Worin besteht der Unterschied der Chaostheorie zur traditionellen mechanischen Wissenschaft ?
Bitte um hilfreiche Antworten !
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Die Frage hört sich genauso sinnvoll an, wie "Worin besteht der Unterschied zwischen Wasser und nass sein?".
Die Chaostheorie ist "mechanisch", sprich deterministisch. Es geht nur darum, dass wenn man ein physikalisches Problem hat und eine exakte Lösung für ein Problem sucht, so kann man nur für die einfachsten Probleme eine explizite analytische Lösung angeben.
Also wenn man zum Beispiel ein einfaches Fadenpendel hat, dann muss man um seine Auslenkung für spätere Zeitpunkte zu berechnen, bereits eine Näherung machen, aber es geht noch ganz gut. Wenn man ein Doppelpendel hat und seine Bewegung beschreiben will, dann kann man überhaupt keine ordentliche analytische Lösung angeben (weil die Gleichungen nicht mehr linear sind), man muss es numerisch (sprich: auf Computern simulieren) lösen. Wenn man dann die Bewegung des Doppelpendels betrachtet, dann sieht sie chaotisch, also scheinbar ohne Regel, aus. Der Punkt ist aber, dass dahinter ganz normale Newtonsche Mechanik steckt (also das was du wahrscheinlich mit traditionellen mechanischen Wissenschaft meinst). Schau dir die Simulation in diesem Artikel an http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelpendel oder noch schöner dieses Video an youtube.com/watch?v=NxNvvNdNpZg.
Das nennt man ein chaotisches System. Ein System bei dem kleine Änderungen an Anfangsbedingungen (Position, Geschwindigkeit ect.) große Auswirkungen auf den Bewegungsverlauf haben und nur numerisch zu "vorhersagen" sind.
Dahinter steckt also nichts übernatürliches. Die Chaostheorien sind in letzter Zeit nur deswegen so bekannt geworden, weil durch die Computer die Möglichkeit besteht die Probleme zu lösen bzw. zu betrachten.
Wikipedia 'Chaostheorie'Für mich am interessantesten das Kapitel 'Quantentheorie und Determinismus '
Chaostheorie bezieht sich z.B auf das Einkaufsverhalten verschiedener Geschlechter. Nimm mal an ein Mann geht zum Baumarkt um eine Bohrmaschine zu kaufen. Wenn du nachsiehst was er nach Hause bringt, wirst du feststellen dass er genau eine Bohrmaschine gekauft hat, vielleicht noch Bohrer und ein paar Schrauben dazu.Geht eine Frau ein Kleid kaufen, dann kommt sie mit einem Paar Schuhe, einer Handtasche, Lebensmitteln und einem Zeitschriftenabonnement zurueck. Das Kleid hat sie nicht gekauft weil es ihr doch nicht gefallen hat. Das erste System ist deterministisch, das zweite chaotisch.
Im mechanistischen Weltbild wird davon ausgegangen, dass nur das Materielle allein existieren würde und alles errechenbar und berechenbar wäre aufgrund strikter Naturgesetze.
Jede inmaterielle Wirksamkeit wird deshalb ausgeschlossen. Darum kann es z. B. keine Wunder, kein überirdisches Wirken oder Eingreifen geben, weil sie den Naturgesetzen widersprechen würde. Z.B. das Gesetz der Schwerkraft (Isaak Newton) nicht aufgehoben werden. Das würde auch auf bilogische Prozesse zutreffen.
Materialismus und Determinismus würden alles bestimmen.
Die Chaostheorie räumt dagegen ein, obwohl sie auch von einer Ordnung im System ausgeht, dass jedoch nicht alles langfristig vorhersehbar wäre. D.h. dass es trotz allem unvorhersehbares oder irreguläre Ereignisse geben kann.
Nicht alles ist dermenitischen festgelegt oder vorhersehbar.
Im Prinzip lässt das wieder einen Spielraum offen für eine inmaterielle Wirksamkeit. Sie kann nicht kategorisch ausgeschlossen werden, wie das im Gegensatz zum mechanistischen Weltbild der Fall gewesen ist.
Das ist Geschwurbel. Die Chaostheorie ist mechanisch und materiell.
Ich sehe das anders. Wieso kommst du auf das Immaterielle? Es geht doch darum, dass bei grossen komplexen Systemen kleinste Ursachen mit der Zeit riesige Wirkungen hervorbringen können. Und die moderne Theorie sagt, dass man einen (Anfangs-)Zustand nicht exakt messen kann, und dieser minime Unterschied zwischen Messung und Wirklichkeit keine exakten Prognosen zulassen. Dem sage ich nicht 'immateriell', dem sage ich 'kleinste Mess-Unsicherheiten'
Ich habe hier den philosphischen Aspekt angesprochen, der aus dieser Unsicherheit und nicht Berechenbarkeit gezogen wird.
Denn im mechanistischen Weltbild (Uhrwerk) des 19.Jhd. wurde jedes transzendete Wirken oder oder seine Einflussnahme kategorisch abelehnt, bzw. als etwas Unmögliches erklärt.
Im Grund genommen brauche ich für mich nicht die philosophische Begründung aus der Chaostheorie, weil es für mich andere Gründe für die Transzendenz gibt.