Atheismus ist keine Bewegung oder Gemeinschaft wie es bei den Religionsanhängern der Fall ist. Sie sind nicht organisiert und bilden keine Einheit, deswegen kann man sehr schlecht sagen: "die Atheisten sind so und so". Der einzige Punkt, der die Atheisten verbindet ist, dass sie nicht an einen Gott, also ein allmächtiges reales Wesen glauben.
Sie leben genauso, wie jeder andere auch. Jeder hat seine eigene persönliche Motivation zum Weitermachen. Bei einem ist es die Familie, bei dem anderen die Arbeit oder der Fußballklub.
Man kann aber sagen, dass Atheisten im Allgemeinen weniger dogmatisch und ignorant sind als Religionsanhänger. Aus diesem Grund wird die Weltanschauung vieler Atheisten durch die Wissenschaft, also durch Logik und harte Fakten geformt. Die wissenschaftliche Sicht des Todes ist einfach (wenn sie auch noch nicht bis ins Detail geklärt ist, so gibt es keine Widersprüche): Unser Bewusstsein, also was wir als Ich bezeichnen und was Gläubige als Seele oder Geist bezeichnen ist ein komplexer Biochemischer Prozess im Gehirn. Wir sind eine biochemische Maschine. Diese Maschine braucht Nährstoffe, wie ein Auto Benzin und Öl braucht. Wird die Nährstoffzufuhr unterbrochen, so werden die Prozesse unterbrochen und man ist tot. Das Ich das der Dynamik im Gehirn entspricht, hört auf zu existieren. Es gibt kein Danach, kein Himmel, keine Hölle, kein Schmerz, keine Sorgen, keine Freude, nichts des gleichen. Man ist einfach nicht mehr da, man existiert nicht mehr.
Die Verstorbenen "leben" nur in unseren Erinnerungen weiter.
Das ist auch ein wesentlicher Stützbein des Atheismus, denn viele Gläubige, sind nur deswegen gläubig, weil sie auf ein besseres Leben nach dem Tod hoffen und auch hoffen, dass ihren Liebsten dort besser geht.
In schlechten Zeiten suchen Atheisten genauso, wie jeder andere, Trost und Hilfe, aber nicht bei Gott, weil es für sie sinnlos ist, wie mit einer Wand zu reden. Nur die Menschen können sich helfen und vor allem, man kann sich selbst helfen. Man hofft nicht, dass irgendein höheres Wesen ihnen Kraft gibt, sondern sie vergegenwärtigen sich, dass sie diese Kraft selbst in sich haben. Kraft zum Aufstehen und Weitermachen.
Da es kein Leben nach dem Tod gibt, versuchen die Atheisten aus ihrem Leben hier und jetzt das Beste zu machen, also zum Beispiel nicht für jemanden Beten, sondern stattdessen lieber zu dem Menschen, der Hilfe braucht persönlich sprechen.
Das ist nur ein kleiner Einblick in den Atheismus.
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