Mit den Schlagwörtern /Wesen des Goldes/ und /Kunst/ denke ich zunächst an die Verwandtschaft des Goldes mit dem Licht.
Gold nimmt das Licht in sich auf, strahlt es aber wieder nach außen, d.h. behält es nicht in sich. Der Goldgrund wird noch von Giotto verwendet, der als erster einen naturnahen Malstil mit Raumperspektive hinterlässt. Für ihn war Gold ein Element, das mit dem übersinnlichen Licht in Verbindung trat. Auch die Fenster der Kathedrale von Chartres enthalten neben dem Rot das Gold, in den die Ikonen brennen sollen. Soweit ich weiß gilt eine vollkommene Vereinigung von Rot und Gold als der „warme Glanz“.
Gleichzeitig aber gilt Gold als der schwerste Stoff (den wir kennen) mit einem spezifischen Gewicht von 19,3. Damit assoziiert man Stabilität; Gold oxydiert nicht und verbindet sich mit kaum chemisch mit kaum einer anderen Substanz; hat eine erstaunliche Dehnbarkeit und Stärke.
Diese Verbindung von Glanz und Schwere lässt Gold über die Jahrhunderte hinweg als Verbindung der Pole gelten (als Vermittlung zwischen Ausdehnung und Zusammenhalt).
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Vielleicht können Kunstkenner/ Chemiker die Gedanken überprüfen und ggf. korrigieren/ erweitern.
Liebe/r HektorPedo,
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