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Asset backed securities/ Verbriefung von Forderungen

Frage von gutefrage23 gutefrage23

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich beschäftige mich derzeit im Rahmen einer Projektarbeit für mein Studium mit dem Thema Verbriefung von Forderungen und habe mich jetzt schon durch einige Bücher und Internetartikel gewühlt Aber so einigen Dinge sind mir immer noch unklar. Beim Durchforsten der Literatur die ich gefunden habe kam es mir so vor als würde keiner der Autoren genau wissen wo von er da eigentlich schreibt und wie dieses Thema eigentlich im Detail funktioniert. Ich würde mich über jede Hilfe, sei sie auch noch so klein, sehr freuen.

Vielleicht ist hier ja jemand der mit diesem Thema schon mal in der Praxis zu tun hatte.

Was hat es genau mit diesen SPVs also den Zweckgesellschaften auf sich? Womit genau machen die ihr Geld? Warum sind 90% auf den Cayman Islands? Welche Steuern werden da genau umgangen? Wird vom SPV der Komplette Forderungsbetrag direkt bereitgestellt? Muss das Unternehmen (Orginator) das Gled zurückzahlen wenn es zu einem Forderungsausfall kommt? Ab wann ist ein Forderungsausfall ein Forderungsausfall (Zeitspanne)? Was bekommt das Unternehmen wenn bei der Synthetischen Verbriefung nur das Ausfallrisiko verkauft wird? Wie hoch ist i.d.r. der Bonitätsabschlag. Was ist die häufigste Form von ABS?

Viele Grüße

Tobias

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Antworten (4)

  • 0
    RatgeberHelden Antwort von Nasdaq14 Nasdaq14

    Also ich könnte Dir nur aus der Börsenwelt herausantworten ( Kompliment an die Vorredner).

    Dort sind Asset Backed Securities in der Regel Anleihen, die durch anders Werte, besichert werden. Das reicht von den sogeannten Brady-Bonds bis hin zu den Lehmann - Papieren.

    Brady - Bonds waren seinerzeit mexikanische Anleihen die durch US- Bonds besichert waren und dadurch deutlich im Ranking stiegen, mithin billiger waren. Ich glaube die Rating - Verbesserung war daamals von BB- auf AA-

    Die Lehmann - Papiere waren über Umwege durch Forderungen im privaten Immobilienbereich bis hin zu Kreditkartenforderungen besicher. Auch dort erhielten die Lehmann - Papiere ein Rating von mindestens AA, während die einzelnen Papiere vielleicht bei BB gelegen hätten.

    Eine gute Anlaufstelle für die Frage wäre Goldman & Sachs in Frankfurt anzurufen . ich würde aber nicht unbedingt mit den Lehman - Papieren ins Haus fallen, weil ich meine daß sie nicht unmaßgeblich an der Kreation beteiligt waren. n jedem Fall vermitteln die deratige Papiere, so daß Prospekte dafür zu bekommen sein sollten.

    Bei den Caymans etc. spielen wahrscheinlichnicht nur stuerliche GRünde eine Rolle, sndern daß es dort westlcih einfacher ist, Papiere rechtlich zu kreiieren. Außerdem hat wohl im Ernstfall kieiner einen Anwalt , der ihn auf den Caymans vertritt.

    Ich hoffe, ich hab etwas von dem getroffen, was Du meinst. Mit freundlichen Grüßen

    Nasdaq

    Kommentar von gutefrage6781 gutefrage6781gutefrage6781

    Danke .-))

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    Antwort von gutefrage6781 gutefrage6781

    Am häufigsten werden Autofinanzierungen, Kreditkarten- und Leasingforderungen, gewerbliche Kredite und Studentenkredite verbrieft.

    Unterscheiden musst du auch zwischen True Sales Verbriefung und synthetischer Verbriefung. Bei der True Sales Verbriefung werden Aktiva an ein SPV verkauft, während bei der synthetischen Verbriefung nur das Risiko aus den Forderungen übertragen wird. Die SPV "machen ihr Geld" in dem sie die Forderungen "eintreiben", welche als Zins und Tilgung an Investoren ausgeschüttet werden, die die ABS gekauft haben. Das "Geldeintreiben" übernimmt ein hinzugezogener Service Agent. Er ist für die Debitorenbuchhaltung, das Mahnwesen, die Forderungsüberwachung, die Verwertung von Sicherheiten, das Reporting sowie das Einziehen von Forderungen zuständig.

    Der Orginator muss bei einem Forderungsausfall natürlich das Geld nicht zurückzahlen, denn er hat die Forderungen ja an Investoren verkauft (bzw. das Ausfallrisiko übertragen). Das ist ja der ganze Sinn dieser Geschichte, der Orginator will die Forderungen schließlich loswerden, aus welchem Grund auch immer...

    Es wird oft auf die Cayman Inseln ausgewichen, zum Einen wegen dem steuerlichen Aspekt (wie schon oben erwähnt), zum Anderen, weil dort auch die Kosten zum Errichten eines SPV geringer sind als in anderen Staaten. Neben den Refinanzierungskosten und den fixen Vorabkosten, wie etwa Kosten für die Rechtsberatung, fallen laufende fixe Kosten (z. B. für Wirtschaftprüfer) sowie variable laufende Kosten und Kosten für das Credit-Enhancement an. Erst ab einem bestimmten Forderungsvolumen ist aufgrund der Fixkostendegression eine ABS-Transaktion sinnvoll. Das Fordeungsvolumen sollte min. 50 Mio. betragen, ansonsten lohnt es sich mehr auf Factoring auszuweichen.

    Ein Forderungsausfall besteht, wenn der Debitor (also der Schuldner auf den sich die Forderungen beziehen) seine Schulden nicht mehr bedienen kann und diese quasi abgeschrieben werden müssen.

    "Was bekommt das Unternehmen wenn bei der Synthetischen Verbriefung nur das Ausfallrisiko verkauft wird?" Welches Unternehmen meinst du denn? Die Investoren, welche die ABS bzw. das Ausfallrisiko kaufen??

    Die Investoren bekommen dann eine Risikoprämie...

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen...Falls du noch Fragen haben solltest, melde dich bei mir, gerne auch per Nachricht. Dieses Thema ist auf den ersten Blick etwas komplex, daher auch etwas schwierig hier ausführlich zu erklären! .-)

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    Antwort von wfwbinder wfwbinder

    ich muss @hifried enttäuschen, weder bin ich professor (bisher nicht einmal habilitiert), und schon gar nicht der Deine. Ist es schlimm, wenn ich es trotzdem weis?

    • Die Zweckgesellschaften hat man gegründet, weil man damit die Geschäfte komplett aus der Bilnaz halten konnte.

    • nehmen wir an es geht um Papiere von 100 Mio. Die Bank selbst investiert 1 Mio. EK. 99 Mio. sind Anlegergelder, oder geliehenes Geld.

    • In der Bilnaz der Bank erscheinen nur die 1 Mio. EK der Zweckgesellschaft.

    • mit 99 Mio. fremden Geld werden nun die Papiere gekauft.

    • Das Problem nun, das Risiko aus dem Geschäft ist schon bei einem Kurscverlust von 5 % fünfmal so hoch wie das eingesetzt Kapital und somit auch fünfmal höher als es in der Bilanz der Bank, der die Zweckgesellschaft gehört, erscheint.

    • Auf den Caymans , oder in Irand sind die Gesellschaften insbesondere wegen der Steuern angesiedelt. Es ergibt sich der schon fast perverse Effekt, würde mit den 100 Mio. 10 Mio. verdient, wären die nahezu steuerfrei (weil schon im anderen and versteuert. Werden es, wie geschehen, Verluste, werden sie vom Mutterhaus ausgeglichen

    • Womit wird bei diesen Paieren Geld gemacht? Die Kredit, die damit zusammengefaßt wurden bringen sagen wir 6 % Zinsen. Also 100 Mio. die 6 % bringen. Diese Forderungen werden nun für 90 Mio. (alles nur Beispilzahlen um die effekte zu zeigen) verkauft. Der Käufer hat damit nominal schon mal über 7 % Rendite (abzüglich der eigenen Kosten.

    • Der hat sich das Geld wiederum für eventuell 5 % bei anlegen geliehen. Damit sind die Erträge vorprogrammiert, aber schon ein Verlust von 10 % bringt die Geschichte ins wanken. Aber die Verluste waren höher. Damit bricht es dann zusammen.

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    Antwort von hjfried hjfried

    Wären vielleicht Fragen an deinen Prof.

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