Astronomie Keine "Richtigen" Berufe?

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8 Antworten

Hallo i8Sn0wZ,

mir ist jetzt nicht so ganz klar, was Deine Frage ist...

Wolltest Du fragen:

Gibt es "richtige" Berufe zum Thema Astronomie?

Ja. Doch. Klar. Astrophysiker ist ein richtiger Beruf.

Du brauchst Abitur, dann zuerst einen Bachelor, dann einen Master of Science in Physik - und das Ganze mit einem Wahlpflichtfach Astronomie.

Wenn Astronomie Dein Traum ist, dann ist das der Weg dorthin. Zur ESA oder NASA kommst Du aber auch über andere technisch orientierte Studiengänge oder als Ingenieur. Die brauchen ja nicht nur Astrophysiker.

Meinst Du, nur, weil es da wenig Planstellen gibt, wäre das kein richtiger Beruf? Nein?

Dann ist Bundeskanzler also auch kein richtiger Beruf? Oder Fußballnationaltrainer?

Solch extreme Beispiele brauchst Du eigentlich oft gar nicht. Es gibt sehr viele, sehr interessante Berufe, bei denen es nur wenige Posten gibt. In der Forschung, aber auch in anderen Sparten. Flussmeister gibt es zum Beispiel auch nicht viele.

Nein, Spitzenverdiener ist man nicht als Astronom. Aber als Physiker in der Industrie kann man auch schon davon leben. Und auch das ist eine Tür, die dann offen steht.

Ich für meinen Teil, kenne eine Menge Berufe, die erheblich weniger ein "richtiger" Beruf sind, als Astrophysiker. (Astrologe, Geistheiler, Tierheilpraktiker, Energetiker,...)

Falls das Stimmt dann finde ich das eine Frechheit vom Staat!

Natürlich wäre es schön, wenn der Staat mehr Geld für Forschungszwecke bereitstellen würde.

Dem Staat hier allein die Schuld zu geben, das ist aber falsch. Nein, eine Gesellschaft kriegt in gewissem Sinne immer das, was sie verdient. Noch nie in der Geschichte der Menschheit stand Bildung derart einfach so vielen Menschen offen, wie im Internetzeitalter.

Dennoch hat jedes Video, das zeigt, wie ein dicker Junge recht kläglich ins Wasser fällt, mehr Klicks als die Videos aus Vorlesungen und Vorträgen, die Universitäten ins Web stellen.

Gehe in den Zeitschriftenladen und schlage eine beliebige Zeitung oder Zeitschrift auf: Du wirst Dir schwer tun, eine zu finden, in denen keine Horoskope drin sind. Oder in denen längst widerlegte alternativmedizinische Verfahren beworben werden. Du wirst zig Artikel darüber finden, wie Du denn die "Energieblockaden" Deines Körpers löst, bevor Du den ersten Artikel zur neulich gestarteten Gravitationswellensonde LISA findest...

Wir leben in einer Marktwirtschaft: Verkauft wird, was nachgefragt wird. Der Markt darf sich selbst regeln. Und wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, die sich für alles Mögliche begeistert - ob seriös oder nicht.

Man kann das nicht erzwingen. Man kann nur Physik studieren - und dann raus gehen in die Gesellschaft und für sein Fach werben. So, wie zum Beispiel Lesch das macht. Oder Gaßner. Oder Freistetter. Oder.... ich kenne da einige.

Carl Sagan hat gesagt: "Science is a candle in the dark"

Das war sie immer, das wird sie immer sein. Denn für echte, seriöse Wissenschaft muss man sich einarbeiten, denken, analysieren und sich selbst hinterfragen. Und das machen halt viel weniger Leute gerne als Spaß haben, abchillen, auf den Staat schimpfen und schnelles Geld machen. Wir können nicht erwarten, dass plötzlich die ganze Welt nur noch aus Idealisten besteht und alle nur noch vernünftig handeln. Wir können durch Werbung für die Wissenschaft aber vielleicht ein paar mehr Menschen begeistern - und je mehr Begeisterung dafür in einer Gesellschaft, desto mehr wird auch der Staat dafür tun.

Es ist nicht die Aufgabe der anderen etwas für das zu tun, was uns wichtig erscheint. ;-)

Grüße

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Guck dich mal um. Es gibt genug Berufe für Astronomie interessierte. Du könntest Astrophysiker werden oder für den Anfang z.B. in einem Planetarium oder einer Sternwarte arbeiten.
Und Musik mag für dich nicht wichtig sein, aber sie könnte auch einmal der einzige Weg zur Kommunikation sein, falls wir hochentwickeltes, außerirdisches Leben treffen. Denk mal drüber nach.
Außerdem widmet sich die Astronomie eher der Erforschung des Universums und nicht dem Katastrophenschutz durch herabstürzende Meteorieten. ;)
LG

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Aber Astronomen können uns vor gefährlichen Dingen warnen ... usw.

Das können Musiker auch und viele tun das auch. Du musst nur hinhören.

Die meisten Dinge, die die Existenz der Menschheit bedrohen, kommen nicht von außerhalb der Erde.

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du solltest nicht nur hören, sondern mal nachschauen, welche berufe bei der nasa/esa so mode/voraussetzung  sind. da wird hören schnell zur fehlinformation.

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Hallo! Wir haben hier mindestens einen Astronomen / Astrophysiker im Forum - ist schon ein Beruf. 

Und dazu habe ich von einem Lehrer gehört, dass Astronomen und ähnliches nicht wirklich viel verdienen.

Richtig und genau dass ist der Grund warum Leute mit entsprechender Ausbildung dann in die Wirtschaft gehen - da werden sie mit Kusshand genommen. Und auch da haben  wir Beispiele im Forum. 

Ich wünsche Dir ein erholsames und frohes Weihnachtsfest.

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"Schaut euch Musiker an DIE TRAGEN NICHT'S ZUR MENSCHHEIT BEI!!!!!" 

Erstens: http://www.deppenapostroph.info

Zweitens: Musik ist Teil der menschlichen Kultur und gehört zu den Dingen, die die Menschheit auszeichnet.

Drittens: Ein Astrophysiker kommt immer noch bedeutend leichter an einen gut bezahlten Job, als ein Musiker.

Viertens: Die Aufgabe der Astronomie ist eher Erkenntnisgewinn über die Beschaffenheit unseres Universums und eher weniger "Lebenspraktische" Dinge, wie du sie dir offenbar vorstellst. 

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Es gibt genug Stellen nur die Anforderungen sind sehr hoch. Also vergessen würde ich es nicht, wenn du es dir zutraust und dich dafür interessierst.

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das kommt darauf an. wenn man astronom ist und bei einer uni oder einem institut angestellt ist dann dürfte man schon mehr verdienen. es gibt astrophysiker, astronom, astrobiologe und noch andere richtungen.

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