morus am 03.01.2009 um 23:39 Uhr
Atheismus führt das Wort Gott in seinem Namen. Ein Atheist definiert sich also von seiner Gott-losigkeit her. Da müsste es doch auch andere Worte dafür geben, die keine Negation im Namen führen. Gutes Beispiel in einem anderen Fall: Es heißt ja z.B auch Vegetarier und nicht Nicht-Fleischesser...

Konfessionslos vielleicht! Er ist ja nicht wirklich Gott - los - sondern er glaubt nur nicht an Gott!

Man sollte wohl zumindest in Atheisten und Agnostiker unterscheiden. Atheismus verneint die Existenz eines Gottes, Agnostizismus sagt eher: "Ich weiß es nicht."
Mein Vorschlag um einen aufgeklärten Menschen jenseits der Religion zu bezeichnen: Humanist. Humanisten versuchen den Menschen zu erkennen, nicht irgend ein höheres Wesen.
Anhänger verschiedener Religionen haben eine menschenfeindliche Blutspur in den Geschichtsbüchern hinterlassen, da ist es sicher ein Fortschritt wenn Humanisten die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht den Gehorsam gegenüber autoritären, nicht zu hinterfragenden Strukturen.

Heide, heidnisch
Heiden sind nicht gottlos
Complex am 3. Januar 2009 23:43 Nicht notwendigerweise
Nachtflug am 3. Januar 2009 23:43 Welchen Gott haben die denn?
heinmueck am 4. Januar 2009 00:13 @Nachtflug:
"Heide", das ist eine Bezeichnung, die die Christen (oft geringschätzig) für alle ungetauften Menschen gebrauchten/gebrauchen.
Ein Heide kann also auch ein Angehöriger irgendeiner nicht monotheistischen Religion sein (und z. B. an Odin oder Thor oder Freyja glauben).

Glaubenslosigkeit.
Solipsist am 4. Januar 2009 19:43 Ich bin Atheist und ich glaube an sehr vieles.
nosfan am 1. April 2009 18:45 Zum Beispiel glaubst Du daran, das Gott nicht existiert!
Solipsist am 6. April 2009 14:22 "Zum Beispiel glaubst Du daran, das Gott nicht existiert!"
Falsch. Gänzlich.
nosfan am 9. April 2009 18:24 Falsch warum?
Solipsist am 11. April 2009 09:57 Weil dies nicht mein Glaube ist.
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Dass Atheisimus kein Glaube ist, werde ich Dir jetzt im folgenden erklären.
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Da diese Erklärung eigentlich wasserdicht ist, müsstest Du normaler- und fairerweise zustimmen.
Du wirst aber selbstverständlich widersprechen, da für Dich als vernagelten, streng dogmatischen Glaubensfundamentalisten nicht sein kann, was nicht sein darf.
Speziell nicht wenn ein von Dämonen besessener, hasserfüllter und freud- sowie liebloser Humanist, als den Du mich doch siehst, diese Worte ausspricht. (Einzig das Wort "Humanist" wirst Du nicht begreifen) Aber es lesen ja hier bisweilen noch andere Menschen mit, die das mitbekommen könnten und die sich dadurch auch etwas an Wahrheiten in Punkto Glaubensdefinitionen anzueignen im Stande wären.
Der teuflische Soli wagt nämlich die blasphemische Tat, sein "von Gott gegebenes" Gehirn auch dafür zu benutzen, für was es gedacht ist:
Zum denken!
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Und vielleicht tun das andere hier auch.
Ich bin mir sogar sicher.
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Also, auf geht´s:
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"Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebnis, noch weniger als Ereignis: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig, zu fragwürdig, zu übermütig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen uns Denker - im Grunde sogar ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht Denken!"
Friedrich Nietzsche
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Andere werden jetzt schon wissen was damit gemeint ist, bei Dir natürlich werde ich weiter ausholen, weiter erklären müssen.
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Der Kernsatz ist:
"Atheismus ist die Abwesenheit von Glauben!"
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Atheismus ist genauso ein Glaube, wie eine Glatze eine Frisur ist, oder Nichtrauchen eine Sucht!
Ich komme nämlich als Atheist noch nicht mal zu dem Punkt, an dem ich Deinen abrahamitischen Gott überhaupt eine Position einnehmen lasse, an welcher er durch meinen Glauben oder Nicht-Glauben geadelt wird. Seine Vorraussetzungen und seine Beschreibungen sind dafür zu grotesk.
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Wenn ich Dir nun sage es gibt eine klassisch-normale Imbissbude in einem Wohnwagen auf dem Saturn, GLAUBST Du dann, dass das nicht stimmt??
Nein.
Die These, diese Behauptung, ist nämlich derart albern und grotesk, dass Du auf rationaler Ebene dies noch nicht mal in die engere Wahl derer Informationen nimmst, die entweder zu glauben, oder nicht zu glauben sind und Du diese Stante Pedes verwirfst. Dieser Blödsinn ist freilich so ein Quatsch, das Du es noch nicht mal "Nicht Glaubst".
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Und genauso verhält es sich mit einem Wesen, welches die Frauen dieser Welt, aus den Rippen der Männer dieser Welt geschaffen haben will, welche wiederum aus Dreck geschaffen wurden.
Verhält es sich mit einem Wesen, was eine Ewigkeit mit einem Himmel und einer Hölle konstruiert haben will, in welches es uns schickt auf Basis dessen was wir Menschen Glauben oder nicht glauben.
Verhält es sich mit einem Wesen welches einen Tag lang die Sonne aufgehalten haben will damit sein Volk, ein anderes Volk noch länger und umfassender in einer Schlacht abschlachten, Völkermord kann.
Verhält es sich mit einem Wesen, welches die ganze Erde mit Wasser geflutet haben will, es aber vorher noch ein Pärchen einer jeden Tierart auf ein Holzboot verfrachtet.
Usw., etc.
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Nosfan, ich GLAUBE ja auch nicht, dass das Ungeheuer von Loch Ness, die Zahnfee, Einhörner, der Nikolaus, Trolle, der Yeti und der Osterhase nicht existieren.
Das hat nichts mit Glauben zu tun.
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"Glauben" heisst:
jeden Irrtum auszuschliessen
auf Beweise zu verzichten
anderen voll und ganz und ungeprüft zu vertrauen
Den kritischen Verstand ausschalten
Und das ist genau das Gegenteil von dem, was Atheisten tun!
Darum kann man nicht behaupten, Der Atheist würden glauben.
Wir glauben das, was wir auf rationaler Ebene zu einem ausreichenden Maß überprüfen und nachvollziehen können.
Wir glauben zu glaubende Prämissen, wenn sie sich auch mit der Realität potentiell decken könnten und nicht das, was irgendjemand behauptet, es sei einfach so und basta.
Wir glauben das, was wir durch Sehen, Denken, Prüfen, durch kausale Zusammenhänge sich erschließen und durch forschen erfahren können. Aber wir akzeptieren, dass dieses Wissen nur vorläuffig, relativ, beschränkt und lückenhaft ist. Wir sind jederzeit bereit unseren Wissenstand neueren Erkenntnissen anzupassen.
Das ist gelebte Geistesfreiheit! Und diese steht einem jeden Menschen zu.
Wenn zwei Theorien in Widerspruch stehen, glauben wir derjenigen mit den besseren Argumenten, derjenigen, die einer Überprüfung standhält, derjenigen, die beweisbar, die Sinnhaftiger ist.
Dabei akzeptieren wir niemals, dass eine Theorie von sich behauptet, die absolute Wahrheit zu sein! Absolute Wahrheiten gibt es für vernunftbegabte Menschen nicht, und wenn es sie gäbe, hätten wir kein Kriterium mehr, um das überprüfen zu können.
Ebenso akzeptieren wir niemals eine Theorie, die der Logik widerspricht, wie eben z.B. gerade umfassend beschrieben, das Christentum.
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Andererseits lässt sich durch Logik und Psychologie wunderbar erklären, warum soviele Menschen in die Religionsfalle tappen, sich daraus nicht mehr befreien können und den lieben langen Tag lang mit den unsinnigsten Thesen hausieren gehen.
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Wunderbar abzulesen an Menschen wie Dir.
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Gott zum Gruß,
Dein hasserfüllter, lieb- und freudloser,
Solipsist
Es gibt auch kein gescheites Wort für Nichtraucher
Atheist ist das richtige Wort, vor allem weil die Abneigung zu Religionen am häufigsten eben dazu führt. Und auch heutzutage glauben (leider?) immernoch ein Großteil der Menschen an Gott.
Das Problem dabei ist, dass die Voraussetzung gegeben sein müsste, dass ein Atheist an etwas anderes als Gott glaubt, aber was?
oder er gehört keiner religion an, was beim konfessionslosen der fall ist. man kann aber auch an gott glauben, ohne religiös zu sein... deswegen ist man aber noch lange kein atheist...
Kann sein, aber da sollte man wirklich mal einen echten Atheisten fragen, was der dazu meint! Ganz so unrecht hast du nicht glaube ich!
Und ich bin gläubiger Atheist!
Ich glaube zwar an 'Gott' - aber nicht so als 'Verkörperung des Guten' wie sie uns von vielen Religionen dargebracht wird, sondern eher als das, was in jedem Menschen drin sein muss. Dazu brauche ich aber keine Kirche oder einen ähnlichen Verein! ;-)
und bist du mit der bezeichnung "atheist" nun zufrieden oder nicht?
Warum nicht? Mir ist es relativ egal ob man meine Einstellung als Atheismus bezeichnet oder nicht!
Im Allgemeinen wird sie als solcher bezeichnet, da ich ja damit an keinen Gott im herkömmlichen Sinne glaube, sondern an eine Einstellung der Menschen im Zusammenleben mit anderen.
Ich bete also kein Kreuz oder ähnliches an und glaube nicht an eine höhere Macht die unsere Geschicke lenkt.
Also kann man das eher als "Kirchenlos" bezeichnen??
Nach mehreren Jahren des Rauchens habe ich endgültig damit aufhören können. Ich habe vieles ausprobiert und wurde gelegentlich auch Rückfällig. Allerdings habe ich einen Nichtraucher-Ratgeber auf www.VIP-eBooks.de gefunden der mir wirklich extrem geholfen hat. Ich kann dir nur wärmstens empfehlen dir das durchzulesen, danach hast du nämlich einen vollkommen anderen Bezug zum Rauchen. Einfach auf der linken Seite im Bereich Gesundheit & Wellness nachschauen…
Sorry "JZulla" - könntest du mir bitte den Zusammenhang erklären? Irgendwie kann ich das nicht so recht zusammenbringen - Konfessionslos / Atheist und Nichtraucherentwöhnung?????
Bist du auf der falschen Seite gelandet???