geht, für sich selbst und den Menschen mit denen sie Umgang haben, schon hier auf der Erde ein möglichst angenehmes Leben zu bereiten.

    Wie stellen sie sich den Tod und das eventuelle danach vor?

    Die meisten Atheisten stellen sich das "Tod sein" so vor, wie das was "vor ihrer Zeugung war", also als schlichtes Nichts. Aber Atheismus heißt nur, dass man an keinen Gott glaubt. Manche der Atheisten glauben an ein Leben nach dem Tod. Der eine Glaube hat mit dem andern Glauben wenig zu tun.

    An was lehnen sich Atheisten an, wenn sie eine schlechte Zeit (Krankheit, Armut, Verzweiflung, Verlust von Angehörigen usw...) haben?

    Sie arbeiten und hoffen auf Besserung und versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen. Sie vertrauen der Hilfe ihrer Freunde, von Ärzten, Rechtsanwälten und Wissenschaftlern. Wenn sie schreckliches Leid ertragen müssen und ein Leben nach dem Leid aus ihrer Sicht unrealistisch ist, beenden sie das Leiden selbst, indem sie sich töten.

    Kommentar von Nurosel NuroselNurosel

    Ich kan den Suzidgedanken nicht so recht nachvollziehen. Das Leben geht doch weiter, ob mit oder ohne Glauben.

    Kommentar von strandparty strandpartystrandparty

    Angenommen ein Mensch hat starke Atemnot und Schmerzen. Wenn er sich selbst tötet, ist entweder ALLES für ihn vorbei (was die meisten Atheisten für wahr halten), oder zumindest die körperliche Qual. Es gibt keinen Atheisten, der davon ausgeht, irgendein mächtiges Wesen würde ihn für seinen Freitod später leiden lassen.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    naja aber einem atheisten bzw. jemanden der nicht an ein leben nach dem tod glaubt, ist das leben doch noch viel wichtiger. da muss es wirklich schon eine sehr schlimme krankheit sein, dass die ein in den suizid treibt.

    Kommentar von strandparty strandpartystrandparty

    Das Leben ist für einen Atheisten so viel Wert, wie es ihm Freude bereitet. Wenn man z.B. Lungenkrebs, oder Gesichtsknochenkrebs im Endstadium hat, dann wäre es sinnlos, das Leiden zu verlängern. Atheisten haben im allgemeinen weniger Angst vor dem Tod, als die Gläubigen, die auf ein Paradies hoffen. Warum das so ist? Ich denke, das kann man nur tiefenpsychologisch erklären - nicht mein Fachgebiet.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    bin auch kein psychologe, aber eigentlich kann man aus dem atheismus diese grundlegend lebensbejahende einstellung ableiten. aber es ist natürlich nachvollziehbar, dass man die nicht so lange durchhält wenn man andauernd schmerzen hat z.b.

  • 2
    Antwort von HektorPedo HektorPedo

    Dass Atheisten an ein "Danach" glauben, ist mir neu. Würdest Du Buddhisten als Atheisten bezeichnen?

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    gewisse strömungen ja

  • 1
    Antwort von hastatis hastatis

    die definition von atheismus ist ja, nicht an irgendeine übernatürliche macht zu glauben und keinen gott oder götzen anzubeten, also auch an kein leben nach dem tot. ich bin atheist und glaube an keinen gott, sondern daran, dass alles leben aus zufall entstanden ist ( planet aus der richtigen zusammensetzung zufällig in den genau richtigen abstand er sonne geraten usw.). ich glaube der tot kann unterschiedlich sein, schmerzhaft, vllt. ist es wie einschlafen, vllt. als würde manam ganzen körper taub werden, so viele konten von dem gefühl ja noch nicht berichten. An ein Danach glaube ich nicht, ich vermute, nach dem tot ist die situation dieselbe wie vor der geburt : man existiert einfach nicht, man sieht nicht nur schwärze, sonern nicht mal das, oder kann sich einer von euch daran erinnern, wie es war, bevor er gezeugt wurde? an was lehnen sich atheisten in schweren zeiten an .. freunde, familie, die extremeren vllt. an logik, zurückgezogenheit und ruhe, ablenkung, da sind ja alle menschen verschieden, und jeder hat seine andere methode etwas zu verkraften.

  • 1
    Antwort von Haszi Haszi

    Atheisten glauben an die Wissenschaft und anderes (aber nicht an einen Gott oder eine höhere Macht) Was danach kommt stellt sich jeder Atheist, glaube ich, anders vor. Bei schlechten Zeiten hat auch jeder Atheist seine Methoden sich wieder "aufzurappeln" ^^

    Kommentar von hcdfanatic83 hcdfanatic83hcdfanatic83

    Atheisten glauben an die Wissenschaft

    Nicht unbedingt.

    Kommentar von hastatis hastatis

    naja, meehr oder weniger doch, denn atheisten habe ja immer die wissenschaftliche sicht der weltentstehung, also 'glauben sie mehr oder weniger an die wissenschaft. manche auch hier doller, und manche weniger

    Kommentar von hcdfanatic83 hcdfanatic83hcdfanatic83

    Ähm nein... aber das hat nichts damit zu tun, ob man an die Wissenschaft "glaubt".

    Kommentar von hastatis hastatis

    sorry, hatte mich verlesen, mein fehler

    Kommentar von gfuser9283 gfuser9283gfuser9283

    "Atheisten glauben an die Wissenschaft"

    An die Wissenschaft muss man nicht glauben, weil sie auf Logik und Fakten basiert.

    Atheist bedeutet nur, dass man nicht einen physischen, also realen Gott glaubt.

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