Astrophysik Studium schwer?

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6 Antworten

Hallo LaraSL46,

ich habe hier einmal etwas über das Physikstudium geschrieben.

https://www.gutefrage.net/frage/wichtige-frage-zum-astronomie-studium?foundIn=unknown_listing

In aller Regel wirst Du ja nicht "Astrophysik" studieren, sondern allgemeine Physik und Dich nach erfolgreichem Bachelor im Masterstudiengang für das Wahlpflichtfach Astronomie entscheiden und darin dann die Mastertthesis schreiben.

Es gibt einige wenige Unis, die Astrophysik als Studiengang anbieten. Wenn Du jedoch die Studienpläne mit denen der Physik vergleichst, wird Dir auffallen, wie wenig sie sich unterscheiden - vor allem in den ersten Semestern. Der Astrophysiker braucht eben dieselbe Mathematik, er muss genauso in der Lage sein, Differentialgleichungen zu lösen, er braucht seine Teilchenphysik, seine Quantenphysik, ... um alle diese Grundlagen kommst Du nicht drum rum, bist aber mit einem "Spezialfach" nach der Uni ggf weniger attraktiv auf dem freien Arbeitsmarkt als mit einem Abschluss in allgemeiner Physik.

Das Physikstudium ist schwer.

Alles andere zu behaupten, wäre Augenwischerei. Im Vergleich zu anderen Studiengängen hast Du eher weniger Freizeit. Das liegt an den Übungen, also den Hausaufgaben, die Du jede Woche zu erledigen hast - zusätzlich zum normalen Lernpensum.

Es ist auch nicht die Menge der Hausaufgaben. Es ist vielmehr die Tatsache, dass Hausaufgaben an der Uni anders sind als in der Schule: In der Schule wiederholt man mit den Hausaufgaben den Stoff der Unterrichtsstunde. An der Uni vertiefen die Hausaufgaben den Stoff und wenden die abstrakten Zusammenhänge konkret an. Letztlich erarbeitest Du Dir also das Verständnis des Stoffes auf einer erheblich tieferen Ebene mit den gestellten Aufgaben selbst. Das dauert.

Es ist keine Ausnahme, über einem Hausaufgabenblatt einen ganzen Nachmittag zu verbringen, nur um bei der Hälfte der Aufgaben hinterher zu wissen, wie man sie NICHT lösen kann. Der Papierkorb ist gut gefüllt...

Dieses "nicht wissen, wie eine Aufgabe anzugehen ist", das ist, was viele dazu bringt, das Studium abzubrechen. Tatsächlich soll das Studium auf dieses Gefühl vorbereiten. Denn wenn Du wirklich in die Grundlagenforschung gehen solltest, dann begleitet Dich dieses "nicht wissen" Deinen gesamten Berufsalltag. Grundlagenforschung bedeutet schließlich auch, nicht zu wissen, ob ein Ansatz zum Erfolg führt. Da muss manchmal in den Papierkorb, woran man monatelang gearbeitet hat. Wenn man Pech hat, länger. Damit muss man umgehen können. Und das testet das Studium: Wie kommst Du damit zurecht, ständig ins kalte Wasser geworfen zu werden?

Und ja, Zeit zum Lernen brauchst Du natürlich auch noch. Auch wenn man in Physik sehr wenig auswendig lernen muss - die grundlegenden Zusammenhänge und Begriffe müssen sitzen, sonst ist eine Anwendung unmöglich.

Erfolg hast Du im Physikstudium dann, wenn Du dem eben Geschilderten mit der geboteten Gelassenheit begegnest, es Dir nichts ausmacht, eher wenig Freizeit zu haben (schließlich darf man dafür ja mehr Physik machen =D), gut im analystischen Denken bist, Abstraktionsvermögen und Transferdenken mitbringst, teamfähig bist - aber auch allein gerne und gut sowohl kreativ als auch zielstrebig und ausdauernd arbeitest - und am besten auch noch gute Englischkenntnisse und Programmierkenntnisse hast.

Vor allem aber brauchst Du eines: Den leidenschaftlichen Drang, Physik zu studieren. Wenn Dir alle anderen Menschen leid tun, die etwas anderes machen müssen, dann bist Du in der Physik richtig aufgehoben... ;-)

Grüße

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Es gibt kein Studiumsfach Astrophysik, es gibt nur das Fach Physik. Danach kann  man sich auf Astrophysik spezialisieren, evtl. auch schon bei der Diplomarbeit. Du musst aber in jedem Fall erstmal Physik studieren und das ist ein schweres Fach, man sollte vorallen in Mathe sehr gut sein (am besten eine 1 oder sehr gute 2), ist man das nicht, dann ist ein Physikstudium zwecklos. Physik besteht zu über 90% aus komplexer Mathematik.


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Wenn dich etwas interessiert dann lernst du wahrscheinlich gerne das was dir der Professor zeigt und dann ist es auch immer einfach. Schwer wird etwas nur wenn du nicht so richtig Lust dazu hast, nicht lernst und lieber zockst. Was die meisten die ich kenne am Studium unterschätzen ist nicht der Stoff sondern die Zeit die man hat etwas zu lernen. Es dauert bei vielen Dingen einfach bis man es schnallt und fängt man zwei Wochen vor der Klausur an den Stoff des ganzen Semesters zu wiederholen hat man ein Problem. Oft schreibt man 1 - 2 Klausuren in der Woche in der vorlesungsfreien Zeit. Man nennt es zwar Semesterferien aber Urlaub hat man da nicht. Für mich war das immer die stressigste Zeit von allen weil ich zu den Faulen gehörte :D

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Das kann dir kein Mensch beantworten.

Jemand dem Astrophysik liegt wird sagen das es ein leichtes Studium ist während jemand der davon keine Ahnung hat sagen wird das es das schwerste Studium von allen ist.

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Wenn du kein Problem hast, den Tag vor Wikipedia zu sitzen und zu realisieren, wie klein und unwichtig der Mensch doch ist ....

Hat auch viel philosophisches, wenn man erstmal probiert Relationen zu finden.

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Astrophysik hat sehr viel mit Rechnen zu tun. Wenn Dir komplizierte Differentialgleichungen Spaß machen und sehr leicht fallen (oder die Vorstufen davon, d.h. Differential- und Integralrechnung, Analysis etc.), dann ist wahrscheinlich auch das Studium etwas für Dich.

Sonst nicht.

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