Oh, Tanzwiesel, es gibt doch schon eine Art Aspirin für die Seele. Es wirkt allerdings anders.
Aspirin übertönt oder betäubt den Schmerz. Es beseitigt aber nicht die Ursache.
Alkohol oder andere Drogen betäuben den Seelenschmerz ebenfalls, auch sie beseitigen nicht die Ursache.
Mitgefühl beseitigt zwar auch nicht den Seelenschmerz, hilft aber dem Patienten mehr als ein Betäubungsmittel. ( Kommt Patient eigentlich von dem Wort geduldig? )
Mitgefühl heisst, ich weiss, dass es dir schlecht geht, ich fühle mit dir, verstehe deine Situation.
Es unterscheidet sich existenziell vom Mitleid.
Mitgefühl nimmt den anderen in den Arm, tröstet, zeigt ihm, dass er nicht allein ist. Es sagt: Ja weine, lass deinen Schmerz heraus, hier kannst du weinen, fluchen, schreien, verzweifelt sein ... Niemand lacht dich dafür aus. Du brauchst dich dafür nicht zu schämen. Sei einfach du, sei der verletzte Mensch, der zusammengebrochene Mensch, der zutiefst in der Seele verzweifelte Mensch.
Mitgefühl heisst: es ist jemand da, der mir dir fühlt.
Dafür gibt es keinen Nobelpreis ( vielleicht doch? - Mutter Teresa? )
Vielleicht wird der Mitfühlende gesteinigt, aber ich glaube, dass das nur körperliches Ende bedeutet. Die Selle lebt weiter...
Wir bräuchten viel mehr Mitgefühl, mehr Verständnis füreinander. Es wird kommen, noch ist es nicht soweit -
mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu sagen
Danke für deine Frage
Hallo Tanzwiesel, Deine Frage ist sicherlich sehr interessant. Da Du aber keine Hilfe oder Rat zu einem konkreten Problem benötigst, gehört sie in unser Forum. Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support