Frage von NGC3132, 51

Astrofotografie mit digitaler Spiegelreflexkamera?

Hallo, ich fotografiere mit der Canon EOS 700D auf einem Fotostativ. Da die Sterne (logischerweise) schon nach wenigen Sekunden Belichtung zu kleinen Strichen werden, wollte ich fragen welche Möglichkeiten es gibt, die Erdrotation auszugleichen. Als Teleskop verwende ich meinen Skywatcher Newton 130/650 auf der Omegon EQ 500. So: Was brauche ich schlussendlich wirklich, um schon einmal das richtige Equipment zu haben, damit ich richtig in die Himmelsfotografie einsteigen kann? Für Antworten wäre ich sehr dankbar, LG Christian :)

Antwort
von Grautvornix16, 24

Hi,- schön, einen weiteren sternenfreund begrüßen zu dürfen. ABER: da hat der Liebe Gott vor das Hobby den (Denk-)Schweiß und das Geld gesetzt.

Um ein komplexes Thema kurz zu machen:

1) Hauptoptik: Minimum 8 - 10 Zoll freie Öffnung bei maximal 1 Meter Brennweite (2Meter wenn Schwerpunkt Planetenbeobachtung und "Umschaltung" auf Deep-Sky - Objekte durch Einsatz von "Reducern" für Brennweitenverkürzung (Shapley-Linsen)) um "schnell" genug für Langzeitbelichtungen zu sein. - Dazu eine qualitativ hochwertige Spiegelverarbeitung. (Schnell genug heißt, dass die Optik/das Öffungsverhältnis ein Lichtsammelvermögen besitzt, das so dimensioniert ist, dass dir bei 15-20 Minuten Belichtungszeit das Bild nicht in der Lichtverschmutzung absäuft oder dein Beobachtungsfeld nicht an der nächsten Hausecke endet bevor du brauchbare Resultate erzielst).

1a) Wahl des optischen Systems: Newton oder SC - da bitte mal die Infos im Netz bemühen

2) eine mechanisch supersauber arbeitende Montierung mit elektrischer Nachführung in beiden Achsen (parallaktische Montierung) passend zu Gewicht des Telsekop-Gesamtsystems.

3) Entscheidung über das optische System zur Nachführkontrolle (außer bei "Goto"-Systemen mit azimutaler Montierung)

4) Filter- und Linsensätze z.B. zum Herausfiltern von Stadtlicht oder anderer Filterparameter oder Reducer zur Verkürzung der Brennweite ( s.o.)

5) Ggf. externe / autonome Stromquelle

Das wären so die Schwerpunkte für einen angehenden Astrofotografen.

PS: Es gibt viele gute Astroseiten und auch -foren im Netz wo du ins Detaill gehen kannst.

Gruß

Kommentar von NGC3132 ,

Wow, da hast Du dir aber viel Mühe gegeben, danke dafür! ;)

Meine Frage war leider ziemlich primitiv gestellt und ließ vermuten, ich hätte kein Wissen zu diesem Thema. Doch das habe ich... zumindest ein Teil ist mir klar. Aber Du hast übersichtlich die Komponenten zu diesem Thema aufgelistet, meine Frage beantwortet und mir damit sehr geholfen! Vielen Dank! 

Kommentar von Grautvornix16 ,

Hi,- ne - viel Mühe war das nicht - ist ja Standard für Astrofotofrafen und schon öfter Thema hier gewesen. Aber wenns was geholfen hat - immer gerne ;-)

Antwort
von Startrails, 24

Hallo,

so ganz verstehe ich dich nicht - du besitzt bereits eine parallaktische Montierung mit der Omegon EQ500. Hat die schon Schrittmotoren zur Nachführung oder hast du nur die reine Montierung ohne Schnick-Schnack? Willst du wissen wie du die Kamera ans Teleskop bekommst?

Im Idealfall werden Fotos gemacht unter der Verwendung von Guiding.

Übrigens: NGC3132 - ein sehr schöner planetarischer Nebel :-)

Kommentar von NGC3132 ,

Danke für die Antwort,

Ich habe die EQ 500 von Omegon gewählt, weil die Skywatcher EQ 2 wirklich nichts mehr zulassen würde was fotografisch/visuell dazukommen könnte. Ich weiß, dass sie parallaktisch ist. ;D

Jedoch besitzt sie noch keinerlei Technik, wodurch wir zu meiner Frage kommen, die ich jetzt nochmal überarbeitet habe: Reicht eine motorische Nachführung für die Montierung (und halt T2 Ring für die Kamera, usw.) oder ist Autoguiding wirklich wichtig?

PS: Ich habe meinen Namen auf gutefrage.net bewusst gewählt ;)

Antwort
von XenoBlaster, 28

Du könntest für dein teleskop ein Nachführmotor kaufen der mit der erdrotation geht, damit sind dann auch längere Belichtungszeit möglich

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